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Gebauer, Johann: Geistl. Ring und Leibliche Sterbkunst. Oels, 1617.

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Trostreiche Leichpredigt.

1. Pet. 4.
Job.
13.
7. Crucis pressuram patienter sustinendo, Das er sich die Hitze 1. Pet. 4.
Des Creutzes nicht hat befrembden lassen/ als widerfuhr jhm etwas seltzams/
Sondern hat sich gefrewet/ das er mit Job im Stock sesse/ vnd mit Christo
leide/ auff das er zur Zeit der Offenbarung seiner Herrligkeit/ Frewd vnd
Gregor.wonne haben möge. Denn Gregor. sagt. Ideo premuntur justi in Ecclesia,
ut pressiclament, clamantes exaudiantur, exauditi glorificent DEun.
Das ist.

[Beginn Spaltensatz]
Mit Creutz greifft Gott an frome Leut/
Vnd wann sie dann erhöret sein/
[Spaltenumbruch] Das sie solln ruffn vmb Hülff allzeit/
Jhm der Ruhm werd gegebn allein.
[Ende Spaltensatz]

Prov. 3.Zu der Gedult vermanet vns auch Salomo inn seinen Sprüchen am 3.
Da er spricht. Mein Kindt sey nicht vngedultig vber Gottes straffe. Denn
welchen der HErr liebt/ den strafft er/ vnd hat wolgefallen an jhm/ wie ein
Augustin.
Psalm.
98.
Vater am Sohn. Daher Augustinus solches bek#fftigt mit diesen worten:
Illi DEus mascitur, quem peccantem non flagellat. Nam cui propitius est, non
solum donat peccata, ne noceant ad futurum seculum, sed etiam castigat, ne
semper peccare delectet.
Das heist:

[Beginn Spaltensatz]
Auff den zürnt Gott/ den Er nicht strafft/
Abr dem Er wol will/ dem schenckt Er/
Vnd züchtigt jhn/ das er sein Gsicht/
[Spaltenumbruch] Wenn er mit Sünd alls vbel schafft/
Die Sünd/ das sie nicht schaden mehr.
Zur Sünden lust nicht wend noch richt.
[Ende Spaltensatz]

8. Ad Viram Vere vitam intendendo, Das Er jhm dieses Leben endlich hat
lassen ein graw sein vnd nach dem rechten Ewigwerenden Himmel leben sich
gesehnet. Hier ligen wir armen menschen doch nur in vnsern Sechswochen/
halten mit Christo vnser Marterwochen/ vnd seind rechte Crucigeri, Creutz-
brüder vnd Creutzschwestern/ da wir/ wie in den Klöstern/ jmmer auß einem
Creutzgang in den andern kommen/ vnd eine trübe Wolcken nach der andern
für vns vorüber geht/ vnd mancher Platzregen vberfelt/ Aber dieses wird dort
alles auffhören/ wenn der fröliche Kirchgang vnd Ostertag kommen wirdt/
Esaiae 65.da soll nicht mehr gehört werden die stimme des Weinens/ noch die stim des
Klagens. Ja Gott wird allda abwischen alle Thränen von vnsern Augen/
Apoc. 21.vnd der Todt wird nicht mehr sein/ noch Leyd/ noch Geschrey/ noch Schmertz
wird mehr sein/ denn das erst ist vergangen.

9. Constanter in Sparta & arena pers#verando & triumphando, Das er
beständig im Kampff außgehalten/ vnnd endlichen als ein geschwinder vnnd
gevbter Frey vnnd Federfechter/ wider den starcken gewapneten Hell[i]schen
1. Sam. 17.
Job.
40. 41.
Marrbruder/ erschrecklichen Goliath/ vngehewren Behemoth vnd Leviathan
den Sathan gesieget vnd das Feld behalten hat/ da es all seinen Geistlichen
feinden gangen/ wie einem Hund/ der nach einem gutten bißlein greifft/ vnd
wird drob auff die Schnautz geschlagen/ oder einem Fuchs oder Wolff/ der

nach
Troſtreiche Leichpredigt.

