Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Allgemeine Zeitung. Nr. 49. Augsburg, 18. Februar 1840.

Bild:
<< vorherige Seite

Darf man jedoch die gestrige Abstimmung als entscheidend ansehen, so hat die große Mehrzahl der Stadtverordneten diese Beschuldigungen für unbegründet erklärt. Allerdings hat Hr. Krausnick eine nicht unansehnliche Fraction gegen sich gehabt, doch eine große Majorität (von 94 Abstimmenden 64) hat ihn wieder auf die Candidatenliste gebracht. Die beiden andern von den Stadtverordneten vorgeschlagenen Candidaten sind der Stadtrath und Präses der Armendirection, Hr. de Cuvry (der noch einige Stimmen mehr für sich gehabt haben soll, als der jetzige Oberbürgermeister) und der ehemalige Polizeipräsident, Hr. v. Arnim. - Ihr Londoner ([irrelevantes Material]) Correspondent, der immer vielerlei von hochkirchlichen und presbyterianischen Verhältnissen zu erzählen weiß, war unstreitig falsch berichtet, als er von einem an den Bischof von London gelangten Auftrag unsers Königs erzählte, die evangelischen Bischöfe Preußens zu weihen und zu consecriren. Als der König die Institution der Landesbischöfe wieder herstellte, wurde allerdings auf das Beispiel Scandinaviens, wo es ja ebenfalls evangelische Erzbischöfe und Bischöfe gibt, nicht aber auf das von England hingewiesen, dessen Episkopat bekanntlich einen von der deutschen protestantischen Kirche sehr abweichenden Ursprung hat. - Zwei alte Soldaten, die Generalmajors v. Wedel und v. Blankenburg, von denen der erstere bei der bekannten Schill'schen Expedition sich befand, haben ihren Abschied eingereicht und erhalten, was in militärischen Kreisen viel besprochen wird. - Auch hier wird jetzt für die neue griechische Universität gesammelt. Professor Karl Ritter steht an der Spitze dieses philhellenischen Unternehmens, dem jedoch, fürchten wir, mehr gelehrte und guten Willen habende, als reiche Männer sich anschließen werden.

Oesterreich.

Feldmarschall-Lieutenant und Vicepräsident des Hofkriegsraths, Frhr. Adolph v. Prohaska, der zum Chef der Militärsection im Staatsrathe ernannt wurde, bekleidete schon zu Lebzeiten Sr. Maj. des Kaisers Franz die Charge eines staatsräthlichen Referenten, und wurde später zum Vicepräsidenten des Hofkriegsraths ernannt. Er ist ein Ehrenmann im vollsten Sinne des Wortes, ausgezeichnet durch eine langjährige militärische Dienstleistung, schon durch seine frühere Stellenbekleidung im Staatsrathe mit den Geschäften desselben vertraut, und, was allenthalben, vorzüglich aber bei einflußreichen Staatsdienern von besonderer Wichtigkeit ist, eines edlen, wohlwollenden Sinnes. Seine Berufung in den Staatsrath ist der thatsächliche Beweis, daß es in Oesterreich nicht an Männern gebricht, welche den Abgang der ausgezeichnetsten Individualitäten zu ersetzen vermögen, so wie daß die Hand nicht fehlt, sie herauszufinden. - Einen um das Volksschulwesen hochverdienten Mann haben wir in dem am 16 Jan. zu Kirnberg in Niederösterreich verstorbenen Dompropst Joseph Spendou verloren. - Ein Wiener Correspondent der Leipziger Allg. Zeitung erwähnt in einer der letzten Nummern dieses Blattes der Einführung einer Miethsteuer, und bezieht hierauf dasjenige, was wir in Nro. 17 der Allg. Zeitung von dem Besserwerden unsrer Finanzen und dem Aufschwunge des Creditwesens gesagt. Wir können nicht umhin, dem Berichterstatter zu bemerken, daß er schlecht unterrichtet ist, da er von Einführung einer Miethsteuer spricht, an die unsre Staatsverwaltung nicht denkt, geschweige daß sie beantragt wäre. Auch dürfte ihm die österreichische Steuerverfassung nicht sonderlich bekannt seyn, weil er sonst bedacht hätte, daß, da die Miethsteuer ohnedieß indirecte besteht, ihre anderweitige Einführung nicht wohl thunlich ist. Dadurch nämlich, daß jeder Hauseigenthümer von dem Erträgnisse seiner vermietheten Wohnungen, die seit undenklichen Zeiten in Oesterreich bestehende Zinssteuer entrichtet, ist die Miethe selbst augenfällig indirect besteuert, weil der Vermiether sie nach Maaßgabe der zu entrichtenden Zinssteuer erhöht, wodurch der Miethmann natürlicherweise gleich dem Besteuerten in Mitleidenschaft gezogen erscheint. Die Herleitung der bessern Finanzgebahrung konnten wir demzufolge unmöglich der aufgebürdeten Miethsteuer entnehmen, und darüber konnte auch kein Zweifel entstehen, da wir deutlich gesagt, daß sie in die gesteigerte Tendenz für industrielle Bestrebungen zu setzen sey. Und so ist es auch. Der Mehrertrag von 2 Millionen Gulden C. M., welcher sich beim vorjährigen Rechnungsabschlusse unsern Nachrichten zufolge ergeben hat, kam nicht durch Erhöhung der bestehenden oder Creirung neuer Steuern ein, sondern war das Ergebniß vermehrter Zuflüsse bei den indirecten Abgaben, namentlich bei der Verzehrungssteuer, was deutlich beweist, daß Gewerbsthätigkeit und Verkehr, begünstigt vom Friedensstande und von der Staatsverwaltung, im Steigen begriffen sind.

