Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Zinzendorf, Nikolaus Ludwig von: Gewisser Grund christlicher Lehre. Leipzig, 1725.

Bild:
<< vorherige Seite

empfangen, daß ihr euch abermahl fürchten
müsset, sondern ihr habt einen kindlichen
Geist
empfangen, durch welchen wir ruffen:
Abba, lieber Vater! Rom. 8. v. 15.

18. Was ist denen Menschen verheissen, die GOtt fürchten?

Daß es wohl gehen wird denen, die GOtt
fürchten, die sein Angesicht scheuen, Pred. 8, 12.

Der HErr hat Gefallen an denen, die ihn fürch-
ten, Ps. 147. v. 11.

19. Wie gehet es denen, die den HErrn nicht fürchten?

Es wird den Gottlosen nicht wohl gehen,
und wie ein Schatten nicht lange leben,
die sich für GOtt nicht fürchten, Pred. 8. v. 13.

20. Was fordert GOtt noch mehr, als Furcht?

Was fordert der HErr dein GOtt von dir,
denn daß du den HErrn deinen GOtt fürch-
test,
daß du in allen seinen Wegen wandelst,
und liebest Jhn, 5. B. Mos. 10. v. 12.

21. Hat GOtt auch Liebe zu uns?

Ja.) Wir haben erkannt und geglaubt, die
Liebe, die GOtt zu uns hat, 1. Joh. 4. v. 16.

22. Jst GOtt von Natur so liebreich?

Ja.) GOtt ist die Liebe, und wer in der
Liebe bleibet, der bleibet in GOtt und GOtt
in ihm, 1. Joh. 4. v. 16.

23. Was hat diese Liebe GOttes gegen uns vor eine sonderli-
che Beschaffenheit?

Darinnen stehet die Liebe, nicht, daß wir

GOtt

empfangen, daß ihr euch abermahl fuͤrchten
muͤſſet, ſondern ihr habt einen kindlichen
Geiſt
empfangen, durch welchen wir ruffen:
Abba, lieber Vater! Rom. 8. v. 15.

18. Was iſt denen Menſchen verheiſſen, die GOtt fuͤrchten?

Daß es wohl gehen wird denen, die GOtt
fuͤrchten, die ſein Angeſicht ſcheuen, Pred. 8, 12.

Der HErr hat Gefallen an denen, die ihn fuͤrch-
ten, Pſ. 147. v. 11.

19. Wie gehet es denen, die den HErrn nicht fuͤrchten?

Es wird den Gottloſen nicht wohl gehen,
und wie ein Schatten nicht lange leben,
die ſich fuͤr GOtt nicht fuͤrchten, Pred. 8. v. 13.

20. Was fordert GOtt noch mehr, als Furcht?

Was fordert der HErr dein GOtt von dir,
denn daß du den HErrn deinen GOtt fuͤrch-
teſt,
daß du in allen ſeinen Wegen wandelſt,
und liebeſt Jhn, 5. B. Moſ. 10. v. 12.

21. Hat GOtt auch Liebe zu uns?

Ja.) Wir haben erkannt und geglaubt, die
Liebe, die GOtt zu uns hat, 1. Joh. 4. v. 16.

22. Jſt GOtt von Natur ſo liebreich?

Ja.) GOtt iſt die Liebe, und wer in der
Liebe bleibet, der bleibet in GOtt und GOtt
in ihm, 1. Joh. 4. v. 16.

