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[N. N.]: Vom Beruff Und Enturlaubung der Prediger/ Christlicher Fürtrefflicher Lehrer Bedencken. Giessen, 1608.

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sein Wort / vnd Sacrament / das ist / sein Blut / Sterben vnd Leiden / durch seinen trewen frommen Diener / ewern Pfarrherrn so reyn vnd reichlich mittheylet / wie kan der Leydige Teuffel nicht leiden / daß jhr solt Selig werden?

So habt jhr auch nun das zubedencken / weil da kein ander vrsachen vnd schult ist / dann daß jhr einen Gram auff den Pfarrherrn geworffen habt / ohn seinen verdienst / ja vmb seinen grossen verdienst vnnd trewe Predigt willen / daß es nicht zuthun noch müglich sein will / vmb ewers Grams vnd vnrechtens fürnemens willen einem solchen wol bezeugten Pfarrherr / gewalt vnnd vnrecht zuthun / vnd mit Dreck außzuwerffen. Ich kan die Visitatorn nit verdencken / daß sie solches nicht thun / noch mit solchem vnrecht / jhr Gewissen vmbs Teuffels willen beschweren / vnd mit euch (wo sie in ewer fürnemen bewilligten) zum Teuffel fahren solten. Sehet euch für / lieben Herrn vnnd Freunde / Sehet euch für / bringt euch der Teuffel zu Fall / so wirt ers dabey nit lassen / sondern weiter fällen.

Der erste Fall ist dieser / daß jhr solt ewern Pfarrherrn verachten vnd hassen ohn vrsachen / dz ist / Christum aller Pfarrherrn Obersten selbst verachten / da werdet jhr euch an den Stein stossen / vnnd an dem verzerenden Fewer verbrennen. Dann jhm ist mehr gelegen an einem frommen trewen Pfarrherr / weder an aller Oberkeit in der gantzen Welt / dann derselbigen Ampt dienet jhm nicht zu seinem Himmelreich / wie das Pfarrampt thut. Mit diesem bringt ers dahin / daß er ewer Hertz vnd Mund zustopffet / daß sie nicht gleuben / nit beten / nicht loben / noch ewer Haupt für Gott auffheben dörfft in Matth. 5. keiner not / wie er spricht Matth. 5. Laß dein Opffer für dem Altar / vnd versöhne dich zuvor. Damit weret jhr schon keine Christen mehr / hettet euch selbst verbannet / das ist schrecklich.

Darnach wird ers dahin arbeyten / daß er vber diese ewere eygene Sünde / euch mit grossen frembden Sünden felle / nemlich daß jhr sollet ewrem vnschuldigen Pfarrherr verdringen / damit des worts Tauffe oder Sacraments beraubet bleiben / vnd so viel an euch ist / auch mit euch verdampt sein müssen. Das wer viel erger / dann deß Babsts Regiment / wie wolt jhr das verantworten? Dazu wann der gemeyne Mann vnd die liebe Jugent / solch grewlich Exempel sehen würde / daß man Gelehrte / fromme Pfarrherr / für jre Mühe vnd trewen dienst also mit dreck vnnd schanden belohnet / wer will ein Kindt zur Schule ziehen? wer will mit seiner Kost studieren? wo wöllen wir dann Pfarrherrn nemen.

In diesem schaden suchet der Teuffel / durch solche ewer vnnd ewers glei-

sein Wort / vnd Sacrament / das ist / sein Blut / Sterben vnd Leiden / durch seinen trewen frommen Diener / ewern Pfarrherrn so reyn vnd reichlich mittheylet / wie kan der Leydige Teuffel nicht leiden / daß jhr solt Selig werden?

So habt jhr auch nun das zubedencken / weil da kein ander vrsachen vnd schult ist / dann daß jhr einen Gram auff den Pfarrherrn geworffen habt / ohn seinen verdienst / ja vmb seinen grossen verdienst vnnd trewe Predigt willen / daß es nicht zuthun noch müglich sein will / vmb ewers Grams vnd vnrechtens fürnemens willen einem solchen wol bezeugten Pfarrherr / gewalt vnnd vnrecht zuthun / vnd mit Dreck außzuwerffen. Ich kan die Visitatorn nit verdencken / daß sie solches nicht thun / noch mit solchem vnrecht / jhr Gewissen vmbs Teuffels willen beschweren / vnd mit euch (wo sie in ewer fürnemen bewilligten) zum Teuffel fahren solten. Sehet euch für / lieben Herrn vnnd Freunde / Sehet euch für / bringt euch der Teuffel zu Fall / so wirt ers dabey nit lassen / sondern weiter fällen.