Gestern ist die betrübende Anzeige hier eingegangen, daß der Civil- und Militärgouverneur von Dalmatien, Feldzeugmeister Graf Vetter v. Lilienberg, zu Zara gestorben ist. Auch durch diesen Todesfall hat der Kaiserstaat einen empfindlichen Verlust erlitten. Der Verstorbene hatte in den Kriegen Oesterreichs - wie dieß Spuren mancher Wunden an seinem Körper bezeugen - mit eben so ausgezeichneter Bravour gedient, als er während des Friedens durch seine Sorgfalt und Umsicht, namentlich in Verwaltung des ihm seit einer Reihe von Jahren anvertrauten, wegen der unruhigen Nachbarschaft wichtigen Postens eines Civil- und Militärgouverneurs von Dalmatien sich die höchste und allgemein dankbare Anerkennung zu erwerben gewußt hat. Wenige Wochen vor seinem Tode hat er sein 50stes Dienstjubiläum gefeiert. - In den nächsten Tagen erwartet man hier auf Besuch I. M. die Königin von Sachsen, Zwillingsschwester I. kais. Hoh. der Frau Erzherzogin Sophie. Bereits sind in der kaiserlichen Hofburg die Appartements zum Empfange des durchl. Gastes in Bereitschaft gesetzt. - Heute Mittag legte der neue Generaladjutant und geh. Rath, Graf v. Wratislaw, den Diensteid in die Hände Sr. Maj. des Kaisers ab.

Türkei.

Die französischen Zeitungen bringen uns die Kunde, daß die in London gepflogenen Conferenzen schwerlich zu einem günstigen Resultat führen werden. Obgleich nun diese Quelle mehr als verdächtig scheint, so wirken doch diese Nachrichten auf die Gemüther der hiesigen Diplomaten, und es scheint, daß Lord Ponsonby den Hrn. v. Pontois einigermaßen sich annähern läßt. Hr. v. Pontois predigt Versöhnung; hört man ihn, so ist es die höchste Zeit, zwischen der Pforte und dem Vicekönig irgend ein Accommodement zu Stande zu bringen. Versäume man diesen äußersten Augenblick, so werde man vom Taurus und von Aegypten her Dinge vernehmen, die den Bestand der osmanischen Monarchie in Frage stellen dürften. Die bewegliche Thätigkeit des französischen Gesandten entfaltet sich neuerdings in einem so hohen Grade, daß man keinen Zweifel darüber hegen kann, es sey wieder auf einen großen diplomatischen Schlag abgesehen. Den türkischen Ministern liegt er beständig in den Ohren; er flüstert ihnen zu, Rußland sey es nicht Ernst, die orientalische Frage zum Ziele zu führen; nur Zeit zu gewinnen strebe, die moskowitische Politik, deren letzter und einziger Zweck die Zerstückelung der Türkei und die Besitzergreifung des größtmöglichen Theils der occupationsfähigen Beute sey. Von diesen Gesinnungen seyen mehr oder weniger auch andere Mächte beseelt;

