Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

[Pestalozzi, Johann Heinrich]: Lienhard und Gertrud. Bd. 4. Frankfurt (Main) u. a., 1787.

Bild:
<< vorherige Seite

[Abbildung]
§. 1.
Anfangs Sonnenschein.

Wir sind um einen Schritt weiter -- mit die-
sem Wort endete ich. --

-- Ich fange wiederum an. --

Als er heim kam, fand er zwey Briefe auf
seinem Pult; der eine den er zuerst aufschnitt,
war von dem Grafen Bylifsky, und lautet also --
"Lieber! der Herzog ist entzückt über alles was
du machst. Er hat mir deinen letzten Brief, den
er nicht genug lesen konnte, noch izt nicht wieder
zurückgegeben; und will dich, wie du unter den
Kindern von Bonnal im Pfarrhausgarten am Bo-
den sitzest, von unsern Menzow abmahlen lassen;
und sagte, das Gemählde müsse in das kleine
Zimmer, das er seinen Winkel heißt, in welchem
noch kein einziges Portrait ist, als das einige,

A

[Abbildung]
§. 1.
Anfangs Sonnenſchein.

Wir ſind um einen Schritt weiter — mit die-
ſem Wort endete ich. —

— Ich fange wiederum an. —

Als er heim kam, fand er zwey Briefe auf
ſeinem Pult; der eine den er zuerſt aufſchnitt,
war von dem Grafen Bylifsky, und lautet alſo —
„Lieber! der Herzog iſt entzuͤckt uͤber alles was
du machſt. Er hat mir deinen letzten Brief, den
er nicht genug leſen konnte, noch izt nicht wieder
zuruͤckgegeben; und will dich, wie du unter den
Kindern von Bonnal im Pfarrhausgarten am Bo-
den ſitzeſt, von unſern Menzow abmahlen laſſen;
und ſagte, das Gemaͤhlde muͤſſe in das kleine
Zimmer, das er ſeinen Winkel heißt, in welchem
noch kein einziges Portrait iſt, als das einige,

A
<TEI>
  <text>
    <body>
      <pb facs="#f0019" n="[1]"/>
      <figure/><lb/>
      <div n="1">
        <head> <hi rendition="#b">§. 1.<lb/>
Anfangs Sonnen&#x017F;chein.</hi> </head><lb/>
        <p><hi rendition="#in">W</hi>ir &#x017F;ind um einen Schritt weiter &#x2014; mit die-<lb/>
&#x017F;em Wort endete ich. &#x2014;</p><lb/>
        <p>&#x2014; Ich fange wiederum an. &#x2014;</p><lb/>
        <p>Als er heim kam, fand er zwey Briefe auf<lb/>
&#x017F;einem Pult; der eine den er zuer&#x017F;t auf&#x017F;chnitt,<lb/>
war von dem Grafen Bylifsky, und lautet al&#x017F;o &#x2014;<lb/>
&#x201E;Lieber! der Herzog i&#x017F;t entzu&#x0364;ckt u&#x0364;ber alles was<lb/>
du mach&#x017F;t. Er hat mir deinen letzten Brief, den<lb/>
er nicht genug le&#x017F;en konnte, noch izt nicht wieder<lb/>
zuru&#x0364;ckgegeben; und will dich, wie du unter den<lb/>
Kindern von Bonnal im Pfarrhausgarten am Bo-<lb/>
den &#x017F;itze&#x017F;t, von un&#x017F;ern Menzow abmahlen la&#x017F;&#x017F;en;<lb/>
und &#x017F;agte, das Gema&#x0364;hlde mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;e in das kleine<lb/>
Zimmer, das er &#x017F;einen Winkel heißt, in welchem<lb/>
noch kein einziges Portrait i&#x017F;t, als das einige,<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">A</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[1]/0019] [Abbildung] §. 1. Anfangs Sonnenſchein. Wir ſind um einen Schritt weiter — mit die- ſem Wort endete ich. — — Ich fange wiederum an. — Als er heim kam, fand er zwey Briefe auf ſeinem Pult; der eine den er zuerſt aufſchnitt, war von dem Grafen Bylifsky, und lautet alſo — „Lieber! der Herzog iſt entzuͤckt uͤber alles was du machſt. Er hat mir deinen letzten Brief, den er nicht genug leſen konnte, noch izt nicht wieder zuruͤckgegeben; und will dich, wie du unter den Kindern von Bonnal im Pfarrhausgarten am Bo- den ſitzeſt, von unſern Menzow abmahlen laſſen; und ſagte, das Gemaͤhlde muͤſſe in das kleine Zimmer, das er ſeinen Winkel heißt, in welchem noch kein einziges Portrait iſt, als das einige, A

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/pestalozzi_lienhard04_1787
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/pestalozzi_lienhard04_1787/19
Zitationshilfe: [Pestalozzi, Johann Heinrich]: Lienhard und Gertrud. Bd. 4. Frankfurt (Main) u. a., 1787, S. [1]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/pestalozzi_lienhard04_1787/19>, abgerufen am 14.05.2021.