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Badener Zeitung. Nr. 70, Baden (Niederösterreich), 30.08.1916.

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Mittwoch Badener Zeitung. 30. August 1916. Nr. 70

[Spaltenumbruch]

Samstag, den 26. gelangte die Operette
"Tausend und eine Nacht" zur Wieder-
holung.

Sonntag, den 27. d. ging nachmittags das
Singspiel "Das Dreimäderlhaus" zum
23. Male in Szene, abends folgte bei gleichfalls
ausverkauftem Hause eine Aufführung der popu-
lären Operette Leo Falls "Der fidele Bauer", die
durch ihre Flottheit und das buntbewegte ßenische
Bild des ersten Aktes an die besten Zeiten
dieses Werkes erinnerte. Margit Suchy sang und
spielte die Annamirl, eine Partie, die sie in den
Tagen ihres Badener Engagements mit Erfolg
übernommen hatte, in ihrer liebenswürdigen Art,
welche unserem Publikum so überaus sympathisch ist
und der gefeierten Sängerin Stürme von Beifall
einträgt.

Als Mathäus Scheichelroither gastierte Herr
Willy Schwab, der dem Zipfelhaubenbauer seinen
besten Leistungen zuzählen darf und diese Figur für
Baden geprägt hat.

Außer ihm sind uns noch Herr Klitsch, des-
sen Lindoberer auch diesmal wahre Lachstürme
hervorrief und Herr Mahr in der Episode des
Raudaschl aus der Erstbesetzung erhalten geblieben,
da auch Frl. Haßmann die rote Liese an Frl.
Voll abgeben mußte. Leider nicht zum besonderen
Vorteile der Heinerle-Szene. Die übrigen Rollen
lagen in den Händen der Herren Böhm (Stefan),
Robert (Vinzenz) und Sunko (Zopf). Das Pu-
blikum unterhielt sich augenscheinlich großartig, be-
dachte die Träger der Hauptpartien mit reichlichem
Applaus und verlangte die beiden Bauernterzette
(Suchy-Schwab-Klitsch) zur Wiederholung.

Montag, den 28. gelangte das Singspiel
"Wie einst im Mai" mit Frl. Margit Suchy
zur Wiederholung.




Spielplan der Arena:

Mittwoch den 30. August: "Die schöne
Helena",
Abschieds-Gastspiel des Fräuleins Margit
Suchy vom Theater a. d. Wien.

Donnerstag den 31. August: "Die Czardas-
fürstin",
Operette in 3 Akten von E. Kalmann.

Freitag den 1. September: "Sturmidyll",
Lustspiel in drei Akten von Fritz Grünbaum und
Wilhelm Sterk.

Samstag den 2. September: "Eva", Operette
in 3 Akten von Franz Lehar.

Sonntag den 3. September nachmittags 4 Uhr:
"Das Dreimäderlhaus", Singspiel in drei
Akten von Franz Schubert; abends 71/2 Uhr: "Die
goldene Tochter",
(Erstaufführung.) Operette
in drei Akten von Oskar Friedmann und Ludwig
Herzer. Musik von Max Milian.




Authentische Nachrichten
des k. k. Karrespondenzbüros.

Amtlich wird verlautbart:

Balkankriegsschauplatz: Alle serb. Stellungen auf
der Malka Nidze-Planina sind genommen, der Angriff ist
im Fortschreiten. Mehrfach ist der zum Gegenstoß an-
gesetzte Feind am Dzemaat Jeri und im Moglena-
gebiet blutig zurückgeschlagen. Zwischen dem But-
kova- und Tahinos-See sind französische Kräfte
über die Struma geworfen, weiter östlich ist der
Kamm der Smijnica-Planina gewonnen.

Das erste Handels-
Unterseeboot "Deutschland" hat heute nachmittags
vor der Wesermündung geankert. An Bord alles wohl.

Amtlich wird verlautbart:

Russischer Kriegsschauplatz. Westlich von Mol-
dawa erstürmten deutsche Truppen eine weitere
Infanteriestellung der Russen, wobei sie 200 Mann
und zwei Maschinengewehre einbrachten. Bei Zabie
wurden russische Vorstöße abgeschlagen. Im Gebiete
des Kukul stehendes Gefecht.

Italienischer Kriegsschauplatz: An der küsten-
ländischen Front unterhielt die feindliche Artillerie
gegen einzelne Räume zeitweise ein lebhafteres
Feuer. Die italienischen Flieger entfalteten rege
Tätigkeit. Bei Wochein-Feistritz fiel ein Doppel-
decker in unsere Hände.

Südlicher Krigsschauplatz: Im Raume von
Valona entwickelt der Feind erhöhte Tätigkeit.
Eines unserer Kampfflugzeuge schoß im Kampf mit
vier Farman-Doppeldeckern zwei ab.

Das Wolffsche Bureau meldet:

Westlicher Kriegsschauplatz: Zwischen Thiepval
und Pozieres wurden die englischen Angriffe ver-
geblich wiederholt. Nördlich von Ovillers fanden
[Spaltenumbruch] während der Nacht Nahkämpfe statt. Oestlich des
Foureauxwaldes, sowie bei Maurepas mißlangen
feindliche Handgranaten-Unternehmungen. Die
Artillerien entwickeln fortgesetzt große Tätigkeit.

Oestlicher Kriegsschauplatz: Beiderseits des
Czarny Czeremosz hatten die russischen Wieder-
eroberungsversuche keinerlei Erfolg.

Balkankriegsschauplatz: Die Säuberung des
Höhengeländes westlich des Ostrovosees hat gute
Fortschritte gemacht. Wiederholte serbische Vorstöße
im Moglenagebiet sind abgewiesen.