23. Was hat dieſe Liebe GOttes gegen uns vor eine ſonderli-
che Beſchaffenheit?

Darinnen ſtehet die Liebe, nicht, daß wir

GOtt
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <p><pb facs="#f0047" n="14"/>
empfangen, daß ihr euch abermahl fu&#x0364;rchten<lb/>
mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;et, &#x017F;ondern ihr habt <hi rendition="#fr">einen kindlichen<lb/>
Gei&#x017F;t</hi> empfangen, durch welchen wir ruffen:<lb/>
Abba, lieber Vater! Rom. 8. v. 15.</p>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head>18. Was i&#x017F;t denen Men&#x017F;chen verhei&#x017F;&#x017F;en, die GOtt fu&#x0364;rchten?</head><lb/>
              <p>Daß es <hi rendition="#fr">wohl gehen</hi> wird denen, die GOtt<lb/>
fu&#x0364;rchten, die &#x017F;ein Ange&#x017F;icht &#x017F;cheuen, Pred. 8, 12.</p><lb/>
              <p>Der HErr <hi rendition="#fr">hat Gefallen</hi> an denen, die ihn fu&#x0364;rch-<lb/>
ten, P&#x017F;. 147. v. 11.</p>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head>19. Wie gehet es denen, die den HErrn nicht fu&#x0364;rchten?</head><lb/>
              <p>Es wird den Gottlo&#x017F;en <hi rendition="#fr">nicht wohl</hi> gehen,<lb/>
und wie ein <hi rendition="#fr">Schatten nicht lange leben,</hi><lb/>
die &#x017F;ich fu&#x0364;r GOtt nicht fu&#x0364;rchten, Pred. 8. v. 13.</p>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head>20. Was fordert GOtt noch mehr, als Furcht?</head><lb/>
              <p>Was fordert der HErr dein GOtt von dir,<lb/>
denn daß du den HErrn deinen GOtt <hi rendition="#fr">fu&#x0364;rch-<lb/>
te&#x017F;t,</hi> daß du in allen &#x017F;einen Wegen wandel&#x017F;t,<lb/><hi rendition="#fr">und liebe&#x017F;t Jhn,</hi> 5. B. Mo&#x017F;. 10. v. 12.</p>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head>21. Hat GOtt auch Liebe zu uns?</head><lb/>
              <p>Ja.) Wir haben erkannt und geglaubt, die<lb/><hi rendition="#fr">Liebe, die GOtt zu uns hat,</hi> 1. Joh. 4. v. 16.</p>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head>22. J&#x017F;t GOtt von Natur &#x017F;o liebreich?</head><lb/>
              <p>Ja.) <hi rendition="#fr">GOtt i&#x017F;t die Liebe,</hi> und wer in der<lb/>
Liebe bleibet, der bleibet in GOtt und GOtt<lb/>
in ihm, 1. Joh. 4. v. 16.</p>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head>23. Was hat die&#x017F;e Liebe GOttes gegen uns vor eine &#x017F;onderli-<lb/>
che Be&#x017F;chaffenheit?</head><lb/>
              <p><hi rendition="#fr">Darinnen</hi> &#x017F;tehet die Liebe, nicht, daß wir<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">GOtt</fw><lb/></p>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[14/0047] empfangen, daß ihr euch abermahl fuͤrchten muͤſſet, ſondern ihr habt einen kindlichen Geiſt empfangen, durch welchen wir ruffen: Abba, lieber Vater! Rom. 8. v. 15. 18. Was iſt denen Menſchen verheiſſen, die GOtt fuͤrchten? Daß es wohl gehen wird denen, die GOtt fuͤrchten, die ſein Angeſicht ſcheuen, Pred. 8, 12. Der HErr hat Gefallen an denen, die ihn fuͤrch- ten, Pſ. 147. v. 11. 19. Wie gehet es denen, die den HErrn nicht fuͤrchten? Es wird den Gottloſen nicht wohl gehen, und wie ein Schatten nicht lange leben, die ſich fuͤr GOtt nicht fuͤrchten, Pred. 8. v. 13. 20. Was fordert GOtt noch mehr, als Furcht? Was fordert der HErr dein GOtt von dir, denn daß du den HErrn deinen GOtt fuͤrch- teſt, daß du in allen ſeinen Wegen wandelſt, und liebeſt Jhn, 5. B. Moſ. 10. v. 12. 21. Hat GOtt auch Liebe zu uns? Ja.) Wir haben erkannt und geglaubt, die Liebe, die GOtt zu uns hat, 1. Joh. 4. v. 16. 22. Jſt GOtt von Natur ſo liebreich? Ja.) GOtt iſt die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in GOtt und GOtt in ihm, 1. Joh. 4. v. 16. 23. Was hat dieſe Liebe GOttes gegen uns vor eine ſonderli- che Beſchaffenheit? Darinnen ſtehet die Liebe, nicht, daß wir GOtt

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/zinzendorf_christlichelehre_1725
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/zinzendorf_christlichelehre_1725/47
Zitationshilfe: Zinzendorf, Nikolaus Ludwig von: Gewisser Grund christlicher Lehre. Leipzig, 1725, S. 14. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/zinzendorf_christlichelehre_1725/47>, abgerufen am 14.05.2021.