Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Allgemeine Zeitung. Nr. 31. Augsburg, 1. Februar 1840.

Bild:
<< vorherige Seite

[76-78]
Neuer Gasthof in Triest.

Die Zahl der Fremden, welche diese blühende Stadt wegen ihrer Handelsthätigkeit, oder auf ihrem Wege nach und aus dem Oriente und Italien besuchen, wächst mit jedem Tage. Bei dieser Zunahme ward die Unzulänglichkeit unserer Gasthäuser und der völlige Mangel eines solchen Gasthofes immer fühlbarer, der mit einer geschmackvollen Ausstattung alle Erfordernisse verbände, um jedem, auch dem höchstgestellten Reisenden den Aufenthalt hier so angenehm als bequem zu machen. Einige Bürger sind daher in Gesellschaft getreten, um diesem Bedürfnisse entgegenzukommen, und schon erhebt sich das hierzu bestimmte Gebäude über die Grundfeste, um binnen wenigen Monaten vollendet dazustehen. Ein Kaffeehaus, Kaufläden, Stallungen, Wagenschoppen und dazu gehörige Gelasse werden das Erdgeschoß einnehmen. Das erste Stockwerk wird große Säle und andere Gemächer, ferner Küchen und alle zur Speisewirthschaft nöthigen Räume, wie auch nächst der Wohnung des Gastwirthes mehrere Badezimmer enthalten. Die zwei obern Stockwerke werden ungefähr 90 Gastzimmer für Fremde umfassen.

Damit die Bedienung jeder Anforderung an einen vollkommenen Gasthof und zugleich der Absicht der Gesellschaft ganz entspreche, erläßt die letztere hiemit an alle, welche die Führung dieses Unternehmens ganz oder theilweise, nämlich den Gasthof, die Speisewirthschaft, das Kaffeehaus und die Bäder zu übernehmen geneigt sind, die Aufforderung, deßfalls ihre Anträge bis Ende März d. J. an den Hrn. Ingenieur G. B. Dr. Princivalli in Triest zu richten, welchem die Gesellschaft alle die Ausführung des Unternehmens betreffenden Geschäfte übertragen hat, und bei dem alle Bedingungen, wie die genauesten Umstände und Aufschlüsse einzuholen sind.

Da die Gesellschaft die ganze oder theilweise Leitung des Unternehmens nur jenen anvertrauen wird, welche die pünktlichste und vorzüglichste Leistung verbürgen können, und da sie gesonnen ist, im andern Falle die Verwaltung ganz oder getrennt für eigene Rechnung führen zu lassen, so ladet sie auch diejenigen ein, in der obenbezeichneten Art ihre Anerbietungen bekannt zu geben, welche dem Unternehmen in der Eigenschaft eines Directors und Verwalters vorzustehen wünschten.

Jeder Bewerber wird außer den Belegen für seine Befähigung und seine Sittlichkeit eine Bürgschaft für das ihm anvertraute Geräth und für die genaueste Einhaltung seiner Verbindlichkeit zu leisten haben.

Die Speisewirthschaft, das Kaffeehaus und die Kaufläden im Erdgeschoß werden bis zum 24 August 1840, die obern Stockwerke aber und die Bäder wenige Monate später im Stande des Gebrauchs seyn.

Triest, am 1 Januar 1840.

[3674-76]
Bekanntmachung.

Eine von der k. bayer. Hypotheken- und Wechselbank auf Arnold v. Eichthal ausgestellte Bank-Actie Nr. 7814 zu 500 fl. ist verloren gegangen.

Der unbekannte Inhaber dieser Actie wird hiemit auf Ansuchen des Handlungshauses Arnold v. Eichthal aufgefordert, dieselbe
binnen 6 Monaten a dato
bei dem unterfertigten Gerichte vorzuzeigen, widrigenfalls diese Urkunde für kraftlos erklärt werden wird.

Augsburg, den 20 December 1839.

Königliches Kreis- und Stadtgericht.

Lic. Kellerer, Director.

v. Köppelle.

[286-88]
Bekanntmachung.

Die Geschwister Georg und Katharina Scheller, Kinder des verlebten Schullehrers Georg Scheller zu Brück, welch ersterer als Bäckergeselle im Jahre 1801, letztere 1814 sich von ihrer Heimath entfernt hat, haben seitdem über ihr Leben und Aufenthalt keine Nachricht gegeben.

Auf Antrag der nächsten Verwandten ergeht daher an Georg und Katharina Scheller und deren etwaigen Leibeserben die Aufforderung,
sich binnen sechs Monaten a dato
bei dem unterfertigten Landgerichte anzumelden, und das in 141 fl. 52 kr. für jeden Theil bestehende Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dieselben für verschollen erklärt werden und das Vermögen an die nächsten Erben ohne Caution hinausgegeben wird.

Dettelbach, den 24 Januar 1840.

Königlich bayer. Landgericht.

Halbig.

Pfister.

[291]
Verschollenheits-Erklärung.

Nachdem sich weder die vermißten Soldaten Xaver und Peter Kögel von Heufeld, noch allenfallsige rechtmäßige Descendenten ungeachtet der Vorladung vom 2 Junius v. J. innerhalb des gegebenen sechsmonatlichen Termines gemeldet haben, so werden jene hiemit als verschollen erklärt, und wird deren Vermögen ihren Intestaterben gegen Caution ausgeantwortet.

Aibling, am 14 Januar 1840.

Königliches Landgericht Aibling.

v. Schmid, Landrichter.

[289-90]
Bekanntmachung.

Es wird hiemit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in Folge hoher Entschließung der k. Regierung von Oberbayern vom 3 December v. J. alle Kaufleute, welche die Dulten hiesiger Stadt und der Vorstadt Au beziehen wollen, bei Vermeidung des Ausschlusses von denselben vor den zuständigen Behörden ein Zeugniß darüber vorzulegen haben, daß sie an ihrem Domicilsorte einem Debitverfahren weder gegenwärtig unterliegen, noch früher unterlegen seyen, ohne sich mit ihren Gläubigern arrangirt zu haben.

