Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Kirsten, Abraham: Angustiae dilatatae. Leipzig, 1620.

Bild:
<< vorherige Seite

Vorrede.
Sinn vnd Gewissen vnrein ist/ sondernTit. 1, 15.
vns befleissen eines vnbefleckten Lebens/
denn kein Vnreiner hat Erbe an demEph. 5, 5.
Reich Christi vnd Gottes.

Sind also diese drey Blätter anders
nichts/ als die Novissima vnnd Händel/
welche vns Sirach als medelam mali-Sir. c. 7.
In speculo
peccat. c.
2.

tiae, & preparationem salutis aeterne,
wie sie Augustinus nennet/ stets zu be-
trachten/ mit Ernst wil befohlen haben.

Mors tua, judicium postremum, gloria coeli,
Et dolor inferni, sunt meditanda tibi.

Wenn denn solche drey Blätter E.
Ehrnvest nun mehr selige Hertzens helfft
vnnd Hauß Ehre/ die Zeit jhres Lebens
ziemlich durchblettert vnd durchsuchet/
auch darauff von dem Tode/ nach der al-
lerweisesten Gottes Erkentnüß/ außge-
lernet bekommen/ zugleich durch solche
dikhotomian vnd Hertzensspaltung/ den Her-
ren als eine gute Natur/ in wehemühti-

ges
B

Vorrede.
Sinn vnd Gewiſſen vnrein iſt/ ſondernTit. 1, 15.
vns befleiſſen eines vnbefleckten Lebens/
denn kein Vnreiner hat Erbe an demEph. 5, 5.
Reich Chriſti vnd Gottes.

Sind alſo dieſe drey Blaͤtter anders
nichts/ als die Noviſſima vnnd Haͤndel/
welche vns Sirach als medelam mali-Sir. c. 7.
In ſpeculo
peccat. c.
2.

tiæ, & pręparationem ſalutis æternę,
wie ſie Auguſtinus nennet/ ſtets zu be-
trachten/ mit Ernſt wil befohlen haben.

Mors tua, judicium poſtremum, gloria cœli,
Et dolor inferni, ſunt meditanda tibi.

Wenn denn ſolche drey Blaͤtter E.
Ehrnveſt nun mehr ſelige Hertzens helfft
vnnd Hauß Ehre/ die Zeit jhres Lebens
ziemlich durchblettert vnd durchſuchet/
auch darauff von dem Tode/ nach der al-
lerweiſeſten Gottes Erkentnuͤß/ außge-
lernet bekommen/ zugleich durch ſolche
διχοτομίαν vnd Hertzensſpaltung/ den Her-
ren als eine gute Natur/ in wehemuͤhti-

ges
B
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="preface" n="1">
        <p><pb facs="#f0009" n="[9]"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Vorrede.</hi></fw><lb/>
Sinn vnd Gewi&#x017F;&#x017F;en vnrein i&#x017F;t/ &#x017F;ondern<note place="right"><hi rendition="#aq">Tit.</hi> 1, 15.</note><lb/>
vns beflei&#x017F;&#x017F;en eines vnbefleckten Lebens/<lb/>
denn kein Vnreiner hat Erbe an dem<note place="right"><hi rendition="#aq">Eph.</hi> 5, 5.</note><lb/>
Reich Chri&#x017F;ti vnd Gottes.</p><lb/>
        <p>Sind al&#x017F;o die&#x017F;e drey Bla&#x0364;tter anders<lb/>
nichts/ als die <hi rendition="#aq">Novi&#x017F;&#x017F;ima</hi> vnnd Ha&#x0364;ndel/<lb/>
welche vns Sirach als <hi rendition="#aq">medelam mali-</hi><note place="right"><hi rendition="#aq">Sir. c. 7.<lb/>
In &#x017F;peculo<lb/>
peccat. c.</hi> 2.</note><lb/><hi rendition="#aq">tiæ, &amp; pr&#x0119;parationem &#x017F;alutis ætern&#x0119;,</hi><lb/>
wie &#x017F;ie <hi rendition="#aq">Augu&#x017F;tinus</hi> nennet/ &#x017F;tets zu be-<lb/>
trachten/ mit Ern&#x017F;t wil befohlen haben.</p><lb/>
        <cit>
          <quote> <hi rendition="#aq"> <hi rendition="#i">Mors tua, judicium po&#x017F;tremum, gloria c&#x0153;li,<lb/><hi rendition="#et">Et dolor inferni, &#x017F;unt meditanda tibi.</hi></hi> </hi> </quote>
          <bibl/>
        </cit><lb/>
        <p>Wenn denn &#x017F;olche drey Bla&#x0364;tter E.<lb/>
Ehrnve&#x017F;t nun mehr &#x017F;elige Hertzens helfft<lb/>
vnnd Hauß Ehre/ die Zeit jhres Lebens<lb/>
ziemlich durchblettert vnd durch&#x017F;uchet/<lb/>
auch darauff von dem Tode/ nach der al-<lb/>
lerwei&#x017F;e&#x017F;ten Gottes Erkentnu&#x0364;ß/ außge-<lb/>
lernet bekommen/ zugleich durch &#x017F;olche<lb/>
&#x03B4;&#x03B9;&#x03C7;&#x03BF;&#x03C4;&#x03BF;&#x03BC;&#x03AF;&#x03B1;&#x03BD; vnd Hertzens&#x017F;paltung/ den Her-<lb/>
ren als eine gute Natur/ in wehemu&#x0364;hti-<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">B</fw><fw place="bottom" type="catch">ges</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[9]/0009] Vorrede. Sinn vnd Gewiſſen vnrein iſt/ ſondern vns befleiſſen eines vnbefleckten Lebens/ denn kein Vnreiner hat Erbe an dem Reich Chriſti vnd Gottes. Tit. 1, 15. Eph. 5, 5. Sind alſo dieſe drey Blaͤtter anders nichts/ als die Noviſſima vnnd Haͤndel/ welche vns Sirach als medelam mali- tiæ, & pręparationem ſalutis æternę, wie ſie Auguſtinus nennet/ ſtets zu be- trachten/ mit Ernſt wil befohlen haben. Sir. c. 7. In ſpeculo peccat. c. 2. Mors tua, judicium poſtremum, gloria cœli, Et dolor inferni, ſunt meditanda tibi. Wenn denn ſolche drey Blaͤtter E. Ehrnveſt nun mehr ſelige Hertzens helfft vnnd Hauß Ehre/ die Zeit jhres Lebens ziemlich durchblettert vnd durchſuchet/ auch darauff von dem Tode/ nach der al- lerweiſeſten Gottes Erkentnuͤß/ außge- lernet bekommen/ zugleich durch ſolche διχοτομίαν vnd Hertzensſpaltung/ den Her- ren als eine gute Natur/ in wehemuͤhti- ges B

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/523945
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/523945/9
Zitationshilfe: Kirsten, Abraham: Angustiae dilatatae. Leipzig, 1620, S. [9]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/523945/9>, abgerufen am 18.05.2022.