Amtlich wird verlautbart:

Russischer Kriegsschauplatz. Außer einigen
kleinen erfolgreichen Vorfeld-Unternehmungen weder
bei den Streitkrästen des Generals der Kavallerie
Erzherzog Karl, noch bei der Front des General-
feldmarschalls v. Hindenburg Ereignisse von Belang.

Italienischer Kriegsschauplatz: Nach heftiger
Beschießnng des Kammes der Fassaner Alpen und
unserer Höhenstellungen beiderseits des Travignolo-
tales setzten die Italiener gegen die Front Colto-
rondo-Cima di Cece mehrere Angriffe an, die ab-
geschlagen wurden.

August. Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Nördlich der Som-
me sind gestern abends und nachts neue Anstren-
gungen unserer Gegner zum Scheitern gebracht worden.
Die Angriffe der Engländer richteten sich wieder
gegen den vorspringenden Bogen zwischen Thiepval
und Pozieres sowie gegen unsere Stellungen um
Guillemont. Bei und besonders südlich von Maure-
pas wurden starke französische Kräfte nach teil-
weise ernstem Kampf zurückgeschlagen. Rechts der
Maas nahm der Artilleriekampf an Heftigkeit be-
deutend zu. Mehrfache französische Angriffe südlich
des Werkes Thiaumont sind zusammengebrochen.
Zwei feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.

Balkankriegsschauplatz: Auf den Höhen nord-
westlich des Ostrovosees setzen die Serben dem
bulgarischen Angriff noch Widerstand entgegen.
Ihre Angriffe gegen den Dzemaat Jeri sind ge-
scheitert.

Amtlich wird verlautbart:

Russischer Kriegsschauplatz. Heeresfront des
G. d. K. Erzherzog Karl. Westlich von Moldawa
und im Bereich des Tartarenpasses wurden mehr-
fache russische Angriffe zum Teil im Handgemenge
unter großen V[e]rlusten für den Feind abgewiesen.

Italienischer Kriegsschauplatz: Gestern Abend
hielt der Feind unsre Stellungen südlich der Wipp-
ach bis Nowa Vas unter lebhaftem Geschützfeuer.
Gleichzeitig gingen zahlreiche Aufklärungsabteilun-
gen gegen dieses Frontstück vor. Sie wurden abge-
wiesen.

Amtlich wird verlautbart:

Östlicher Kriegsschauplatz: Front des General-
feldmarschalls v. Hindenburg. Der Gegenangriff
zur Wiedernahme der am 21. d. bei Zwyzyn ver-
lorenen Gräben hatte Erfolg. Es wurden 561 Ge-
fangene eingebracht.

Amtlich wird verlautbart:

Die Offensive unseres rechten Flügels dauert
fort. In der Gegend des Moglenicagebirges unter-
nahmen beträchtliche serbische Streitkräfte 18 An-
griffe nacheinander auf unsere vorgeschobenen Stel-
lungen im Abschnitt Kukuruz-Kowil; alle diese An-
griffe wurden jedoch abgeschlagen, worauf sich die
Serben in ihre ursprünglichen Stellungen zurück-
zogen; ihre Verluste sind ungeheuer. Unser linker
Flügel rückt gegen das Gestade des Aegäischen
Meeres vor. In seinem Vormarsch stößt er nur
auf schwache englische Kavallerieabteilungen, die sich
überstürzt gegen den Golf von Orsono zurückziehen,
von unseren Truppen verfolgt. Am 23. d. eroberten
wir den Kamm des Prnargebirges, das Dorf Zdra-
vic, Kote 750, den Berg Biglo, das Dorf Dra-
novo, die Höhen nördlich von Kavalla und die
ganze Ebene von Sarischaban.

Amtlich wird verlautbart:

Italienischer Kriegsschauplatz: Im Plöcken-
abschnitt wurden Annäherungsversuche der Italiener
abgewiesen. An der Front südlich des Fleimstales
scheiterten wiederholte Angriffe mehrerer Bataillone
gegen den Kauriol, ebenso wie alle Vorstöße
schwächerer feindlicher Abteilungen gegen unsere
Kammstellungen im Gebiete der Cima die Cece.
Bei Lusern schoß Leutnant Freiherr von Siedler
einen Caproni ab.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Bei andauernd
heftigen Artilleriekämpfen nördlich der Somme sind
[Spaltenumbruch] abends im Abschnitt Thiepval-Foureauxwald und
bei Maurepas feindliche Infanterie-Angriffe erfolgt.
Sie sind abgewiesen. 5 feindliche Flugzeuge wurden
abgeschossen.

Oestlicher Kriegsschauplatz: Es sind einzelne
schwächere feindliche Angriffe erfolgt und leicht ab-
gewiesen.

Balkankriegsschauplatz: Nordwestlich des Ostro-
vo-Sees wurden im Angriff auf die Ceganska-Planina
Fortschritte gemacht, an der Moglena-Front feind-
liche Vorstöße abgewiesen.

Amtlich wird verlautbart:
Der rechte Flügel setzt seinen Vormarsch fort. Die
Kolonne, die im Süden vom Ochridasee vorgeht,
hat das am Ufer des gleichnamigen Sees gelegene
Dorf Malik erreicht. Der linke Flügel brach aus
dem Parnar Dagh hervor und besetzte das ägäische
Küstengebiet. Alle englischen Truppen zogen sich
gegen Orfano und Tschagao zurück. Wir haben vor
Tschagao und Orfano die Linie der Dörfer Lakovica,
Dedebali, Arsakli und Menteschli besetzt.

Amtlich wird verlautbart:

Italienischer Kriegsschauplatz: Neuerliche An-
griffe auf den Cauriol wurden unter empfindlichen
Verlusten der Italiener abgeschlagen. Das gleiche
Schicksal hatten auch alle übrigen Vorstöße des
Feindes gegen die Front der Fassaner Alpen.

