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Schelle, Karl Gottlob: Die Spatziergänge oder die Kunst spatzieren zu gehen. Leipzig, 1802.

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per, oder bloß mit ihrem Geiste thätig sind,
die bis zur Erschöpfung angestrengt arbeiten
und dann in dumpfem Träumen ihre Er-
holung finden, die, um mich etwas ge-
mein, aber der Sache gemäß auszudrücken,
entweder büffeln oder vegetiren und für
die es mithin keinen Zustand einer wahr-
haft menschlichen Existenz giebt. Für sol-
che, die gar kein ächtmenschliches Leben
verleben, welches zwischen unüberspannter
Geistesthätigkeit und veredeltem Vergnü-
gen, wobey der Geist noch seine Rechte
behauptete, getheilt wäre, die entweder
nur Körper oder Geist sind, wäre eine

per, oder bloß mit ihrem Geiſte thaͤtig ſind,
die bis zur Erſchoͤpfung angeſtrengt arbeiten
und dann in dumpfem Traͤumen ihre Er-
holung finden, die, um mich etwas ge-
mein, aber der Sache gemaͤß auszudruͤcken,
entweder buͤffeln oder vegetiren und fuͤr
die es mithin keinen Zuſtand einer wahr-
haft menſchlichen Exiſtenz giebt. Fuͤr ſol-
che, die gar kein aͤchtmenſchliches Leben
verleben, welches zwiſchen unuͤberſpannter
Geiſtesthaͤtigkeit und veredeltem Vergnuͤ-
gen, wobey der Geiſt noch ſeine Rechte
behauptete, getheilt waͤre, die entweder
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[24/0028] per, oder bloß mit ihrem Geiſte thaͤtig ſind, die bis zur Erſchoͤpfung angeſtrengt arbeiten und dann in dumpfem Traͤumen ihre Er- holung finden, die, um mich etwas ge- mein, aber der Sache gemaͤß auszudruͤcken, entweder buͤffeln oder vegetiren und fuͤr die es mithin keinen Zuſtand einer wahr- haft menſchlichen Exiſtenz giebt. Fuͤr ſol- che, die gar kein aͤchtmenſchliches Leben verleben, welches zwiſchen unuͤberſpannter Geiſtesthaͤtigkeit und veredeltem Vergnuͤ- gen, wobey der Geiſt noch ſeine Rechte behauptete, getheilt waͤre, die entweder nur Koͤrper oder Geiſt ſind, waͤre eine

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Zitationshilfe: Schelle, Karl Gottlob: Die Spatziergänge oder die Kunst spatzieren zu gehen. Leipzig, 1802, S. 24. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/schelle_spatziergaenge_1802/28>, abgerufen am 23.04.2024.