Darf man jedoch die gestrige Abstimmung als entscheidend ansehen, so hat die große Mehrzahl der Stadtverordneten diese Beschuldigungen für unbegründet erklärt. Allerdings hat Hr. Krausnick eine nicht unansehnliche Fraction gegen sich gehabt, doch eine große Majorität (von 94 Abstimmenden 64) hat ihn wieder auf die Candidatenliste gebracht. Die beiden andern von den Stadtverordneten vorgeschlagenen Candidaten sind der Stadtrath und Präses der Armendirection, Hr. de Cuvry (der noch einige Stimmen mehr für sich gehabt haben soll, als der jetzige Oberbürgermeister) und der ehemalige Polizeipräsident, Hr. v. Arnim. – Ihr Londoner ([irrelevantes Material]) Correspondent, der immer vielerlei von hochkirchlichen und presbyterianischen Verhältnissen zu erzählen weiß, war unstreitig falsch berichtet, als er von einem an den Bischof von London gelangten Auftrag unsers Königs erzählte, die evangelischen Bischöfe Preußens zu weihen und zu consecriren. Als der König die Institution der Landesbischöfe wieder herstellte, wurde allerdings auf das Beispiel Scandinaviens, wo es ja ebenfalls evangelische Erzbischöfe und Bischöfe gibt, nicht aber auf das von England hingewiesen, dessen Episkopat bekanntlich einen von der deutschen protestantischen Kirche sehr abweichenden Ursprung hat. – Zwei alte Soldaten, die Generalmajors v. Wedel und v. Blankenburg, von denen der erstere bei der bekannten Schill'schen Expedition sich befand, haben ihren Abschied eingereicht und erhalten, was in militärischen Kreisen viel besprochen wird. – Auch hier wird jetzt für die neue griechische Universität gesammelt. Professor Karl Ritter steht an der Spitze dieses philhellenischen Unternehmens, dem jedoch, fürchten wir, mehr gelehrte und guten Willen habende, als reiche Männer sich anschließen werden.

Oesterreich.

Feldmarschall-Lieutenant und Vicepräsident des Hofkriegsraths, Frhr. Adolph v. Prohaska, der zum Chef der Militärsection im Staatsrathe ernannt wurde, bekleidete schon zu Lebzeiten Sr. Maj. des Kaisers Franz die Charge eines staatsräthlichen Referenten, und wurde später zum Vicepräsidenten des Hofkriegsraths ernannt. Er ist ein Ehrenmann im vollsten Sinne des Wortes, ausgezeichnet durch eine langjährige militärische Dienstleistung, schon durch seine frühere Stellenbekleidung im Staatsrathe mit den Geschäften desselben vertraut, und, was allenthalben, vorzüglich aber bei einflußreichen Staatsdienern von besonderer Wichtigkeit ist, eines edlen, wohlwollenden Sinnes. Seine Berufung in den Staatsrath ist der thatsächliche Beweis, daß es in Oesterreich nicht an Männern gebricht, welche den Abgang der ausgezeichnetsten Individualitäten zu ersetzen vermögen, so wie daß die Hand nicht fehlt, sie herauszufinden. – Einen um das Volksschulwesen hochverdienten Mann haben wir in dem am 16 Jan. zu Kirnberg in Niederösterreich verstorbenen Dompropst Joseph Spendou verloren. – Ein Wiener Correspondent der Leipziger Allg. Zeitung erwähnt in einer der letzten Nummern dieses Blattes der Einführung einer Miethsteuer, und bezieht hierauf dasjenige, was wir in Nro. 17 der Allg. Zeitung von dem Besserwerden unsrer Finanzen und dem Aufschwunge des Creditwesens gesagt. Wir können nicht umhin, dem Berichterstatter zu bemerken, daß er schlecht unterrichtet ist, da er von Einführung einer Miethsteuer spricht, an die unsre Staatsverwaltung nicht denkt, geschweige daß sie beantragt wäre. Auch dürfte ihm die österreichische Steuerverfassung nicht sonderlich bekannt seyn, weil er sonst bedacht hätte, daß, da die Miethsteuer ohnedieß indirecte besteht, ihre anderweitige Einführung nicht wohl thunlich ist. Dadurch nämlich, daß jeder Hauseigenthümer von dem Erträgnisse seiner vermietheten Wohnungen, die seit undenklichen Zeiten in Oesterreich bestehende Zinssteuer entrichtet, ist die Miethe selbst augenfällig indirect besteuert, weil der Vermiether sie nach Maaßgabe der zu entrichtenden Zinssteuer erhöht, wodurch der Miethmann natürlicherweise gleich dem Besteuerten in Mitleidenschaft gezogen erscheint. Die Herleitung der bessern Finanzgebahrung konnten wir demzufolge unmöglich der aufgebürdeten Miethsteuer entnehmen, und darüber konnte auch kein Zweifel entstehen, da wir deutlich gesagt, daß sie in die gesteigerte Tendenz für industrielle Bestrebungen zu setzen sey. Und so ist es auch. Der Mehrertrag von 2 Millionen Gulden C. M., welcher sich beim vorjährigen Rechnungsabschlusse unsern Nachrichten zufolge ergeben hat, kam nicht durch Erhöhung der bestehenden oder Creirung neuer Steuern ein, sondern war das Ergebniß vermehrter Zuflüsse bei den indirecten Abgaben, namentlich bei der Verzehrungssteuer, was deutlich beweist, daß Gewerbsthätigkeit und Verkehr, begünstigt vom Friedensstande und von der Staatsverwaltung, im Steigen begriffen sind.