Oestlicher Kriegsschauplatz. An der Düna-
front wurden wiederholte Versuche der Russen, öst-
lich Friedrichstadt bei Lennewaden mit Booten über
den Fluß zu setzen, vereitelt. Südöstlich Kisielin
stießen kleine deutsche Abteilungen bis in die dritte
feindliche Linie vor und kehrten nach Zerstörung
der Gräben mit 128 Gefangenen und 3 Maschinen-
gewehren planmäßig in die eigenen Stellungen zurück.

Balkan-Kriegsschauplatz: Auf dem östlichen
Strumaufer vorgehende bulgarische Kräfte nähern
sich der Mündung des Flusses. An der Moglena-
front schlugen serbische Angriffe gegen die bulgari-
schen Stellungen am Büjützdere fehl.

Amtlich wird verlautbart:

Westlicher Kriegsschauplatz: Nördlich der Somme
wiederholten die Engländer nach starker Artillerie-
Vorbereitung ihre Angriffe südlich von Thiepval
und nordwestlich von Pozieres, sie sind abgewiesen
worden, teilweise nach erbitterten Nahkämpfen. 60
Gefangene wurden gemacht. Ebenso blieben Vor-
stöße nördlich von Bazentin-le-Petit und Hand-
granatenkämpfe am Foureauxwalde für den Feind
ohne Erfolg. Im Abschnitt Maurepas-Cleri führten
die Franzosen nach heftigem Artilleriefeuer starke
Kräfte zu vergeblichem Angriff vor. Südlich der
Somme sind Handgranatenangriffe westlich von
Vermandovillers abgeschlagen worden. Abends
gegen Z.-W. Thiaumont und bei Fleury angesetzte
Angriffe brachen in unserem Feuer zusammen. 4
feindliche Flugzeuge fielen in unsere Hand.

Die kgl. italienische Regierung hat durch Ver-
mittlung der schweizerischen Regierung der kaiser-
lichen Regierung mitteilen lassen, daß sie sich vom
28. d. an als mit Deutschland im Kriegszustande
befindlich betrachtet.

Amtlich wird verlautbart:

Gestern nachts ist der königlich rumänische Ge-
sandte im Ministerium des Aeußern erschienen, um
eine Note zu übergeben, derzufolge sich Rumänien
ab 27. August, 9 Uhr abends als im Kriegszu-
stande mit Oesterreich-Ungarn befindlich betrachtet.

Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz: Heeresfront des
Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Am
Rotenturmpaß und in den Pässen südwestlich und
südlich von Brasso sind heute früh beiderseits Vor-
truppen ins Gefecht getreten und die ersten rumä-
nischen Gefangenen eingebracht worden. In den
Karpathen wiesen wir nordwestlich des Kukulberges
einen starken russischen Angriff unter schweren
Feindverlusten ab. Auch nördlich von Mariampol
endete ein gestern abend angesetzter Vorstoß für die
Russen mit einem vollen Mißerfolg und blieben
viele Gefangene in unserer Hand.

Heeresfront des Generalfeldmarschalls v. Hinden-
burg. Die Armee des Generalobersten v. Terszty-
anszky vereitelte russische Angriffsversuche.

Italienischer Kriegsschauplatz: Am Cauriol
wurde wieder heftig gekämpft. Nachdem ein Angriff
des Feindes in unserem Geschützfeuer gescheitert
war, gelang es abends einer italienischer Abteilung
mit starker Artillerieunterstützung in unsere Gipfel-
stellung einzudringen. Heute früh warf ein Gegen-
angriff den Feind wieder hinaus.


Mittwoch Badener Zeitung. 30. August 1916. Nr. 70

[Spaltenumbruch]

Samstag, den 26. gelangte die Operette
„Tauſend und eine Nacht“ zur Wieder-
holung.

Sonntag, den 27. d. ging nachmittags das
Singſpiel „Das Dreimäderlhaus“ zum
23. Male in Szene, abends folgte bei gleichfalls
ausverkauftem Hauſe eine Aufführung der popu-
lären Operette Leo Falls „Der fidele Bauer“, die
durch ihre Flottheit und das buntbewegte ſzeniſche
Bild des erſten Aktes an die beſten Zeiten
dieſes Werkes erinnerte. Margit Suchy ſang und
ſpielte die Annamirl, eine Partie, die ſie in den
Tagen ihres Badener Engagements mit Erfolg
übernommen hatte, in ihrer liebenswürdigen Art,
welche unſerem Publikum ſo überaus ſympathiſch iſt
und der gefeierten Sängerin Stürme von Beifall
einträgt.

Als Mathäus Scheichelroither gaſtierte Herr
Willy Schwab, der dem Zipfelhaubenbauer ſeinen
beſten Leiſtungen zuzählen darf und dieſe Figur für
Baden geprägt hat.

Außer ihm ſind uns noch Herr Klitſch, deſ-
ſen Lindoberer auch diesmal wahre Lachſtürme
hervorrief und Herr Mahr in der Epiſode des
Raudaſchl aus der Erſtbeſetzung erhalten geblieben,
da auch Frl. Haßmann die rote Lieſe an Frl.
Voll abgeben mußte. Leider nicht zum beſonderen
Vorteile der Heinerle-Szene. Die übrigen Rollen
lagen in den Händen der Herren Böhm (Stefan),
Robert (Vinzenz) und Sunko (Zopf). Das Pu-
blikum unterhielt ſich augenſcheinlich großartig, be-
dachte die Träger der Hauptpartien mit reichlichem
Applaus und verlangte die beiden Bauernterzette
(Suchy-Schwab-Klitſch) zur Wiederholung.

Montag, den 28. gelangte das Singſpiel
„Wie einſt im Mai“ mit Frl. Margit Suchy
zur Wiederholung.




