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Allgemeine Zeitung. Nr. 15. Augsburg, 15. Januar 1840.

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nicht entmuthigend. Ein schlimmes Zeichen sey der starke Ausfall in der Accise, diesem Maaßstab der inländischen Consumtion, insofern, als er auf eine gewisse Schläfrigkeit und Erstarrung in einem Lande deute, wo Alles Leben und Regsamkeit seyn sollte. Die M. Post findet Angesichts dieser amtlichen Tabellen das ministerielle Experiment mit der Penny-Briefpost höchst unklug oder mindestens unzeitig, da es nach aller Wahrscheinlichkeit eine Einkommenquelle versiegen mache, die bis jetzt über anderthalb Millionen Pf. St. in den Schatz geliefert, und dieß auf eine für das Volk so wenig drückende Weise, daß man diese Steuer kaum als eine solche betrachtet habe. Der Sun bemerkt dagegen: "Auch in dem mit Julius 1839 abgelaufenen Quartal, wo noch keine Aenderung in der Briefposttaxe eingetreten war, zeigte sich in den Postgefällen eine Abnahme um 12,000 Pf. St. - ein Beweis, daß der jetzige Ausfall von 14,000 Pf. nicht ausschließlich dem neuen Porto-System zugeschrieben werden darf. Was die andern Revenuenposten betrifft, so beachte man wohl, daß sich in ihnen allen eine progressive Zunahme zeigte bis zum letzten Quartal, und daß jetzt mit einemmal ein Rückschritt eintritt, nicht anders als habe jetzt das Land den Culminationspunkt seiner Wohlfahrt erreicht, und als könne die brittische Industrie mit all ihrem Kraftaufwand dem vereinten Drucke der ungeheuren Staatsschuld, der Korngesetze, der Zimmerholzsteuer, des Zuckermonopols, der Bank-Gaukelei nicht länger widerstehen, sondern sinke allmählich unter dieser Wucht zusammen."

Am 7 Jan., dem siebenten Tag der gerichtlichen Verhandlungen, fuhr man vor den Specialassisen in Monmouth mit der Abhörung der von John Frost berufenen Entlastungszeugen fort, doch dienten ihre Aussagen mehr dazu, den guten Leumund, den der Angeschuldigte vor dem Newporter Ereigniß genoß, zu bezeugen, als in Bezug auf dieses Factum selbst Günstiges für ihn zu constatiren. So sagte unter Andern Lord Granville Somerset, Parlamentsmitglied für Monmuthshire, zeugschaftlich aus, daß bei einem unruhigen Auftritt, der zur Zeit der Reformbillagitation in Newport vorfiel, John Frost sein Bestes gethan habe, um den Pöbel von Gewaltthätigkeiten abzuhalten. Nach einigen Worten von Sir F. Pollock hielt dann Hr. Kelly, der zweite Rechtsbeistand des Angeklagten, seine Vertheidigungsrede. Indem er einerseits hervorhob, wie dem John Frost immer der Ruf eines besonnenen friedliebenden Mannes zur Seite gestanden, suchte er andrerseits, unter Berufung auf die Depositionen der Belastungszeugen, besonders den Punkt der Anklage zu entkräften, daß die Insurgenten in Newport, unter Frosts Anführung, einen Angriff auf das königliche Militär beabsichtigt hätten. Nach Beendigung seiner Rede fragte der Oberrichter Tindal den Angeklagten, ob und was er den Vorträgen seiner Rechtsräthe beizufügen habe. Frost erklärte: "Ich bin mit dem, was meine Vertheidiger vorgebracht haben, so zufrieden, daß ich irgend einen Beisatz für unnöthig halte." Sofort erhob sich der Solicitor-General, um von Seite der Krone die von den beiden Vertheidigern geführte Argumentation zu bekämpfen und den Anklageact, so wie er gegen Frost formulirt worden, als wohlbegründet und zeugschaftlich erwiesen darzustellen. Der Schluß seines Plaidoyers ward auf den 8 Jan. vertagt.

Frankreich.

