Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Schottel, Justus Georg: Grausame Beschreibung und Vorstellung Der Hölle Und der Höllischen Qwal . Wolfenbüttel, 1676.

Bild:
<< vorherige Seite

sich also verhalten und also leben/ wie es Got-
tes Ehr/ des Nechsten Nutz und das Gewissen
erfodert/ welches gleichfalls der HErr selbst
noch zweimahl mit dem Namen des seelig
seins
bezeichnet Matth. XXIV. v. 46. Und
Luc. XII. v. 43. da gesagt wird: Seelig ist der
Knecht/ wen sein Herr komt und findet ihn al-
so thun. David fänget seinen Psalter mit
Preisung einer solchen seeligen Lebens Art
an/ da er saget: Seelig ist/ oder wol dem/ der
nicht wandelt im Rahte der Gottlosen/ noch
trit auf den Weg der Sünder/ noch sitzet da die
Spötter sitzen. Der Psalter ist voll von solcher
seeligen Lebens Art auch bei der trubseelig-
sten Lebens Art/
vid. Psalm. XXXII. v. 2. it.
LXXXIV. v. 6. it. CVI. v. 3. it. CXIX. v. 1. 2.
it. CXXVIII. v.
1. Und gleich wie die jenige in
ihrer Lebens Art in GOttes Wort seelig ge-
priesen werden/ die geistlich arm sind/ die
Sanftmühtigen/ die da hungert und durstet
nach Gerechtigkeit/ die Barmhertzigen/ die
Friedfertigen/ die reines Hertzens sind/ welche
der HErr Christus selbst also nach einander er-
zehlet Matth. V. Also wird daselbst nicht weni-
ger gesagt/ daß auch seelig sein die jenige/ die
verfolget werden um Gerechtigkeit willen;
auch die verschmähet werden: Und wie Job.

sagt

ſich alſo verhalten und alſo leben/ wie es Got-
tes Ehr/ des Nechſten Nutz und das Gewiſſen
erfodert/ welches gleichfalls der HErꝛ ſelbſt
noch zweimahl mit dem Namen des ſeelig
ſeins
bezeichnet Matth. XXIV. v. 46. Und
Luc. XII. v. 43. da geſagt wird: Seelig iſt der
Knecht/ wen ſein Herꝛ komt und findet ihn al-
ſo thun. David faͤnget ſeinen Pſalter mit
Preiſung einer ſolchen ſeeligen Lebens Art
an/ da er ſaget: Seelig iſt/ oder wol dem/ der
nicht wandelt im Rahte der Gottloſen/ noch
trit auf den Weg der Suͤnder/ noch ſitzet da die
Spoͤtter ſitzen. Der Pſalter iſt voll von ſolcher
ſeeligen Lebens Art auch bei der trůbſeelig-
ſten Lebens Art/
vid. Pſalm. XXXII. v. 2. it.
LXXXIV. v. 6. it. CVI. v. 3. it. CXIX. v. 1. 2.
it. CXXVIII. v.
1. Und gleich wie die jenige in
ihrer Lebens Art in GOttes Wort ſeelig ge-
prieſen werden/ die geiſtlich arm ſind/ die
Sanftmuͤhtigen/ die da hungert und durſtet
nach Gerechtigkeit/ die Barmhertzigen/ die
Friedfertigen/ die reines Hertzens ſind/ welche
der HErꝛ Chriſtus ſelbſt alſo nach einander er-
zehlet Matth. V. Alſo wird daſelbſt nicht weni-
ger geſagt/ daß auch ſeelig ſein die jenige/ die
verfolget werden um Gerechtigkeit willen;
auch die verſchmaͤhet werden: Und wie Job.