Gestern ist die betrübende Anzeige hier eingegangen, daß der Civil- und Militärgouverneur von Dalmatien, Feldzeugmeister Graf Vetter v. Lilienberg, zu Zara gestorben ist. Auch durch diesen Todesfall hat der Kaiserstaat einen empfindlichen Verlust erlitten. Der Verstorbene hatte in den Kriegen Oesterreichs – wie dieß Spuren mancher Wunden an seinem Körper bezeugen – mit eben so ausgezeichneter Bravour gedient, als er während des Friedens durch seine Sorgfalt und Umsicht, namentlich in Verwaltung des ihm seit einer Reihe von Jahren anvertrauten, wegen der unruhigen Nachbarschaft wichtigen Postens eines Civil- und Militärgouverneurs von Dalmatien sich die höchste und allgemein dankbare Anerkennung zu erwerben gewußt hat. Wenige Wochen vor seinem Tode hat er sein 50stes Dienstjubiläum gefeiert. – In den nächsten Tagen erwartet man hier auf Besuch I. M. die Königin von Sachsen, Zwillingsschwester I. kais. Hoh. der Frau Erzherzogin Sophie. Bereits sind in der kaiserlichen Hofburg die Appartements zum Empfange des durchl. Gastes in Bereitschaft gesetzt. – Heute Mittag legte der neue Generaladjutant und geh. Rath, Graf v. Wratislaw, den Diensteid in die Hände Sr. Maj. des Kaisers ab.

Türkei.

Die französischen Zeitungen bringen uns die Kunde, daß die in London gepflogenen Conferenzen schwerlich zu einem günstigen Resultat führen werden. Obgleich nun diese Quelle mehr als verdächtig scheint, so wirken doch diese Nachrichten auf die Gemüther der hiesigen Diplomaten, und es scheint, daß Lord Ponsonby den Hrn. v. Pontois einigermaßen sich annähern läßt. Hr. v. Pontois predigt Versöhnung; hört man ihn, so ist es die höchste Zeit, zwischen der Pforte und dem Vicekönig irgend ein Accommodement zu Stande zu bringen. Versäume man diesen äußersten Augenblick, so werde man vom Taurus und von Aegypten her Dinge vernehmen, die den Bestand der osmanischen Monarchie in Frage stellen dürften. Die bewegliche Thätigkeit des französischen Gesandten entfaltet sich neuerdings in einem so hohen Grade, daß man keinen Zweifel darüber hegen kann, es sey wieder auf einen großen diplomatischen Schlag abgesehen. Den türkischen Ministern liegt er beständig in den Ohren; er flüstert ihnen zu, Rußland sey es nicht Ernst, die orientalische Frage zum Ziele zu führen; nur Zeit zu gewinnen strebe, die moskowitische Politik, deren letzter und einziger Zweck die Zerstückelung der Türkei und die Besitzergreifung des größtmöglichen Theils der occupationsfähigen Beute sey. Von diesen Gesinnungen seyen mehr oder weniger auch andere Mächte beseelt;

