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Clodius, Christian August Heinrich: Entwurf einer systematischen Poetik nebst Collectaneen zu ihrer Ausführung. Erster Theil. Leipzig, 1804.

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p1c_XLIV.001
§. 10. mit der Kategorie der Quantität, sondern mit p1c_XLIV.002
der Relation beginnen. Denn bey einem bestimmten p1c_XLIV.003
Objekte ist die erste Frage, nach seiner Wirkung.) p1c_XLIV.004
Jedes Jdeal muß ausdrücken 1) eine frey gewirkte p1c_XLIV.005
Zweckmäßigkeit (unbestimmte formelle Vollkommenheit) p1c_XLIV.006
2) eine lebendige Anschaulichkeit, 3) eine Totalität p1c_XLIV.007
(oder Allheit als unbestimmbares Ganzes), p1c_XLIV.008
4) die Harmonie alles objektiven und subjektiven p1c_XLIV.009
(Wahrheit).

p1c_XLIV.010

§. 4. S. 589. Von den vier Hauptidealen der vier Seelenkräfte. p1c_XLIV.011
Freyheit (Jdeal des Willens), Substanz p1c_XLIV.012
(beharrende Erscheinung, Jdeal der Phantasie), p1c_XLIV.013
Weltsystem (Jdeal des Verstandes) Selbstbewußtseyn p1c_XLIV.014
mittelst der Erscheinungen (Jdeal der p1c_XLIV.015
Vernunft). Hierauf gründet die höhere darstellende p1c_XLIV.016
Poesie ihre Eintheilung in historische, beschreibende, p1c_XLIV.017
didactische, allegorische.

p1c_XLIV.018

§. 5. Niedere darstellende Poesie. Jhre Gattungen p1c_XLIV.019
beschäftigen die Seelenkräfte im empirischen p1c_XLIV.020
Sinne genommen, nicht den Willen, sondern p1c_XLIV.021
das Begehrungsvermögen, nicht die Phantasie, p1c_XLIV.022
als Streben nach Anschauen des Unendlichen, p1c_XLIV.023
sondern die sinnliche Anschauung, nicht den p1c_XLIV.024
Verstand, sondern den Witz, nicht die selbstbestimmende p1c_XLIV.025
Vernunft, sondern das formelle Vermögen p1c_XLIV.026
zum Schließen. Die niedere historische, beschreibende, p1c_XLIV.027
didactische, allegorische Poesie erweckt die Empfindung p1c_XLIV.028
des niedern Schönen.

p1c_XLIV.001
§. 10. mit der Kategorie der Quantität, sondern mit p1c_XLIV.002
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Poesie ihre Eintheilung in historische, beschreibende, p1c_XLIV.017
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[RXLIV/0048] p1c_XLIV.001 §. 10. mit der Kategorie der Quantität, sondern mit p1c_XLIV.002 der Relation beginnen. Denn bey einem bestimmten p1c_XLIV.003 Objekte ist die erste Frage, nach seiner Wirkung.) p1c_XLIV.004 Jedes Jdeal muß ausdrücken 1) eine frey gewirkte p1c_XLIV.005 Zweckmäßigkeit (unbestimmte formelle Vollkommenheit) p1c_XLIV.006 2) eine lebendige Anschaulichkeit, 3) eine Totalität p1c_XLIV.007 (oder Allheit als unbestimmbares Ganzes), p1c_XLIV.008 4) die Harmonie alles objektiven und subjektiven p1c_XLIV.009 (Wahrheit). p1c_XLIV.010 §. 4. S. 589. Von den vier Hauptidealen der vier Seelenkräfte. p1c_XLIV.011 Freyheit (Jdeal des Willens), Substanz p1c_XLIV.012 (beharrende Erscheinung, Jdeal der Phantasie), p1c_XLIV.013 Weltsystem (Jdeal des Verstandes) Selbstbewußtseyn p1c_XLIV.014 mittelst der Erscheinungen (Jdeal der p1c_XLIV.015 Vernunft). Hierauf gründet die höhere darstellende p1c_XLIV.016 Poesie ihre Eintheilung in historische, beschreibende, p1c_XLIV.017 didactische, allegorische. p1c_XLIV.018 §. 5. Niedere darstellende Poesie. Jhre Gattungen p1c_XLIV.019 beschäftigen die Seelenkräfte im empirischen p1c_XLIV.020 Sinne genommen, nicht den Willen, sondern p1c_XLIV.021 das Begehrungsvermögen, nicht die Phantasie, p1c_XLIV.022 als Streben nach Anschauen des Unendlichen, p1c_XLIV.023 sondern die sinnliche Anschauung, nicht den p1c_XLIV.024 Verstand, sondern den Witz, nicht die selbstbestimmende p1c_XLIV.025 Vernunft, sondern das formelle Vermögen p1c_XLIV.026 zum Schließen. Die niedere historische, beschreibende, p1c_XLIV.027 didactische, allegorische Poesie erweckt die Empfindung p1c_XLIV.028 des niedern Schönen.

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Zitationshilfe: Clodius, Christian August Heinrich: Entwurf einer systematischen Poetik nebst Collectaneen zu ihrer Ausführung. Erster Theil. Leipzig, 1804, S. RXLIV. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/clodius_poetik01_1804/48>, abgerufen am 21.04.2024.