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Dach, Simon: Klag- und Trost-Reimchen Der Edlen/ viel Ehr- und Tugendreichen Fr. Barbara Michelin[n]/ Des ... Herrn Peter Schnürleins etc. hinterlassenen Witwen/ Als Sie Ihrem lieben Sohne Dem ... Knaben Georgio Das Geleit Zu seinem Rhue-Bettlein gab. Königsberg, 1644.

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Ach ja er ist der fromme GOtt/
Vnd mässigt vnser Thun vnd Leben/
Kein Creutz/ wie gros es ist/ kein Spott
Des Glückes kan vns wieder streben/
Vns trifft nicht Vngemach noch Pein
Er hat die Hand selbst mit darein.
O lasst doch jhn den Höchsten wal-
Zu vnerforschlich ist sein Pfad/ (ten/
Wil er vns stets im Creutze halten/
Wer weis was er im Sinne hat/
Das warlich weis ich/ was er thut/
Jst alles löblich recht vnd gut.
Den Nahmen geb ich nicht hervor/
Jch kenn ein Mensch von edler Tugend/
Die zweymal Mann vnd Kind verlohr
Vnd zwar in noch gar zarter Jugend.
Ohn zweiffel hat noch mehr die Welt
Die gleiches Leid vmbgeben hält.
Wer
Ach ja er iſt der fromme GOtt/
Vnd maͤſſigt vnſer Thun vnd Leben/
Kein Creutz/ wie gros es iſt/ kein Spott
Des Gluͤckes kan vns wieder ſtreben/
Vns trifft nicht Vngemach noch Pein
Er hat die Hand ſelbſt mit darein.
O laſſt doch jhn den Hoͤchſten wal-
Zu vnerforſchlich iſt ſein Pfad/ (ten/
Wil er vns ſtets im Creutze halten/
Wer weis was er im Sinne hat/
Das warlich weis ich/ was er thut/
Jſt alles loͤblich recht vnd gut.
Den Nahmen geb ich nicht hervor/
Jch kenn ein Menſch von edler Tugend/
Die zweymal Mann vnd Kind verlohr
Vnd zwar in noch gar zarter Jugend.
Ohn zweiffel hat noch mehr die Welt
Die gleiches Leid vmbgeben haͤlt.
Wer
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[0007] Ach ja er iſt der fromme GOtt/ Vnd maͤſſigt vnſer Thun vnd Leben/ Kein Creutz/ wie gros es iſt/ kein Spott Des Gluͤckes kan vns wieder ſtreben/ Vns trifft nicht Vngemach noch Pein Er hat die Hand ſelbſt mit darein. O laſſt doch jhn den Hoͤchſten wal- Zu vnerforſchlich iſt ſein Pfad/ (ten/ Wil er vns ſtets im Creutze halten/ Wer weis was er im Sinne hat/ Das warlich weis ich/ was er thut/ Jſt alles loͤblich recht vnd gut. Den Nahmen geb ich nicht hervor/ Jch kenn ein Menſch von edler Tugend/ Die zweymal Mann vnd Kind verlohr Vnd zwar in noch gar zarter Jugend. Ohn zweiffel hat noch mehr die Welt Die gleiches Leid vmbgeben haͤlt. Wer

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Zitationshilfe: Dach, Simon: Klag- und Trost-Reimchen Der Edlen/ viel Ehr- und Tugendreichen Fr. Barbara Michelin[n]/ Des ... Herrn Peter Schnürleins etc. hinterlassenen Witwen/ Als Sie Ihrem lieben Sohne Dem ... Knaben Georgio Das Geleit Zu seinem Rhue-Bettlein gab. Königsberg, 1644, S. . In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/635316749/7>, abgerufen am 31.07.2021.