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Stats- u. Gelehrte Zeitung des Hollsteinischen Correspondenten. Nr. 63, Hamburg, 20. April 1725.

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[Spaltenumbruch] "Crystallenes in Gold eingesaßtes Creutz, getragen
"von einem Kirchen-Bedienten. 34) 70 Sänger.
"35) 50 Mönche. 36) 20 Priester. 37) Priores.
"38) Archimandritten, zusammen 80 Mann. 39)
"8 Bischöffe und Ertz-Bischöffe, jeder nach seinem
"Range. 40) 2 Marschalls, Damian und Delri-
"gny, als Brigadiers. 41) Ertz-Hertzogliche Cro-
"ne, auf einem goldenen Polster getragen, vom
"Genral-Major Gallowin, welcher zwey Majors
"zu Aßistenten hatte.

Die Continuation folget künfftig.




NOTIFICATION.

Mit Empfang derer Einsatz-Gelder zu der octro-
yrten
kleinen Hollsteinischen Lotterey, wird annoch
täglich continuiret, nemlich in Kiel bey Hr. Con-
rad Joerdening,
in Hamburg bey Hr. Peter Heuss
neben der Banco, in Berlin bey Hr. Ambrosius
Haude,
Buchhändler, in Lübeck bey Hr. Wolf-
gang Friedrich Groell,
Buchhändler, in Lüneburg
bey Hr. Georg Heinr. Schultze aufm Post-Hause,
und bey Verleger dieser Zeitungen. Da nun ob-
besagte favorable Lotterey bereits dergestalt avan-
ciret,
daß man gleich nach denen Pfingst-Ferien
die Bücher zu schliessen, und Anstalt zur Ziehung
zu machen gedencket; Als wollen diejenige, wel-
che noch einigen Antheil darin zu haben verlangen,
sich mit dem fordersamsten bey denen Hnn. Collec-
teurs
melden, und ihren Einsatz a 2. Marck pro Loß
beschleunigen, weil hoffentl. noch vor Ablauff obge-
setzter Zeit keine Losse mehr zu haben seyn dürfften.
Auch sind an obbenannte Oerter noch einige Ein-
richtungen besagter Lotterey ohne Entgelt zu haben.




Demnach man mit Einrichtung der zu Altona
neu-angelegten grossen lateinischen Schule nun-
mehro unter Göttlichen Beystand so weit gekom-
men ist, daß mit der Jnformation der würckliche
Anfang gemacht werden kan; So wird solches al-
len denen so daran gelegen hiedurch öffentlich kund
und bekandt gemacht, damit diejenige, so ihre Kin-
der hinein zu schicken belieben möchten, hievon
zeitige Nachricht haben, und solcher wegen alle selbst
gefällige Anstalt machen können; die Eröffnung
der Schule ist auf den 24. April festgestellet, als
an welchem Tage die Jnformation in allen Clas-
sen ihren Anfang nimmt, und sind die Anstalten
solchergestalt eingerichtet, daß die studirende Ju-
gend nicht allein in der GOttes-Furcht, Latini-
taet, Orientali
schen Sprachen, Schreiben, Rech-
nen, Buchhalten, und andern nöhtigen Wissen-
schafften, sondern auch im Frantzösischen und in
der Mathesi guten Unterricht geniessen, und von
da mit wahren Nutzen auf Universitaeten ziehen
können; dafern auch jemand von denen Anstalten
[Spaltenumbruch] genauere Nachricht verlanget, kan sich derselbe
desfals bey dem Herrn Rectore Gabriel Benedicto
L
üdecke melden.




