Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Banner, Christoph: Trewer Lehrer Dreyfache Ehren-Seule. Oels, 1652.

Bild:
<< vorherige Seite

Parentations- und
2. Reg. 4.
.
1.
ten nehmen. 2. Reg. 4. Jedoch aber verlast Gott niemals die
Malach: 1.
.
10.
seinigen auch im Zeitlichen so gar/ daß sie Jhm solten ein
Fewer umbsonst anzünden Malach. 1. und das nicht auch im
Finsternüß das Licht den Frommen aufgehen solte/ von dem
Psal. 112.
.
4.
Gnädigen/ Barmhertzigen und Gerechten/ wie König Da-
vid Gott daher rühmet im 112. Pfalm.

Also verläst Gott auch nach dem Tode die seinigen nicht/
sondern wenn sie sich müde gegangen und gegraben haben/
so wil Er sie erst segnen und schmücken: Jn der Welt/ mit
einem gutten Namen: die Glocken sollen ihnen wol klingen:
Ps 92. v. 13.sie sollen grünen wie ein Palmbaum Ps. 92. Ja ihre Gebei-
Syr. 46.
.
14.
c. 49. v. 12.
ne sollen grünen/ Syr. 46. & 49. und ihrer sol nimmermehr
Psal. 112.
.
6.
vergessen werden/ Ps. 112. Jm Himmel/ mit der Crone
2. Tim. 4.
.
8.
Apoc. 2.
v.
10.
der Gerechtigkeit 2. Tim. 4. des Lebens Apoc. 2. da wirds
heissen/ Ey du getrewer Knecht/ du bist über wenig getrew
gewesen/ gehe ein zu deines Herren Frewde. Da werden die
Lehrer leuchten wie des Himmels Glantz/ und die so viel zur
Matth. 25.
.
16.
Gerechtigkeit weisen/ wie die Sternen immer und ewiglich.

Dan. 12.
.
3.
Nicht alleine aber das/ sondern Trewe Lehrer und Predi-
ger sollen auch einen Sieg nach dem andern erhalten. Pre-
diger haben immer zu kämpffen. Dannenhero vermahnet S.
2. Tim. 2.
.
3.
Paulus den Timotheum, er solle sich leiden als ein gutter
Streiter Jesu Christi. S. Paulus hat Teuffel und Welt
mit ihrer Soldatesca wider sich gehabt/ so lange Er unter
dem rothen Blutfähnlein Jesu Christi gedienet: Er hat ge-
kämpffet einen gutten Kampf/ er hat einen Sieg nach dem
andern erhalten. Eben in einem solchen gefährlichen und be-
schwerlichen Kriegsorden siehet und gehet noch heute ein ie-
der Evangelischer Prediger. Denn da rüstet sich auß mit
aller macht der schwartze Hellen-Printz der leidige Satan/
und bemühet sich tag und nach[t]/ wie er nicht allein die Leh-
rer selbsten/ sondern auch ihre anvertraute Zuhörer/ als

Geistliche

Parentations- und
2. Reg. 4.
ꝟ.
1.
ten nehmen. 2. Reg. 4. Jedoch aber verlaſt Gott niemals die
Malach: 1.
ꝟ.
10.
ſeinigen auch im Zeitlichen ſo gar/ daß ſie Jhm ſolten ein
Fewer umbſonſt anzuͤnden Malach. 1. und das nicht auch im
Finſternuͤß das Licht den Frommen aufgehen ſolte/ von dem
Pſal. 112.
ꝟ.
4.
Gnaͤdigen/ Barmhertzigen und Gerechten/ wie Koͤnig Da-
vid Gott daher ruͤhmet im 112. Pfalm.

Alſo verlaͤſt Gott auch nach dem Tode die ſeinigen nicht/
ſondern wenn ſie ſich muͤde gegangen und gegraben haben/
ſo wil Er ſie erſt ſegnen und ſchmuͤcken: Jn der Welt/ mit
einem gutten Namen: die Glocken ſollen ihnen wol klingen:
Pſ 92. v. 13.ſie ſollen gruͤnen wie ein Palmbaum Pſ. 92. Ja ihre Gebei-
Syr. 46.
ꝟ.
14.
c. 49. v. 12.
ne ſollen gruͤnen/ Syr. 46. & 49. und ihrer ſol nimmermehr
Pſal. 112.
ꝟ.
6.
vergeſſen werden/ Pſ. 112. Jm Himmel/ mit der Crone
2. Tim. 4.
ꝟ.
8.
Apoc. 2.
v.
10.
der Gerechtigkeit 2. Tim. 4. des Lebens Apoc. 2. da wirds
heiſſen/ Ey du getrewer Knecht/ du biſt uͤber wenig getrew
geweſen/ gehe ein zu deines Herren Frewde. Da werden die
Lehrer leuchten wie des Him̃els Glantz/ und die ſo viel zur
Matth. 25.
ꝟ.
16.
Gerechtigkeit weiſen/ wie die Sternen immer und ewiglich.