(Moniteur.) Ein Bericht des Marschalls Valee aus Belida vom 31 Dec. bestätigt die in der telegraphischen Depesche bekannt gemachten Resultate. Ein sehr lebhaftes Gefecht hat zwischen einer von dem Marschall persönlich geführten Colonne und einem aus Infanterie und 1500 Reitern bestehenden arabischen Corps statt gefunden. Der Feind ward geschlagen, er ließ das Schlachtfeld mit einer großen Zahl Todter bedeckt; und gleich darauf sahen sich die Citadelle und das Lager von Belida von der Nachbarschaft zahlreicher Tirailleurs befreit, welche schon lange alle Communicationen gehemmt hatten.

(Journal de Paris.) Folgende Ernennungen scheinen am 8 Jan. im Conseil beschlossen worden zu seyn: zum Erzbischof in Paris Hr. Donnet, Erzbischof von Bordeaux; zum Erzbischof von Rheims Hr. Blanquart de Bailleul, Bischof von Versailles; zum Erzbischof von Bordeaux Hr. Dupuch, Bischof von Algier; zum Bischof von Puy Hr. Des Garets, Canonicus von Lyon; zum Bischof von Gap Hr. Gignour, Großvicar von Beauvais; zum Bischof von Versailles Hr. Cotin, Pfarrer von St. Sulpice; zum Bischof von Algier Hr. Suchet, Generalvicar von Algier.

Am 9 Jan. fand die Beisetzung des Leichnams des Erzbischofs von Paris in der Notre-Damekirche mit dem gewöhnlichen Cerimoniel statt. Der Bischof von Chartres hielt das Amt; die Enden des Sargtuchs wurden von den Bischöfen von Versailles, Meaux, Orleans und dem alten Bischof von Beauvais gehalten; auf der linken Seite des Chors befanden sich der Internuncius des Papstes und acht Bischöfe; rechts die Pfarrer von Paris und den benachbarten Gemeinden. Darauf kamen die Mitglieder der Familie des Hrn. v. Quelen und sodann 400 Geistliche. Man bemerkte unter den Personen, welche dieser Cerimonie beiwohnten, Hrn. v. Chateaubriand nebst andern legitimistischen Notabilitäten, den General Excelmans, den Herzog Decazes, den Präfecten der Seine, eine Deputation des Instituts, dessen Mitglied Hr. v. Quelen war, und eine große Zahl von Beamten und Gerichtspersonen ohne Costume. Die Lobrede auf Hrn. v. Quelen wird von dem Abbe Dupanloup erst bei dem Trauergottesdienst nach 30 Tagen gehalten werden.

In der Sitzung der Deputirtenkammer am 9 Jan. eröffnete der Marquis v. Lagrange die Erörterung über die Adresse und votirte gegen den Entwurf, der seiner Ansicht nach eine wahre Verwirrung darstelle. Hr. Monnier de Sizerannes bezeugt, daß ihm die Adresse gefalle, obgleich er kein Anhänger des Ministeriums sey. Hr. Desmousseaux de Givry ist in einer umständlichen und einschneidenden Rede nicht dieser Ansicht. Die Adresse gefällt ihm ziemlich, weil er kein Anhänger des Ministeriums sey. Hr. Passy suchte das ministerielle Chaos durch das parlamentarische Chaos zu rechtfertigen; seine Rede läßt sich in den Hauptsatz resumiren: wie können Sie verlangen, daß das Cabinet eine entschiedene Politik befolge, und aus gleichen Elementen bestehe, während in der Kammer Unordnung der Ideen herrscht, und sich nicht einmal ein Schatten von Majorität darin auffinden läßt? Zwischen Hrn. Dupin, Hrn. Duchatel und Hrn. Teste erhob sich eine Incidenzdebatte aus Anlaß der Strafumwandlung des Barbes. Hr. Dupin machte dem Ministerium den Vorwurf, daß es die Strafumwandlung nicht dadurch vollzogen, daß es den Barbes nach den Galeeren geschickt, und sonach das Gesetz verletzt habe. Der Siegelbewahrer, Hr. Teste, erkärte darauf, daß das von Hrn. Dupin citirte Gesetz allerdings fordere, daß der zu Zwangsarbeiten Verurtheilte für die beschwerlichsten Arbeiten gebraucht werde, daß es aber den Ort, wo die Strafe vollzogen werden solle, nicht anzeige. Ueberdieß sey zu bemerken, daß die Galeerensträflinge, selbst im Bagno, schon lange nicht mehr streng genommen, die Kugel nachschleppen. Eine am Gürtel befestigte Kette ersetze diese Strafform. Bekannt sey überdieß, daß die Bagnosträflinge nicht alle zu

