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Kleiner, Johann Georg: Die doppelte Glückseligkeit der Gerechten. Brieg, 1722.

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Die doppelte Glückseligkeit
als ein mächtiger Vertheidiger mit seinem starcken Arm sehen.
Er legte sich gleichsam durch seine Macht und Stärcke/ wie ein
Schild an Sie/ und offenbarete sich Jhr nach seinem kräff-
tigen Worte/ als ein mächtiger Helffer, Beschützer und
Vertheidiger.
Denn wie ich Sie nach meinem Amtsfüh-
renden Zuspruche aus seinem kräfftigen Worte auffrichtete/
und kurtz vor ihrer Auffgabe Jhres Geistes fragte: Ob Sie
Genes. 49.
v.
18.
sich noch immer mit dem sterbenden Jacob des HErrn Heyls
getröstete/ und auf diß wartete? War darauf Jhre letzte Ant-
wort: Ach! Ja/ ja. Worauf Jhr auch alsbald obbemeldten
Tages des Abends 3. Viertel auf 7. Uhr die Augen brachen/ und
unter Priesterl. Einsegnung/ Gebet und Gesang Jhre ausfah-
rende theuer erlösete Seele/ gleich der Seelen des gerechten Laza-
ri in den Schooß Abrahä/ des Vaters aller Gläubigen und Ge-
rechten/ durch den Beystand der H. Engel zu dem ewigen Licht
befördert wurde. Nachdem Sie bereits mit ihm/ und dem
Ps. 28. v. 7.
Ps. 84. v. 10.
Psal. 119.
v. 114.
Ps. 33. v. 20.
Ps. 144. v.
2.
gerechten David erfahren/ wie der HErr immer Jhr Schild,
Ps. 28. Jhre Sonne und Schild, Ps. 84. Jhr Schirm
und Schild,
Ps. 119. und endlich auch Jhr Helffer und
Schild, Ps. 33. auf den Sie eintzig und allein getrauet/ Ps.
144. bis an das Ufer der ewig erlangten Glückseligkeit gewe-
sen und geblieben.

Nach dieser betrachteten zeitlich erlangenden Glückse-
ligkeit der Gerechten,
wollen wir ferner sehen/ wie sie

II. Jhnen auch in dem ewigen Freuden-Le-
ben, nach ihrem seligen Hintritt, auf ewig
wiederfähret,

Und zwar wiederum auf dreyerley Art und Weise:

(1.)

Die doppelte Gluͤckſeligkeit
als ein maͤchtiger Vertheidiger mit ſeinem ſtarcken Arm ſehen.
Er legte ſich gleichſam durch ſeine Macht und Staͤrcke/ wie ein
Schild an Sie/ und offenbarete ſich Jhr nach ſeinem kraͤff-
tigen Worte/ als ein maͤchtiger Helffer, Beſchuͤtzer und
Vertheidiger.
Denn wie ich Sie nach meinem Amtsfuͤh-
renden Zuſpruche aus ſeinem kraͤfftigen Worte auffrichtete/
und kurtz vor ihrer Auffgabe Jhres Geiſtes fragte: Ob Sie
Geneſ. 49.
v.
18.
ſich noch immer mit dem ſterbenden Jacob des HErrn Heyls
getroͤſtete/ und auf diß wartete? War darauf Jhre letzte Ant-
wort: Ach! Ja/ ja. Worauf Jhr auch alsbald obbemeldten
Tages des Abends 3. Viertel auf 7. Uhr die Augen brachen/ und
unter Prieſterl. Einſegnung/ Gebet und Geſang Jhre ausfah-
rende theuer erloͤſete Seele/ gleich der Seelen des gerechten Laza-
ri in den Schooß Abrahaͤ/ des Vaters aller Glaͤubigen und Ge-
rechten/ durch den Beyſtand der H. Engel zu dem ewigen Licht
befoͤrdert wurde. Nachdem Sie bereits mit ihm/ und dem
Pſ. 28. v. 7.
Pſ. 84. v. 10.
Pſal. 119.
v. 114.
Pſ. 33. v. 20.
Pſ. 144. v.
2.
gerechten David erfahren/ wie der HErr immer Jhr Schild,
Pſ. 28. Jhre Sonne und Schild, Pſ. 84. Jhr Schirm
und Schild,
Pſ. 119. und endlich auch Jhr Helffer und
Schild, Pſ. 33. auf den Sie eintzig und allein getrauet/ Pſ.
144. bis an das Ufer der ewig erlangten Gluͤckſeligkeit gewe-
ſen und geblieben.

Nach dieſer betrachteten zeitlich erlangenden Gluͤckſe-
ligkeit der Gerechten,
wollen wir ferner ſehen/ wie ſie

II. Jhnen auch in dem ewigen Freuden-Le-
ben, nach ihrem ſeligen Hintritt, auf ewig
wiederfaͤhret,

Und zwar wiederum auf dreyerley Art und Weiſe:

(1.)
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[28/0028] Die doppelte Gluͤckſeligkeit als ein maͤchtiger Vertheidiger mit ſeinem ſtarcken Arm ſehen. Er legte ſich gleichſam durch ſeine Macht und Staͤrcke/ wie ein Schild an Sie/ und offenbarete ſich Jhr nach ſeinem kraͤff- tigen Worte/ als ein maͤchtiger Helffer, Beſchuͤtzer und Vertheidiger. Denn wie ich Sie nach meinem Amtsfuͤh- renden Zuſpruche aus ſeinem kraͤfftigen Worte auffrichtete/ und kurtz vor ihrer Auffgabe Jhres Geiſtes fragte: Ob Sie ſich noch immer mit dem ſterbenden Jacob des HErrn Heyls getroͤſtete/ und auf diß wartete? War darauf Jhre letzte Ant- wort: Ach! Ja/ ja. Worauf Jhr auch alsbald obbemeldten Tages des Abends 3. Viertel auf 7. Uhr die Augen brachen/ und unter Prieſterl. Einſegnung/ Gebet und Geſang Jhre ausfah- rende theuer erloͤſete Seele/ gleich der Seelen des gerechten Laza- ri in den Schooß Abrahaͤ/ des Vaters aller Glaͤubigen und Ge- rechten/ durch den Beyſtand der H. Engel zu dem ewigen Licht befoͤrdert wurde. Nachdem Sie bereits mit ihm/ und dem gerechten David erfahren/ wie der HErr immer Jhr Schild, Pſ. 28. Jhre Sonne und Schild, Pſ. 84. Jhr Schirm und Schild, Pſ. 119. und endlich auch Jhr Helffer und Schild, Pſ. 33. auf den Sie eintzig und allein getrauet/ Pſ. 144. bis an das Ufer der ewig erlangten Gluͤckſeligkeit gewe- ſen und geblieben. Geneſ. 49. v. 18. Pſ. 28. v. 7. Pſ. 84. v. 10. Pſal. 119. v. 114. Pſ. 33. v. 20. Pſ. 144. v. 2. Nach dieſer betrachteten zeitlich erlangenden Gluͤckſe- ligkeit der Gerechten, wollen wir ferner ſehen/ wie ſie II. Jhnen auch in dem ewigen Freuden-Le- ben, nach ihrem ſeligen Hintritt, auf ewig wiederfaͤhret, Und zwar wiederum auf dreyerley Art und Weiſe: (1.)

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Zitationshilfe: Kleiner, Johann Georg: Die doppelte Glückseligkeit der Gerechten. Brieg, 1722, S. 28. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/358654/28>, abgerufen am 09.08.2022.