Bey Georg Fried. Quantz/ Buchbindern in der Knochenhau-
er-Strasse in Hamburg/ ist ein neues Buch zu haben/ genannt:
Der lustige Jurist/ worinnen viele ergötzende Rechts-Fragen
und seltsahme Gerichts-Händel vorgestellet und erörtert werden/
nebst beygefügten kurtzweiligen Discursen und lächerlichen Bege-
benheiten; wobey sich denn auch im andern Theil eine deutliche
und gründliche Nachricht befindet von allerhand Suppliquen/
Jnstrumenten/ Rechts-Briefen/ mündlichen Verhören/ schrifft-
lichen Processen/ Rechts-Sprüchen/ Belehrungen/ Ehe-Stiff-
tungen/ Testamenten/ Jnventarien/ Gebuhrts-Lehr- und an-
dern Briefen/ und wie ein gerichtliches Procedere geschickt könne
getrieben und vollführet werden. Jn 8. und in diesem 1725.
Jahr gedruckt; kostet 2 Marck. Jtem die ausführliche Ost-Frie-
sische Historie/ in Folio 15. Marck. Jtem ein Lobwasser mit
grober Schrifft/ sammt Gesang-Buch/ in länglicht 12. ist 48 Bo-
gen groß für 8 ßl. Item Eggerich Beninga volledige Chronyk van
Oostfriesland, en van alle nabuirige Volkeren; nu op't nieuw uyt-
gegeven en vermeerdert door Eilhardus Folkardus Harkenroht in
4to, gedruckt te Emden.
1723. 6 Mrck.




Bey Peter Heuß/ in Hamburg neben der Banco/ ist von
dem Autore in Commißion zu haben/ ein sicher und gewisses
Remedium wider die Haemorrhoides, oder so genannte Tacken/
welches viele Menschen in Franckreich und ander Orten gebraucht
haben/ auch jederzeit gut befunden worden; Denn wie aus sol-
chen Ubel mit der Zeit gefährliche Fistel-Schaden entstehen/
auch wol öffters gar der kalte Brannt darzu schlagen kan/ oder
wenigstens die Patienten/ wenn sie sich nicht zum Schnitt be-
quemen/ mit dieser Plage sich die Zeit ihres Lebens schleppen
müssen; Als können alle diese böse Zufälle/ nicht sicherer und
gewisser/ als durch dieses Remedium verhütet werden/ die
Kruck worinnen 1. Pfund ist/ kostet nebst den gedruckten Be-
richt/ worinnen alles ausfüyrlich stehet/ 2 Rthlr. und ist oben
auf mit des Autoris Pettschafft versiegelt/ wird auch nicht anders
als äusserlich gebraucht.




Wann derjenige herrliche Kräuter-Tranck/ welcher bisher mit
ungemeinen Succeß zur Mäy- und Herbst-Cur gebrauchet wor-
den/ bey diesem schönen Frühlings-Wetter/ wegen seines un-
beschreiblichen Nutzens/ dergestalt in Abgang gerahten/ daß
man nicht alle damit befriedigen können; so dienet zur Nach-
richt: daß selbiger wieder fertig/ und wie vorhin/ directe von
Gottfried Helwig Selm/ in Hamburg bey der Mariä Mag-
dalenen Kirche wohnhafft/ verschrieben werden kan. Die vor-
treflichen Tugenden dieses Kräuter-Trancks sind zur Gnüge be-
kannt/ und dessen Wirckungen sind Universal/ und kan wider
alle Kranckheiten/ so wol curative als praeservative, mit wun-
derbahren Nutzen gebrauchet werden; Er stärcket die entkräff-
tete Natur und Lebens-Geister/ dem Magen macht er Appetit/
befördert die Se- und Exerctiones/ reiniget den Magen/ die
Brust und das Geblüt/ von allem Schleim und scharffer Un-
reinigkeit/ und führet das Böse durch den Stuhlgang und ge-
lindes Laxiren ab/ benimmt also die Materien und Ursachen zu
allen Kranckheiten/ und bewahret den Menschen für alle böse
Zufälle. Er ist anbey angenehm von Geschmack/ und kostet die
Cur-Portion 3 Rthlr. die dabey gehörige Essenz aber 2 Marck.
NB. Dieser Kräuter-Tranck ist sonst bey niemanden/ als bey
Obbenannten zu haben.