Den 21 Januar 1840.

Die k. Polizeidirection München.

K. Polizeidir. v. Menz.

Magistrat der Haupt- und Residenzstadt München.

Bürgermeister Dr. Bauer.

[129-31]
Aufforderung.

Johann Peter Schneider, dahier am 12 December 1756 geboren, sofort 83 Jahre alt und gegen 68 Jahre von hier abwesend, erlernte zu Würzburg die Strumpfweberei, entwich aber aus der Lehre, und hat seitdem von seinem Aufenthalt keine Nachricht gegeben.

Wegen seines Erbtheiles zu 218 fl. 15 1/8 kr. ist eine Caution auf das Wohnhaus seines nun verlebten Bruders Kaspar Schneider eingetragen.

Johann Peter Schneider oder dessen etwaige Leibeserben werden auf Antrag der Kaspar Schneiders Wittib hiemit aufgefordert,
binnen 3 Monaten a dato
entweder in Person oder durch legal Bevollmächtigte dahier zu erscheinen und dieses Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls Johann Peter Schneider als verschollen erklärt, sein Vermögen dessen Intestaterben unbedingt überlassen, und die deßhalb eingetragene Caution gelöscht wird.

Haßfurth, den 26 December 1839.

Königliches Landgericht.

Greser, Landrichter.

[114-116]
Nürtingen, Oberamtsstadt.
Verkauf der Spitalgebäude.

Der Stiftungsrath beabsichtigt, die bisher zu einer Oberamtsrichterswohnung und Oberamtsgerichtskanzlei vermiethet gewesenen Hospitalgebäude sammt den entbehrlich gewordenen Fruchtkästen und Kellern, sofern ein dem Werth angemessener Erlös erzielt würde, zu verkaufen, und wird deßhalb
am Dienstag den 3 März 1840
eine öffentliche Versteigerung, vorbehaltlich des letzten Streichs und der Genehmigung k. Regierung, vornehmen lassen. Die Gebäude umschließen einen gepflasterten Hof von ungefähr 100 Rth., worin sich ein laufender Brunnen befindet; sie liegen innerhalb der Stadt an der durch die Stadt führenden Hauptstraße, nach Kirchheim, Ulm und Mezingen, und bestehen in Folgendem: 1) dem sogenannten langen Bau, welcher 200' lang und 44' breit ist, zweistöckig, der untere Stock von Stein, und enthält im ersten Stock 7 Zimmer, wovon 4 heizbar, eine geräumige Waschküche, 2 große Holzmagazine, einen Pferdestall, 2 Futtervorrathskammern und eine Wagenremise; im zweiten Stock 7 schöne Zimmer, wovon 5 heizbar, eine Küche und Speisekammer, und einen Fruchtboden 115' lang und 44' breit; unter dem Dache 2 durch die ganze Länge des Gebäudes hindurch gehende Fruchtböden und Kammern; 2) der Querbau ist einstöckig, von Stein, 85' lang, 38' breit, worin sich eine Wagenremise und zwei Holzmagazine, und unter dem Dache zwei durchlaufende Fruchtböden befinden; 3) das Saalgebäude ist 50' lang, 38' breit, zweistöckig, der erste Stock von Stein; in jedem Stock befindet sich ein großer heizbarer Saal von 26' Länge, 34' Breite und 14' Höhe, mit zwei heizbaren Nebenzimmern, und unter dem Dach ist ein Fruchtboden; 4) das Spritzenhaus ist einstöckig, von Stein, und enthält einen Raum von 22' Länge, 34' Breite und 14' Höhe und unter dem Dache einen Fruchtboden; 5) das Archivgebäude, welches gegen die Hauptstraße den Hof schließt, ist zweistöckig, 44' lang und 30' breit, der untere Stock von Stein, in welchem sich zwei Gewölbe befinden, der zweite Stock enthält zwei sehr heitere Zimmer, wovon eines heizbar; unter dem Dach ist ein Fruchtboden. Unter den Gebäuden 1, 2, 3 und 4 befinden sich sehr schöne gewölbte, großentheils in Felsen gehauene, ineinander gehende Keller von 350' Länge und verschiedener Breite, worin mehrere 1000 Eimer Getränke aufbewahrt werden können. Sämmtliche Gebäude sind erst vor 80 Jahren neu, geschmackvoll und sehr solid gebaut worden, ganz gut unterhalten, und eignen sich wegen ihrer vorzüglich schönen Lage nicht nur zu einem sehr schönen Aufenthalt für eine Herrschaft, sondern auch wegen der großen Geräumigkeit zum Betrieb einer großen Oekonomie, eines Fabrikgeschäfts, einer Bierbrauerei und Wirthschaft; auch dürfte beachtet werden, daß nach Herstellung der gegenwärtig im Bau begriffenen Straße von hier nach Mezingen, wodurch die Straßenstrecke von hier nach Reutlingen


[76-78]
Neuer Gasthof in Triest.

Die Zahl der Fremden, welche diese blühende Stadt wegen ihrer Handelsthätigkeit, oder auf ihrem Wege nach und aus dem Oriente und Italien besuchen, wächst mit jedem Tage. Bei dieser Zunahme ward die Unzulänglichkeit unserer Gasthäuser und der völlige Mangel eines solchen Gasthofes immer fühlbarer, der mit einer geschmackvollen Ausstattung alle Erfordernisse verbände, um jedem, auch dem höchstgestellten Reisenden den Aufenthalt hier so angenehm als bequem zu machen. Einige Bürger sind daher in Gesellschaft getreten, um diesem Bedürfnisse entgegenzukommen, und schon erhebt sich das hierzu bestimmte Gebäude über die Grundfeste, um binnen wenigen Monaten vollendet dazustehen. Ein Kaffeehaus, Kaufläden, Stallungen, Wagenschoppen und dazu gehörige Gelasse werden das Erdgeschoß einnehmen. Das erste Stockwerk wird große Säle und andere Gemächer, ferner Küchen und alle zur Speisewirthschaft nöthigen Räume, wie auch nächst der Wohnung des Gastwirthes mehrere Badezimmer enthalten. Die zwei obern Stockwerke werden ungefähr 90 Gastzimmer für Fremde umfassen.