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0006" n="0390"/>
Darf man jedoch die gestrige Abstimmung als entscheidend ansehen, so hat die große Mehrzahl der Stadtverordneten diese Beschuldigungen für unbegründet erklärt. Allerdings hat Hr. Krausnick eine nicht unansehnliche Fraction gegen sich gehabt, doch eine große Majorität (von 94 Abstimmenden 64) hat ihn wieder auf die Candidatenliste gebracht. Die beiden andern von den Stadtverordneten vorgeschlagenen Candidaten sind der Stadtrath und Präses der Armendirection, Hr. de Cuvry (der noch einige Stimmen mehr für sich gehabt haben soll, als der jetzige Oberbürgermeister) und der ehemalige Polizeipräsident, Hr. v. Arnim. &#x2013; Ihr Londoner (<bibl><gap reason="insignificant"/></bibl>) Correspondent, der immer vielerlei von hochkirchlichen und presbyterianischen Verhältnissen zu erzählen weiß, war unstreitig falsch berichtet, als er von einem an den Bischof von London gelangten Auftrag unsers Königs erzählte, die evangelischen Bischöfe Preußens zu weihen und zu consecriren. Als der König die Institution der Landesbischöfe wieder herstellte, wurde allerdings auf das Beispiel Scandinaviens, wo es ja ebenfalls evangelische Erzbischöfe und Bischöfe gibt, nicht aber auf das von England hingewiesen, dessen Episkopat bekanntlich einen von der deutschen protestantischen Kirche sehr abweichenden Ursprung hat. &#x2013; Zwei alte Soldaten, die Generalmajors v. Wedel und v. Blankenburg, von denen der erstere bei der bekannten Schill'schen Expedition sich befand, haben ihren Abschied eingereicht und erhalten, was in militärischen Kreisen viel besprochen wird. &#x2013; Auch hier wird jetzt für die neue griechische Universität gesammelt. Professor Karl Ritter steht an der Spitze dieses philhellenischen Unternehmens, dem jedoch, fürchten wir, mehr gelehrte und guten Willen habende, als reiche Männer sich anschließen werden.</p><lb/>
        </div>
      </div>
      <div type="jArticle" n="1">
        <head> <hi rendition="#b">Oesterreich.</hi> </head><lb/>
        <div n="2">
          <byline>
            <docAuthor>
              <gap reason="insignificant"/>
            </docAuthor>
          </byline>
          <dateline><hi rendition="#b">Wien,</hi> 12 Febr.</dateline>
          <p> Feldmarschall-Lieutenant und Vicepräsident des Hofkriegsraths, Frhr. Adolph v. Prohaska, der zum Chef der Militärsection im Staatsrathe ernannt wurde, bekleidete schon zu Lebzeiten Sr. Maj. des Kaisers Franz die Charge eines staatsräthlichen Referenten, und wurde später zum Vicepräsidenten des Hofkriegsraths ernannt. Er ist ein Ehrenmann im vollsten Sinne des Wortes, ausgezeichnet durch eine langjährige militärische Dienstleistung, schon durch seine frühere Stellenbekleidung im Staatsrathe mit den Geschäften desselben vertraut, und, was allenthalben, vorzüglich aber bei einflußreichen Staatsdienern von besonderer Wichtigkeit ist, eines edlen, wohlwollenden Sinnes. Seine Berufung in den Staatsrath ist der thatsächliche Beweis, daß es in Oesterreich nicht an Männern gebricht, welche den Abgang der ausgezeichnetsten Individualitäten zu ersetzen vermögen, so wie daß die Hand nicht fehlt, sie herauszufinden. &#x2013; Einen um das Volksschulwesen hochverdienten Mann haben wir in dem am 16 Jan. zu Kirnberg in Niederösterreich verstorbenen Dompropst Joseph Spendou verloren. &#x2013; Ein Wiener Correspondent der Leipziger Allg. Zeitung erwähnt in einer der letzten Nummern dieses Blattes der Einführung einer Miethsteuer, und bezieht hierauf dasjenige, was wir in Nro. 17 der Allg. Zeitung von dem Besserwerden unsrer Finanzen und dem Aufschwunge des Creditwesens gesagt. Wir können nicht umhin, dem Berichterstatter zu bemerken, daß er schlecht unterrichtet ist, da er von Einführung einer Miethsteuer spricht, an die unsre Staatsverwaltung nicht denkt, geschweige daß sie beantragt wäre. Auch dürfte ihm die österreichische Steuerverfassung nicht sonderlich bekannt seyn, weil er sonst bedacht hätte, daß, da die Miethsteuer ohnedieß indirecte besteht, ihre anderweitige Einführung nicht wohl thunlich ist. Dadurch nämlich, daß jeder Hauseigenthümer von dem Erträgnisse seiner vermietheten Wohnungen, die seit undenklichen Zeiten in Oesterreich bestehende <hi rendition="#g">Zinssteuer</hi> entrichtet, ist die