ſagt
<TEI>
  <text>
    <front>
      <div type="dedication">
        <p><pb facs="#f0016"/>
&#x017F;ich al&#x017F;o verhalten und al&#x017F;o leben/ wie es Got-<lb/>
tes Ehr/ des Nech&#x017F;ten Nutz und das Gewi&#x017F;&#x017F;en<lb/>
erfodert/ welches gleichfalls der HEr&#xA75B; &#x017F;elb&#x017F;t<lb/>
noch zweimahl mit dem Namen des <hi rendition="#fr">&#x017F;eelig<lb/>
&#x017F;eins</hi> bezeichnet <hi rendition="#aq">Matth. <hi rendition="#g">XXIV.</hi> v.</hi> 46. Und<lb/><hi rendition="#aq">Luc. <hi rendition="#g">XII.</hi> v.</hi> 43. da ge&#x017F;agt wird: Seelig i&#x017F;t der<lb/>
Knecht/ wen &#x017F;ein Her&#xA75B; komt und findet ihn al-<lb/>
&#x017F;o thun. David fa&#x0364;nget &#x017F;einen P&#x017F;alter mit<lb/>
Prei&#x017F;ung einer &#x017F;olchen <hi rendition="#fr">&#x017F;eeligen Lebens Art</hi><lb/>
an/ da er &#x017F;aget: Seelig i&#x017F;t/ oder wol dem/ der<lb/>
nicht wandelt im Rahte der Gottlo&#x017F;en/ noch<lb/>
trit auf den Weg der Su&#x0364;nder/ noch &#x017F;itzet da die<lb/>
Spo&#x0364;tter &#x017F;itzen. Der P&#x017F;alter i&#x017F;t voll von &#x017F;olcher<lb/><hi rendition="#fr">&#x017F;eeligen Lebens Art</hi> auch bei der <hi rendition="#fr">tr&#x016F;b&#x017F;eelig-<lb/>
&#x017F;ten Lebens Art/</hi> <hi rendition="#aq">vid. P&#x017F;alm. XXXII. v. 2. it.<lb/>
LXXXIV. v. 6. it. CVI. v. 3. it. CXIX. v. 1. 2.<lb/>
it. CXXVIII. v.</hi> 1. Und gleich wie die jenige in<lb/>
ihrer <hi rendition="#fr">Lebens Art</hi> in GOttes Wort <hi rendition="#fr">&#x017F;eelig</hi> ge-<lb/>
prie&#x017F;en werden/ die gei&#x017F;tlich arm &#x017F;ind/ die<lb/>
Sanftmu&#x0364;htigen/ die da hungert und dur&#x017F;tet<lb/>
nach Gerechtigkeit/ die Barmhertzigen/ die<lb/>
Friedfertigen/ die reines Hertzens &#x017F;ind/ welche<lb/>
der HEr&#xA75B; Chri&#x017F;tus &#x017F;elb&#x017F;t al&#x017F;o nach einander er-<lb/>
zehlet <hi rendition="#aq">Matth. V.</hi> Al&#x017F;o wird da&#x017F;elb&#x017F;t nicht weni-<lb/>
ger ge&#x017F;agt/ daß auch <hi rendition="#fr">&#x017F;eelig</hi> &#x017F;ein die jenige/ die<lb/>
verfolget werden um Gerechtigkeit willen;<lb/>
auch die ver&#x017F;chma&#x0364;het werden: Und wie <hi rendition="#aq">Job.</hi><lb/>
<fw place="bottom" type="catch">&#x017F;agt</fw><lb/></p>
      </div>
    </front>
  </text>
</TEI>
[0016] ſich alſo verhalten und alſo leben/ wie es Got- tes Ehr/ des Nechſten Nutz und das Gewiſſen erfodert/ welches gleichfalls der HErꝛ ſelbſt noch zweimahl mit dem Namen des ſeelig ſeins bezeichnet Matth. XXIV. v. 46. Und Luc. XII. v. 43. da geſagt wird: Seelig iſt der Knecht/ wen ſein Herꝛ komt und findet ihn al- ſo thun. David faͤnget ſeinen Pſalter mit Preiſung einer ſolchen ſeeligen Lebens Art an/ da er ſaget: Seelig iſt/ oder wol dem/ der nicht wandelt im Rahte der Gottloſen/ noch trit auf den Weg der Suͤnder/ noch ſitzet da die Spoͤtter ſitzen. Der Pſalter iſt voll von ſolcher ſeeligen Lebens Art auch bei der trůbſeelig- ſten Lebens Art/ vid. Pſalm. XXXII. v. 2. it. LXXXIV. v. 6. it. CVI. v. 3. it. CXIX. v. 1. 2. it. CXXVIII. v. 1. Und gleich wie die jenige in ihrer Lebens Art in GOttes Wort ſeelig ge- prieſen werden/ die geiſtlich arm ſind/ die Sanftmuͤhtigen/ die da hungert und durſtet nach Gerechtigkeit/ die Barmhertzigen/ die Friedfertigen/ die reines Hertzens ſind/ welche der HErꝛ Chriſtus ſelbſt alſo nach einander er- zehlet Matth. V. Alſo wird daſelbſt nicht weni- ger geſagt/ daß auch ſeelig ſein die jenige/ die verfolget werden um Gerechtigkeit willen; auch die verſchmaͤhet werden: Und wie Job. ſagt

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/schottel_hoelle_1676
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/schottel_hoelle_1676/16
Zitationshilfe: Schottel, Justus Georg: Grausame Beschreibung und Vorstellung Der Hölle Und der Höllischen Qwal . Wolfenbüttel, 1676, S. . In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/schottel_hoelle_1676/16>, abgerufen am 13.12.2019.