Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Nyland, Petrus: Desz Schauplatzes Irdischer Geschöpffe. Bd. 4. Osnabrück, 1687.

Bild:
<< vorherige Seite

federn welche inwendig grün/ außwendig aber schwärtzlich/ und an der Brust roth sind/ der Bauch ist Silberfarb/ die Seiten und oberste an dem Kopff/ wie auch Kinnbacken gläntzen als Gold: Dergleichen findet man aber nicht viel/ und sind zu Rom mächtig rar und ungemein; leben vom Schaum/ und andren Sachen/ so die See außwirfft/ essen kein Fleisch. Dem Mugil oder Großkopff sind sie am Geschmack sehr ähnlich. Es gibt noch mehr Gattung dieser Fische/ so wir aber mit Stillschweigen vorüber gehen: Doch haben sie alle dieses mit dem Meer-Schwalben gemein/ daß sie seltzame kurtze

[Abbildung]

Schwärme und Flüge am Strande deß Meers dahermachen/ schiessen auß der See und wieder hinein: Im Sonnenschein geben ihre Flügel und Leib einen schimmernden Glantz und Strahlen von sich/ welche einiger massen wie güldene Strahlen anzusehen/ welches von ferne sehr lustig und anmuthig scheinet.

Auch ist wundersam/ mit was vor ungemeiner Behendigkeit sie sich: Wann sie Unrath vernehmen/ und von den Fischen verfolget werden) auß der See ein groß stück Weges in die hohe

federn welche inwendig grün/ außwendig aber schwärtzlich/ und an der Brust roth sind/ der Bauch ist Silberfarb/ die Seiten und oberste an dem Kopff/ wie auch Kinnbacken gläntzen als Gold: Dergleichen findet man aber nicht viel/ und sind zu Rom mächtig rar und ungemein; leben vom Schaum/ und andren Sachen/ so die See außwirfft/ essen kein Fleisch. Dem Mugil oder Großkopff sind sie am Geschmack sehr ähnlich. Es gibt noch mehr Gattung dieser Fische/ so wir aber mit Stillschweigen vorüber gehen: Doch haben sie alle dieses mit dem Meer-Schwalben gemein/ daß sie seltzame kurtze

[Abbildung]

Schwärme und Flüge am Strande deß Meers dahermachen/ schiessen auß der See und wieder hinein: Im Sonnenschein geben ihre Flügel und Leib einen schimmernden Glantz und Strahlen von sich/ welche einiger massen wie güldene Strahlen anzusehen/ welches von ferne sehr lustig und anmuthig scheinet.

Auch ist wundersam/ mit was vor ungemeiner Behendigkeit sie sich: Wann sie Unrath vernehmen/ und von den Fischen verfolget werden) auß der See ein groß stück Weges in die hohe

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <p><pb facs="#f0012" n="244"/>
federn welche inwendig grün/ außwendig aber schwärtzlich/ und an                      der Brust roth sind/ der Bauch ist Silberfarb/ die Seiten und oberste an dem                      Kopff/ wie auch Kinnbacken gläntzen als Gold: Dergleichen findet man aber nicht                      viel/ und sind zu Rom mächtig rar und ungemein; leben vom Schaum/ und andren                      Sachen/ so die See außwirfft/ essen kein Fleisch. Dem Mugil oder Großkopff                      sind sie am Geschmack sehr ähnlich. Es gibt noch mehr Gattung dieser Fische/ so                      wir aber mit Stillschweigen vorüber gehen: Doch haben sie alle dieses mit dem                      Meer-Schwalben gemein/ daß sie seltzame kurtze</p>
        <figure/>
        <p>Schwärme und Flüge am Strande deß Meers dahermachen/ schiessen auß der See und                      wieder hinein: Im Sonnenschein geben ihre Flügel und Leib einen schimmernden                      Glantz und Strahlen von sich/ welche einiger massen wie güldene Strahlen                      anzusehen/ welches von ferne sehr lustig und anmuthig scheinet.</p>
        <p>Auch ist wundersam/ mit was vor ungemeiner Behendigkeit sie sich: Wann sie                      Unrath vernehmen/ und von den Fischen verfolget werden) auß der See ein groß                      stück Weges in die hohe
</p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[244/0012] federn welche inwendig grün/ außwendig aber schwärtzlich/ und an der Brust roth sind/ der Bauch ist Silberfarb/ die Seiten und oberste an dem Kopff/ wie auch Kinnbacken gläntzen als Gold: Dergleichen findet man aber nicht viel/ und sind zu Rom mächtig rar und ungemein; leben vom Schaum/ und andren Sachen/ so die See außwirfft/ essen kein Fleisch. Dem Mugil oder Großkopff sind sie am Geschmack sehr ähnlich. Es gibt noch mehr Gattung dieser Fische/ so wir aber mit Stillschweigen vorüber gehen: Doch haben sie alle dieses mit dem Meer-Schwalben gemein/ daß sie seltzame kurtze [Abbildung] Schwärme und Flüge am Strande deß Meers dahermachen/ schiessen auß der See und wieder hinein: Im Sonnenschein geben ihre Flügel und Leib einen schimmernden Glantz und Strahlen von sich/ welche einiger massen wie güldene Strahlen anzusehen/ welches von ferne sehr lustig und anmuthig scheinet. Auch ist wundersam/ mit was vor ungemeiner Behendigkeit sie sich: Wann sie Unrath vernehmen/ und von den Fischen verfolget werden) auß der See ein groß stück Weges in die hohe

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Theatrum-Literatur der Frühen Neuzeit: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in XML/TEI. (2013-11-26T12:54:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme entsprechen muss.
Wolfenbütteler Digitale Bibliothek: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-11-26T12:54:31Z)
Arne Binder: Konvertierung nach XML gemäß DTA-Basisformat, Tagging der Titelblätter, Korrekturen der Transkription. (2013-11-26T12:54:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Langes s (ſ) wird als rundes s (s) wiedergegeben.
  • Rundes r (ꝛ) wird als normales r (r) wiedergegeben bzw. in der Kombination ꝛc. als et (etc.) aufgelöst.
  • Die Majuskel J im Frakturdruck wird in der Transkription je nach Lautwert als I bzw. J wiedergegeben.
  • Übergeschriebenes „e“ über „a“, „o“ und „u“ wird als „ä“, „ö“, „ü“ transkribiert.
  • Ligaturen werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Zeilengrenzen hinweg werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Seitengrenzen hinweg werden beibehalten.
  • Kolumnentitel, Bogensignaturen und Kustoden werden nicht erfasst.
  • Griechische Schrift wird nicht transkribiert, sondern im XML mit <foreign xml:lang="el"><gap reason="fm"/></foreign> vermerkt.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/nylandt_schauplatz04_1678
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/nylandt_schauplatz04_1678/12
Zitationshilfe: Nyland, Petrus: Desz Schauplatzes Irdischer Geschöpffe. Bd. 4. Osnabrück, 1687, S. 244. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nylandt_schauplatz04_1678/12>, abgerufen am 20.04.2024.