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Gebauer, Johann: Geistl. Ring und Leibliche Sterbkunst. Oels, 1617.

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Trostreiche Leichpredigt.

3. Verbo Veritatis innitendo, Das er das Liecht der Warheit seinen Zu-Luc. 7.
2. Pet. 1.
Esa. 30.
Joh. 10.
Ezech. 22.
Ezech. 34.
Esaiae
8.

hörern auffgestecket/ Jst kein Fledermauß/ Rohrschleicher/ Wetterhan noch
Beydachsler gewesen/ der sich ad aumm & aurem accommodirt, vnnd nur
als ein Mercenarius sein Einkommen vnnd Besoldt gesucht hette/ wie Gott
vber dergleichen Gesellen klagt beym Propheten Ezechiel, das die Propheten
mit losem Kalck Tünchen/ Predigen lose Teydinge/ vnd Weissagen Lügen/
Sie fressen wol das Fette/ vnd Kleyden sich mit der Wolle/ vnd schlachten
das gemestete. Aber die Schafe wollen sie nicht weyden/ Sondern ad legem
& Testimonium,
nach dem Gesetz vnnd Zeugniß hat er sein Ampt vnd Lehre
jederzeit Trew verführet.

4. Errores fugiend# & taxando, Das er nicht nur den rechten Weg zum
Leben geprediget/ Sondern auch Trewlich für den Holtz/ jrr vnd Fuhrwegen
des leidigen Sathans vnd der Rotten vnd Secten gewarnet/ wie Christus
selbst thut: Matth. 7. Sehet Euch für/ für den Falschen Propheten. DennMatt. 7.
24.
Marc. 13.
Luc. 17.
Tit. 3.
2. Tim.
2.

es werden viel falscher Christi vnnd falsche Propheten aufferstehen/ welche
Zeichen vnd Wunder thun/ das wo es möglich were/ auch die Außerwelten
verführt/ vnnd Christus fast kein Glauben mehr auff Erden finden würde.
Vnd Paulus vermant seinen Titum 3. Das er einen Ketzerischen Menschen
meiden soll/ wenn er einmal vnd abermal ermanet ist/ Sintemal ein solcher
verkehrt ist/ vnd Sündiget/ als der sich selbst vervrtheylet hat.

5. Oves commissas corditus diligendo, Das er seine Zuhörer jnnbrünstigJoh. 13.
10.

geliebet hat. Dazu Christus mit dem Füßwaschen/ vnd dem Gleichniß vom
guten Hirten/ Der sein Leben für die Schafe lest/ Anlaß gegeben hat. Wie
Paulus auch bekennt/ das er gewünscht habe/ Verbannt zu sein für seineRom. 9.
10.

Freunde nach dem Fleisch. Ja sein wuntsch des Hertzens sey/ vnd sein flehen
zu Gott/ das sie selig werden/ Er dencke auch jhrer inn seinem Gebeth/ vnd
Dancke Gott für dieselben.

6. Vitam honeste & pie transigendo, Das ob er gleich kein Engel/ sondernEphesa.
Tit.
2.

als ein Mensch sein Gebrechen vnd Schwachheit auch gehabt/ er nach der
Lehr Pauli, Tit. 2. d[oc]h verleugnet das Vngöttliche wesen vnd die Weltlichen
lüste/ vnd züchtig/ gerecht/ vnd Gottselig gelebt in dieser Welt/ vnd gewartet
auff die selige Hoffnung vnd Erscheinung der Herrligkeit des grossen Gottes/
vnd vnsers HErrn JEsu Christi. Das er mit Ambrosio wol sagen können:Theat vit.
hun. Zving.
Volum. 6.
l 5 f
1110.

Non sic vixi inter vos, ut diutius me vivere pudeat, nec mori timeo, quia
bonum Dominum habeo.
Das ist:

[Beginn Spaltensatz]
Jch hab mein Lebn hier so geführt/
Doch ich fürm sterbn mich fürchte nicht/
[Spaltenumbruch] Das längr zu Lebn mich gar nichts jrrt/
Weil mein Erlösr sitzt bey Gericht.Job. 19.
[Ende Spaltensatz]

7. Crucis
F
Troſtreiche Leichpredigt.

3. Verbo Veritatis innitendo, Das er das Liecht der Warheit ſeinen Zu-Luc. 7.
2. Pet. 1.
Eſa. 30.
Joh. 10.
Ezech. 22.
Ezech. 34.
Eſaiæ
8.