nicht entmuthigend. Ein schlimmes Zeichen sey der starke Ausfall in der Accise, diesem Maaßstab der inländischen Consumtion, insofern, als er auf eine gewisse Schläfrigkeit und Erstarrung in einem Lande deute, wo Alles Leben und Regsamkeit seyn sollte. Die M. Post findet Angesichts dieser amtlichen Tabellen das ministerielle Experiment mit der Penny-Briefpost höchst unklug oder mindestens unzeitig, da es nach aller Wahrscheinlichkeit eine Einkommenquelle versiegen mache, die bis jetzt über anderthalb Millionen Pf. St. in den Schatz geliefert, und dieß auf eine für das Volk so wenig drückende Weise, daß man diese Steuer kaum als eine solche betrachtet habe. Der Sun bemerkt dagegen: „Auch in dem mit Julius 1839 abgelaufenen Quartal, wo noch keine Aenderung in der Briefposttaxe eingetreten war, zeigte sich in den Postgefällen eine Abnahme um 12,000 Pf. St. – ein Beweis, daß der jetzige Ausfall von 14,000 Pf. nicht ausschließlich dem neuen Porto-System zugeschrieben werden darf. Was die andern Revenuenposten betrifft, so beachte man wohl, daß sich in ihnen allen eine progressive Zunahme zeigte bis zum letzten Quartal, und daß jetzt mit einemmal ein Rückschritt eintritt, nicht anders als habe jetzt das Land den Culminationspunkt seiner Wohlfahrt erreicht, und als könne die brittische Industrie mit all ihrem Kraftaufwand dem vereinten Drucke der ungeheuren Staatsschuld, der Korngesetze, der Zimmerholzsteuer, des Zuckermonopols, der Bank-Gaukelei nicht länger widerstehen, sondern sinke allmählich unter dieser Wucht zusammen.“

Am 7 Jan., dem siebenten Tag der gerichtlichen Verhandlungen, fuhr man vor den Specialassisen in Monmouth mit der Abhörung der von John Frost berufenen Entlastungszeugen fort, doch dienten ihre Aussagen mehr dazu, den guten Leumund, den der Angeschuldigte vor dem Newporter Ereigniß genoß, zu bezeugen, als in Bezug auf dieses Factum selbst Günstiges für ihn zu constatiren. So sagte unter Andern Lord Granville Somerset, Parlamentsmitglied für Monmuthshire, zeugschaftlich aus, daß bei einem unruhigen Auftritt, der zur Zeit der Reformbillagitation in Newport vorfiel, John Frost sein Bestes gethan habe, um den Pöbel von Gewaltthätigkeiten abzuhalten. Nach einigen Worten von Sir F. Pollock hielt dann Hr. Kelly, der zweite Rechtsbeistand des Angeklagten, seine Vertheidigungsrede. Indem er einerseits hervorhob, wie dem John Frost immer der Ruf eines besonnenen friedliebenden Mannes zur Seite gestanden, suchte er andrerseits, unter Berufung auf die Depositionen der Belastungszeugen, besonders den Punkt der Anklage zu entkräften, daß die Insurgenten in Newport, unter Frosts Anführung, einen Angriff auf das königliche Militär beabsichtigt hätten. Nach Beendigung seiner Rede fragte der Oberrichter Tindal den Angeklagten, ob und was er den Vorträgen seiner Rechtsräthe beizufügen habe. Frost erklärte: „Ich bin mit dem, was meine Vertheidiger vorgebracht haben, so zufrieden, daß ich irgend einen Beisatz für unnöthig halte.“ Sofort erhob sich der Solicitor-General, um von Seite der Krone die von den beiden Vertheidigern geführte Argumentation zu bekämpfen und den Anklageact, so wie er gegen Frost formulirt worden, als wohlbegründet und zeugschaftlich erwiesen darzustellen. Der Schluß seines Plaidoyers ward auf den 8 Jan. vertagt.