Miethe selbst augenfällig indirect besteuert, weil der Vermiether sie nach Maaßgabe der zu entrichtenden Zinssteuer erhöht, wodurch der Miethmann natürlicherweise gleich dem Besteuerten in Mitleidenschaft gezogen erscheint. Die Herleitung der bessern Finanzgebahrung konnten wir demzufolge unmöglich der aufgebürdeten Miethsteuer entnehmen, und darüber konnte auch kein Zweifel entstehen, da wir deutlich gesagt, daß sie in die gesteigerte Tendenz für industrielle Bestrebungen zu setzen sey. Und so ist es auch. Der Mehrertrag von 2 Millionen Gulden C. M., welcher sich beim vorjährigen Rechnungsabschlusse unsern Nachrichten zufolge ergeben hat, kam nicht durch Erhöhung der bestehenden oder Creirung neuer Steuern ein, sondern war das Ergebniß vermehrter Zuflüsse bei den indirecten Abgaben, namentlich bei der Verzehrungssteuer, was deutlich beweist, daß Gewerbsthätigkeit und Verkehr, begünstigt vom Friedensstande und von der Staatsverwaltung, im Steigen begriffen sind.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <byline>
            <gap reason="insignificant" unit="chars" quantity="1"/>
          </byline>
          <dateline><hi rendition="#b">Wien,</hi> 13 Febr.</dateline>
          <p> Gestern ist die betrübende Anzeige hier eingegangen, daß der Civil- und Militärgouverneur von Dalmatien, Feldzeugmeister Graf Vetter v. Lilienberg, zu Zara gestorben ist. Auch durch diesen Todesfall hat der Kaiserstaat einen empfindlichen Verlust erlitten. Der Verstorbene hatte in den Kriegen Oesterreichs &#x2013; wie dieß Spuren mancher Wunden an seinem Körper bezeugen &#x2013; mit eben so ausgezeichneter Bravour gedient, als er während des Friedens durch seine Sorgfalt und Umsicht, namentlich in Verwaltung des ihm seit einer Reihe von Jahren anvertrauten, wegen der unruhigen Nachbarschaft wichtigen Postens eines Civil- und Militärgouverneurs von Dalmatien sich die höchste und allgemein dankbare Anerkennung zu erwerben gewußt hat. Wenige Wochen vor seinem Tode hat er sein 50stes Dienstjubiläum gefeiert. &#x2013; In den nächsten Tagen erwartet man hier auf Besuch I. M. die Königin von Sachsen, Zwillingsschwester I. kais. Hoh. der Frau Erzherzogin Sophie. Bereits sind in der kaiserlichen Hofburg die Appartements zum Empfange des durchl. Gastes in Bereitschaft gesetzt. &#x2013; Heute Mittag legte der neue Generaladjutant und geh. Rath, Graf v. Wratislaw, den Diensteid in die Hände Sr. Maj. des Kaisers ab.</p><lb/>
        </div>
      </div>
      <div type="jArticle" n="1">
        <head> <hi rendition="#b">Türkei.</hi> </head><lb/>
        <div n="2">
          <byline>
            <docAuthor>
              <gap reason="insignificant"/>
            </docAuthor>
          </byline>
          <dateline><hi rendition="#b">Konstantinopel,</hi> 29 Jan.</dateline>
          <p> Die französischen Zeitungen bringen uns die Kunde, daß die in London gepflogenen Conferenzen schwerlich zu einem günstigen Resultat führen werden. Obgleich nun diese Quelle mehr als verdächtig scheint, so wirken doch diese Nachrichten auf die Gemüther der hiesigen Diplomaten, und es scheint, daß Lord Ponsonby den Hrn. v. Pontois einigermaßen sich annähern läßt. Hr. v. Pontois predigt Versöhnung; hört man ihn, so ist es die höchste Zeit, zwischen der Pforte und dem Vicekönig irgend ein Accommodement zu Stande zu bringen. Versäume man diesen äußersten Augenblick, so werde man vom Taurus und von Aegypten her Dinge vernehmen, die den Bestand der osmanischen Monarchie in Frage stellen dürften. Die bewegliche Thätigkeit des französischen Gesandten entfaltet sich neuerdings in einem so hohen Grade, daß man keinen Zweifel darüber hegen kann, es sey wieder auf einen großen diplomatischen Schlag abgesehen. Den türkischen Ministern liegt er beständig in den Ohren; er flüstert ihnen zu, Rußland sey es nicht Ernst, die orientalische Frage zum Ziele zu führen; nur Zeit zu gewinnen strebe, die moskowitische Politik, deren letzter und einziger Zweck die Zerstückelung der Türkei und die Besitzergreifung des größtmöglichen Theils der occupationsfähigen Beute sey. Von diesen Gesinnungen seyen mehr oder weniger auch andere Mächte beseelt;<lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[0390/0006] Darf man jedoch die gestrige Abstimmung als entscheidend ansehen, so hat die große