Spielplan der Arena:

Mittwoch den 30. Auguſt: „Die ſchöne
Helena“,
Abſchieds-Gaſtſpiel des Fräuleins Margit
Suchy vom Theater a. d. Wien.

Donnerstag den 31. Auguſt: „Die Czárdás-
fürſtin“,
Operette in 3 Akten von E. Kalmann.

Freitag den 1. September: „Sturmidyll“,
Luſtſpiel in drei Akten von Fritz Grünbaum und
Wilhelm Sterk.

Samstag den 2. September: „Eva“, Operette
in 3 Akten von Franz Lehar.

Sonntag den 3. September nachmittags 4 Uhr:
„Das Dreimäderlhaus“, Singſpiel in drei
Akten von Franz Schubert; abends 7½ Uhr: „Die
goldene Tochter“,
(Erſtaufführung.) Operette
in drei Akten von Oskar Friedmann und Ludwig
Herzer. Muſik von Max Milian.




Authentiſche Nachrichten
des k. k. Karreſpondenzbüros.

Amtlich wird verlautbart:

Balkankriegsſchauplatz: Alle ſerb. Stellungen auf
der Malka Nidze-Planina ſind genommen, der Angriff iſt
im Fortſchreiten. Mehrfach iſt der zum Gegenſtoß an-
geſetzte Feind am Dzemaat Jeri und im Moglena-
gebiet blutig zurückgeſchlagen. Zwiſchen dem But-
kova- und Tahinos-See ſind franzöſiſche Kräfte
über die Struma geworfen, weiter öſtlich iſt der
Kamm der Smijnica-Planina gewonnen.

Das erſte Handels-
Unterſeeboot „Deutſchland“ hat heute nachmittags
vor der Weſermündung geankert. An Bord alles wohl.

Amtlich wird verlautbart:

Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz. Weſtlich von Mol-
dawa erſtürmten deutſche Truppen eine weitere
Infanterieſtellung der Ruſſen, wobei ſie 200 Mann
und zwei Maſchinengewehre einbrachten. Bei Zabie
wurden ruſſiſche Vorſtöße abgeſchlagen. Im Gebiete
des Kukul ſtehendes Gefecht.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: An der küſten-
ländiſchen Front unterhielt die feindliche Artillerie
gegen einzelne Räume zeitweiſe ein lebhafteres
Feuer. Die italieniſchen Flieger entfalteten rege
Tätigkeit. Bei Wochein-Feiſtritz fiel ein Doppel-
decker in unſere Hände.

Südlicher Krigsſchauplatz: Im Raume von
Valona entwickelt der Feind erhöhte Tätigkeit.
Eines unſerer Kampfflugzeuge ſchoß im Kampf mit
vier Farman-Doppeldeckern zwei ab.

Das Wolffſche Bureau meldet:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Zwiſchen Thiepval
und Pozieres wurden die engliſchen Angriffe ver-
geblich wiederholt. Nördlich von Ovillers fanden
[Spaltenumbruch] während der Nacht Nahkämpfe ſtatt. Oeſtlich des
Foureauxwaldes, ſowie bei Maurepas mißlangen
feindliche Handgranaten-Unternehmungen. Die
Artillerien entwickeln fortgeſetzt große Tätigkeit.

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Beiderſeits des
Czarny Czeremosz hatten die ruſſiſchen Wieder-
eroberungsverſuche keinerlei Erfolg.

Balkankriegsſchauplatz: Die Säuberung des
Höhengeländes weſtlich des Oſtrovoſees hat gute
Fortſchritte gemacht. Wiederholte ſerbiſche Vorſtöße
im Moglenagebiet ſind abgewieſen.

Amtlich wird verlautbart:

Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz. Außer einigen
kleinen erfolgreichen Vorfeld-Unternehmungen weder
bei den Streitkräſten des Generals der Kavallerie
Erzherzog Karl, noch bei der Front des General-
feldmarſchalls v. Hindenburg Ereigniſſe von Belang.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Nach heftiger
Beſchießnng des Kammes der Faſſaner Alpen und
unſerer Höhenſtellungen beiderſeits des Travignolo-
tales ſetzten die Italiener gegen die Front Colto-
rondo-Cima di Cece mehrere Angriffe an, die ab-
geſchlagen wurden.

Auguſt. Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Nördlich der Som-
me ſind geſtern abends und nachts neue Anſtren-
gungen unſerer Gegner zum Scheitern gebracht worden.
Die Angriffe der Engländer richteten ſich wieder
gegen den vorſpringenden Bogen zwiſchen Thiepval
und Pozieres ſowie gegen unſere Stellungen um
Guillemont. Bei und beſonders ſüdlich von Maure-
pas wurden ſtarke franzöſiſche Kräfte nach teil-
weiſe ernſtem Kampf zurückgeſchlagen. Rechts der
Maas nahm der Artilleriekampf an Heftigkeit be-
deutend zu. Mehrfache franzöſiſche Angriffe ſüdlich
des Werkes Thiaumont ſind zuſammengebrochen.
Zwei feindliche Flugzeuge wurden abgeſchoſſen.

Balkankriegsſchauplatz: Auf den Höhen nord-
weſtlich des Oſtrovoſees ſetzen die Serben dem
bulgariſchen Angriff noch Widerſtand entgegen.
Ihre Angriffe gegen den Dzemaat Jeri ſind ge-
ſcheitert.

Amtlich wird verlautbart:

Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz. Heeresfront des
G. d. K. Erzherzog Karl. Weſtlich von Moldawa
und im Bereich des Tartarenpaſſes wurden mehr-
fache ruſſiſche Angriffe zum Teil im Handgemenge
unter großen V[e]rluſten für den Feind abgewieſen.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Geſtern Abend
hielt der Feind unſre Stellungen ſüdlich der Wipp-
ach bis Nowa Vas unter lebhaftem Geſchützfeuer.
Gleichzeitig gingen zahlreiche Aufklärungsabteilun-
gen gegen dieſes Frontſtück vor. Sie wurden abge-
wieſen.

