Die Grenzboten. Jg. 10, 1851, I. Semester. I. Band.Das Buch ist eine Verirrung. Der baroke I egne. Charakteristik lind das Uugeuügeude der Handlung. Schmuck und Glanz fremdartiger Architektur erhält, i Das Buch ist eine Verirrung. Der baroke I egne. Charakteristik lind das Uugeuügeude der Handlung. Schmuck und Glanz fremdartiger Architektur erhält, i <TEI> <text> <body> <div> <div n="1"> <pb facs="#f0414" corresp="http://brema.suub.uni-bremen.de/grenzboten/periodical/pageview/92152"/> <p xml:id="ID_1275" prev="#ID_1274"> Das Buch ist eine Verirrung. Der baroke I<lb/> weil er weder eine interessante Pointe noch irgend ein<lb/> hat. Diese Vermischung von landschaftlichen Schilderu<lb/> mit studirten, und zuweilen ohne Witz gesponnen P<lb/> mehr, als die breite behagliche Darstellung des Verf<lb/> eines wirren Durcheiuauderschwebeus der veriedenst</p><lb/> <p xml:id="ID_1276"> egne.<lb/> Und doch wurde das Buch von einem Manne g<lb/> so ziemlich der beste deutsche Romandichter ist; er ist<lb/> in eine Manier, welche matt von ihm überwunden gla<lb/> sich durch seiue Romane in Walter Scott's Ton, deu<lb/> Avaloll", zuerst seinen Namen erwarb, da schon war z<lb/> und Schwäche an ihm sei. Die gute Stimmung</p><lb/> <p xml:id="ID_1277"> Charakteristik lind das Uugeuügeude der Handlung.<lb/> mit großer Beweglichkeit verstanden, die Mode in uns<lb/> Die Novellen und großem Romane, welche zunächst au<lb/> ten, gehören der Hoffmann-Tiek'schen Richtung an. P<lb/> Gestalten und unheimliche Situationen, vermischt mi<lb/> Kunst und Literatur, dabei weder Charactere, uoch ein<lb/> keit, überall Caprice, Launen, Willkür find der Fluch<lb/> Aber selbst in dieser wüsten Zeit, in welcher der ve<lb/> in den Tallmel des Phantastischen hereinforcirt, wie irg<lb/> Haupttugend unverwüstbar hervor, der Drang, dem<lb/> mung zu geben. In seinen „zwölf Nächten" z. B. </p><lb/> <p xml:id="ID_1278" next="#ID_1279"> Schmuck und Glanz fremdartiger Architektur erhält, i<lb/> daß sie zumeist deu abenteuerlichen Roman hervorgeru<lb/> überall spiegelt sich in demselben der Gedanke an </p><lb/> </div> </div> </body> </text> </TEI> [0414]
Das Buch ist eine Verirrung. Der baroke I
weil er weder eine interessante Pointe noch irgend ein
hat. Diese Vermischung von landschaftlichen Schilderu
mit studirten, und zuweilen ohne Witz gesponnen P
mehr, als die breite behagliche Darstellung des Verf
eines wirren Durcheiuauderschwebeus der veriedenst
egne.
Und doch wurde das Buch von einem Manne g
so ziemlich der beste deutsche Romandichter ist; er ist
in eine Manier, welche matt von ihm überwunden gla
sich durch seiue Romane in Walter Scott's Ton, deu
Avaloll", zuerst seinen Namen erwarb, da schon war z
und Schwäche an ihm sei. Die gute Stimmung
Charakteristik lind das Uugeuügeude der Handlung.
mit großer Beweglichkeit verstanden, die Mode in uns
Die Novellen und großem Romane, welche zunächst au
ten, gehören der Hoffmann-Tiek'schen Richtung an. P
Gestalten und unheimliche Situationen, vermischt mi
Kunst und Literatur, dabei weder Charactere, uoch ein
keit, überall Caprice, Launen, Willkür find der Fluch
Aber selbst in dieser wüsten Zeit, in welcher der ve
in den Tallmel des Phantastischen hereinforcirt, wie irg
Haupttugend unverwüstbar hervor, der Drang, dem
mung zu geben. In seinen „zwölf Nächten" z. B.
Schmuck und Glanz fremdartiger Architektur erhält, i
daß sie zumeist deu abenteuerlichen Roman hervorgeru
überall spiegelt sich in demselben der Gedanke an
Informationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
FeedbackSie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden. Kommentar zur DTA-AusgabeDieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen … Staats- und Universitätsbibliothek (SuUB) Bremen: Bereitstellung der Texttranskription.
Kay-Michael Würzner: Bearbeitung der digitalen Edition.
Weitere Informationen:Verfahren der Texterfassung: OCR mit Nachkorrektur. Bogensignaturen: gekennzeichnet;Druckfehler: ignoriert;fremdsprachliches Material: nicht gekennzeichnet;Geminations-/Abkürzungsstriche: wie Vorlage;Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): nicht ausgezeichnet;i/j in Fraktur: wie Vorlage;I/J in Fraktur: wie Vorlage;Kolumnentitel: gekennzeichnet;Kustoden: gekennzeichnet;langes s (ſ): als s transkribiert;Normalisierungen: stillschweigend;rundes r (ꝛ): als r/et transkribiert;Seitenumbrüche markiert: ja;Silbentrennung: wie Vorlage;u/v bzw. U/V: wie Vorlage;Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert;Vollständigkeit: vollständig erfasst;Zeichensetzung: wie Vorlage;Zeilenumbrüche markiert: ja; Nachkorrektur erfolgte automatisch.
|
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden. Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des § 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
2007–2024 Deutsches Textarchiv, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
Kontakt: redaktion(at)deutschestextarchiv.de. |