Damit die Bedienung jeder Anforderung an einen vollkommenen Gasthof und zugleich der Absicht der Gesellschaft ganz entspreche, erläßt die letztere hiemit an alle, welche die Führung dieses Unternehmens ganz oder theilweise, nämlich den Gasthof, die Speisewirthschaft, das Kaffeehaus und die Bäder zu übernehmen geneigt sind, die Aufforderung, deßfalls ihre Anträge bis Ende März d. J. an den Hrn. Ingenieur G. B. Dr. Princivalli in Triest zu richten, welchem die Gesellschaft alle die Ausführung des Unternehmens betreffenden Geschäfte übertragen hat, und bei dem alle Bedingungen, wie die genauesten Umstände und Aufschlüsse einzuholen sind.

Da die Gesellschaft die ganze oder theilweise Leitung des Unternehmens nur jenen anvertrauen wird, welche die pünktlichste und vorzüglichste Leistung verbürgen können, und da sie gesonnen ist, im andern Falle die Verwaltung ganz oder getrennt für eigene Rechnung führen zu lassen, so ladet sie auch diejenigen ein, in der obenbezeichneten Art ihre Anerbietungen bekannt zu geben, welche dem Unternehmen in der Eigenschaft eines Directors und Verwalters vorzustehen wünschten.

Jeder Bewerber wird außer den Belegen für seine Befähigung und seine Sittlichkeit eine Bürgschaft für das ihm anvertraute Geräth und für die genaueste Einhaltung seiner Verbindlichkeit zu leisten haben.

Die Speisewirthschaft, das Kaffeehaus und die Kaufläden im Erdgeschoß werden bis zum 24 August 1840, die obern Stockwerke aber und die Bäder wenige Monate später im Stande des Gebrauchs seyn.

Triest, am 1 Januar 1840.

[3674-76]
Bekanntmachung.

Eine von der k. bayer. Hypotheken- und Wechselbank auf Arnold v. Eichthal ausgestellte Bank-Actie Nr. 7814 zu 500 fl. ist verloren gegangen.

Der unbekannte Inhaber dieser Actie wird hiemit auf Ansuchen des Handlungshauses Arnold v. Eichthal aufgefordert, dieselbe
binnen 6 Monaten a dato
bei dem unterfertigten Gerichte vorzuzeigen, widrigenfalls diese Urkunde für kraftlos erklärt werden wird.

Augsburg, den 20 December 1839.

Königliches Kreis- und Stadtgericht.

Lic. Kellerer, Director.

v. Köppelle.

[286-88]
Bekanntmachung.

Die Geschwister Georg und Katharina Scheller, Kinder des verlebten Schullehrers Georg Scheller zu Brück, welch ersterer als Bäckergeselle im Jahre 1801, letztere 1814 sich von ihrer Heimath entfernt hat, haben seitdem über ihr Leben und Aufenthalt keine Nachricht gegeben.

Auf Antrag der nächsten Verwandten ergeht daher an Georg und Katharina Scheller und deren etwaigen Leibeserben die Aufforderung,
sich binnen sechs Monaten a dato
bei dem unterfertigten Landgerichte anzumelden, und das in 141 fl. 52 kr. für jeden Theil bestehende Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dieselben für verschollen erklärt werden und das Vermögen an die nächsten Erben ohne Caution hinausgegeben wird.

Dettelbach, den 24 Januar 1840.

Königlich bayer. Landgericht.

Halbig.

Pfister.

[291]
Verschollenheits-Erklärung.

Nachdem sich weder die vermißten Soldaten Xaver und Peter Kögel von Heufeld, noch allenfallsige rechtmäßige Descendenten ungeachtet der Vorladung vom 2 Junius v. J. innerhalb des gegebenen sechsmonatlichen Termines gemeldet haben, so werden jene hiemit als verschollen erklärt, und wird deren Vermögen ihren Intestaterben gegen Caution ausgeantwortet.

Aibling, am 14 Januar 1840.

Königliches Landgericht Aibling.

v. Schmid, Landrichter.

[289-90]
Bekanntmachung.

Es wird hiemit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in Folge hoher Entschließung der k. Regierung von Oberbayern vom 3 December v. J. alle Kaufleute, welche die Dulten hiesiger Stadt und der Vorstadt Au beziehen wollen, bei Vermeidung des Ausschlusses von denselben vor den zuständigen Behörden ein Zeugniß darüber vorzulegen haben, daß sie an ihrem Domicilsorte einem Debitverfahren weder gegenwärtig unterliegen, noch früher unterlegen seyen, ohne sich mit ihren Gläubigern arrangirt zu haben.

Den 21 Januar 1840.

Die k. Polizeidirection München.

K. Polizeidir. v. Menz.

Magistrat der Haupt- und Residenzstadt München.

Bürgermeister Dr. Bauer.

[129-31]
Aufforderung.

Johann Peter Schneider, dahier am 12 December 1756 geboren, sofort 83 Jahre alt und gegen 68 Jahre von hier abwesend, erlernte zu Würzburg die Strumpfweberei, entwich aber aus der Lehre, und hat seitdem von seinem Aufenthalt keine Nachricht gegeben.

