Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Neumark, Georg: Poetisch- und Musikalisches Lustwäldchen. Hamburg, 1652.

Bild:
<< vorherige Seite
wäldchens erste Abtheilung.
5.
VON manchem groben Sündenwust'
Jch kan befreyet bleiben/
Des frechen Fleisches schnöde Lust/
Kan Jch dadurch vertreiben.
Denn wenn durchs Wort der Geist obsiegt/
Gar bald das Sündenfteisch erliegt.
6.
SCHLIEch Mir der Teufel nach mit List/
Und wolte Mich belauren/
Alsdenn dein Wort mein Warner ist/
Mein Schirm und feste Mauren/
Garschimpflich Er zurükke prallt
Wenn ich dein Wort nur vor ihn halt.
7.
BENim derhalben/ großer Hort/
Mich aller derer Sachen/
Die Mich entfernen deinem Wort'/
Und mich zum Achtloß machen/
Weil Jch sonst nichtes finden kan
Das Mich kan tragen Himmel-an.
[Abbildung]

III.
waͤldchens erſte Abtheilung.
5.
VON manchem groben Suͤndenwuſt’
Jch kan befreyet bleiben/
Des frechen Fleiſches ſchnoͤde Luſt/
Kan Jch dadurch vertreiben.
Denn wenn durchs Wort der Geiſt obſiegt/
Gar bald das Suͤndenfteiſch erliegt.
6.
SCHLIEch Mir der Teufel nach mit Liſt/
Und wolte Mich belauren/
Alsdenn dein Wort mein Warner iſt/
Mein Schirm und feſte Mauren/
Garſchimpflich Er zuruͤkke prallt
Wenn ich dein Wort nur vor ihn halt.
7.
BENim derhalben/ großer Hort/
Mich aller derer Sachen/
Die Mich entfernen deinem Wort’/
Und mich zum Achtloß machen/
Weil Jch ſonſt nichtes finden kan
Das Mich kan tragen Himmel-an.
[Abbildung]

III.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <lg type="poem">
                <pb facs="#f0037" n="11"/>
                <fw place="top" type="header"> <hi rendition="#b">wa&#x0364;ldchens er&#x017F;te Abtheilung.</hi> </fw><lb/>
                <lg n="5">
                  <head>5.</head><lb/>
                  <l> <hi rendition="#aq">VON</hi> <hi rendition="#fr">manchem groben Su&#x0364;ndenwu&#x017F;t&#x2019;</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Jch kan befreyet bleiben/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Des frechen Flei&#x017F;ches &#x017F;chno&#x0364;de Lu&#x017F;t/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Kan Jch dadurch vertreiben.</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Denn wenn durchs Wort der Gei&#x017F;t ob&#x017F;iegt/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Gar bald das Su&#x0364;ndenftei&#x017F;ch erliegt.</hi> </l>
                </lg><lb/>
                <lg n="6">
                  <head>6.</head><lb/>
                  <l> <hi rendition="#aq">SCHLIE</hi> <hi rendition="#fr">ch Mir der Teufel nach mit Li&#x017F;t/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#aq">U</hi> <hi rendition="#fr">nd wolte Mich belauren/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Alsdenn dein Wort mein Warner i&#x017F;t/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Mein Schirm und fe&#x017F;te Mauren/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Gar&#x017F;chimpflich Er zuru&#x0364;kke prallt</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Wenn ich dein Wort nur vor ihn halt.</hi> </l>
                </lg><lb/>
                <lg n="7">
                  <head>7.</head><lb/>
                  <l> <hi rendition="#aq">BEN</hi> <hi rendition="#fr">im derhalben/ großer Hort/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Mich aller derer Sachen/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Die Mich entfernen deinem Wort&#x2019;/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#aq">U</hi> <hi rendition="#fr">nd mich zum Achtloß machen/</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Weil Jch &#x017F;on&#x017F;t nichtes finden kan</hi> </l><lb/>
                  <l> <hi rendition="#fr">Das Mich kan tragen Himmel-an.</hi> </l>
                </lg>
              </lg><lb/>
              <figure/>
            </div>
          </div>
        </div>
        <fw place="bottom" type="catch"> <hi rendition="#aq">III.</hi> </fw><lb/>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[11/0037] waͤldchens erſte Abtheilung. 5. VON manchem groben Suͤndenwuſt’ Jch kan befreyet bleiben/ Des frechen Fleiſches ſchnoͤde Luſt/ Kan Jch dadurch vertreiben. Denn wenn durchs Wort der Geiſt obſiegt/ Gar bald das Suͤndenfteiſch erliegt. 6. SCHLIEch Mir der Teufel nach mit Liſt/ Und wolte Mich belauren/ Alsdenn dein Wort mein Warner iſt/ Mein Schirm und feſte Mauren/ Garſchimpflich Er zuruͤkke prallt Wenn ich dein Wort nur vor ihn halt. 7. BENim derhalben/ großer Hort/ Mich aller derer Sachen/ Die Mich entfernen deinem Wort’/ Und mich zum Achtloß machen/ Weil Jch ſonſt nichtes finden kan Das Mich kan tragen Himmel-an. [Abbildung] III.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/neumark_lustwaeldchen_1652
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/neumark_lustwaeldchen_1652/37
Zitationshilfe: Neumark, Georg: Poetisch- und Musikalisches Lustwäldchen. Hamburg, 1652, S. 11. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/neumark_lustwaeldchen_1652/37>, abgerufen am 21.04.2024.