Mehrzahl der Stadtverordneten diese Beschuldigungen für unbegründet erklärt. Allerdings hat Hr. Krausnick eine nicht unansehnliche Fraction gegen sich gehabt, doch eine große Majorität (von 94 Abstimmenden 64) hat ihn wieder auf die Candidatenliste gebracht. Die beiden andern von den Stadtverordneten vorgeschlagenen Candidaten sind der Stadtrath und Präses der Armendirection, Hr. de Cuvry (der noch einige Stimmen mehr für sich gehabt haben soll, als der jetzige Oberbürgermeister) und der ehemalige Polizeipräsident, Hr. v. Arnim. – Ihr Londoner (_ ) Correspondent, der immer vielerlei von hochkirchlichen und presbyterianischen Verhältnissen zu erzählen weiß, war unstreitig falsch berichtet, als er von einem an den Bischof von London gelangten Auftrag unsers Königs erzählte, die evangelischen Bischöfe Preußens zu weihen und zu consecriren. Als der König die Institution der Landesbischöfe wieder herstellte, wurde allerdings auf das Beispiel Scandinaviens, wo es ja ebenfalls evangelische Erzbischöfe und Bischöfe gibt, nicht aber auf das von England hingewiesen, dessen Episkopat bekanntlich einen von der deutschen protestantischen Kirche sehr abweichenden Ursprung hat. – Zwei alte Soldaten, die Generalmajors v. Wedel und v. Blankenburg, von denen der erstere bei der bekannten Schill'schen Expedition sich befand, haben ihren Abschied eingereicht und erhalten, was in militärischen Kreisen viel besprochen wird. – Auch hier wird jetzt für die neue griechische Universität gesammelt. Professor Karl Ritter steht an der Spitze dieses philhellenischen Unternehmens, dem jedoch, fürchten wir, mehr gelehrte und guten Willen habende, als reiche Männer sich anschließen werden. Oesterreich. _ Wien, 12 Febr. Feldmarschall-Lieutenant und Vicepräsident des Hofkriegsraths, Frhr. Adolph v. Prohaska, der zum Chef der Militärsection im Staatsrathe ernannt wurde, bekleidete schon zu Lebzeiten Sr. Maj. des Kaisers Franz die Charge eines staatsräthlichen Referenten, und wurde später zum Vicepräsidenten des Hofkriegsraths ernannt. Er ist ein Ehrenmann im vollsten Sinne des Wortes, ausgezeichnet durch eine langjährige militärische Dienstleistung, schon durch seine frühere Stellenbekleidung im Staatsrathe mit den Geschäften desselben vertraut, und, was allenthalben, vorzüglich aber bei einflußreichen Staatsdienern von besonderer Wichtigkeit ist, eines edlen, wohlwollenden Sinnes. Seine Berufung in den Staatsrath ist der thatsächliche Beweis, daß es in Oesterreich nicht an Männern gebricht, welche den Abgang der ausgezeichnetsten Individualitäten zu ersetzen vermögen, so wie daß die Hand nicht fehlt, sie herauszufinden. – Einen um das Volksschulwesen hochverdienten Mann haben wir in dem am 16 Jan. zu Kirnberg in Niederösterreich verstorbenen Dompropst Joseph Spendou verloren. – Ein Wiener Correspondent der Leipziger Allg. Zeitung erwähnt in einer der letzten Nummern dieses Blattes der Einführung einer Miethsteuer, und bezieht hierauf dasjenige, was wir in Nro. 17 der Allg. Zeitung von dem Besserwerden unsrer Finanzen und dem Aufschwunge des Creditwesens gesagt. Wir können nicht umhin, dem Berichterstatter zu bemerken, daß er schlecht unterrichtet ist, da er von Einführung einer Miethsteuer spricht, an die unsre Staatsverwaltung nicht denkt, geschweige daß sie beantragt wäre. Auch dürfte ihm die österreichische Steuerverfassung nicht sonderlich bekannt seyn, weil er sonst bedacht hätte, daß, da die Miethsteuer ohnedieß indirecte besteht, ihre anderweitige Einführung nicht wohl thunlich ist. Dadurch nämlich, daß jeder Hauseigenthümer von dem Erträgnisse seiner vermietheten Wohnungen, die seit undenklichen Zeiten in Oesterreich bestehende Zinssteuer entrichtet, ist die Miethe selbst augenfällig indirect besteuert, weil der Vermiether sie nach Maaßgabe der zu entrichtenden Zinssteuer erhöht, wodurch der Miethmann natürlicherweise gleich dem Besteuerten in Mitleidenschaft gezogen erscheint. Die Herleitung der bessern Finanzgebahrung konnten wir demzufolge unmöglich der aufgebürdeten Miethsteuer entnehmen, und darüber konnte auch kein Zweifel entstehen, da wir deutlich gesagt, daß sie in die gesteigerte Tendenz für industrielle Bestrebungen zu setzen sey. Und so ist es auch. Der Mehrertrag von 2 Millionen Gulden C. M., welcher sich beim vorjährigen