Es dienet zur Nachricht/ daß der bekandte Peter Meß/
eine ganz neue Art von Bruch-Bänder/ mit einem Spring-
Schloß/ und ohne Spring-Schlösser/ auch Nabel-Bänder mit
Spring-Schlösser/ und ohne Spring-Schlösser/ sehr künstlich
machet/ in Altona in der Elb-Strassen/ in seinem Hause/ wo
das Bremer-Waapen aushänget. Dieselben sind die bequem-
lichsten Sorten/ so bis dato erfunden und gesehen worden/ wie
solches viele Menschen/ welche sich derselben bedienet/ attestiren
werden. Diejenige/ welche nicht selbst anhero kommen können/
werden erinnert/ daß sie das Maas zu dem Bruch-Bande auf
den blossen Leibe mit einem Bind-Faden/ 3 quer Finger breit
unter der Hüffte nehmen/ und dabey berichten/ an welcher
Seite der Bruch/ und wie groß er sey/ auch ob die Hüffte
mehr oval als rund sey; ist es an beyden Seiten/ so ist zu wissen
nöhtig/ welcher der grösseste sey/ wann man den Bruch kan
eindrücken/ so kan ich sie Bänder machen/ so bequem/ daß sie
darmit gehen/ stehen/ reiten und arbeiten können/ also von
niemand besser bekommen werden/ und denselben vor einen rai-
sonnablen Preiß.


[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] „Cryſtallenes in Gold eingeſaßtes Creutz, getragen
„von einem Kirchen-Bedienten. 34) 70 Saͤnger.
„35) 50 Moͤnche. 36) 20 Prieſter. 37) Priores.
„38) Archimandritten, zuſammen 80 Mann. 39)
„8 Biſchoͤffe und Ertz-Biſchoͤffe, jeder nach ſeinem
„Range. 40) 2 Marſchalls, Damian und Delri-
„gny, als Brigadiers. 41) Ertz-Hertzogliche Cro-
„ne, auf einem goldenen Polſter getragen, vom
„Genral-Major Gallowin, welcher zwey Majors
„zu Aßiſtenten hatte.

Die Continuation folget kuͤnfftig.




NOTIFICATION.

Mit Empfang derer Einſatz-Gelder zu der octro-
yrten
kleinen Hollſteiniſchen Lotterey, wird annoch
taͤglich continuiret, nemlich in Kiel bey Hr. Con-
rad Jœrdening,
in Hamburg bey Hr. Peter Heuſs
neben der Banco, in Berlin bey Hr. Ambroſius
Haude,
Buchhaͤndler, in Luͤbeck bey Hr. Wolf-
gang Friedrich Grœll,
Buchhaͤndler, in Luͤneburg
bey Hr. Georg Heinr. Schultze aufm Poſt-Hauſe,
und bey Verleger dieſer Zeitungen. Da nun ob-
beſagte favorable Lotterey bereits dergeſtalt avan-
ciret,
daß man gleich nach denen Pfingſt-Ferien
die Buͤcher zu ſchlieſſen, und Anſtalt zur Ziehung
zu machen gedencket; Als wollen diejenige, wel-
che noch einigen Antheil darin zu haben verlangen,
ſich mit dem forderſamſten bey denen Hnn. Collec-
teurs
melden, und ihren Einſatz a 2. Marck pro Loß
beſchleunigen, weil hoffentl. noch vor Ablauff obge-
ſetzter Zeit keine Loſſe mehr zu haben ſeyn duͤrfften.
Auch ſind an obbenannte Oerter noch einige Ein-
richtungen beſagter Lotterey ohne Entgelt zu haben.




Demnach man mit Einrichtung der zu Altona
neu-angelegten groſſen lateiniſchen Schule nun-
mehro unter Goͤttlichen Beyſtand ſo weit gekom-
men iſt, daß mit der Jnformation der wuͤrckliche
Anfang gemacht werden kan; So wird ſolches al-
len denen ſo daran gelegen hiedurch oͤffentlich kund
und bekandt gemacht, damit diejenige, ſo ihre Kin-
der hinein zu ſchicken belieben moͤchten, hievon
zeitige Nachricht haben, und ſolcher wegen alle ſelbſt
gefaͤllige Anſtalt machen koͤnnen; die Eroͤffnung
der Schule iſt auf den 24. April feſtgeſtellet, als
an welchem Tage die Jnformation in allen Claſ-
ſen ihren Anfang nimmt, und ſind die Anſtalten
ſolchergeſtalt eingerichtet, daß die ſtudirende Ju-
gend nicht allein in der GOttes-Furcht, Latini-
tæt, Orientali
ſchen Sprachen, Schreiben, Rech-
nen, Buchhalten, und andern noͤhtigen Wiſſen-
ſchafften, ſondern auch im Frantzoͤſiſchen und in
der Matheſi guten Unterricht genieſſen, und von
da mit wahren Nutzen auf Univerſitæten ziehen
koͤnnen; dafern auch jemand von denen Anſtalten
[Spaltenumbruch] genauere Nachricht verlanget, kan ſich derſelbe
desfals bey dem Herrn Rectore Gabriel Benedicto
L
decke melden.