1. Pet. 4.
Job.
13.
7. Crucis preſſuram patienter ſuſtinendo, Das er ſich die Hitze 1. Pet. 4.
Des Creutzes nicht hat befrembden laſſen/ als widerfuhꝛ jhm etwas ſeltzams/
Sondern hat ſich gefrewet/ das er mit Job im Stock ſeſſe/ vnd mit Chꝛiſto
leide/ auff das er zur Zeit der Offenbarung ſeiner Herꝛligkeit/ Frewd vnd
Gregor.wonne haben moͤge. Denn Gregor. ſagt. Ideo premuntur justi in Eccleſia,
ut preſſiclament, clamãtes exaudiantur, exauditi glorificent DEũ.
Das iſt.

[Beginn Spaltensatz]
Mit Creutz greifft Gott an frome Leut/
Vnd wann ſie dann erhoͤret ſein/
[Spaltenumbruch] Das ſie ſolln ruffn vmb Huͤlff allzeit/
Jhm der Ruhm werd gegebn allein.
[Ende Spaltensatz]

Prov. 3.Zu der Gedult vermanet vns auch Salomo inn ſeinen Sprüchen am 3.
Da er ſpꝛicht. Mein Kindt ſey nicht vngedultig vber Gottes ſtraffe. Denn
welchen der HErꝛ liebt/ den ſtrafft er/ vnd hat wolgefallen an jhm/ wie ein
Auguſtin.
Pſalm.
98.
Vater am Sohn. Daher Augustinus ſolches bek#fftigt mit dieſen woꝛten:
Illi DEus maſcitur, quem peccantem nõ flagellat. Nam cui propitius eſt, non
ſolùm donat peccata, ne noceant ad futurum ſeculum, ſed etiam castigat, ne
ſemper peccare delectet.
Das heiſt:

[Beginn Spaltensatz]
Auff den zuͤrnt Gott/ den Er nicht ſtrafft/
Abr dem Er wol will/ dem ſchenckt Er/
Vnd zuͤchtigt jhn/ das er ſein Gſicht/
[Spaltenumbruch] Wenn er mit Suͤnd alls vbel ſchafft/
Die Suͤnd/ das ſie nicht ſchaden mehr.
Zur Suͤnden luſt nicht wend noch richt.
[Ende Spaltensatz]

8. Ad Viram Verè vitam intendendo, Das Er jhm dieſes Leben endlich hat
laſſen ein graw ſein vn̄ nach dem rechten Ewigwerenden Himmel leben ſich
geſehnet. Hier ligen wir armen menſchen doch nur in vnſern Sechswochen/
halten mit Chꝛiſto vnſer Marterwochen/ vnd ſeind rechte Crucigeri, Creutz-
bꝛüder vnd Creutzſchweſtern/ da wir/ wie in den Kloͤſtern/ jmmer auß einem
Creutzgang in den andern kommen/ vnd eine trübe Wolcken nach der andern
für vns vorüber geht/ vnd mancher Platzregen vberfelt/ Aber dieſes wird doꝛt
alles auffhoͤꝛen/ wenn der froͤliche Kirchgang vnd Oſtertag kommen wirdt/
Eſaiæ 65.da ſoll nicht mehꝛ gehoͤrt werden die ſtimme des Weinens/ noch die ſtim des
Klagens. Ja Gott wird allda abwiſchen alle Thraͤnen von vnſern Augen/
Apoc. 21.vnd der Todt wird nicht mehꝛ ſein/ noch Leyd/ noch Geſchrey/ noch Schmertz
wird mehr ſein/ denn das erſt iſt vergangen.

9. Conſtanter in Spartâ & arenâ perſ#verando & triumphando, Das er
beſtaͤndig im Kampff außgehalten/ vnnd endlichen als ein geſchwinder vnnd
gevbter Frey vnnd Federfechter/ wider den ſtarcken gewapneten Hell[i]ſchen
1. Sam. 17.
Job.
40. 41.
Marrbꝛuder/ erſchrecklichen Goliath/ vngehewꝛen Behemoth vnd Leviathan
den Sathan geſieget vnd das Feld behalten hat/ da es all ſeinen Geiſtlichen
feinden gangen/ wie einem Hund/ der nach einem gutten bißlein greifft/ vnd
wird dꝛob auff die Schnautz geſchlagen/ oder einem Fuchs oder Wolff/ der