Frankreich.

(Moniteur.) Ein Bericht des Marschalls Valée aus Belida vom 31 Dec. bestätigt die in der telegraphischen Depesche bekannt gemachten Resultate. Ein sehr lebhaftes Gefecht hat zwischen einer von dem Marschall persönlich geführten Colonne und einem aus Infanterie und 1500 Reitern bestehenden arabischen Corps statt gefunden. Der Feind ward geschlagen, er ließ das Schlachtfeld mit einer großen Zahl Todter bedeckt; und gleich darauf sahen sich die Citadelle und das Lager von Belida von der Nachbarschaft zahlreicher Tirailleurs befreit, welche schon lange alle Communicationen gehemmt hatten.

(Journal de Paris.) Folgende Ernennungen scheinen am 8 Jan. im Conseil beschlossen worden zu seyn: zum Erzbischof in Paris Hr. Donnet, Erzbischof von Bordeaux; zum Erzbischof von Rheims Hr. Blanquart de Bailleul, Bischof von Versailles; zum Erzbischof von Bordeaux Hr. Dupuch, Bischof von Algier; zum Bischof von Puy Hr. Des Garets, Canonicus von Lyon; zum Bischof von Gap Hr. Gignour, Großvicar von Beauvais; zum Bischof von Versailles Hr. Cotin, Pfarrer von St. Sulpice; zum Bischof von Algier Hr. Suchet, Generalvicar von Algier.

Am 9 Jan. fand die Beisetzung des Leichnams des Erzbischofs von Paris in der Notre-Damekirche mit dem gewöhnlichen Cerimoniel statt. Der Bischof von Chartres hielt das Amt; die Enden des Sargtuchs wurden von den Bischöfen von Versailles, Meaux, Orleans und dem alten Bischof von Beauvais gehalten; auf der linken Seite des Chors befanden sich der Internuncius des Papstes und acht Bischöfe; rechts die Pfarrer von Paris und den benachbarten Gemeinden. Darauf kamen die Mitglieder der Familie des Hrn. v. Quelen und sodann 400 Geistliche. Man bemerkte unter den Personen, welche dieser Cerimonie beiwohnten, Hrn. v. Chateaubriand nebst andern legitimistischen Notabilitäten, den General Excelmans, den Herzog Decazes, den Präfecten der Seine, eine Deputation des Instituts, dessen Mitglied Hr. v. Quelen war, und eine große Zahl von Beamten und Gerichtspersonen ohne Costume. Die Lobrede auf Hrn. v. Quelen wird von dem Abbé Dupanloup erst bei dem Trauergottesdienst nach 30 Tagen gehalten werden.

In der Sitzung der Deputirtenkammer am 9 Jan. eröffnete der Marquis v. Lagrange die Erörterung über die Adresse und votirte gegen den Entwurf, der seiner Ansicht nach eine wahre Verwirrung darstelle. Hr. Monnier de Sizerannes bezeugt, daß ihm die Adresse gefalle, obgleich er kein Anhänger des Ministeriums sey. Hr. Desmousseaux de Givry ist in einer umständlichen und einschneidenden Rede nicht dieser Ansicht. Die Adresse gefällt ihm ziemlich, weil er kein Anhänger des Ministeriums sey. Hr. Passy suchte das ministerielle Chaos durch das parlamentarische Chaos zu rechtfertigen; seine Rede läßt sich in den Hauptsatz resumiren: wie können Sie verlangen, daß das Cabinet eine entschiedene Politik befolge, und aus gleichen Elementen bestehe, während in der Kammer Unordnung der Ideen herrscht, und sich nicht einmal ein Schatten von Majorität darin auffinden läßt? Zwischen Hrn. Dupin, Hrn. Duchatel und Hrn. Teste erhob sich eine Incidenzdebatte aus Anlaß der Strafumwandlung des Barbes. Hr. Dupin machte dem Ministerium den Vorwurf, daß es die Strafumwandlung nicht dadurch vollzogen, daß es den Barbes nach den Galeeren geschickt, und sonach das Gesetz verletzt habe. Der Siegelbewahrer, Hr. Teste, erkärte darauf, daß das von Hrn. Dupin citirte Gesetz allerdings fordere, daß der zu Zwangsarbeiten Verurtheilte für die beschwerlichsten Arbeiten gebraucht werde, daß es aber den Ort, wo die Strafe vollzogen werden solle, nicht anzeige. Ueberdieß sey zu bemerken, daß die Galeerensträflinge, selbst im Bagno, schon lange nicht mehr streng genommen, die Kugel nachschleppen. Eine am Gürtel befestigte Kette ersetze diese Strafform. Bekannt sey überdieß, daß die Bagnosträflinge nicht alle zu