Bey Georg Fried. Quantz/ Buchbindern in der Knochenhau-
er-Straſſe in Hamburg/ iſt ein neues Buch zu haben/ genannt:
Der luſtige Juriſt/ worinnen viele ergoͤtzende Rechts-Fragen
und ſeltſahme Gerichts-Haͤndel vorgeſtellet und eroͤrtert werden/
nebſt beygefuͤgten kurtzweiligen Diſcurſen und laͤcherlichen Bege-
benheiten; wobey ſich denn auch im andern Theil eine deutliche
und gruͤndliche Nachricht befindet von allerhand Suppliquen/
Jnſtrumenten/ Rechts-Briefen/ muͤndlichen Verhoͤren/ ſchrifft-
lichen Proceſſen/ Rechts-Spruͤchen/ Belehrungen/ Ehe-Stiff-
tungen/ Teſtamenten/ Jnventarien/ Gebuhrts-Lehr- und an-
dern Briefen/ und wie ein gerichtliches Procedere geſchickt koͤnne
getrieben und vollfuͤhret werden. Jn 8. und in dieſem 1725.
Jahr gedruckt; koſtet 2 Marck. Jtem die ausfuͤhrliche Oſt-Frie-
ſiſche Hiſtorie/ in Folio 15. Marck. Jtem ein Lobwaſſer mit
grober Schrifft/ ſammt Geſang-Buch/ in laͤnglicht 12. iſt 48 Bo-
gen groß fuͤr 8 ßl. Item Eggerich Beninga volledige Chronyk van
Ooſtfriesland, en van alle nabuirige Volkeren; nu op’t nieuw uyt-
gegeven en vermeerdert door Eilhardus Folkardus Harkenroht in
4to, gedruckt te Emden.
1723. 6 Mrck.




Bey Peter Heuß/ in Hamburg neben der Banco/ iſt von
dem Autore in Commißion zu haben/ ein ſicher und gewiſſes
Remedium wider die Hæmorrhoides, oder ſo genannte Tacken/
welches viele Menſchen in Franckreich und ander Orten gebraucht
haben/ auch jederzeit gut befunden worden; Denn wie aus ſol-
chen Ubel mit der Zeit gefaͤhrliche Fiſtel-Schaden entſtehen/
auch wol oͤffters gar der kalte Brannt darzu ſchlagen kan/ oder
wenigſtens die Patienten/ wenn ſie ſich nicht zum Schnitt be-
quemen/ mit dieſer Plage ſich die Zeit ihres Lebens ſchleppen
muͤſſen; Als koͤnnen alle dieſe boͤſe Zufaͤlle/ nicht ſicherer und
gewiſſer/ als durch dieſes Remedium verhuͤtet werden/ die
Kruck worinnen 1. Pfund iſt/ koſtet nebſt den gedruckten Be-
richt/ worinnen alles ausfuͤyrlich ſtehet/ 2 Rthlr. und iſt oben
auf mit des Autoris Pettſchafft verſiegelt/ wird auch nicht anders
als aͤuſſerlich gebraucht.




Wann derjenige herrliche Kraͤuter-Tranck/ welcher bisher mit
ungemeinen Succeß zur Maͤy- und Herbſt-Cur gebrauchet wor-
den/ bey dieſem ſchoͤnen Fruͤhlings-Wetter/ wegen ſeines un-
beſchreiblichen Nutzens/ dergeſtalt in Abgang gerahten/ daß
man nicht alle damit befriedigen koͤnnen; ſo dienet zur Nach-
richt: daß ſelbiger wieder fertig/ und wie vorhin/ directe von
Gottfried Helwig Selm/ in Hamburg bey der Mariaͤ Mag-
dalenen Kirche wohnhafft/ verſchrieben werden kan. Die vor-
treflichen Tugenden dieſes Kraͤuter-Trancks ſind zur Gnuͤge be-
kannt/ und deſſen Wirckungen ſind Univerſal/ und kan wider
alle Kranckheiten/ ſo wol curative als præſervative, mit wun-
derbahren Nutzen gebrauchet werden; Er ſtaͤrcket die entkraͤff-
tete Natur und Lebens-Geiſter/ dem Magen macht er Appetit/
befoͤrdert die Se- und Exerctiones/ reiniget den Magen/ die
Bruſt und das Gebluͤt/ von allem Schleim und ſcharffer Un-
reinigkeit/ und fuͤhret das Boͤſe durch den Stuhlgang und ge-
lindes Laxiren ab/ benimmt alſo die Materien und Urſachen zu
allen Kranckheiten/ und bewahret den Menſchen fuͤr alle boͤſe
Zufaͤlle. Er iſt anbey angenehm von Geſchmack/ und koſtet die
Cur-Portion 3 Rthlr. die dabey gehoͤrige Eſſenz aber 2 Marck.
NB. Dieſer Kraͤuter-Tranck iſt ſonſt bey niemanden/ als bey
Obbenannten zu haben.




