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Andreä, Jacob: Ein Christliche Predig. Tübingen, 1564.

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Hansen von Liebenstein.
tigkeit verschlossen ward/ Nämlich allein vnser
Herr vnnd Säligmacher/ Jhesus Christus/
durch sein gehorsam/ Blutuergiessen/ leiden vnd
sterben/ wie er dann selbst spricht: Jch bin der
Weg/ die warheit/ vnd das Leben/ niemandtJoan. xiiij.
kompt zum Vatter denn durch mich. Vnd aber-
mals: Jch bin die Thür züm Schaffstall/Joan. x.
wer durch ein andere Thür eingehet/ denn
durch mich/ der ist ein Dieb vnnd ein Mörder.
Also sagt auch Sanct Paulus: Es sey ferr von
mir rhümen/ denn des Creütz Jhesu Christi.
Vnnd zum Philippern: Was mir gewin war/Phil. iij.
das habe ich vmb Christus willen für schaden
geachtet/ dann ich achte es alles für schaden/
gegen der überschwencklichen erkanntnuß Chri-
sti Jhesu meines Herren/ vmb wölches willen
ich alles hab für schaden gerechnet/ vnd achte es
für Kaat/ auff das ich Christum gewinne/ vnd
in jm erfunden werde/ das ich nicht habe mein
Gerechtigkeit/ die auß dem Gesetz/ sonder die
durch den Glauben an Christo kompt/ nemlich/
die Gerechtigkeit die von Gott dem Glauben zu-
gerechnet würdt.

Damit wir aber diser grechtigkeit des glaubens/Nutz der heiligen
Sacramenten.
Rom. v.

wölche ist vergebung der sünden allein im ghorsam
Christi/ gnugsam versichert weren/ hat sie der Herr
Christus nit allein mit den blossen wort seiner gött-

lichen
C ij

Hanſen von Liebenſtein.
tigkeit verſchloſſen ward/ Naͤmlich allein vnſer
Herꝛ vnnd Saͤligmacher/ Jheſus Chꝛiſtus/
durch ſein gehoꝛſam/ Blůtuergieſſen/ leiden vnd
ſterben/ wie er dann ſelbſt ſpꝛicht: Jch bin der
Weg/ die warheit/ vnd das Leben/ niemandtJoan. xiiij.
kompt zům Vatter denn durch mich. Vnd aber-
mals: Jch bin die Thür zuͤm Schaffſtall/Joan. x.
wer durch ein andere Thür eingehet/ denn
durch mich/ der iſt ein Dieb vnnd ein Moͤꝛder.
Alſo ſagt auch Sanct Paulus: Es ſey ferꝛ von
mir rhuͤmen/ denn des Creütz Jheſu Chꝛiſti.
Vnnd zům Philippern: Was mir gewin war/Phil. iij.
das habe ich vmb Chꝛiſtus willen für ſchaden
geachtet/ dann ich achte es alles für ſchaden/
gegen der überſchwencklichen erkanntnuß Chꝛi-
ſti Jheſu meines Herꝛen/ vmb woͤlches willen
ich alles hab für ſchaden gerechnet/ vnd achte es
für Kaat/ auff das ich Chꝛiſtum gewinne/ vnd
in jm erfunden werde/ das ich nicht habe mein
Gerechtigkeit/ die auß dem Geſetz/ ſonder die
durch den Glauben an Chꝛiſto kompt/ nemlich/
die Gerechtigkeit die von Gott dem Glauben zů-
gerechnet würdt.

Damit wir aber diſer grechtigkeit des glaubens/Nutz der heiligen
Sacramenten.
Rom. v.

woͤlche iſt vergebung der ſünden allein im ghoꝛſam
Chꝛiſti/ gnůgſam verſichert weren/ hat ſie der Herꝛ
Chꝛiſtus nit allein mit den bloſſen woꝛt ſeiner goͤtt-

lichen
C ij
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[7[14]/0019] Hanſen von Liebenſtein. tigkeit verſchloſſen ward/ Naͤmlich allein vnſer Herꝛ vnnd Saͤligmacher/ Jheſus Chꝛiſtus/ durch ſein gehoꝛſam/ Blůtuergieſſen/ leiden vnd ſterben/ wie er dann ſelbſt ſpꝛicht: Jch bin der Weg/ die warheit/ vnd das Leben/ niemandt kompt zům Vatter denn durch mich. Vnd aber- mals: Jch bin die Thür zuͤm Schaffſtall/ wer durch ein andere Thür eingehet/ denn durch mich/ der iſt ein Dieb vnnd ein Moͤꝛder. Alſo ſagt auch Sanct Paulus: Es ſey ferꝛ von mir rhuͤmen/ denn des Creütz Jheſu Chꝛiſti. Vnnd zům Philippern: Was mir gewin war/ das habe ich vmb Chꝛiſtus willen für ſchaden geachtet/ dann ich achte es alles für ſchaden/ gegen der überſchwencklichen erkanntnuß Chꝛi- ſti Jheſu meines Herꝛen/ vmb woͤlches willen ich alles hab für ſchaden gerechnet/ vnd achte es für Kaat/ auff das ich Chꝛiſtum gewinne/ vnd in jm erfunden werde/ das ich nicht habe mein Gerechtigkeit/ die auß dem Geſetz/ ſonder die durch den Glauben an Chꝛiſto kompt/ nemlich/ die Gerechtigkeit die von Gott dem Glauben zů- gerechnet würdt. Joan. xiiij. Joan. x. Phil. iij. Damit wir aber diſer grechtigkeit des glaubẽs/ woͤlche iſt vergebũg der ſündẽ allein im ghoꝛſam Chꝛiſti/ gnůgſam verſichert werẽ/ hat ſie ď Herꝛ Chꝛiſtus nit allein mit dẽ bloſſẽ woꝛt ſeiner goͤtt- lichen Nutz der heiligẽ Sacramenten. Rom. v. C ij

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Zitationshilfe: Andreä, Jacob: Ein Christliche Predig. Tübingen, 1564, S. 7[14]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/527796/19>, abgerufen am 09.08.2022.