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Clodius, Christian August Heinrich: Entwurf einer systematischen Poetik nebst Collectaneen zu ihrer Ausführung. Erster Theil. Leipzig, 1804.

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Republik, obgleich ebenfalls ohne System, die Früchte einer p1c_VI.002
guten Constitution durch eine glückliche Erklärungs-Methode p1c_VI.003
im praktischen, und im theoretischen durch ein p1c_VI.004
festes Urtheil.

p1c_VI.005
Die Philosophie unsrer Tage scheint die Metaphysik, p1c_VI.006
die objektive Demonstration übersinnlicher Gegenstände, p1c_VI.007
ja selbst vor der Hand den Anspruch aufgegeben zu haben, p1c_VI.008
eine vollendete Transcendentalphilosophie zu seyn, welche das p1c_VI.009
Gebiet des Erkenntnißvermögens ausmäß, und die Möglichkeit p1c_VI.010
der Erfahrung absolut bestimmte. Es bleibt ihr also p1c_VI.011
nichts übrig, wenn sie sich nicht ganz annihiliren will, als p1c_VI.012
ihr Ansehn, eben so wie die Mathematik auf glückliche Experimente p1c_VI.013
im Empirischen zu gründen, und sich von ihrem p1c_VI.014
Daseyn mittelbar zu überzeugen.

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Jede empirische Kunde, die unter dem Chaos von p1c_VI.016
Kenntnissen nicht erliegen will, strebt dahin Theorie zu p1c_VI.017
werden, und braucht, ohne es selbst zu wissen, philosophische p1c_VI.018
Sätze als Hypothesen. So bieten ein Newton, ein Lavoisier p1c_VI.019
der Philosophie die Hand. Kann die Philosophie p1c_VI.020
nicht dies Anerbieten zu wechselseitiger Ausbildung, es versteht p1c_VI.021
sich, mit Bescheidenheit annehmen, kann sie nicht als Organon, p1c_VI.022
das den empirischen Disciplinen zur Ordnung hilft, p1c_VI.023
vielleicht das Ansehen wieder gewinnen, das sie beym Aufräumen

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Republik, obgleich ebenfalls ohne System, die Früchte einer p1c_VI.002
guten Constitution durch eine glückliche Erklärungs-Methode p1c_VI.003
im praktischen, und im theoretischen durch ein p1c_VI.004
festes Urtheil.

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Die Philosophie unsrer Tage scheint die Metaphysik, p1c_VI.006
die objektive Demonstration übersinnlicher Gegenstände, p1c_VI.007
ja selbst vor der Hand den Anspruch aufgegeben zu haben, p1c_VI.008
eine vollendete Transcendentalphilosophie zu seyn, welche das p1c_VI.009
Gebiet des Erkenntnißvermögens ausmäß, und die Möglichkeit p1c_VI.010
der Erfahrung absolut bestimmte. Es bleibt ihr also p1c_VI.011
nichts übrig, wenn sie sich nicht ganz annihiliren will, als p1c_VI.012
ihr Ansehn, eben so wie die Mathematik auf glückliche Experimente p1c_VI.013
im Empirischen zu gründen, und sich von ihrem p1c_VI.014
Daseyn mittelbar zu überzeugen.

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Jede empirische Kunde, die unter dem Chaos von p1c_VI.016
Kenntnissen nicht erliegen will, strebt dahin Theorie zu p1c_VI.017
werden, und braucht, ohne es selbst zu wissen, philosophische p1c_VI.018
Sätze als Hypothesen. So bieten ein Newton, ein Lavoisier p1c_VI.019
der Philosophie die Hand. Kann die Philosophie p1c_VI.020
nicht dies Anerbieten zu wechselseitiger Ausbildung, es versteht p1c_VI.021
sich, mit Bescheidenheit annehmen, kann sie nicht als Organon, p1c_VI.022
das den empirischen Disciplinen zur Ordnung hilft, p1c_VI.023
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Zitationshilfe: Clodius, Christian August Heinrich: Entwurf einer systematischen Poetik nebst Collectaneen zu ihrer Ausführung. Erster Theil. Leipzig, 1804, S. RVI. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/clodius_poetik01_1804/10>, abgerufen am 14.04.2024.