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Finen, Eberhard: Der Seine Seele stillende David/ Und die Rechte Stelle einer stillen Zufriedenheit. Braunschweig, 1720.

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tes tuas, Kehre wieder zu deiner Ruhe. Es kömmt ihm nicht anders vor / als ob sein Hertz das vorige nicht mehr sey / als habe es sich vergessen / als sey es nicht mehr zu Hause / sondern aus- und irre gegangen. Nein / wil er sagen / das muß so nicht seyn: Davids Hertz muß sich nicht so vergehen / es muß anders werden / es muß wieder zu sich selber kommen. Gnug / daß mir meine Feinde von aussen Unruhe machen / inwendig muß es wieder stille werden. Was ich andern gerathen / was ich vorher selbst gethan / das wil ich ferner thun: Ich wil meine Wege GOtt befehlen,Psalm. XXXVII. v. 5. 6. 7. ich wil auf GOtt hoffen; Er wirds wohl machen, und wird meine Gerechtigkeit hervor bringen, wie das Licht, und mein Recht, wie den Mittag. Ich wil mein Anliegen auf demPs. LV. v. 23. HErrn werffen, der wird mich nicht ewig in Unruhe lassen. Ich wil stille bleiben, so wird mirEsa. XXX. v. 15. geholffen. Das heißt: Sey nun wieder zufrieden, meine Seele.

So weit gehet die Ermahnung / stille zu seyn. Nun folget die Bewegung, stille zu seyn.

Solche fänget er an zuförderst überhaupt / und sagt: Denn der HErr thnt dir Gutes; Hernach erzählet er das Gute, das ihm GOTT gethan / insbesondere: Denn du hast meine Seele, etc.

Der HErr thut dir Gutes. Die göttlichen Wohlthaten sind es lediglich allein / in welchen sich der unsterbliche Geist des Menschen beruhigen und zufrieden stellen kan; nicht so wol wie sie äusserlich als was Gutes anzusehen / sondern wie sie Zeugen sind der in dem göttlichen Hertzen gegen uns wallenden Liebe; Denn alles Gute ausser solchem Ursprung der göttlichen Liebe betrachtet / führet

tes tuas, Kehre wieder zu deiner Ruhe. Es kömmt ihm nicht anders vor / als ob sein Hertz das vorige nicht mehr sey / als habe es sich vergessen / als sey es nicht mehr zu Hause / sondern aus- und irre gegangen. Nein / wil er sagen / das muß so nicht seyn: Davids Hertz muß sich nicht so vergehen / es muß anders werden / es muß wieder zu sich selber kommen. Gnug / daß mir meine Feinde von aussen Unruhe machen / inwendig muß es wieder stille werden. Was ich andern gerathen / was ich vorher selbst gethan / das wil ich ferner thun: Ich wil meine Wege GOtt befehlen,Psalm. XXXVII. v. 5. 6. 7. ich wil auf GOtt hoffen; Er wirds wohl machen, und wird meine Gerechtigkeit hervor bringen, wie das Licht, und mein Recht, wie den Mittag. Ich wil mein Anliegen auf demPs. LV. v. 23. HErrn werffen, der wird mich nicht ewig in Unruhe lassen. Ich wil stille bleiben, so wird mirEsa. XXX. v. 15. geholffen. Das heißt: Sey nun wieder zufrieden, meine Seele.

So weit gehet die Ermahnung / stille zu seyn. Nun folget die Bewegung, stille zu seyn.

Solche fänget er an zuförderst überhaupt / und sagt: Denn der HErr thnt dir Gutes; Hernach erzählet er das Gute, das ihm GOTT gethan / insbesondere: Denn du hast meine Seele, etc.

Der HErr thut dir Gutes. Die göttlichen Wohlthaten sind es lediglich allein / in welchen sich der unsterbliche Geist des Menschen beruhigen und zufrieden stellen kan; nicht so wol wie sie äusserlich als was Gutes anzusehen / sondern wie sie Zeugen sind der in dem göttlichen Hertzen gegen uns wallenden Liebe; Denn alles Gute ausser solchem Ursprung der göttlichen Liebe betrachtet / führet

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tes tuas, Kehre wieder
                     zu deiner Ruhe. Es kömmt ihm nicht anders vor / als ob sein Hertz das vorige
                     nicht mehr sey / als habe es sich vergessen / als sey es nicht mehr zu Hause /
                     sondern aus- und irre gegangen. Nein / wil er sagen / das muß so nicht seyn:
                     Davids Hertz muß sich nicht so vergehen / es muß anders werden / es muß wieder
                     zu sich selber kommen. Gnug / daß mir meine Feinde von aussen Unruhe machen /
                     inwendig muß es wieder stille werden. Was ich andern gerathen / was ich vorher
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                     seyn.</p>
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[11/0017] tes tuas, Kehre wieder zu deiner Ruhe. Es kömmt ihm nicht anders vor / als ob sein Hertz das vorige nicht mehr sey / als habe es sich vergessen / als sey es nicht mehr zu Hause / sondern aus- und irre gegangen. Nein / wil er sagen / das muß so nicht seyn: Davids Hertz muß sich nicht so vergehen / es muß anders werden / es muß wieder zu sich selber kommen. Gnug / daß mir meine Feinde von aussen Unruhe machen / inwendig muß es wieder stille werden. Was ich andern gerathen / was ich vorher selbst gethan / das wil ich ferner thun: Ich wil meine Wege GOtt befehlen, ich wil auf GOtt hoffen; Er wirds wohl machen, und wird meine Gerechtigkeit hervor bringen, wie das Licht, und mein Recht, wie den Mittag. Ich wil mein Anliegen auf dem HErrn werffen, der wird mich nicht ewig in Unruhe lassen. Ich wil stille bleiben, so wird mir geholffen. Das heißt: Sey nun wieder zufrieden, meine Seele. Psalm. XXXVII. v. 5. 6. 7. Ps. LV. v. 23. Esa. XXX. v. 15. So weit gehet die Ermahnung / stille zu seyn. Nun folget die Bewegung, stille zu seyn. Solche fänget er an zuförderst überhaupt / und sagt: Denn der HErr thnt dir Gutes; Hernach erzählet er das Gute, das ihm GOTT gethan / insbesondere: Denn du hast meine Seele, etc. Der HErr thut dir Gutes. Die göttlichen Wohlthaten sind es lediglich allein / in welchen sich der unsterbliche Geist des Menschen beruhigen und zufrieden stellen kan; nicht so wol wie sie äusserlich als was Gutes anzusehen / sondern wie sie Zeugen sind der in dem göttlichen Hertzen gegen uns wallenden Liebe; Denn alles Gute ausser solchem Ursprung der göttlichen Liebe betrachtet / führet

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Zitationshilfe: Finen, Eberhard: Der Seine Seele stillende David/ Und die Rechte Stelle einer stillen Zufriedenheit. Braunschweig, 1720, S. 11. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/finen_david_1720/17>, abgerufen am 19.05.2021.