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Moritz, Karl Philipp (Hrsg.): Gnothi sauton oder Magazin zur Erfahrungsseelenkunde. Bd. 6, St. 1. Berlin, 1788.

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ich ausserordentliche schmerzen am Rücken vom sathan, dieser ließe sich zulezt auch sehen, in meinen großen schmerz sagte der Engel zu der Klarheit 3 Mahl, Herr laß es genug seyn, er ließ sich erbitten und machte ein Ende die Personen verschwanden, der Tag wurde zur Nacht wie vorhin, alles dauerte eine halbe Stund. Gott der allmächtige ist von diesem allen auch mein Zeige."

Das zweite Gemälde betrifft eine Erscheinung, welche Madam Beuter vom offenen Himmel gehabt zu haben behauptet. Die Träumereien von einem offenen Himmel findet man fast bei allen lebhaften Schwärmern und Schwärmerinnen. Je unbestimmter überhaupt die Jdee von einem Himmel ist, und bleiben wird, je mehr Feld gewinnt die menschliche Phantasie zu hunderterlei albernen Grillen, wozu sie allen nur erwünschten Stoff in der Bibel findet. Das Gemälde selbst stellt den Himmel vor, über den sich aus der Wohnung Gottes ein Lichtstrahl über viele tausend Menschen ergießt. Unter dieser Wohnung erscheinen drei Engel, und führen in ihrer Mitte eine Frauensperson von göttlicher Schönheit. Die weitere Beschreibung dieses Gemäldes kann man in den von ihr selbst aufgesezten Nachrichten Seit. 127, 4ten Bandes 1stes Stück der Seelenkunde, nachlesen. Unter dies Gemälde hat sie wiederum mit eigener Hand geschrieben, daß sie wahr und wahrhaftig, alles dies, so wie sie es beschrieben, gesehen habe.



ich ausserordentliche schmerzen am Ruͤcken vom sathan, dieser ließe sich zulezt auch sehen, in meinen großen schmerz sagte der Engel zu der Klarheit 3 Mahl, Herr laß es genug seyn, er ließ sich erbitten und machte ein Ende die Personen verschwanden, der Tag wurde zur Nacht wie vorhin, alles dauerte eine halbe Stund. Gott der allmaͤchtige ist von diesem allen auch mein Zeige.«

Das zweite Gemaͤlde betrifft eine Erscheinung, welche Madam Beuter vom offenen Himmel gehabt zu haben behauptet. Die Traͤumereien von einem offenen Himmel findet man fast bei allen lebhaften Schwaͤrmern und Schwaͤrmerinnen. Je unbestimmter uͤberhaupt die Jdee von einem Himmel ist, und bleiben wird, je mehr Feld gewinnt die menschliche Phantasie zu hunderterlei albernen Grillen, wozu sie allen nur erwuͤnschten Stoff in der Bibel findet. Das Gemaͤlde selbst stellt den Himmel vor, uͤber den sich aus der Wohnung Gottes ein Lichtstrahl uͤber viele tausend Menschen ergießt. Unter dieser Wohnung erscheinen drei Engel, und fuͤhren in ihrer Mitte eine Frauensperson von goͤttlicher Schoͤnheit. Die weitere Beschreibung dieses Gemaͤldes kann man in den von ihr selbst aufgesezten Nachrichten Seit. 127, 4ten Bandes 1stes Stuͤck der Seelenkunde, nachlesen. Unter dies Gemaͤlde hat sie wiederum mit eigener Hand geschrieben, daß sie wahr und wahrhaftig, alles dies, so wie sie es beschrieben, gesehen habe.


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[38/0040] ich ausserordentliche schmerzen am Ruͤcken vom sathan, dieser ließe sich zulezt auch sehen, in meinen großen schmerz sagte der Engel zu der Klarheit 3 Mahl, Herr laß es genug seyn, er ließ sich erbitten und machte ein Ende die Personen verschwanden, der Tag wurde zur Nacht wie vorhin, alles dauerte eine halbe Stund. Gott der allmaͤchtige ist von diesem allen auch mein Zeige.« Das zweite Gemaͤlde betrifft eine Erscheinung, welche Madam Beuter vom offenen Himmel gehabt zu haben behauptet. Die Traͤumereien von einem offenen Himmel findet man fast bei allen lebhaften Schwaͤrmern und Schwaͤrmerinnen. Je unbestimmter uͤberhaupt die Jdee von einem Himmel ist, und bleiben wird, je mehr Feld gewinnt die menschliche Phantasie zu hunderterlei albernen Grillen, wozu sie allen nur erwuͤnschten Stoff in der Bibel findet. Das Gemaͤlde selbst stellt den Himmel vor, uͤber den sich aus der Wohnung Gottes ein Lichtstrahl uͤber viele tausend Menschen ergießt. Unter dieser Wohnung erscheinen drei Engel, und fuͤhren in ihrer Mitte eine Frauensperson von goͤttlicher Schoͤnheit. Die weitere Beschreibung dieses Gemaͤldes kann man in den von ihr selbst aufgesezten Nachrichten Seit. 127, 4ten Bandes 1stes Stuͤck der Seelenkunde, nachlesen. Unter dies Gemaͤlde hat sie wiederum mit eigener Hand geschrieben, daß sie wahr und wahrhaftig, alles dies, so wie sie es beschrieben, gesehen habe.

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Zitationshilfe: Moritz, Karl Philipp (Hrsg.): Gnothi sauton oder Magazin zur Erfahrungsseelenkunde. Bd. 6, St. 1. Berlin, 1788, S. 38. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/moritz_erfahrungsseelenkunde0601_1788/40>, abgerufen am 03.03.2024.