Wegen seines Erbtheiles zu 218 fl. 15 1/8 kr. ist eine Caution auf das Wohnhaus seines nun verlebten Bruders Kaspar Schneider eingetragen.

Johann Peter Schneider oder dessen etwaige Leibeserben werden auf Antrag der Kaspar Schneiders Wittib hiemit aufgefordert,
binnen 3 Monaten a dato
entweder in Person oder durch legal Bevollmächtigte dahier zu erscheinen und dieses Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls Johann Peter Schneider als verschollen erklärt, sein Vermögen dessen Intestaterben unbedingt überlassen, und die deßhalb eingetragene Caution gelöscht wird.

Haßfurth, den 26 December 1839.

Königliches Landgericht.

Greser, Landrichter.

[114-116]
Nürtingen, Oberamtsstadt.
Verkauf der Spitalgebäude.

Der Stiftungsrath beabsichtigt, die bisher zu einer Oberamtsrichterswohnung und Oberamtsgerichtskanzlei vermiethet gewesenen Hospitalgebäude sammt den entbehrlich gewordenen Fruchtkästen und Kellern, sofern ein dem Werth angemessener Erlös erzielt würde, zu verkaufen, und wird deßhalb
am Dienstag den 3 März 1840
eine öffentliche Versteigerung, vorbehaltlich des letzten Streichs und der Genehmigung k. Regierung, vornehmen lassen. Die Gebäude umschließen einen gepflasterten Hof von ungefähr 100 Rth., worin sich ein laufender Brunnen befindet; sie liegen innerhalb der Stadt an der durch die Stadt führenden Hauptstraße, nach Kirchheim, Ulm und Mezingen, und bestehen in Folgendem: 1) dem sogenannten langen Bau, welcher 200' lang und 44' breit ist, zweistöckig, der untere Stock von Stein, und enthält im ersten Stock 7 Zimmer, wovon 4 heizbar, eine geräumige Waschküche, 2 große Holzmagazine, einen Pferdestall, 2 Futtervorrathskammern und eine Wagenremise; im zweiten Stock 7 schöne Zimmer, wovon 5 heizbar, eine Küche und Speisekammer, und einen Fruchtboden 115' lang und 44' breit; unter dem Dache 2 durch die ganze Länge des Gebäudes hindurch gehende Fruchtböden und Kammern; 2) der Querbau ist einstöckig, von Stein, 85' lang, 38' breit, worin sich eine Wagenremise und zwei Holzmagazine, und unter dem Dache zwei durchlaufende Fruchtböden befinden; 3) das Saalgebäude ist 50' lang, 38' breit, zweistöckig, der erste Stock von Stein; in jedem Stock befindet sich ein großer heizbarer Saal von 26' Länge, 34' Breite und 14' Höhe, mit zwei heizbaren Nebenzimmern, und unter dem Dach ist ein Fruchtboden; 4) das Spritzenhaus ist einstöckig, von Stein, und enthält einen Raum von 22' Länge, 34' Breite und 14' Höhe und unter dem Dache einen Fruchtboden; 5) das Archivgebäude, welches gegen die Hauptstraße den Hof schließt, ist zweistöckig, 44' lang und 30' breit, der untere Stock von Stein, in welchem sich zwei Gewölbe befinden, der zweite Stock enthält zwei sehr heitere Zimmer, wovon eines heizbar; unter dem Dach ist ein Fruchtboden. Unter den Gebäuden 1, 2, 3 und 4 befinden sich sehr schöne gewölbte, großentheils in Felsen gehauene, ineinander gehende Keller von 350' Länge und verschiedener Breite, worin mehrere 1000 Eimer Getränke aufbewahrt werden können. Sämmtliche Gebäude sind erst vor 80 Jahren neu, geschmackvoll und sehr solid gebaut worden, ganz gut unterhalten, und eignen sich wegen ihrer vorzüglich schönen Lage nicht nur zu einem sehr schönen Aufenthalt für eine Herrschaft, sondern auch wegen der großen Geräumigkeit zum Betrieb einer großen Oekonomie, eines Fabrikgeschäfts, einer Bierbrauerei und Wirthschaft; auch dürfte beachtet werden, daß nach Herstellung der gegenwärtig im Bau begriffenen Straße von hier nach Mezingen, wodurch die Straßenstrecke von hier nach Reutlingen