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[0114/0002] nicht entmuthigend. Ein schlimmes Zeichen sey der starke Ausfall in der Accise, diesem Maaßstab der inländischen Consumtion, insofern, als er auf eine gewisse Schläfrigkeit und Erstarrung in einem Lande deute, wo Alles Leben und Regsamkeit seyn sollte. Die M. Post findet Angesichts dieser amtlichen Tabellen das ministerielle Experiment mit der Penny-Briefpost höchst unklug oder mindestens unzeitig, da es nach aller Wahrscheinlichkeit eine Einkommenquelle versiegen mache, die bis jetzt über anderthalb Millionen Pf. St. in den Schatz geliefert, und dieß auf eine für das Volk so wenig drückende Weise, daß man diese Steuer kaum als eine solche betrachtet habe. Der Sun bemerkt dagegen: „Auch in dem mit Julius 1839 abgelaufenen Quartal, wo noch keine Aenderung in der Briefposttaxe eingetreten war, zeigte sich in den Postgefällen eine Abnahme um 12,000 Pf. 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So sagte unter Andern Lord Granville Somerset, Parlamentsmitglied für Monmuthshire, zeugschaftlich aus, daß bei einem unruhigen Auftritt, der zur Zeit der Reformbillagitation in Newport vorfiel, John Frost sein Bestes gethan habe, um den Pöbel von Gewaltthätigkeiten abzuhalten. Nach einigen Worten von Sir F. Pollock hielt dann Hr. Kelly, der zweite Rechtsbeistand des Angeklagten, seine Vertheidigungsrede. Indem er einerseits hervorhob, wie dem John Frost immer der Ruf eines besonnenen friedliebenden Mannes zur Seite gestanden, suchte er andrerseits, unter Berufung auf die Depositionen der Belastungszeugen, besonders den Punkt der Anklage zu entkräften, daß die Insurgenten in Newport, unter Frosts Anführung, einen Angriff auf das königliche Militär beabsichtigt hätten. Nach Beendigung seiner Rede fragte der Oberrichter Tindal den Angeklagten, ob und was er den Vorträgen seiner Rechtsräthe beizufügen habe. Frost erklärte: „Ich bin mit dem, was meine Vertheidiger vorgebracht haben, so zufrieden, daß ich irgend einen Beisatz für unnöthig halte.“ Sofort erhob sich der Solicitor-General, um von Seite der Krone die von den beiden Vertheidigern geführte Argumentation zu bekämpfen und den Anklageact, so wie er gegen Frost formulirt worden, als wohlbegründet und zeugschaftlich erwiesen darzustellen. Der Schluß seines Plaidoyers ward auf den 8 Jan. vertagt. Frankreich. Paris, 10 Jan. (Moniteur.) Ein Bericht des Marschalls Valée aus Belida vom 31 Dec. bestätigt die in der telegraphischen Depesche bekannt gemachten Resultate. Ein sehr lebhaftes Gefecht hat zwischen einer von dem Marschall persönlich geführten Colonne und einem aus Infanterie und 1500 Reitern bestehenden arabischen Corps statt gefunden. Der Feind ward geschlagen, er ließ das Schlachtfeld mit einer großen Zahl Todter bedeckt; und gleich darauf sahen sich die Citadelle und das Lager von Belida von der Nachbarschaft zahlreicher Tirailleurs befreit, welche schon lange alle Communicationen gehemmt hatten. (Journal de Paris.) Folgende Ernennungen scheinen am 8 Jan. im Conseil beschlossen worden zu seyn: zum Erzbischof in Paris Hr. Donnet, Erzbischof von Bordeaux; zum Erzbischof von Rheims Hr. Blanquart de Bailleul, Bischof von Versailles; zum Erzbischof von Bordeaux Hr. Dupuch, Bischof von Algier; zum Bischof von Puy Hr. Des Garets, Canonicus von Lyon; zum Bischof von Gap Hr. Gignour, Großvicar von