hoͤꝛern auffgeſtecket/ Jſt kein Fledermauß/ Rohrſchleicher/ Wetterhan noch
Beydachsler geweſen/ der ſich ad aumm & aurem accommodirt, vnnd nur
als ein Mercenarius ſein Einkommen vnnd Beſoldt geſucht hette/ wie Gott
vber dergleichen Geſellen klagt beym Pꝛopheten Ezechiel, das die Pꝛopheten
mit loſem Kalck Tünchen/ Pꝛedigen loſe Teydinge/ vnd Weiſſagen Luͤgen/
Sie freſſen wol das Fette/ vnd Kleyden ſich mit der Wolle/ vnd ſchlachten
das gemeſtete. Aber die Schafe wollen ſie nicht weyden/ Sondern ad legem
& Teſtimonium,
nach dem Geſetz vnnd Zeugniß hat er ſein Ampt vnd Lehꝛe
jederzeit Trew verführet.

4. Errores fugiend# & taxando, Das er nicht nur den rechten Weg zum
Leben gepꝛediget/ Sondern auch Trewlich für den Holtz/ jrꝛ vnd Fuhrwegen
des leidigen Sathans vnd der Rotten vnd Secten gewarnet/ wie Chꝛiſtus
ſelbſt thut: Matth. 7. Sehet Euch für/ für den Falſchen Propheten. DennMatt. 7.
24.
Marc. 13.
Luc. 17.
Tit. 3.
2. Tim.
2.

es werden viel falſcher Chꝛiſti vnnd falſche Pꝛopheten aufferſtehen/ welche
Zeichen vnd Wunder thun/ das wo es moͤglich were/ auch die Außerwelten
verfuͤhrt/ vnnd Chꝛiſtus faſt kein Glauben mehr auff Erden finden wuͤrde.
Vnd Paulus vermant ſeinen Titum 3. Das er einen Ketzeriſchen Menſchen
meiden ſoll/ wenn er einmal vnd abermal ermanet iſt/ Sintemal ein ſolcher
verkehrt iſt/ vnd Suͤndiget/ als der ſich ſelbſt vervꝛtheylet hat.

5. Oves commiſſas corditus diligendo, Das er ſeine Zuhoͤꝛer jnnbꝛünſtigJoh. 13.
10.

geliebet hat. Dazu Chꝛiſtus mit dem Füßwaſchen/ vnd dem Gleichniß vom
guten Hirten/ Der ſein Leben für die Schafe leſt/ Anlaß gegeben hat. Wie
Paulus auch bekennt/ das er gewünſcht habe/ Verbannt zu ſein für ſeineRom. 9.
10.

Freunde nach dem Fleiſch. Ja ſein wuntſch des Hertzens ſey/ vnd ſein flehen
zu Gott/ das ſie ſelig werden/ Er dencke auch jhꝛer inn ſeinem Gebeth/ vnd
Dancke Gott für dieſelben.

6. Vitam honestè & piè tranſigendo, Das ob er gleich kein Engel/ ſondernEpheſa.
Tit.
2.

als ein Menſch ſein Gebrechen vnd Schwachheit auch gehabt/ er nach der
Lehꝛ Pauli, Tit. 2. d[oc]h verleugnet das Vngoͤttliche weſen vnd die Weltlichen
lüſte/ vnd züchtig/ gerecht/ vnd Gottſelig gelebt in dieſer Welt/ vnd gewartet
auff die ſelige Hoffnung vnd Erſcheinung der Herꝛligkeit des groſſen Gottes/
vnd vnſers HErꝛn JEſu Chꝛiſti. Das er mit Ambroſio wol ſagen koͤnnen:Theat vit.
hũ. Zving.
Volum. 6.
l 5 f
1110.

Non ſic vixi inter vos, ut diutius me vivere pudeat, nec mori timeo, quia
bonum Dominum habeo.
Das iſt:

[Beginn Spaltensatz]
Jch hab mein Lebn hier ſo gefuͤhrt/
Doch ich fuͤrm ſterbn mich fuͤrchte nicht/
[Spaltenumbruch] Das laͤngr zu Lebn mich gar nichts jrꝛt/
Weil mein Erloͤſr ſitzt bey Gericht.Job. 19.
[Ende Spaltensatz]