Amtlich wird verlautbart:

Öſtlicher Kriegsſchauplatz: Front des General-
feldmarſchalls v. Hindenburg. Der Gegenangriff
zur Wiedernahme der am 21. d. bei Zwyzyn ver-
lorenen Gräben hatte Erfolg. Es wurden 561 Ge-
fangene eingebracht.

Amtlich wird verlautbart:

Die Offenſive unſeres rechten Flügels dauert
fort. In der Gegend des Moglenicagebirges unter-
nahmen beträchtliche ſerbiſche Streitkräfte 18 An-
griffe nacheinander auf unſere vorgeſchobenen Stel-
lungen im Abſchnitt Kukuruz-Kowil; alle dieſe An-
griffe wurden jedoch abgeſchlagen, worauf ſich die
Serben in ihre urſprünglichen Stellungen zurück-
zogen; ihre Verluſte ſind ungeheuer. Unſer linker
Flügel rückt gegen das Geſtade des Aegäiſchen
Meeres vor. In ſeinem Vormarſch ſtößt er nur
auf ſchwache engliſche Kavallerieabteilungen, die ſich
überſtürzt gegen den Golf von Orſono zurückziehen,
von unſeren Truppen verfolgt. Am 23. d. eroberten
wir den Kamm des Prnargebirges, das Dorf Zdra-
vic, Kote 750, den Berg Biglo, das Dorf Dra-
novo, die Höhen nördlich von Kavalla und die
ganze Ebene von Sariſchaban.

Amtlich wird verlautbart:

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Im Plöcken-
abſchnitt wurden Annäherungsverſuche der Italiener
abgewieſen. An der Front ſüdlich des Fleimstales
ſcheiterten wiederholte Angriffe mehrerer Bataillone
gegen den Kauriol, ebenſo wie alle Vorſtöße
ſchwächerer feindlicher Abteilungen gegen unſere
Kammſtellungen im Gebiete der Cima die Cece.
Bei Luſern ſchoß Leutnant Freiherr von Siedler
einen Caproni ab.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Bei andauernd
heftigen Artilleriekämpfen nördlich der Somme ſind
[Spaltenumbruch] abends im Abſchnitt Thiepval-Foureauxwald und
bei Maurepas feindliche Infanterie-Angriffe erfolgt.
Sie ſind abgewieſen. 5 feindliche Flugzeuge wurden
abgeſchoſſen.

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Es ſind einzelne
ſchwächere feindliche Angriffe erfolgt und leicht ab-
gewieſen.

Balkankriegsſchauplatz: Nordweſtlich des Oſtro-
vo-Sees wurden im Angriff auf die Ceganska-Planina
Fortſchritte gemacht, an der Moglena-Front feind-
liche Vorſtöße abgewieſen.

Amtlich wird verlautbart:
Der rechte Flügel ſetzt ſeinen Vormarſch fort. Die
Kolonne, die im Süden vom Ochridaſee vorgeht,
hat das am Ufer des gleichnamigen Sees gelegene
Dorf Malik erreicht. Der linke Flügel brach aus
dem Parnar Dagh hervor und beſetzte das ägäiſche
Küſtengebiet. Alle engliſchen Truppen zogen ſich
gegen Orfano und Tſchagao zurück. Wir haben vor
Tſchagao und Orfano die Linie der Dörfer Lakovica,
Dedebali, Arſakli und Menteſchli beſetzt.

Amtlich wird verlautbart:

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Neuerliche An-
griffe auf den Cauriol wurden unter empfindlichen
Verluſten der Italiener abgeſchlagen. Das gleiche
Schickſal hatten auch alle übrigen Vorſtöße des
Feindes gegen die Front der Faſſaner Alpen.

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. An der Düna-
front wurden wiederholte Verſuche der Ruſſen, öſt-
lich Friedrichſtadt bei Lennewaden mit Booten über
den Fluß zu ſetzen, vereitelt. Südöſtlich Kiſielin
ſtießen kleine deutſche Abteilungen bis in die dritte
feindliche Linie vor und kehrten nach Zerſtörung
der Gräben mit 128 Gefangenen und 3 Maſchinen-
gewehren planmäßig in die eigenen Stellungen zurück.

Balkan-Kriegsſchauplatz: Auf dem öſtlichen
Strumaufer vorgehende bulgariſche Kräfte nähern
ſich der Mündung des Fluſſes. An der Moglena-
front ſchlugen ſerbiſche Angriffe gegen die bulgari-
ſchen Stellungen am Büjützdere fehl.

Amtlich wird verlautbart:

Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Nördlich der Somme
wiederholten die Engländer nach ſtarker Artillerie-
Vorbereitung ihre Angriffe ſüdlich von Thiepval
und nordweſtlich von Pozieres, ſie ſind abgewieſen
worden, teilweiſe nach erbitterten Nahkämpfen. 60
Gefangene wurden gemacht. Ebenſo blieben Vor-
ſtöße nördlich von Bazentin-le-Petit und Hand-
granatenkämpfe am Foureauxwalde für den Feind
ohne Erfolg. Im Abſchnitt Maurepas-Cleri führten
die Franzoſen nach heftigem Artilleriefeuer ſtarke
Kräfte zu vergeblichem Angriff vor. Südlich der
Somme ſind Handgranatenangriffe weſtlich von
Vermandovillers abgeſchlagen worden. Abends
gegen Z.-W. Thiaumont und bei Fleury angeſetzte
Angriffe brachen in unſerem Feuer zuſammen. 4
feindliche Flugzeuge fielen in unſere Hand.