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="jSupplement" n="1">
        <floatingText>
          <body>
            <div n="1">
              <div type="jAnnouncements" n="2">
                <div xml:id="jAn334" type="jAn" n="3">
                  <pb facs="#f0014" n="0255"/><lb/>
                </div>
                <div xml:id="jAn76-78" type="jAn" n="3">
                  <head>[76-78]<lb/>
Neuer Gasthof in Triest.</head><lb/>
                  <p>Die Zahl der Fremden, welche diese blühende Stadt wegen ihrer Handelsthätigkeit, oder auf ihrem Wege nach und aus dem Oriente und Italien besuchen, wächst mit jedem Tage. Bei dieser Zunahme ward die Unzulänglichkeit unserer Gasthäuser und der völlige Mangel eines solchen Gasthofes immer fühlbarer, der mit einer geschmackvollen Ausstattung alle Erfordernisse verbände, um jedem, auch dem höchstgestellten Reisenden den Aufenthalt hier so angenehm als bequem zu machen. Einige Bürger sind daher in Gesellschaft getreten, um diesem Bedürfnisse entgegenzukommen, und schon erhebt sich das hierzu bestimmte Gebäude über die Grundfeste, um binnen wenigen Monaten vollendet dazustehen. Ein Kaffeehaus, Kaufläden, Stallungen, Wagenschoppen und dazu gehörige Gelasse werden das Erdgeschoß einnehmen. Das erste Stockwerk wird große Säle und andere Gemächer, ferner Küchen und alle zur Speisewirthschaft nöthigen Räume, wie auch nächst der Wohnung des Gastwirthes mehrere Badezimmer enthalten. Die zwei obern Stockwerke werden ungefähr 90 Gastzimmer für Fremde umfassen.</p><lb/>
                  <p>Damit die Bedienung jeder Anforderung an einen vollkommenen Gasthof und zugleich der Absicht der Gesellschaft ganz entspreche, erläßt die letztere hiemit an alle, welche die Führung dieses Unternehmens ganz oder theilweise, nämlich den Gasthof, die Speisewirthschaft, das Kaffeehaus und die Bäder zu übernehmen geneigt sind, die Aufforderung, deßfalls ihre Anträge bis Ende März d. J. an den Hrn. Ingenieur G. B. Dr. Princivalli in Triest zu richten, welchem die Gesellschaft alle die Ausführung des Unternehmens betreffenden Geschäfte übertragen hat, und bei dem alle Bedingungen, wie die genauesten Umstände und Aufschlüsse einzuholen sind.</p><lb/>
                  <p>Da die Gesellschaft die ganze oder theilweise Leitung des Unternehmens nur jenen anvertrauen wird, welche die pünktlichste und vorzüglichste Leistung verbürgen können, und da sie gesonnen ist, im andern Falle die Verwaltung ganz oder getrennt für eigene Rechnung führen zu lassen, so ladet sie auch diejenigen ein, in der obenbezeichneten Art ihre Anerbietungen bekannt zu geben, welche dem Unternehmen in der Eigenschaft eines Directors und Verwalters vorzustehen wünschten.</p><lb/>
                  <p>Jeder Bewerber wird außer den Belegen für seine Befähigung und seine Sittlichkeit eine Bürgschaft für das ihm anvertraute Geräth und für die genaueste Einhaltung seiner Verbindlichkeit zu leisten haben.</p><lb/>
                  <p>Die Speisewirthschaft, das Kaffeehaus und die Kaufläden im Erdgeschoß werden bis zum 24 August 1840, die obern Stockwerke aber und die Bäder wenige Monate später im Stande des Gebrauchs seyn.</p><lb/>
                  <p>Triest, am 1 Januar 1840.</p><lb/>
                </div>
                <div xml:id="jAn3674-76" type="jAn" n="3">
                  <head>[3674-76]<lb/>
Bekanntmachung.</head><lb/>
                  <p>Eine von der k. bayer. Hypotheken- und Wechselbank auf Arnold v. Eichthal ausgestellte Bank-Actie Nr. 7814 zu 500 fl. ist verloren gegangen.</p><lb/>
                  <p>Der unbekannte Inhaber dieser Actie wird hiemit auf Ansuchen des Handlungshauses Arnold v. Eichthal aufgefordert, dieselbe<lb/>
binnen 6 Monaten a dato<lb/>
bei dem unterfertigten Gerichte vorzuzeigen, widrigenfalls diese Urkunde für kraftlos erklärt werden wird.</p><lb/>
                  <p>Augsburg, den 20 December 1839.</p><lb/>
                  <p>Königliches Kreis- und Stadtgericht.</p><lb/>
                  <p>Lic. Kellerer, Director.</p><lb/>
                  <p>v. Köppelle.</p><lb/>
                </div>
                <div xml:id="jAn286-88" type="jAn" n="3">
                  <head>[286-88]<lb/>
Bekanntmachung.</head><lb/>
                  <p>Die Geschwister Georg und Katharina Scheller, Kinder des verlebten Schullehrers Georg Scheller zu Brück, welch ersterer als Bäckergeselle im Jahre 1801, letztere 1814 sich von ihrer Heimath entfernt hat, haben seitdem über ihr Leben und Aufenthalt keine Nachricht gegeben.</p><lb/>
                  <p>Auf Antrag der nächsten Verwandten ergeht daher an Georg und Katharina Scheller und deren etwaigen Leibeserben die Aufforderung,<lb/>
sich binnen sechs Monaten a dato<lb/>
bei dem unterfertigten Landgerichte anzumelden, und das in 141 fl. 52 kr. für jeden Theil bestehende Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dieselben für verschollen erklärt werden und das Vermögen an die nächsten Erben ohne Caution hinausgegeben wird.</p><lb/>
                  <p>Dettelbach, den 24 Januar 1840.</p><lb/>
                  <p>Königlich bayer. Landgericht.</p><lb/>
                  <p>Halbig.</p><lb/>
                  <p>Pfister.</p><lb/>
                </div>
                <div xml:id="jAn291" type="jAn" n="3">
                  <head>[291]<lb/>
Verschollenheits-Erklärung.</head><lb/>