Es dienet zur Nachricht/ daß der bekandte Peter Meß/
eine ganz neue Art von Bruch-Baͤnder/ mit einem Spring-
Schloß/ und ohne Spring-Schloͤſſer/ auch Nabel-Baͤnder mit
Spring-Schloͤſſer/ und ohne Spring-Schloͤſſer/ ſehr kuͤnſtlich
machet/ in Altona in der Elb-Straſſen/ in ſeinem Hauſe/ wo
das Bremer-Waapen aushaͤnget. Dieſelben ſind die bequem-
lichſten Sorten/ ſo bis dato erfunden und geſehen worden/ wie
ſolches viele Menſchen/ welche ſich derſelben bedienet/ atteſtiren
werden. Diejenige/ welche nicht ſelbſt anhero kommen koͤnnen/
werden erinnert/ daß ſie das Maas zu dem Bruch-Bande auf
den bloſſen Leibe mit einem Bind-Faden/ 3 quer Finger breit
unter der Huͤffte nehmen/ und dabey berichten/ an welcher
Seite der Bruch/ und wie groß er ſey/ auch ob die Huͤffte
mehr oval als rund ſey; iſt es an beyden Seiten/ ſo iſt zu wiſſen
noͤhtig/ welcher der groͤſſeſte ſey/ wann man den Bruch kan
eindruͤcken/ ſo kan ich ſie Baͤnder machen/ ſo bequem/ daß ſie
darmit gehen/ ſtehen/ reiten und arbeiten koͤnnen/ alſo von
niemand beſſer bekommen werden/ und denſelben vor einen rai-
ſonnablen Preiß.


