Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Glaßbrenner, Adolf: Der Weihnachtsmarkt. Aus: Berliner Volksleben. Band 1, S. 233–272. Leipzig, 1847.

Bild:
<< vorherige Seite
letzte Seite
Sie das Zeug für meine Frau kauft! Und präge ihr ja recht ein, daß sie vom schönsten und besten nimmt, denn Du weißt, wie die Damen sind: sie sparen gar zu gern.
Arzt. Gut, gut! Na und Deine Frau bittest Du wegen des Hutes bei Kramer und Tallacker. Aber morgen schon, sonst wird er verkauft.
Rendant. Du kannst Dich darauf verlassen. Gute Nacht.
Arzt (indem er sich umdreht). Schlaf wohl!
Rendant (ihm nachrufend). Hör' mal, Du! Besorge nur die Commisstonen meiner Frau für mich ordentlich! (lächelnd) Daß Du mir ja recht was Schönes kaufst!
Arzt. Hahaha! Und von Dir hoff' ich, daß Du die Kupferstiche recht schön einrahmen läßt, die Du mit Augusten für mich zum Weihnachtsgeschenk ausgesucht hast. Hahaha, gute Nacht!
Rendant. Hahaha, schlaf' wohl!
Nachtwächter (pfeift und ruft). Elf is die Klock!


Sie das Zeug für meine Frau kauft! Und präge ihr ja recht ein, daß sie vom schönsten und besten nimmt, denn Du weißt, wie die Damen sind: sie sparen gar zu gern.
Arzt. Gut, gut! Na und Deine Frau bittest Du wegen des Hutes bei Kramer und Tallacker. Aber morgen schon, sonst wird er verkauft.
Rendant. Du kannst Dich darauf verlassen. Gute Nacht.
Arzt (indem er sich umdreht). Schlaf wohl!
Rendant (ihm nachrufend). Hör’ mal, Du! Besorge nur die Commisstonen meiner Frau für mich ordentlich! (lächelnd) Daß Du mir ja recht was Schönes kaufst!
Arzt. Hahaha! Und von Dir hoff’ ich, daß Du die Kupferstiche recht schön einrahmen läßt, die Du mit Augusten für mich zum Weihnachtsgeschenk ausgesucht hast. Hahaha, gute Nacht!
Rendant. Hahaha, schlaf’ wohl!
Nachtwächter (pfeift und ruft). Elf is die Klock!


<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <sp>
          <p><pb facs="#f0042" n="272"/>
Sie das Zeug für meine Frau kauft! Und präge ihr ja recht ein, daß sie vom schönsten und besten nimmt, denn Du weißt, wie die Damen sind: sie sparen gar zu gern.</p>
        </sp>
        <sp>
          <speaker><hi rendition="#g">Arzt</hi>.</speaker>
          <p>Gut, gut! Na und Deine Frau bittest Du wegen des Hutes bei Kramer und Tallacker. Aber morgen schon, sonst wird er verkauft.</p>
        </sp>
        <sp>
          <speaker><hi rendition="#g">Rendant</hi>.</speaker>
          <p>Du kannst Dich darauf verlassen. Gute Nacht.</p>
        </sp>
        <sp>
          <speaker> <hi rendition="#g">Arzt</hi> </speaker>
          <stage>(indem er sich umdreht).</stage>
          <p>Schlaf wohl!</p>
        </sp>
        <sp>
          <speaker> <hi rendition="#g">Rendant</hi> </speaker>
          <stage>(ihm nachrufend).</stage>
          <p>Hör&#x2019; mal, Du! Besorge nur die Commisstonen meiner Frau für mich ordentlich! <stage>(lächelnd)</stage> Daß Du mir ja recht was Schönes kaufst!</p>
        </sp>
        <sp>
          <speaker><hi rendition="#g">Arzt</hi>.</speaker>
          <p>Hahaha! Und von Dir hoff&#x2019; ich, daß Du die Kupferstiche recht schön einrahmen läßt, die Du mit Augusten für mich zum Weihnachtsgeschenk ausgesucht hast. Hahaha, gute Nacht!</p>
        </sp>
        <sp>
          <speaker><hi rendition="#g">Rendant</hi>.</speaker>
          <p>Hahaha, schlaf&#x2019; wohl!</p>
        </sp>
        <sp>
          <speaker> <hi rendition="#g">Nachtwächter</hi> </speaker>
          <stage>(pfeift und ruft).</stage>
          <p>Elf is die Klock!</p>
        </sp>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[272/0042] Sie das Zeug für meine Frau kauft! Und präge ihr ja recht ein, daß sie vom schönsten und besten nimmt, denn Du weißt, wie die Damen sind: sie sparen gar zu gern. Arzt. Gut, gut! Na und Deine Frau bittest Du wegen des Hutes bei Kramer und Tallacker. Aber morgen schon, sonst wird er verkauft. Rendant. Du kannst Dich darauf verlassen. Gute Nacht. Arzt (indem er sich umdreht). Schlaf wohl! Rendant (ihm nachrufend). Hör’ mal, Du! Besorge nur die Commisstonen meiner Frau für mich ordentlich! (lächelnd) Daß Du mir ja recht was Schönes kaufst! Arzt. Hahaha! Und von Dir hoff’ ich, daß Du die Kupferstiche recht schön einrahmen läßt, die Du mit Augusten für mich zum Weihnachtsgeschenk ausgesucht hast. Hahaha, gute Nacht! Rendant. Hahaha, schlaf’ wohl! Nachtwächter (pfeift und ruft). Elf is die Klock!

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Wikisource: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in Wikisource-Syntax. (2012-12-17T12:18:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme aus Wikisource entsprechen muss.
Wikimedia Commons: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2012-12-17T12:18:31Z)
Frank Wiegand: Konvertierung von Wikisource-Markup nach XML/TEI gemäß DTA-Basisformat. (2012-12-17T12:18:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/glassbrenner_weihnachtsmarkt_1847
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/glassbrenner_weihnachtsmarkt_1847/42
Zitationshilfe: Glaßbrenner, Adolf: Der Weihnachtsmarkt. Aus: Berliner Volksleben. Band 1, S. 233–272. Leipzig, 1847, S. 272. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/glassbrenner_weihnachtsmarkt_1847/42>, abgerufen am 17.04.2024.