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[[41]/0041] Troſtreiche Leichpredigt. 3. Verbo Veritatis innitendo, Das er das Liecht der Warheit ſeinen Zu- hoͤꝛern auffgeſtecket/ Jſt kein Fledermauß/ Rohrſchleicher/ Wetterhan noch Beydachsler geweſen/ der ſich ad aumm & aurem accommodirt, vnnd nur als ein Mercenarius ſein Einkommen vnnd Beſoldt geſucht hette/ wie Gott vber dergleichen Geſellen klagt beym Pꝛopheten Ezechiel, das die Pꝛopheten mit loſem Kalck Tünchen/ Pꝛedigen loſe Teydinge/ vnd Weiſſagen Luͤgen/ Sie freſſen wol das Fette/ vnd Kleyden ſich mit der Wolle/ vnd ſchlachten das gemeſtete. Aber die Schafe wollen ſie nicht weyden/ Sondern ad legem & Teſtimonium, nach dem Geſetz vnnd Zeugniß hat er ſein Ampt vnd Lehꝛe jederzeit Trew verführet. Luc. 7. 2. Pet. 1. Eſa. 30. Joh. 10. Ezech. 22. Ezech. 34. Eſaiæ 8. 4. Errores fugiend# & taxando, Das er nicht nur den rechten Weg zum Leben gepꝛediget/ Sondern auch Trewlich für den Holtz/ jrꝛ vnd Fuhrwegen des leidigen Sathans vnd der Rotten vnd Secten gewarnet/ wie Chꝛiſtus ſelbſt thut: Matth. 7. Sehet Euch für/ für den Falſchen Propheten. Denn es werden viel falſcher Chꝛiſti vnnd falſche Pꝛopheten aufferſtehen/ welche Zeichen vnd Wunder thun/ das wo es moͤglich were/ auch die Außerwelten verfuͤhrt/ vnnd Chꝛiſtus faſt kein Glauben mehr auff Erden finden wuͤrde. Vnd Paulus vermant ſeinen Titum 3. Das er einen Ketzeriſchen Menſchen meiden ſoll/ wenn er einmal vnd abermal ermanet iſt/ Sintemal ein ſolcher verkehrt iſt/ vnd Suͤndiget/ als der ſich ſelbſt vervꝛtheylet hat. Matt. 7. 24. Marc. 13. Luc. 17. Tit. 3. 2. Tim. 2. 5. Oves commiſſas corditus diligendo, Das er ſeine Zuhoͤꝛer jnnbꝛünſtig geliebet hat. Dazu Chꝛiſtus mit dem Füßwaſchen/ vnd dem Gleichniß vom guten Hirten/ Der ſein Leben für die Schafe leſt/ Anlaß gegeben hat. Wie Paulus auch bekennt/ das er gewünſcht habe/ Verbannt zu ſein für ſeine Freunde nach dem Fleiſch. Ja ſein wuntſch des Hertzens ſey/ vnd ſein flehen zu Gott/ das ſie ſelig werden/ Er dencke auch jhꝛer inn ſeinem Gebeth/ vnd Dancke Gott für dieſelben. Joh. 13. 10. Rom. 9. 10. 6. Vitam honestè & piè tranſigendo, Das ob er gleich kein Engel/ ſondern als ein Menſch ſein Gebrechen vnd Schwachheit auch gehabt/ er nach der Lehꝛ Pauli, Tit. 2. doch verleugnet das Vngoͤttliche weſen vnd die Weltlichen lüſte/ vnd züchtig/ gerecht/ vnd Gottſelig gelebt in dieſer Welt/ vnd gewartet auff die ſelige Hoffnung vnd Erſcheinung der Herꝛligkeit des groſſen Gottes/ vnd vnſers HErꝛn JEſu Chꝛiſti. Das er mit Ambroſio wol ſagen koͤnnen: Non ſic vixi inter vos, ut diutius me vivere pudeat, nec mori timeo, quia bonum Dominum habeo. Das iſt: Epheſa. Tit. 2. Theat vit. hũ. Zving. Volum. 6. l 5 f 1110. Jch hab mein Lebn hier ſo gefuͤhrt/ Doch ich fuͤrm ſterbn mich fuͤrchte nicht/ Das laͤngr zu Lebn mich gar nichts jrꝛt/ Weil mein Erloͤſr ſitzt bey Gericht. 7. Crucis F

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Zitationshilfe: Gebauer, Johann: Geistl. Ring und Leibliche Sterbkunst. Oels, 1617, S. [41]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/508269/41>, abgerufen am 07.05.2021.