Die kgl. italieniſche Regierung hat durch Ver-
mittlung der ſchweizeriſchen Regierung der kaiſer-
lichen Regierung mitteilen laſſen, daß ſie ſich vom
28. d. an als mit Deutſchland im Kriegszuſtande
befindlich betrachtet.

Amtlich wird verlautbart:

Geſtern nachts iſt der königlich rumäniſche Ge-
ſandte im Miniſterium des Aeußern erſchienen, um
eine Note zu übergeben, derzufolge ſich Rumänien
ab 27. Auguſt, 9 Uhr abends als im Kriegszu-
ſtande mit Oeſterreich-Ungarn befindlich betrachtet.

Amtlich wird verlautbart:

Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des
Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Am
Rotenturmpaß und in den Päſſen ſüdweſtlich und
ſüdlich von Braſſo ſind heute früh beiderſeits Vor-
truppen ins Gefecht getreten und die erſten rumä-
niſchen Gefangenen eingebracht worden. In den
Karpathen wieſen wir nordweſtlich des Kukulberges
einen ſtarken ruſſiſchen Angriff unter ſchweren
Feindverluſten ab. Auch nördlich von Mariampol
endete ein geſtern abend angeſetzter Vorſtoß für die
Ruſſen mit einem vollen Mißerfolg und blieben
viele Gefangene in unſerer Hand.

Heeresfront des Generalfeldmarſchalls v. Hinden-
burg. Die Armee des Generaloberſten v. Terszty-
anszky vereitelte ruſſiſche Angriffsverſuche.

Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Am Cauriol
wurde wieder heftig gekämpft. Nachdem ein Angriff
des Feindes in unſerem Geſchützfeuer geſcheitert
war, gelang es abends einer italieniſcher Abteilung
mit ſtarker Artillerieunterſtützung in unſere Gipfel-
ſtellung einzudringen. Heute früh warf ein Gegen-
angriff den Feind wieder hinaus.


