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Sattler, Basilius: Eine Predigt uber den 90. Psalmen. Wolfenbüttel, 1608.

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dunckelen Wort als in einem Spiegel / dort aber von Angesicht zu Angesicht.

Ein solch Contrafey Gottes / stellet vns Moses in diesen Worten für. Vnd handelt zwar eygentlich nicht die gantze Lehre / wer Gott an sich selber sey / das ein Gott sey / vnd drey Personen / sondern das zu seinem Fürnehmen dienet / berichtet er vns von seinem willen / was wir an Gott haben / vnd was wir vns zu jhm versehen sollen / die wir jhn nach seinem Wort erkennen / vnd jhn anruffen / mmblichen ein gütigen Vater / der sich vnser wölle annemen / vnd denn auch einen Allmechtigen HERRen / der aus allen Nöten helffen könne.

Wir sind leyder durch die Sünd also verwirret / das wir vns Gott viel anderst einbilden / nach dem Fall sonderlich / vnd meinen stracks / dieweil wir so arme Sünder seyn / wolle er vnser kein Gnad haben / vnd solchs befind sich / wenn es vns vbel gehet.

Imgleichen / wenn es mit vns in Nöten hart helt / vnd vns alle Mittel zerrinnen / dadurch vns geholffen werden möchte / so geben wir auch / wie man sagt / das Hauß auff / vnd meynen / es könne vns nicht geholffen werden.

Aber solche Gedancken von Gott sind falsch / vnd kombt solche Mißtrawen vom bösen Feind /

dunckelen Wort als in einem Spiegel / dort aber von Angesicht zu Angesicht.

Ein solch Contrafey Gottes / stellet vns Moses in diesen Worten für. Vnd handelt zwar eygentlich nicht die gantze Lehre / wer Gott an sich selber sey / das ein Gott sey / vnd drey Personen / sondern das zu seinem Fürnehmen dienet / berichtet er vns von seinem willen / was wir an Gott haben / vnd was wir vns zu jhm versehen sollen / die wir jhn nach seinem Wort erkennen / vnd jhn anruffen / mmblichen ein gütigen Vater / der sich vnser wölle annemen / vnd denn auch einen Allmechtigen HERRen / der aus allen Nöten helffen könne.

Wir sind leyder durch die Sünd also verwirret / das wir vns Gott viel anderst einbilden / nach dem Fall sonderlich / vnd meinen stracks / dieweil wir so arme Sünder seyn / wolle er vnser kein Gnad haben / vnd solchs befind sich / wenn es vns vbel gehet.

Imgleichen / wenn es mit vns in Nöten hart helt / vnd vns alle Mittel zerrinnen / dadurch vns geholffen werden möchte / so geben wir auch / wie man sagt / das Hauß auff / vnd meynen / es könne vns nicht geholffen werden.

Aber solche Gedancken von Gott sind falsch / vnd kombt solche Mißtrawen vom bösen Feind /

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[0012] dunckelen Wort als in einem Spiegel / dort aber von Angesicht zu Angesicht. Ein solch Contrafey Gottes / stellet vns Moses in diesen Worten für. Vnd handelt zwar eygentlich nicht die gantze Lehre / wer Gott an sich selber sey / das ein Gott sey / vnd drey Personen / sondern das zu seinem Fürnehmen dienet / berichtet er vns von seinem willen / was wir an Gott haben / vnd was wir vns zu jhm versehen sollen / die wir jhn nach seinem Wort erkennen / vnd jhn anruffen / mmblichen ein gütigen Vater / der sich vnser wölle annemen / vnd denn auch einen Allmechtigen HERRen / der aus allen Nöten helffen könne. Wir sind leyder durch die Sünd also verwirret / das wir vns Gott viel anderst einbilden / nach dem Fall sonderlich / vnd meinen stracks / dieweil wir so arme Sünder seyn / wolle er vnser kein Gnad haben / vnd solchs befind sich / wenn es vns vbel gehet. Imgleichen / wenn es mit vns in Nöten hart helt / vnd vns alle Mittel zerrinnen / dadurch vns geholffen werden möchte / so geben wir auch / wie man sagt / das Hauß auff / vnd meynen / es könne vns nicht geholffen werden. Aber solche Gedancken von Gott sind falsch / vnd kombt solche Mißtrawen vom bösen Feind /

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Zitationshilfe: Sattler, Basilius: Eine Predigt uber den 90. Psalmen. Wolfenbüttel, 1608, S. . In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/sattler_predigt90_1608/12>, abgerufen am 19.04.2024.