Dan. 12.
ꝟ.
3.
Nicht alleine aber das/ ſondern Trewe Lehrer und Predi-
ger ſollen auch einen Sieg nach dem andern erhalten. Pre-
diger haben im̃er zu kaͤmpffen. Dannenhero vermahnet S.
2. Tim. 2.
ꝟ.
3.
Paulus den Timotheum, er ſolle ſich leiden als ein gutter
Streiter Jeſu Chriſti. S. Paulus hat Teuffel und Welt
mit ihrer Soldateſca wider ſich gehabt/ ſo lange Er unter
dem rothen Blutfaͤhnlein Jeſu Chriſti gedienet: Er hat ge-
kaͤmpffet einen gutten Kampf/ er hat einen Sieg nach dem
andern erhalten. Eben in einem ſolchen gefaͤhrlichen und be-
ſchwerlichen Kriegsorden ſiehet und gehet noch heute ein ie-
der Evangeliſcher Prediger. Denn da ruͤſtet ſich auß mit
aller macht der ſchwartze Hellen-Printz der leidige Satan/
und bemuͤhet ſich tag und nach[t]/ wie er nicht allein die Leh-
rer ſelbſten/ ſondern auch ihre anvertraute Zuhoͤrer/ als

Geiſtliche
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0026" n="[26]"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#aq">Parentations-</hi> und</fw><lb/><note place="left">2. <hi rendition="#aq">Reg. 4.<lb/>
&#xA75F;.</hi> 1.</note>ten nehmen. 2. <hi rendition="#aq">Reg.</hi> 4. Jedoch aber verla&#x017F;t Gott niemals die<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">Malach: 1.<lb/>
&#xA75F;.</hi> 10.</note>&#x017F;einigen auch im Zeitlichen &#x017F;o gar/ daß &#x017F;ie Jhm &#x017F;olten ein<lb/>
Fewer umb&#x017F;on&#x017F;t anzu&#x0364;nden <hi rendition="#aq">Malach.</hi> 1. und das nicht auch im<lb/>
Fin&#x017F;ternu&#x0364;ß das Licht den Frommen aufgehen &#x017F;olte/ von dem<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">P&#x017F;al. 112.<lb/>
&#xA75F;.</hi> 4.</note>Gna&#x0364;digen/ Barmhertzigen und Gerechten/ wie Ko&#x0364;nig Da-<lb/>
vid Gott daher ru&#x0364;hmet im 112. Pfalm.</p><lb/>
          <p>Al&#x017F;o verla&#x0364;&#x017F;t Gott auch nach dem Tode die &#x017F;einigen nicht/<lb/>
&#x017F;ondern wenn &#x017F;ie &#x017F;ich mu&#x0364;de gegangen und gegraben haben/<lb/>
&#x017F;o wil Er &#x017F;ie er&#x017F;t &#x017F;egnen und &#x017F;chmu&#x0364;cken: Jn der Welt/ mit<lb/>
einem gutten Namen: die Glocken &#x017F;ollen ihnen wol klingen:<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">P&#x017F; 92. v.</hi> 13.</note>&#x017F;ie &#x017F;ollen gru&#x0364;nen wie ein Palmbaum <hi rendition="#aq">P&#x017F;.</hi> 92. Ja ihre Gebei-<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">Syr. 46.<lb/>
&#xA75F;.</hi> 14.<lb/><hi rendition="#aq">c. 49. v.</hi> 12.</note>ne &#x017F;ollen gru&#x0364;nen/ <hi rendition="#aq">Syr. 46. &amp;</hi> 49. und ihrer &#x017F;ol nimmermehr<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">P&#x017F;al. 112.<lb/>
&#xA75F;.</hi> 6.</note>verge&#x017F;&#x017F;en werden/ <hi rendition="#aq">P&#x017F;.</hi> 112. Jm Himmel/ mit der Crone<lb/><note place="left">2. <hi rendition="#aq">Tim. 4.<lb/>
&#xA75F;.</hi> 8.<lb/><hi rendition="#aq">Apoc. 2.<lb/>
v.</hi> 10.</note>der Gerechtigkeit 2. <hi rendition="#aq">Tim.</hi> 4. des Lebens <hi rendition="#aq">Apoc.</hi> 2. da wirds<lb/>
hei&#x017F;&#x017F;en/ Ey du getrewer Knecht/ du bi&#x017F;t u&#x0364;ber wenig getrew<lb/>
gewe&#x017F;en/ gehe ein zu deines Herren Frewde. Da werden die<lb/>
Lehrer leuchten wie des Him&#x0303;els Glantz/ und die &#x017F;o viel zur<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">Matth. 25.<lb/>
&#xA75F;.</hi> 16.</note>Gerechtigkeit wei&#x017F;en/ wie die Sternen immer und ewiglich.</p><lb/>
          <p><note place="left"><hi rendition="#aq">Dan. 12.<lb/>
&#xA75F;.</hi> 3.</note>Nicht alleine aber das/ &#x017F;ondern Trewe Lehrer und Predi-<lb/>
ger &#x017F;ollen auch einen Sieg nach dem andern erhalten. Pre-<lb/>