Der erste Fall ist dieser / daß jhr solt ewern Pfarrherrn verachten vnd hassen ohn vrsachen / dz ist / Christum aller Pfarrherrn Obersten selbst verachten / da werdet jhr euch an den Stein stossen / vnnd an dem verzerenden Fewer verbrennen. Dann jhm ist mehr gelegen an einem frommen trewen Pfarrherr / weder an aller Oberkeit in der gantzen Welt / dann derselbigen Ampt dienet jhm nicht zu seinem Himmelreich / wie das Pfarrampt thut. Mit diesem bringt ers dahin / daß er ewer Hertz vnd Mund zustopffet / daß sie nicht gleuben / nit beten / nicht loben / noch ewer Haupt für Gott auffheben dörfft in Matth. 5. keiner not / wie er spricht Matth. 5. Laß dein Opffer für dem Altar / vñ versöhne dich zuvor. Damit weret jhr schon keine Christen mehr / hettet euch selbst verbannet / das ist schrecklich.

Darnach wird ers dahin arbeyten / daß er vber diese ewere eygene Sünde / euch mit grossen frembden Sünden felle / nemlich daß jhr sollet ewrem vnschuldigen Pfarrherr verdringen / damit des worts Tauffe oder Sacraments beraubet bleiben / vnd so viel an euch ist / auch mit euch verdampt sein müssen. Das wer viel erger / dann deß Babsts Regiment / wie wolt jhr das verantworten? Dazu wann der gemeyne Mann vñ die liebe Jugent / solch grewlich Exempel sehen würde / daß man Gelehrte / fromme Pfarrherr / für jre Mühe vnd trewen dienst also mit dreck vnnd schanden belohnet / wer will ein Kindt zur Schule ziehen? wer will mit seiner Kost studieren? wo wöllen wir dann Pfarrherrn nemen.

In diesem schaden suchet der Teuffel / durch solche ewer vnnd ewers glei-

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[10/0010] sein Wort / vnd Sacrament / das ist / sein Blut / Sterben vnd Leiden / durch seinen trewen frommen Diener / ewern Pfarrherrn so reyn vnd reichlich mittheylet / wie kan der Leydige Teuffel nicht leiden / daß jhr solt Selig werden? So habt jhr auch nun das zubedencken / weil da kein ander vrsachen vnd schult ist / dann daß jhr einen Gram auff den Pfarrherrn geworffen habt / ohn seinen verdienst / ja vmb seinen grossen verdienst vnnd trewe Predigt willen / daß es nicht zuthun noch müglich sein will / vmb ewers Grams vnd vnrechtens fürnemens willen einem solchen wol bezeugten Pfarrherr / gewalt vnnd vnrecht zuthun / vnd mit Dreck außzuwerffen. Ich kan die Visitatorn nit verdencken / daß sie solches nicht thun / noch mit solchem vnrecht / jhr Gewissen vmbs Teuffels willen beschweren / vnd mit euch (wo sie in ewer fürnemen bewilligten) zum Teuffel fahren solten. Sehet euch für / lieben Herrn vnnd Freunde / Sehet euch für / bringt euch der Teuffel zu Fall / so wirt ers dabey nit lassen / sondern weiter fällen. Der erste Fall ist dieser / daß jhr solt ewern Pfarrherrn verachten vnd hassen ohn vrsachen / dz ist / Christum aller Pfarrherrn Obersten selbst verachten / da werdet jhr euch an den Stein stossen / vnnd an dem verzerenden Fewer verbrennen. Dann jhm ist mehr gelegen an einem frommen trewen Pfarrherr / weder an aller Oberkeit in der gantzen Welt / dann derselbigen Ampt dienet jhm nicht zu seinem Himmelreich / wie das Pfarrampt thut. Mit diesem bringt ers dahin / daß er ewer Hertz vnd Mund zustopffet / daß sie nicht gleuben / nit beten / nicht loben / noch ewer Haupt für Gott auffheben dörfft in keiner not / wie er spricht Matth. 5. Laß dein Opffer für dem Altar / vñ versöhne dich zuvor. Damit weret jhr schon keine Christen mehr / hettet euch selbst verbannet / das ist schrecklich. Matth. 5. Darnach wird ers dahin arbeyten / daß er vber diese ewere eygene Sünde / euch mit grossen frembden Sünden felle / nemlich daß jhr sollet ewrem vnschuldigen Pfarrherr verdringen / damit des worts Tauffe oder Sacraments beraubet bleiben / vnd so viel an euch ist / auch mit euch verdampt sein müssen. Das wer viel erger / dann deß Babsts Regiment / wie wolt jhr das verantworten? Dazu wann der gemeyne Mann vñ die liebe Jugent / solch grewlich Exempel sehen würde / daß man Gelehrte / fromme Pfarrherr / für jre Mühe vnd trewen dienst also mit dreck vnnd schanden belohnet / wer will ein Kindt zur Schule ziehen? wer will mit seiner Kost studieren? wo wöllen wir dann Pfarrherrn nemen. In diesem schaden suchet der Teuffel / durch solche ewer vnnd ewers glei-

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Zitationshilfe: [N. N.]: Vom Beruff Und Enturlaubung der Prediger/ Christlicher Fürtrefflicher Lehrer Bedencken. Giessen, 1608, S. 10. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_prediger_1608/10>, abgerufen am 18.04.2024.