Beauvais; zum Bischof von Versailles Hr. Cotin, Pfarrer von St. Sulpice; zum Bischof von Algier Hr. Suchet, Generalvicar von Algier. Am 9 Jan. fand die Beisetzung des Leichnams des Erzbischofs von Paris in der Notre-Damekirche mit dem gewöhnlichen Cerimoniel statt. Der Bischof von Chartres hielt das Amt; die Enden des Sargtuchs wurden von den Bischöfen von Versailles, Meaux, Orleans und dem alten Bischof von Beauvais gehalten; auf der linken Seite des Chors befanden sich der Internuncius des Papstes und acht Bischöfe; rechts die Pfarrer von Paris und den benachbarten Gemeinden. Darauf kamen die Mitglieder der Familie des Hrn. v. Quelen und sodann 400 Geistliche. Man bemerkte unter den Personen, welche dieser Cerimonie beiwohnten, Hrn. v. Chateaubriand nebst andern legitimistischen Notabilitäten, den General Excelmans, den Herzog Decazes, den Präfecten der Seine, eine Deputation des Instituts, dessen Mitglied Hr. v. Quelen war, und eine große Zahl von Beamten und Gerichtspersonen ohne Costume. Die Lobrede auf Hrn. v. Quelen wird von dem Abbé Dupanloup erst bei dem Trauergottesdienst nach 30 Tagen gehalten werden. In der Sitzung der Deputirtenkammer am 9 Jan. eröffnete der Marquis v. Lagrange die Erörterung über die Adresse und votirte gegen den Entwurf, der seiner Ansicht nach eine wahre Verwirrung darstelle. Hr. Monnier de Sizerannes bezeugt, daß ihm die Adresse gefalle, obgleich er kein Anhänger des Ministeriums sey. Hr. Desmousseaux de Givry ist in einer umständlichen und einschneidenden Rede nicht dieser Ansicht. Die Adresse gefällt ihm ziemlich, weil er kein Anhänger des Ministeriums sey. Hr. Passy suchte das ministerielle Chaos durch das parlamentarische Chaos zu rechtfertigen; seine Rede läßt sich in den Hauptsatz resumiren: wie können Sie verlangen, daß das Cabinet eine entschiedene Politik befolge, und aus gleichen Elementen bestehe, während in der Kammer Unordnung der Ideen herrscht, und sich nicht einmal ein Schatten von Majorität darin auffinden läßt? Zwischen Hrn. Dupin, Hrn. Duchatel und Hrn. Teste erhob sich eine Incidenzdebatte aus Anlaß der Strafumwandlung des Barbes. Hr. Dupin machte dem Ministerium den Vorwurf, daß es die Strafumwandlung nicht dadurch vollzogen, daß es den Barbes nach den Galeeren geschickt, und sonach das Gesetz verletzt habe. Der Siegelbewahrer, Hr. Teste, erkärte darauf, daß das von Hrn. Dupin citirte Gesetz allerdings fordere, daß der zu Zwangsarbeiten Verurtheilte für die beschwerlichsten Arbeiten gebraucht werde, daß es aber den Ort, wo die Strafe vollzogen werden solle, nicht anzeige. Ueberdieß sey zu bemerken, daß die Galeerensträflinge, selbst im Bagno, schon lange nicht mehr streng genommen, die Kugel nachschleppen. Eine am Gürtel befestigte Kette ersetze diese Strafform. Bekannt sey überdieß, daß die Bagnosträflinge nicht alle zu

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Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Deutsches Textarchiv: Bereitstellung der Texttranskription. (2016-06-28T11:37:15Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Matthias Boenig: Bearbeitung der digitalen Edition. (2016-06-28T11:37:15Z)

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Zitationshilfe: Allgemeine Zeitung. Nr. 15. Augsburg, 15. Januar 1840, S. 0114. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_015_18400115/2>, abgerufen am 21.02.2024.