[Ende Spaltensatz]
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[[4]/0004] „Cryſtallenes in Gold eingeſaßtes Creutz, getragen „von einem Kirchen-Bedienten. 34) 70 Saͤnger. „35) 50 Moͤnche. 36) 20 Prieſter. 37) Priores. „38) Archimandritten, zuſammen 80 Mann. 39) „8 Biſchoͤffe und Ertz-Biſchoͤffe, jeder nach ſeinem „Range. 40) 2 Marſchalls, Damian und Delri- „gny, als Brigadiers. 41) Ertz-Hertzogliche Cro- „ne, auf einem goldenen Polſter getragen, vom „Genral-Major Gallowin, welcher zwey Majors „zu Aßiſtenten hatte. Die Continuation folget kuͤnfftig. NOTIFICATION. Mit Empfang derer Einſatz-Gelder zu der octro- yrten kleinen Hollſteiniſchen Lotterey, wird annoch taͤglich continuiret, nemlich in Kiel bey Hr. Con- rad Jœrdening, in Hamburg bey Hr. Peter Heuſs neben der Banco, in Berlin bey Hr. Ambroſius Haude, Buchhaͤndler, in Luͤbeck bey Hr. Wolf- gang Friedrich Grœll, Buchhaͤndler, in Luͤneburg bey Hr. Georg Heinr. Schultze aufm Poſt-Hauſe, und bey Verleger dieſer Zeitungen. Da nun ob- beſagte favorable Lotterey bereits dergeſtalt avan- ciret, daß man gleich nach denen Pfingſt-Ferien die Buͤcher zu ſchlieſſen, und Anſtalt zur Ziehung zu machen gedencket; Als wollen diejenige, wel- che noch einigen Antheil darin zu haben verlangen, ſich mit dem forderſamſten bey denen Hnn. Collec- teurs melden, und ihren Einſatz a 2. Marck pro Loß beſchleunigen, weil hoffentl. noch vor Ablauff obge- ſetzter Zeit keine Loſſe mehr zu haben ſeyn duͤrfften. Auch ſind an obbenannte Oerter noch einige Ein- richtungen beſagter Lotterey ohne Entgelt zu haben. Demnach man mit Einrichtung der zu Altona neu-angelegten groſſen lateiniſchen Schule nun- mehro unter Goͤttlichen Beyſtand ſo weit gekom- men iſt, daß mit der Jnformation der wuͤrckliche Anfang gemacht werden kan; So wird ſolches al- len denen ſo daran gelegen hiedurch oͤffentlich kund und bekandt gemacht, damit diejenige, ſo ihre Kin- der hinein zu ſchicken belieben moͤchten, hievon zeitige Nachricht haben, und ſolcher wegen alle ſelbſt gefaͤllige Anſtalt machen koͤnnen; die Eroͤffnung der Schule iſt auf den 24. April feſtgeſtellet, als an welchem Tage die Jnformation in allen Claſ- ſen ihren Anfang nimmt, und ſind die Anſtalten ſolchergeſtalt eingerichtet, daß die ſtudirende Ju- gend nicht allein in der GOttes-Furcht, Latini- tæt, Orientaliſchen Sprachen, Schreiben, Rech- nen, Buchhalten, und andern noͤhtigen Wiſſen- ſchafften, ſondern auch im Frantzoͤſiſchen und in der Matheſi guten Unterricht genieſſen, und von da mit wahren Nutzen auf Univerſitæten ziehen koͤnnen; dafern auch jemand von denen Anſtalten genauere Nachricht verlanget, kan ſich derſelbe desfals bey dem Herrn Rectore Gabriel Benedicto Luͤdecke melden. Bey Georg Fried. Quantz/ Buchbindern in der Knochenhau- er-Straſſe in Hamburg/ iſt ein neues Buch zu haben/ genannt: Der luſtige Juriſt/ worinnen viele ergoͤtzende Rechts-Fragen und ſeltſahme Gerichts-Haͤndel vorgeſtellet und eroͤrtert werden/ nebſt beygefuͤgten kurtzweiligen Diſcurſen und laͤcherlichen Bege- benheiten; wobey ſich denn auch im andern Theil eine deutliche und gruͤndliche Nachricht befindet von allerhand Suppliquen/ Jnſtrumenten/ Rechts-Briefen/ muͤndlichen Verhoͤren/ ſchrifft- lichen Proceſſen/ Rechts-Spruͤchen/ Belehrungen/ Ehe-Stiff- tungen/ Teſtamenten/ Jnventarien/ Gebuhrts-Lehr- und an- dern Briefen/ und wie ein gerichtliches Procedere geſchickt koͤnne getrieben und vollfuͤhret werden. Jn 8. und in dieſem 1725. Jahr gedruckt; koſtet 2 Marck. Jtem die ausfuͤhrliche Oſt-Frie- ſiſche Hiſtorie/ in Folio 15. Marck. Jtem ein Lobwaſſer mit grober Schrifft/ ſammt Geſang-Buch/ in laͤnglicht 12. iſt 48 Bo- gen groß fuͤr 8 ßl. Item Eggerich Beninga volledige Chronyk van Ooſtfriesland, en van alle nabuirige Volkeren; nu op’t nieuw uyt- gegeven en vermeerdert door Eilhardus Folkardus Harkenroht in 4to, gedruckt te Emden. 