Rechnungsabschlusse unsern Nachrichten zufolge ergeben hat, kam nicht durch Erhöhung der bestehenden oder Creirung neuer Steuern ein, sondern war das Ergebniß vermehrter Zuflüsse bei den indirecten Abgaben, namentlich bei der Verzehrungssteuer, was deutlich beweist, daß Gewerbsthätigkeit und Verkehr, begünstigt vom Friedensstande und von der Staatsverwaltung, im Steigen begriffen sind. _ Wien, 13 Febr. Gestern ist die betrübende Anzeige hier eingegangen, daß der Civil- und Militärgouverneur von Dalmatien, Feldzeugmeister Graf Vetter v. Lilienberg, zu Zara gestorben ist. Auch durch diesen Todesfall hat der Kaiserstaat einen empfindlichen Verlust erlitten. Der Verstorbene hatte in den Kriegen Oesterreichs – wie dieß Spuren mancher Wunden an seinem Körper bezeugen – mit eben so ausgezeichneter Bravour gedient, als er während des Friedens durch seine Sorgfalt und Umsicht, namentlich in Verwaltung des ihm seit einer Reihe von Jahren anvertrauten, wegen der unruhigen Nachbarschaft wichtigen Postens eines Civil- und Militärgouverneurs von Dalmatien sich die höchste und allgemein dankbare Anerkennung zu erwerben gewußt hat. Wenige Wochen vor seinem Tode hat er sein 50stes Dienstjubiläum gefeiert. – In den nächsten Tagen erwartet man hier auf Besuch I. M. die Königin von Sachsen, Zwillingsschwester I. kais. Hoh. der Frau Erzherzogin Sophie. Bereits sind in der kaiserlichen Hofburg die Appartements zum Empfange des durchl. Gastes in Bereitschaft gesetzt. – Heute Mittag legte der neue Generaladjutant und geh. Rath, Graf v. Wratislaw, den Diensteid in die Hände Sr. Maj. des Kaisers ab. Türkei. _ Konstantinopel, 29 Jan. Die französischen Zeitungen bringen uns die Kunde, daß die in London gepflogenen Conferenzen schwerlich zu einem günstigen Resultat führen werden. Obgleich nun diese Quelle mehr als verdächtig scheint, so wirken doch diese Nachrichten auf die Gemüther der hiesigen Diplomaten, und es scheint, daß Lord Ponsonby den Hrn. v. Pontois einigermaßen sich annähern läßt. Hr. v. Pontois predigt Versöhnung; hört man ihn, so ist es die höchste Zeit, zwischen der Pforte und dem Vicekönig irgend ein Accommodement zu Stande zu bringen. Versäume man diesen äußersten Augenblick, so werde man vom Taurus und von Aegypten her Dinge vernehmen, die den Bestand der osmanischen Monarchie in Frage stellen dürften. Die bewegliche Thätigkeit des französischen Gesandten entfaltet sich neuerdings in einem so hohen Grade, daß man keinen Zweifel darüber hegen kann, es sey wieder auf einen großen diplomatischen Schlag abgesehen. Den türkischen Ministern liegt er beständig in den Ohren; er flüstert ihnen zu, Rußland sey es nicht Ernst, die orientalische Frage zum Ziele zu führen; nur Zeit zu gewinnen strebe, die moskowitische Politik, deren letzter und einziger Zweck die Zerstückelung der Türkei und die Besitzergreifung des größtmöglichen Theils der occupationsfähigen Beute sey. Von diesen Gesinnungen seyen mehr oder weniger auch andere Mächte beseelt;

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Deutsches Textarchiv: Bereitstellung der Texttranskription. (2016-06-28T11:37:15Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Matthias Boenig: Bearbeitung der digitalen Edition. (2016-06-28T11:37:15Z)

Weitere Informationen:

Bogensignaturen: gekennzeichnet; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: gekennzeichnet; Geminations-/Abkürzungsstriche: keine Angabe; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): wie Vorlage; i/j in Fraktur: Lautwert transkribiert; I/J in Fraktur: Lautwert transkribiert; Kolumnentitel: gekennzeichnet; Kustoden: gekennzeichnet; langes s (ſ): als s transkribiert; Normalisierungen: keine Angabe; rundes r (&#xa75b;): als r/et transkribiert; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: aufgelöst; u/v bzw. U/V: Lautwert transkribiert; Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert; Vollständigkeit: teilweise erfasst; Zeichensetzung: wie Vorlage; Zeilenumbrüche markiert: nein;




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_049_18400218
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_049_18400218/6
Zitationshilfe: Allgemeine Zeitung. Nr. 49. Augsburg, 18. Februar 1840, S. 0390. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_049_18400218/6>, abgerufen am 28.02.2024.