Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Lessing, Gotthold Ephraim: Fabeln. Berlin, 1759.

Bild:
<< vorherige Seite

die man nur zu seiner Uebung waget, -- --
fehlet noch sehr viel zu einem Buche.
Was nun endlich für eines daraus gewor-
den; -- hier ist es!

Man wird nicht mehr als sechse von
meinen alten Fabeln darinn finden; die
sechs prosaischen nehmlich, die mir der
Erhaltung am wenigsten unwerth schienen.
Die übrigen gereimten mögen auf eine an-
dere Stelle warten. Wenn es nicht gar
zu sonderbar gelassen hätte, so würde ich
sie in Prosa aufgelöset haben.

Ohne übrigens eigentlich den Gesichts-
punct, aus welchem ich am liebsten be-

trach-

die man nur zu ſeiner Uebung waget, — —
fehlet noch ſehr viel zu einem Buche.
Was nun endlich für eines daraus gewor-
den; — hier iſt es!

Man wird nicht mehr als ſechſe von
meinen alten Fabeln darinn finden; die
ſechs proſaiſchen nehmlich, die mir der
Erhaltung am wenigſten unwerth ſchienen.
Die übrigen gereimten mögen auf eine an-
dere Stelle warten. Wenn es nicht gar
zu ſonderbar gelaſſen hätte, ſo würde ich
ſie in Proſa aufgelöſet haben.

Ohne übrigens eigentlich den Geſichts-
punct, aus welchem ich am liebſten be-

trach-
<TEI>
  <text>
    <front>
      <div n="1">
        <p><pb facs="#f0014" n="VI"/>
die man nur zu &#x017F;einer Uebung waget, &#x2014; &#x2014;<lb/>
fehlet noch &#x017F;ehr viel zu einem <hi rendition="#fr">Buche.</hi><lb/>
Was nun endlich für eines daraus gewor-<lb/>
den; &#x2014; hier i&#x017F;t es!</p><lb/>
        <p>Man wird nicht mehr als &#x017F;ech&#x017F;e von<lb/>
meinen alten Fabeln darinn finden; die<lb/>
&#x017F;echs pro&#x017F;ai&#x017F;chen nehmlich, die mir der<lb/>
Erhaltung am wenig&#x017F;ten unwerth &#x017F;chienen.<lb/>
Die übrigen gereimten mögen auf eine an-<lb/>
dere Stelle warten. Wenn es nicht gar<lb/>
zu &#x017F;onderbar gela&#x017F;&#x017F;en hätte, &#x017F;o würde ich<lb/>
&#x017F;ie in Pro&#x017F;a aufgelö&#x017F;et haben.</p><lb/>
        <p>Ohne übrigens eigentlich den Ge&#x017F;ichts-<lb/>
punct, aus welchem ich am lieb&#x017F;ten be-<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">trach-</fw><lb/></p>
      </div>
    </front>
  </text>
</TEI>
[VI/0014] die man nur zu ſeiner Uebung waget, — — fehlet noch ſehr viel zu einem Buche. Was nun endlich für eines daraus gewor- den; — hier iſt es! Man wird nicht mehr als ſechſe von meinen alten Fabeln darinn finden; die ſechs proſaiſchen nehmlich, die mir der Erhaltung am wenigſten unwerth ſchienen. Die übrigen gereimten mögen auf eine an- dere Stelle warten. Wenn es nicht gar zu ſonderbar gelaſſen hätte, ſo würde ich ſie in Proſa aufgelöſet haben. Ohne übrigens eigentlich den Geſichts- punct, aus welchem ich am liebſten be- trach-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/lessing_fabeln_1759
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/lessing_fabeln_1759/14
Zitationshilfe: Lessing, Gotthold Ephraim: Fabeln. Berlin, 1759, S. VI. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/lessing_fabeln_1759/14>, abgerufen am 21.04.2024.