                  <p>Nachdem sich weder die vermißten Soldaten Xaver und Peter Kögel von Heufeld, noch allenfallsige rechtmäßige Descendenten ungeachtet der Vorladung vom 2 Junius v. J. innerhalb des gegebenen sechsmonatlichen Termines gemeldet haben, so werden jene hiemit als verschollen erklärt, und wird deren Vermögen ihren Intestaterben gegen Caution ausgeantwortet.</p><lb/>
                  <p>Aibling, am 14 Januar 1840.</p><lb/>
                  <p>Königliches Landgericht Aibling.</p><lb/>
                  <p>v. Schmid, Landrichter.</p><lb/>
                </div>
                <div xml:id="jAn289-90" type="jAn" n="3">
                  <head>[289-90]<lb/>
Bekanntmachung.</head><lb/>
                  <p>Es wird hiemit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in Folge hoher Entschließung der k. Regierung von Oberbayern vom 3 December v. J. alle Kaufleute, welche die Dulten hiesiger Stadt und der Vorstadt Au beziehen wollen, bei Vermeidung des Ausschlusses von denselben vor den zuständigen Behörden ein Zeugniß darüber vorzulegen haben, daß sie an ihrem Domicilsorte einem Debitverfahren weder gegenwärtig unterliegen, noch früher unterlegen seyen, ohne sich mit ihren Gläubigern arrangirt zu haben.</p><lb/>
                  <p>Den 21 Januar 1840.</p><lb/>
                  <p>Die k. Polizeidirection München.</p><lb/>
                  <p>K. Polizeidir. v. Menz.</p><lb/>
                  <p>Magistrat der Haupt- und Residenzstadt München.</p><lb/>
                  <p>Bürgermeister Dr. Bauer.</p><lb/>
                </div>
                <div xml:id="jAn129-31" type="jAn" n="3">
                  <head>[129-31]<lb/>
Aufforderung.</head><lb/>
                  <p>Johann Peter Schneider, dahier am 12 December 1756 geboren, sofort 83 Jahre alt und gegen 68 Jahre von hier abwesend, erlernte zu Würzburg die Strumpfweberei, entwich aber aus der Lehre, und hat seitdem von seinem Aufenthalt keine Nachricht gegeben.</p><lb/>
                  <p>Wegen seines Erbtheiles zu 218 fl. 15 1/8 kr. ist eine Caution auf das Wohnhaus seines nun verlebten Bruders Kaspar Schneider eingetragen.</p><lb/>
                  <p>Johann Peter Schneider oder dessen etwaige Leibeserben werden auf Antrag der Kaspar Schneiders Wittib hiemit aufgefordert,<lb/>
binnen 3 Monaten a dato<lb/>
entweder in Person oder durch legal Bevollmächtigte dahier zu erscheinen und dieses Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls Johann Peter Schneider als verschollen erklärt, sein Vermögen dessen Intestaterben unbedingt überlassen, und die deßhalb eingetragene Caution gelöscht wird.</p><lb/>
                  <p>Haßfurth, den 26 December 1839.</p><lb/>
                  <p>Königliches Landgericht.</p><lb/>
                  <p>Greser, Landrichter.</p><lb/>
                </div>
                <div xml:id="jAn114-116" type="jAn" n="3">
                  <head>[114-116]<lb/>
Nürtingen, Oberamtsstadt.<lb/>
Verkauf der Spitalgebäude.</head><lb/>
                  <p>Der Stiftungsrath beabsichtigt, die bisher zu einer Oberamtsrichterswohnung und Oberamtsgerichtskanzlei vermiethet gewesenen Hospitalgebäude sammt den entbehrlich gewordenen Fruchtkästen und Kellern, sofern ein dem Werth angemessener Erlös erzielt würde, zu verkaufen, und wird deßhalb<lb/>
am Dienstag den 3 März 1840<lb/>
eine öffentliche Versteigerung, vorbehaltlich des letzten Streichs und der Genehmigung k. Regierung, vornehmen lassen. Die Gebäude umschließen einen gepflasterten Hof von ungefähr 100 Rth., worin sich ein laufender Brunnen befindet; sie liegen innerhalb der Stadt an der durch die Stadt führenden Hauptstraße, nach Kirchheim, Ulm und Mezingen, und bestehen in Folgendem: 1) dem sogenannten langen Bau, welcher 200' lang und 44' breit ist, zweistöckig, der untere Stock von Stein, und enthält im ersten Stock 7 Zimmer, wovon 4 heizbar, eine geräumige Waschküche, 2 große Holzmagazine, einen Pferdestall, 2 Futtervorrathskammern und eine Wagenremise; im zweiten Stock 7 schöne Zimmer, wovon 5 heizbar, eine Küche und Speisekammer, und einen Fruchtboden 115' lang und 44' breit; unter dem Dache 2 durch die ganze Länge des Gebäudes hindurch gehende Fruchtböden und Kammern; 2) der Querbau ist einstöckig, von Stein, 85' lang, 38' breit, worin sich eine Wagenremise und zwei Holzmagazine, und unter dem Dache zwei durchlaufende Fruchtböden befinden; 3) das Saalgebäude ist 50' lang, 38' breit, zweistöckig, der erste Stock von Stein; in jedem Stock befindet sich ein großer heizbarer Saal von 26' Länge, 34' Breite und 14' Höhe, mit zwei heizbaren Nebenzimmern, und unter dem Dach ist ein Fruchtboden; 4) das Spritzenhaus ist einstöckig, von Stein, und enthält einen Raum von 22' Länge, 34' Breite und 14' Höhe und unter dem Dache einen Fruchtboden; 5) das Archivgebäude, welches gegen die Hauptstraße den Hof schließt, ist zweistöckig, 44' lang und 30' breit, der untere Stock von Stein, in welchem sich zwei Gewölbe befinden, der zweite Stock enthält zwei sehr heitere Zimmer, wovon eines heizbar; unter dem Dach ist ein Fruchtboden. Unter den Gebäuden 1, 2, 3 und 4 befinden sich sehr schöne gewölbte, großentheils in Felsen gehauene, ineinander gehende Keller von 350' Länge und verschiedener Breite, worin mehrere 1000 Eimer Getränke aufbewahrt werden können. Sämmtliche Gebäude sind erst vor 80 Jahren neu, geschmackvoll und sehr solid gebaut worden, ganz gut unterhalten, und eignen sich wegen ihrer vorzüglich schönen Lage nicht nur zu einem sehr schönen Aufenthalt für eine Herrschaft, sondern auch wegen der großen Geräumigkeit zum Betrieb einer großen Oekonomie, eines Fabrikgeschäfts, einer Bierbrauerei und Wirthschaft; auch dürfte beachtet werden, daß nach Herstellung der gegenwärtig im Bau begriffenen Straße von hier nach Mezingen, wodurch die Straßenstrecke von hier nach Reutlingen<lb/></p>