diger haben im&#x0303;er zu ka&#x0364;mpffen. Dannenhero vermahnet S.<lb/><note place="left">2. <hi rendition="#aq">Tim. 2.<lb/>
&#xA75F;.</hi> 3.</note>Paulus den <hi rendition="#aq">Timotheum,</hi> er &#x017F;olle &#x017F;ich leiden als ein gutter<lb/>
Streiter Je&#x017F;u Chri&#x017F;ti. <hi rendition="#aq">S. Paulus</hi> hat Teuffel und Welt<lb/>
mit ihrer <hi rendition="#aq">Soldate&#x017F;ca</hi> wider &#x017F;ich gehabt/ &#x017F;o lange Er unter<lb/>
dem rothen Blutfa&#x0364;hnlein Je&#x017F;u Chri&#x017F;ti gedienet: Er hat ge-<lb/>
ka&#x0364;mpffet einen gutten Kampf/ er hat einen Sieg nach dem<lb/>
andern erhalten. Eben in einem &#x017F;olchen gefa&#x0364;hrlichen und be-<lb/>
&#x017F;chwerlichen Kriegsorden &#x017F;iehet und gehet noch heute ein ie-<lb/>
der Evangeli&#x017F;cher Prediger. Denn da ru&#x0364;&#x017F;tet &#x017F;ich auß mit<lb/>
aller macht der &#x017F;chwartze Hellen-Printz der leidige Satan/<lb/>
und bemu&#x0364;het &#x017F;ich tag und nach<supplied>t</supplied>/ wie er nicht allein die Leh-<lb/>
rer &#x017F;elb&#x017F;ten/ &#x017F;ondern auch ihre anvertraute Zuho&#x0364;rer/ als<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">Gei&#x017F;tliche</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[26]/0026] Parentations- und ten nehmen. 2. Reg. 4. Jedoch aber verlaſt Gott niemals die ſeinigen auch im Zeitlichen ſo gar/ daß ſie Jhm ſolten ein Fewer umbſonſt anzuͤnden Malach. 1. und das nicht auch im Finſternuͤß das Licht den Frommen aufgehen ſolte/ von dem Gnaͤdigen/ Barmhertzigen und Gerechten/ wie Koͤnig Da- vid Gott daher ruͤhmet im 112. Pfalm. 2. Reg. 4. ꝟ. 1. Malach: 1. ꝟ. 10. Pſal. 112. ꝟ. 4. Alſo verlaͤſt Gott auch nach dem Tode die ſeinigen nicht/ ſondern wenn ſie ſich muͤde gegangen und gegraben haben/ ſo wil Er ſie erſt ſegnen und ſchmuͤcken: Jn der Welt/ mit einem gutten Namen: die Glocken ſollen ihnen wol klingen: ſie ſollen gruͤnen wie ein Palmbaum Pſ. 92. Ja ihre Gebei- ne ſollen gruͤnen/ Syr. 46. & 49. und ihrer ſol nimmermehr vergeſſen werden/ Pſ. 112. Jm Himmel/ mit der Crone der Gerechtigkeit 2. Tim. 4. des Lebens Apoc. 2. da wirds heiſſen/ Ey du getrewer Knecht/ du biſt uͤber wenig getrew geweſen/ gehe ein zu deines Herren Frewde. Da werden die Lehrer leuchten wie des Him̃els Glantz/ und die ſo viel zur Gerechtigkeit weiſen/ wie die Sternen immer und ewiglich. Pſ 92. v. 13. Syr. 46. ꝟ. 14. c. 49. v. 12. Pſal. 112. ꝟ. 6. 2. Tim. 4. ꝟ. 8. Apoc. 2. v. 10. Matth. 25. ꝟ. 16. Nicht alleine aber das/ ſondern Trewe Lehrer und Predi- ger ſollen auch einen Sieg nach dem andern erhalten. Pre- diger haben im̃er zu kaͤmpffen. Dannenhero vermahnet S. Paulus den Timotheum, er ſolle ſich leiden als ein gutter Streiter Jeſu Chriſti. S. Paulus hat Teuffel und Welt mit ihrer Soldateſca wider ſich gehabt/ ſo lange Er unter dem rothen Blutfaͤhnlein Jeſu Chriſti gedienet: Er hat ge- kaͤmpffet einen gutten Kampf/ er hat einen Sieg nach dem andern erhalten. Eben in einem ſolchen gefaͤhrlichen und be- ſchwerlichen Kriegsorden ſiehet und gehet noch heute ein ie- der Evangeliſcher Prediger. Denn da ruͤſtet ſich auß mit aller macht der ſchwartze Hellen-Printz der leidige Satan/ und bemuͤhet ſich tag und nacht/ wie er nicht allein die Leh- rer ſelbſten/ ſondern auch ihre anvertraute Zuhoͤrer/ als Geiſtliche Dan. 12. ꝟ. 3. 2. Tim. 2. ꝟ. 3.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/537790
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/537790/26
Zitationshilfe: Banner, Christoph: Trewer Lehrer Dreyfache Ehren-Seule. Oels, 1652, S. [26]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/537790/26>, abgerufen am 22.04.2024.