1723. 6 Mrck. Bey Peter Heuß/ in Hamburg neben der Banco/ iſt von dem Autore in Commißion zu haben/ ein ſicher und gewiſſes Remedium wider die Hæmorrhoides, oder ſo genannte Tacken/ welches viele Menſchen in Franckreich und ander Orten gebraucht haben/ auch jederzeit gut befunden worden; Denn wie aus ſol- chen Ubel mit der Zeit gefaͤhrliche Fiſtel-Schaden entſtehen/ auch wol oͤffters gar der kalte Brannt darzu ſchlagen kan/ oder wenigſtens die Patienten/ wenn ſie ſich nicht zum Schnitt be- quemen/ mit dieſer Plage ſich die Zeit ihres Lebens ſchleppen muͤſſen; Als koͤnnen alle dieſe boͤſe Zufaͤlle/ nicht ſicherer und gewiſſer/ als durch dieſes Remedium verhuͤtet werden/ die Kruck worinnen 1. Pfund iſt/ koſtet nebſt den gedruckten Be- richt/ worinnen alles ausfuͤyrlich ſtehet/ 2 Rthlr. und iſt oben auf mit des Autoris Pettſchafft verſiegelt/ wird auch nicht anders als aͤuſſerlich gebraucht. Wann derjenige herrliche Kraͤuter-Tranck/ welcher bisher mit ungemeinen Succeß zur Maͤy- und Herbſt-Cur gebrauchet wor- den/ bey dieſem ſchoͤnen Fruͤhlings-Wetter/ wegen ſeines un- beſchreiblichen Nutzens/ dergeſtalt in Abgang gerahten/ daß man nicht alle damit befriedigen koͤnnen; ſo dienet zur Nach- richt: daß ſelbiger wieder fertig/ und wie vorhin/ directe von Gottfried Helwig Selm/ in Hamburg bey der Mariaͤ Mag- dalenen Kirche wohnhafft/ verſchrieben werden kan. Die vor- treflichen Tugenden dieſes Kraͤuter-Trancks ſind zur Gnuͤge be- kannt/ und deſſen Wirckungen ſind Univerſal/ und kan wider alle Kranckheiten/ ſo wol curative als præſervative, mit wun- derbahren Nutzen gebrauchet werden; Er ſtaͤrcket die entkraͤff- tete Natur und Lebens-Geiſter/ dem Magen macht er Appetit/ befoͤrdert die Se- und Exerctiones/ reiniget den Magen/ die Bruſt und das Gebluͤt/ von allem Schleim und ſcharffer Un- reinigkeit/ und fuͤhret das Boͤſe durch den Stuhlgang und ge- lindes Laxiren ab/ benimmt alſo die Materien und Urſachen zu allen Kranckheiten/ und bewahret den Menſchen fuͤr alle boͤſe Zufaͤlle. Er iſt anbey angenehm von Geſchmack/ und koſtet die Cur-Portion 3 Rthlr. die dabey gehoͤrige Eſſenz aber 2 Marck. NB. Dieſer Kraͤuter-Tranck iſt ſonſt bey niemanden/ als bey Obbenannten zu haben. Es dienet zur Nachricht/ daß der bekandte Peter Meß/ eine ganz neue Art von Bruch-Baͤnder/ mit einem Spring- Schloß/ und ohne Spring-Schloͤſſer/ auch Nabel-Baͤnder mit Spring-Schloͤſſer/ und ohne Spring-Schloͤſſer/ ſehr kuͤnſtlich machet/ in Altona in der Elb-Straſſen/ in ſeinem Hauſe/ wo das Bremer-Waapen aushaͤnget. Dieſelben ſind die bequem- lichſten Sorten/ ſo bis dato erfunden und geſehen worden/ wie ſolches viele Menſchen/ welche ſich derſelben bedienet/ atteſtiren werden. Diejenige/ welche nicht ſelbſt anhero kommen koͤnnen/ werden erinnert/ daß ſie das Maas zu dem Bruch-Bande auf den bloſſen Leibe mit einem Bind-Faden/ 3 quer Finger breit unter der Huͤffte nehmen/ und dabey berichten/ an welcher Seite der Bruch/ und wie groß er ſey/ auch ob die Huͤffte mehr oval als rund ſey; iſt es an beyden Seiten/ ſo iſt zu wiſſen noͤhtig/ welcher der groͤſſeſte ſey/ wann man den Bruch kan eindruͤcken/ ſo kan ich ſie Baͤnder machen/ ſo bequem/ daß ſie darmit gehen/ ſtehen/ reiten und arbeiten koͤnnen/ alſo von niemand beſſer bekommen werden/ und denſelben vor einen rai- ſonnablen Preiß.

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Zitationshilfe: Stats- u. Gelehrte Zeitung des Hollsteinischen Correspondenten. Nr. 63, Hamburg, 20. April 1725, S. [4]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/hc_632004_1725/4>, abgerufen am 08.08.2022.