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[4/0004] Mittwoch Badener Zeitung. 30. August 1916. Nr. 70 Samstag, den 26. gelangte die Operette „Tauſend und eine Nacht“ zur Wieder- holung. Sonntag, den 27. d. ging nachmittags das Singſpiel „Das Dreimäderlhaus“ zum 23. Male in Szene, abends folgte bei gleichfalls ausverkauftem Hauſe eine Aufführung der popu- lären Operette Leo Falls „Der fidele Bauer“, die durch ihre Flottheit und das buntbewegte ſzeniſche Bild des erſten Aktes an die beſten Zeiten dieſes Werkes erinnerte. Margit Suchy ſang und ſpielte die Annamirl, eine Partie, die ſie in den Tagen ihres Badener Engagements mit Erfolg übernommen hatte, in ihrer liebenswürdigen Art, welche unſerem Publikum ſo überaus ſympathiſch iſt und der gefeierten Sängerin Stürme von Beifall einträgt. Als Mathäus Scheichelroither gaſtierte Herr Willy Schwab, der dem Zipfelhaubenbauer ſeinen beſten Leiſtungen zuzählen darf und dieſe Figur für Baden geprägt hat. Außer ihm ſind uns noch Herr Klitſch, deſ- ſen Lindoberer auch diesmal wahre Lachſtürme hervorrief und Herr Mahr in der Epiſode des Raudaſchl aus der Erſtbeſetzung erhalten geblieben, da auch Frl. Haßmann die rote Lieſe an Frl. Voll abgeben mußte. Leider nicht zum beſonderen Vorteile der Heinerle-Szene. Die übrigen Rollen lagen in den Händen der Herren Böhm (Stefan), Robert (Vinzenz) und Sunko (Zopf). Das Pu- blikum unterhielt ſich augenſcheinlich großartig, be- dachte die Träger der Hauptpartien mit reichlichem Applaus und verlangte die beiden Bauernterzette (Suchy-Schwab-Klitſch) zur Wiederholung. Montag, den 28. gelangte das Singſpiel „Wie einſt im Mai“ mit Frl. Margit Suchy zur Wiederholung. Guſtav Calliano. Spielplan der Arena: Mittwoch den 30. Auguſt: „Die ſchöne Helena“, Abſchieds-Gaſtſpiel des Fräuleins Margit Suchy vom Theater a. d. Wien. Donnerstag den 31. Auguſt: „Die Czárdás- fürſtin“, Operette in 3 Akten von E. Kalmann. Freitag den 1. September: „Sturmidyll“, Luſtſpiel in drei Akten von Fritz Grünbaum und Wilhelm Sterk. Samstag den 2. September: „Eva“, Operette in 3 Akten von Franz Lehar. Sonntag den 3. September nachmittags 4 Uhr: „Das Dreimäderlhaus“, Singſpiel in drei Akten von Franz Schubert; abends 7½ Uhr: „Die goldene Tochter“, (Erſtaufführung.) Operette in drei Akten von Oskar Friedmann und Ludwig Herzer. Muſik von Max Milian. Authentiſche Nachrichten des k. k. Karreſpondenzbüros. Berlin, 22. Aug. Amtlich wird verlautbart: Balkankriegsſchauplatz: Alle ſerb. Stellungen auf der Malka Nidze-Planina ſind genommen, der Angriff iſt im Fortſchreiten. Mehrfach iſt der zum Gegenſtoß an- geſetzte Feind am Dzemaat Jeri und im Moglena- gebiet blutig zurückgeſchlagen. Zwiſchen dem But- kova- und Tahinos-See ſind franzöſiſche Kräfte über die Struma geworfen, weiter öſtlich iſt der Kamm der Smijnica-Planina gewonnen. Bremen, 23. Auguſt. Das erſte Handels- Unterſeeboot „Deutſchland“ hat heute nachmittags vor der Weſermündung geankert. An Bord alles wohl. Wien, 23. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz. Weſtlich von Mol- dawa erſtürmten deutſche Truppen eine weitere Infanterieſtellung der Ruſſen, wobei ſie 200 Mann und zwei Maſchinengewehre einbrachten. Bei Zabie wurden ruſſiſche Vorſtöße abgeſchlagen. Im Gebiete des Kukul ſtehendes Gefecht. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: An der küſten- ländiſchen Front unterhielt die feindliche Artillerie gegen einzelne Räume zeitweiſe ein lebhafteres Feuer. Die italieniſchen Flieger entfalteten rege Tätigkeit. Bei Wochein-Feiſtritz fiel ein Doppel- decker in unſere Hände. Südlicher Krigsſchauplatz: Im Raume von Valona entwickelt der Feind erhöhte Tätigkeit. Eines unſerer Kampfflugzeuge ſchoß im Kampf mit vier Farman-Doppeldeckern zwei ab. Berlin, 23. Aug. Das Wolffſche Bureau meldet: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Zwiſchen Thiepval und Pozieres wurden die engliſchen Angriffe ver- geblich wiederholt. Nördlich von Ovillers fanden während der Nacht Nahkämpfe ſtatt. Oeſtlich des Foureauxwaldes, ſowie bei Maurepas mißlangen feindliche Handgranaten-Unternehmungen. Die Artillerien entwickeln fortgeſetzt große Tätigkeit. Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Beiderſeits des Czarny Czeremosz hatten die ruſſiſchen Wieder- eroberungsverſuche keinerlei Erfolg. Balkankriegsſchauplatz: Die Säuberung des Höhengeländes weſtlich des Oſtrovoſees hat gute Fortſchritte gemacht. Wiederholte ſerbiſche Vorſtöße im Moglenagebiet ſind abgewieſen. Wien, 24. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz. Außer einigen kleinen erfolgreichen Vorfeld-Unternehmungen weder bei den Streitkräſten des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl, noch bei der Front des General- feldmarſchalls v. Hindenburg Ereigniſſe von Belang. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Nach heftiger Beſchießnng des Kammes der Faſſaner Alpen und unſerer Höhenſtellungen beiderſeits des Travignolo- tales ſetzten die Italiener gegen die Front Colto- rondo-Cima di Cece mehrere Angriffe an, die ab- geſchlagen wurden. Berlin, 24. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Nördlich der Som- me ſind geſtern abends und nachts neue Anſtren- gungen unſerer Gegner zum Scheitern gebracht worden. Die Angriffe der Engländer richteten ſich wieder gegen den vorſpringenden Bogen zwiſchen Thiepval und Pozieres ſowie gegen unſere Stellungen um Guillemont. Bei und beſonders ſüdlich von Maure- pas wurden ſtarke franzöſiſche Kräfte nach teil- weiſe ernſtem Kampf zurückgeſchlagen. Rechts der Maas nahm der Artilleriekampf an Heftigkeit be- deutend zu. Mehrfache franzöſiſche Angriffe ſüdlich des Werkes Thiaumont ſind zuſammengebrochen. Zwei feindliche Flugzeuge wurden abgeſchoſſen. Balkankriegsſchauplatz: Auf den Höhen nord- weſtlich des Oſtrovoſees ſetzen die Serben dem bulgariſchen Angriff noch Widerſtand entgegen. Ihre Angriffe gegen den Dzemaat Jeri ſind ge- ſcheitert. Wien, 25. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Ruſſiſcher Kriegsſchauplatz. Heeresfront des G. d. K. Erzherzog Karl. Weſtlich von Moldawa und im Bereich des Tartarenpaſſes wurden mehr- fache ruſſiſche Angriffe zum Teil im Handgemenge unter großen Verluſten für den Feind abgewieſen. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Geſtern Abend hielt der Feind unſre Stellungen ſüdlich der Wipp- ach bis Nowa Vas unter lebhaftem Geſchützfeuer. Gleichzeitig gingen zahlreiche Aufklärungsabteilun- gen gegen dieſes Frontſtück vor. Sie wurden abge- wieſen. Berlin, 25. Aug. Amtlich wird verlautbart: Öſtlicher Kriegsſchauplatz: Front des General- feldmarſchalls v. Hindenburg. Der Gegenangriff zur Wiedernahme der am 21. d. bei Zwyzyn ver- lorenen Gräben hatte Erfolg. Es wurden 561 Ge- fangene eingebracht. Sofia, 25. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Die Offenſive unſeres rechten Flügels dauert fort. In der Gegend des Moglenicagebirges unter- nahmen beträchtliche ſerbiſche Streitkräfte 18 An- griffe nacheinander auf unſere vorgeſchobenen Stel- lungen im Abſchnitt Kukuruz-Kowil; alle dieſe An- griffe wurden jedoch abgeſchlagen, worauf ſich die Serben in ihre urſprünglichen Stellungen zurück- zogen; ihre Verluſte ſind ungeheuer. Unſer linker Flügel rückt gegen das Geſtade des Aegäiſchen Meeres vor. In ſeinem Vormarſch ſtößt er nur auf ſchwache engliſche Kavallerieabteilungen, die ſich überſtürzt gegen den Golf von Orſono zurückziehen, von unſeren Truppen verfolgt. Am 23. d. eroberten wir den Kamm des Prnargebirges, das Dorf Zdra- vic, Kote 750, den Berg Biglo, das Dorf Dra- novo, die Höhen nördlich von Kavalla und die ganze Ebene von Sariſchaban. Wien, 26. Aug. Amtlich wird verlautbart: Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Im Plöcken- abſchnitt wurden Annäherungsverſuche der Italiener abgewieſen. An der Front ſüdlich des Fleimstales ſcheiterten wiederholte Angriffe mehrerer Bataillone gegen den Kauriol, ebenſo wie alle Vorſtöße ſchwächerer feindlicher Abteilungen gegen unſere Kammſtellungen im Gebiete der Cima die Cece. Bei Luſern ſchoß Leutnant Freiherr von Siedler einen Caproni ab. Berlin, 26. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Bei andauernd heftigen Artilleriekämpfen nördlich der Somme ſind abends im Abſchnitt Thiepval-Foureauxwald und bei Maurepas feindliche Infanterie-Angriffe erfolgt. Sie ſind abgewieſen. 5 feindliche Flugzeuge wurden abgeſchoſſen. Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Es ſind einzelne ſchwächere feindliche Angriffe erfolgt und leicht ab- gewieſen. Balkankriegsſchauplatz: Nordweſtlich des Oſtro- vo-Sees wurden im Angriff auf die Ceganska-Planina Fortſchritte gemacht, an der Moglena-Front feind- liche Vorſtöße abgewieſen. Sofia, 26. Aug. Amtlich wird verlautbart: Der rechte Flügel ſetzt ſeinen Vormarſch fort. Die Kolonne, die im Süden vom Ochridaſee vorgeht, hat das am Ufer des gleichnamigen Sees gelegene Dorf Malik erreicht. Der linke Flügel brach aus dem Parnar Dagh hervor und beſetzte das ägäiſche Küſtengebiet. Alle engliſchen Truppen zogen ſich gegen Orfano und Tſchagao zurück. Wir haben vor Tſchagao und Orfano die Linie der Dörfer Lakovica, Dedebali, Arſakli und Menteſchli beſetzt. Wien, 27. Aug. Amtlich wird verlautbart: Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Neuerliche An- griffe auf den Cauriol wurden unter empfindlichen Verluſten der Italiener abgeſchlagen. Das gleiche Schickſal hatten auch alle übrigen Vorſtöße des Feindes gegen die Front der Faſſaner Alpen. Oeſtlicher Kriegsſchauplatz. An der Düna- front wurden wiederholte Verſuche der Ruſſen, öſt- lich Friedrichſtadt bei Lennewaden mit Booten über den Fluß zu ſetzen, vereitelt. Südöſtlich Kiſielin ſtießen kleine deutſche Abteilungen bis in die dritte feindliche Linie vor und kehrten nach Zerſtörung der Gräben mit 128 Gefangenen und 3 Maſchinen- gewehren planmäßig in die eigenen Stellungen zurück. Balkan-Kriegsſchauplatz: Auf dem öſtlichen Strumaufer vorgehende bulgariſche Kräfte nähern ſich der Mündung des Fluſſes. An der Moglena- front ſchlugen ſerbiſche Angriffe gegen die bulgari- ſchen Stellungen am Büjützdere fehl. Berlin. 27. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Weſtlicher Kriegsſchauplatz: Nördlich der Somme wiederholten die Engländer nach ſtarker Artillerie- Vorbereitung ihre Angriffe ſüdlich von Thiepval und nordweſtlich von Pozieres, ſie ſind abgewieſen worden, teilweiſe nach erbitterten Nahkämpfen. 60 Gefangene wurden gemacht. Ebenſo blieben Vor- ſtöße nördlich von Bazentin-le-Petit und Hand- granatenkämpfe am Foureauxwalde für den Feind ohne Erfolg. Im Abſchnitt Maurepas-Cleri führten die Franzoſen nach heftigem Artilleriefeuer ſtarke Kräfte zu vergeblichem Angriff vor. Südlich der Somme ſind Handgranatenangriffe weſtlich von Vermandovillers abgeſchlagen worden. Abends gegen Z.-W. Thiaumont und bei Fleury angeſetzte Angriffe brachen in unſerem Feuer zuſammen. 4 feindliche Flugzeuge fielen in unſere Hand. Die kgl. italieniſche Regierung hat durch Ver- mittlung der ſchweizeriſchen Regierung der kaiſer- lichen Regierung mitteilen laſſen, daß ſie ſich vom 28. d. an als mit Deutſchland im Kriegszuſtande befindlich betrachtet. Wien. 28. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Geſtern nachts iſt der königlich rumäniſche Ge- ſandte im Miniſterium des Aeußern erſchienen, um eine Note zu übergeben, derzufolge ſich Rumänien ab 27. Auguſt, 9 Uhr abends als im Kriegszu- ſtande mit Oeſterreich-Ungarn befindlich betrachtet. Wien, 28. Auguſt. Amtlich wird verlautbart: Oeſtlicher Kriegsſchauplatz: Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. Am Rotenturmpaß und in den Päſſen ſüdweſtlich und ſüdlich von Braſſo ſind heute früh beiderſeits Vor- truppen ins Gefecht getreten und die erſten rumä- niſchen Gefangenen eingebracht worden. In den Karpathen wieſen wir nordweſtlich des Kukulberges einen ſtarken ruſſiſchen Angriff unter ſchweren Feindverluſten ab. Auch nördlich von Mariampol endete ein geſtern abend angeſetzter Vorſtoß für die Ruſſen mit einem vollen Mißerfolg und blieben viele Gefangene in unſerer Hand. Heeresfront des Generalfeldmarſchalls v. Hinden- burg. Die Armee des Generaloberſten v. Terszty- anszky vereitelte ruſſiſche Angriffsverſuche. Italieniſcher Kriegsſchauplatz: Am Cauriol wurde wieder heftig gekämpft. Nachdem ein Angriff des Feindes in unſerem Geſchützfeuer geſcheitert war, gelang es abends einer italieniſcher Abteilung mit ſtarker Artillerieunterſtützung in unſere Gipfel- ſtellung einzudringen. Heute früh warf ein Gegen- angriff den Feind wieder hinaus.

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Zitationshilfe: Badener Zeitung. Nr. 70, Baden (Niederösterreich), 30.08.1916, S. 4. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_badener070_1916/4>, abgerufen am 28.06.2022.