                </div>
              </div>
            </div>
          </body>
        </floatingText>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[0255/0014] [76-78] Neuer Gasthof in Triest. Die Zahl der Fremden, welche diese blühende Stadt wegen ihrer Handelsthätigkeit, oder auf ihrem Wege nach und aus dem Oriente und Italien besuchen, wächst mit jedem Tage. Bei dieser Zunahme ward die Unzulänglichkeit unserer Gasthäuser und der völlige Mangel eines solchen Gasthofes immer fühlbarer, der mit einer geschmackvollen Ausstattung alle Erfordernisse verbände, um jedem, auch dem höchstgestellten Reisenden den Aufenthalt hier so angenehm als bequem zu machen. Einige Bürger sind daher in Gesellschaft getreten, um diesem Bedürfnisse entgegenzukommen, und schon erhebt sich das hierzu bestimmte Gebäude über die Grundfeste, um binnen wenigen Monaten vollendet dazustehen. Ein Kaffeehaus, Kaufläden, Stallungen, Wagenschoppen und dazu gehörige Gelasse werden das Erdgeschoß einnehmen. Das erste Stockwerk wird große Säle und andere Gemächer, ferner Küchen und alle zur Speisewirthschaft nöthigen Räume, wie auch nächst der Wohnung des Gastwirthes mehrere Badezimmer enthalten. Die zwei obern Stockwerke werden ungefähr 90 Gastzimmer für Fremde umfassen. Damit die Bedienung jeder Anforderung an einen vollkommenen Gasthof und zugleich der Absicht der Gesellschaft ganz entspreche, erläßt die letztere hiemit an alle, welche die Führung dieses Unternehmens ganz oder theilweise, nämlich den Gasthof, die Speisewirthschaft, das Kaffeehaus und die Bäder zu übernehmen geneigt sind, die Aufforderung, deßfalls ihre Anträge bis Ende März d. J. an den Hrn. Ingenieur G. B. Dr. Princivalli in Triest zu richten, welchem die Gesellschaft alle die Ausführung des Unternehmens betreffenden Geschäfte übertragen hat, und bei dem alle Bedingungen, wie die genauesten Umstände und Aufschlüsse einzuholen sind. Da die Gesellschaft die ganze oder theilweise Leitung des Unternehmens nur jenen anvertrauen wird, welche die pünktlichste und vorzüglichste Leistung verbürgen können, und da sie gesonnen ist, im andern Falle die Verwaltung ganz oder getrennt für eigene Rechnung führen zu lassen, so ladet sie auch diejenigen ein, in der obenbezeichneten Art ihre Anerbietungen bekannt zu geben, welche dem Unternehmen in der Eigenschaft eines Directors und Verwalters vorzustehen wünschten. Jeder Bewerber wird außer den Belegen für seine Befähigung und seine Sittlichkeit eine Bürgschaft für das ihm anvertraute Geräth und für die genaueste Einhaltung seiner Verbindlichkeit zu leisten haben. Die Speisewirthschaft, das Kaffeehaus und die Kaufläden im Erdgeschoß werden bis zum 24 August 1840, die obern Stockwerke aber und die Bäder wenige Monate später im Stande des Gebrauchs seyn. Triest, am 1 Januar 1840. [3674-76] Bekanntmachung. Eine von der k. bayer. Hypotheken- und Wechselbank auf Arnold v. Eichthal ausgestellte Bank-Actie Nr. 7814 zu 500 fl. ist verloren gegangen. Der unbekannte Inhaber dieser Actie wird hiemit auf Ansuchen des Handlungshauses Arnold v. Eichthal aufgefordert, dieselbe binnen 6 Monaten a dato bei dem unterfertigten Gerichte vorzuzeigen, widrigenfalls diese Urkunde für kraftlos erklärt werden wird. Augsburg, den 20 December 1839. Königliches Kreis- und Stadtgericht. Lic. Kellerer, Director. v. Köppelle. [286-88] Bekanntmachung. Die Geschwister Georg und Katharina Scheller, Kinder des verlebten Schullehrers Georg Scheller zu Brück, welch ersterer als Bäckergeselle im Jahre 1801, letztere 1814 sich von ihrer Heimath entfernt hat, haben seitdem über ihr Leben und Aufenthalt keine Nachricht gegeben. Auf Antrag der nächsten Verwandten ergeht daher an Georg und Katharina Scheller und deren etwaigen Leibeserben die Aufforderung, sich binnen sechs Monaten a dato bei dem unterfertigten Landgerichte anzumelden, und das in 141 fl. 52 kr. für jeden Theil bestehende Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dieselben für verschollen erklärt werden und das Vermögen an die nächsten Erben ohne Caution hinausgegeben wird. Dettelbach, den 24 Januar 1840. Königlich bayer. Landgericht. Halbig. Pfister. [291] Verschollenheits-Erklärung. Nachdem sich weder die vermißten Soldaten Xaver und Peter Kögel von Heufeld, noch allenfallsige rechtmäßige Descendenten ungeachtet der Vorladung vom 2 Junius v. J. innerhalb des gegebenen sechsmonatlichen Termines gemeldet haben, so werden jene hiemit als verschollen erklärt, und wird deren Vermögen ihren Intestaterben gegen Caution ausgeantwortet. Aibling, am 14 Januar 1840. Königliches Landgericht Aibling. v. Schmid, Landrichter. [289-90] Bekanntmachung. Es wird hiemit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in Folge hoher Entschließung der k. Regierung von Oberbayern vom 3 December v. J. alle Kaufleute, welche die Dulten hiesiger Stadt und der Vorstadt Au beziehen wollen, bei Vermeidung des Ausschlusses von denselben vor den zuständigen Behörden ein Zeugniß darüber vorzulegen haben, daß sie an ihrem Domicilsorte einem Debitverfahren