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[[42]/0042] Troſtreiche Leichpredigt. 7. Crucis preſſuram patienter ſuſtinendo, Das er ſich die Hitze 1. Pet. 4. Des Creutzes nicht hat befrembden laſſen/ als widerfuhꝛ jhm etwas ſeltzams/ Sondern hat ſich gefrewet/ das er mit Job im Stock ſeſſe/ vnd mit Chꝛiſto leide/ auff das er zur Zeit der Offenbarung ſeiner Herꝛligkeit/ Frewd vnd wonne haben moͤge. Denn Gregor. ſagt. Ideo premuntur justi in Eccleſia, ut preſſiclament, clamãtes exaudiantur, exauditi glorificent DEũ. Das iſt. 1. Pet. 4. Job. 13. Gregor. Mit Creutz greifft Gott an frome Leut/ Vnd wann ſie dann erhoͤret ſein/ Das ſie ſolln ruffn vmb Huͤlff allzeit/ Jhm der Ruhm werd gegebn allein. Zu der Gedult vermanet vns auch Salomo inn ſeinen Sprüchen am 3. Da er ſpꝛicht. Mein Kindt ſey nicht vngedultig vber Gottes ſtraffe. Denn welchen der HErꝛ liebt/ den ſtrafft er/ vnd hat wolgefallen an jhm/ wie ein Vater am Sohn. Daher Augustinus ſolches bek#fftigt mit dieſen woꝛten: Illi DEus maſcitur, quem peccantem nõ flagellat. Nam cui propitius eſt, non ſolùm donat peccata, ne noceant ad futurum ſeculum, ſed etiam castigat, ne ſemper peccare delectet. Das heiſt: Prov. 3. Auguſtin. Pſalm. 98. Auff den zuͤrnt Gott/ den Er nicht ſtrafft/ Abr dem Er wol will/ dem ſchenckt Er/ Vnd zuͤchtigt jhn/ das er ſein Gſicht/ Wenn er mit Suͤnd alls vbel ſchafft/ Die Suͤnd/ das ſie nicht ſchaden mehr. Zur Suͤnden luſt nicht wend noch richt. 8. Ad Viram Verè vitam intendendo, Das Er jhm dieſes Leben endlich hat laſſen ein graw ſein vn̄ nach dem rechten Ewigwerenden Himmel leben ſich geſehnet. Hier ligen wir armen menſchen doch nur in vnſern Sechswochen/ halten mit Chꝛiſto vnſer Marterwochen/ vnd ſeind rechte Crucigeri, Creutz- bꝛüder vnd Creutzſchweſtern/ da wir/ wie in den Kloͤſtern/ jmmer auß einem Creutzgang in den andern kommen/ vnd eine trübe Wolcken nach der andern für vns vorüber geht/ vnd mancher Platzregen vberfelt/ Aber dieſes wird doꝛt alles auffhoͤꝛen/ wenn der froͤliche Kirchgang vnd Oſtertag kommen wirdt/ da ſoll nicht mehꝛ gehoͤrt werden die ſtimme des Weinens/ noch die ſtim des Klagens. Ja Gott wird allda abwiſchen alle Thraͤnen von vnſern Augen/ vnd der Todt wird nicht mehꝛ ſein/ noch Leyd/ noch Geſchrey/ noch Schmertz wird mehr ſein/ denn das erſt iſt vergangen. Eſaiæ 65. Apoc. 21. 9. Conſtanter in Spartâ & arenâ perſ#verando & triumphando, Das er beſtaͤndig im Kampff außgehalten/ vnnd endlichen als ein geſchwinder vnnd gevbter Frey vnnd Federfechter/ wider den ſtarcken gewapneten Helliſchen Marrbꝛuder/ erſchrecklichen Goliath/ vngehewꝛen Behemoth vnd Leviathan den Sathan geſieget vnd das Feld behalten hat/ da es all ſeinen Geiſtlichen feinden gangen/ wie einem Hund/ der nach einem gutten bißlein greifft/ vnd wird dꝛob auff die Schnautz geſchlagen/ oder einem Fuchs oder Wolff/ der nach 1. Sam. 17. Job. 40. 41.

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Zitationshilfe: Gebauer, Johann: Geistl. Ring und Leibliche Sterbkunst. Oels, 1617, S. [42]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/508269/42>, abgerufen am 16.05.2021.