weder gegenwärtig unterliegen, noch früher unterlegen seyen, ohne sich mit ihren Gläubigern arrangirt zu haben. Den 21 Januar 1840. Die k. Polizeidirection München. K. Polizeidir. v. Menz. Magistrat der Haupt- und Residenzstadt München. Bürgermeister Dr. Bauer. [129-31] Aufforderung. Johann Peter Schneider, dahier am 12 December 1756 geboren, sofort 83 Jahre alt und gegen 68 Jahre von hier abwesend, erlernte zu Würzburg die Strumpfweberei, entwich aber aus der Lehre, und hat seitdem von seinem Aufenthalt keine Nachricht gegeben. Wegen seines Erbtheiles zu 218 fl. 15 1/8 kr. ist eine Caution auf das Wohnhaus seines nun verlebten Bruders Kaspar Schneider eingetragen. Johann Peter Schneider oder dessen etwaige Leibeserben werden auf Antrag der Kaspar Schneiders Wittib hiemit aufgefordert, binnen 3 Monaten a dato entweder in Person oder durch legal Bevollmächtigte dahier zu erscheinen und dieses Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls Johann Peter Schneider als verschollen erklärt, sein Vermögen dessen Intestaterben unbedingt überlassen, und die deßhalb eingetragene Caution gelöscht wird. Haßfurth, den 26 December 1839. Königliches Landgericht. Greser, Landrichter. [114-116] Nürtingen, Oberamtsstadt. Verkauf der Spitalgebäude. Der Stiftungsrath beabsichtigt, die bisher zu einer Oberamtsrichterswohnung und Oberamtsgerichtskanzlei vermiethet gewesenen Hospitalgebäude sammt den entbehrlich gewordenen Fruchtkästen und Kellern, sofern ein dem Werth angemessener Erlös erzielt würde, zu verkaufen, und wird deßhalb am Dienstag den 3 März 1840 eine öffentliche Versteigerung, vorbehaltlich des letzten Streichs und der Genehmigung k. Regierung, vornehmen lassen. Die Gebäude umschließen einen gepflasterten Hof von ungefähr 100 Rth., worin sich ein laufender Brunnen befindet; sie liegen innerhalb der Stadt an der durch die Stadt führenden Hauptstraße, nach Kirchheim, Ulm und Mezingen, und bestehen in Folgendem: 1) dem sogenannten langen Bau, welcher 200' lang und 44' breit ist, zweistöckig, der untere Stock von Stein, und enthält im ersten Stock 7 Zimmer, wovon 4 heizbar, eine geräumige Waschküche, 2 große Holzmagazine, einen Pferdestall, 2 Futtervorrathskammern und eine Wagenremise; im zweiten Stock 7 schöne Zimmer, wovon 5 heizbar, eine Küche und Speisekammer, und einen Fruchtboden 115' lang und 44' breit; unter dem Dache 2 durch die ganze Länge des Gebäudes hindurch gehende Fruchtböden und Kammern; 2) der Querbau ist einstöckig, von Stein, 85' lang, 38' breit, worin sich eine Wagenremise und zwei Holzmagazine, und unter dem Dache zwei durchlaufende Fruchtböden befinden; 3) das Saalgebäude ist 50' lang, 38' breit, zweistöckig, der erste Stock von Stein; in jedem Stock befindet sich ein großer heizbarer Saal von 26' Länge, 34' Breite und 14' Höhe, mit zwei heizbaren Nebenzimmern, und unter dem Dach ist ein Fruchtboden; 4) das Spritzenhaus ist einstöckig, von Stein, und enthält einen Raum von 22' Länge, 34' Breite und 14' Höhe und unter dem Dache einen Fruchtboden; 5) das Archivgebäude, welches gegen die Hauptstraße den Hof schließt, ist zweistöckig, 44' lang und 30' breit, der untere Stock von Stein, in welchem sich zwei Gewölbe befinden, der zweite Stock enthält zwei sehr heitere Zimmer, wovon eines heizbar; unter dem Dach ist ein Fruchtboden. Unter den Gebäuden 1, 2, 3 und 4 befinden sich sehr schöne gewölbte, großentheils in Felsen gehauene, ineinander gehende Keller von 350' Länge und verschiedener Breite, worin mehrere 1000 Eimer Getränke aufbewahrt werden können. Sämmtliche Gebäude sind erst vor 80 Jahren neu, geschmackvoll und sehr solid gebaut worden, ganz gut unterhalten, und eignen sich wegen ihrer vorzüglich schönen Lage nicht nur zu einem sehr schönen Aufenthalt für eine Herrschaft, sondern auch wegen der großen Geräumigkeit zum Betrieb einer großen Oekonomie, eines Fabrikgeschäfts, einer Bierbrauerei und Wirthschaft; auch dürfte beachtet werden, daß nach Herstellung der gegenwärtig im Bau begriffenen Straße von hier nach Mezingen, wodurch die Straßenstrecke von hier nach Reutlingen

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Deutsches Textarchiv: Bereitstellung der Texttranskription. (2016-06-28T11:37:15Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Matthias Boenig: Bearbeitung der digitalen Edition. (2016-06-28T11:37:15Z)

Weitere Informationen:

Bogensignaturen: gekennzeichnet; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: gekennzeichnet; Geminations-/Abkürzungsstriche: keine Angabe; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): wie Vorlage; i/j in Fraktur: Lautwert transkribiert; I/J in Fraktur: Lautwert transkribiert; Kolumnentitel: gekennzeichnet; Kustoden: gekennzeichnet; langes s (ſ): als s transkribiert; Normalisierungen: keine Angabe; rundes r (&#xa75b;): als r/et transkribiert; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: aufgelöst; u/v bzw. U/V: Lautwert transkribiert; Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert; Vollständigkeit: teilweise erfasst; Zeichensetzung: wie Vorlage; Zeilenumbrüche markiert: nein;




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_032_18400201
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_032_18400201/14
Zitationshilfe: Allgemeine Zeitung. Nr. 31. Augsburg, 1. Februar 1840, S. 0255. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_032_18400201/14>, abgerufen am 13.04.2024.