Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Royer, Johann: Beschreibung des gantzen Fürstlichen Braunschweigischen Gartens zu Hessem. Halberstadt, 1648.

Bild:
<< vorherige Seite



Das I. Capitul.
Vom Begriff des gantzen
Fürstlichen Bartens
zu Hessen/ wie er gelegen/ vnd abgeiheilet/ auch mit was
schönen kostbaren Gebäwden/ Wasser Künsten/
Brunnen vnd Bildern er gezieret ist.

DEr Lust-Garten fänget sich an nahe anLustgarte.
dem Graben/ der ümb das Schloß her-
gehet/ nach dem Osten/ vnd kehret sich
herumb bey demselbigen Schloß-graben
nach dem Norden hin/ daß also von bey-
den Seiten nach dem Osten vnd Norden
hin/ von dem Fürstlichen Hause über den
gantzen Lust-Garten kan gesehen werden. Vnd erstlich so
gehet ein halber Wall nach der Seiten des Lust-Gartens
umb das Schloß/ der mit Wasser ümbflossen ist/ auff wel-
chem J. Fürstl. Gn. auch ein Gartenwerck zurichten lassen/
weil er aber nicht breit gnug war zur Abtheilung/ so ist er
gantz eben gemacht/ vnd zum schönen Spatziergange geord-
net/ hat auff einer Seiten eine Rein Weiden-Hecke gepflan-
tzet/ welche/ nach dem sie wol erwachsen/ mit einem schönen
zierlichen Bindewerck bearbeitet ist/ Auff der andern Sei-
ten sind von etlichen schönen vnd guten Arten Rosen ge-
pflantzet/ neben den Hecken sind von vnterschiedlicher Art
Bäumen sein ordentlicher weise gepflantzet/ als Mandeln/
Pfirsecken/ Marellen/ Vngarische Pflaumen/ Mispeln/
Spanische Kirschen/ vnd dergleichen eins umbs ander/

Auff
A



Das I. Capitul.
Vom Begriff des gantzen
Fuͤrſtlichen Bartens
zu Heſſen/ wie er gelegen/ vnd abgeiheilet/ auch mit was
ſchoͤnen koſtbaren Gebaͤwden/ Waſſer Kuͤnſten/
Brunnen vnd Bildern er gezieret iſt.

DEr Luſt-Garten faͤnget ſich an nahe anLuſtgarte.
dem Graben/ der uͤmb das Schloß her-
gehet/ nach dem Oſten/ vnd kehret ſich
herumb bey demſelbigen Schloß-graben
nach dem Norden hin/ daß alſo von bey-
den Seiten nach dem Oſten vnd Norden
hin/ von dem Fuͤrſtlichen Hauſe uͤber den
gantzen Luſt-Garten kan geſehen werden. Vnd erſtlich ſo
gehet ein halber Wall nach der Seiten des Luſt-Gartens
umb das Schloß/ der mit Waſſer uͤmbfloſſen iſt/ auff wel-
chem J. Fuͤrſtl. Gn. auch ein Gartenwerck zurichten laſſen/
weil er aber nicht breit gnug war zur Abtheilung/ ſo iſt er
gantz eben gemacht/ vnd zum ſchoͤnen Spatziergange geord-
net/ hat auff einer Seiten eine Rein Weiden-Hecke gepflan-
tzet/ welche/ nach dem ſie wol erwachſen/ mit einem ſchoͤnen
zierlichen Bindewerck bearbeitet iſt/ Auff der andern Sei-
ten ſind von etlichen ſchoͤnen vnd guten Arten Roſen ge-
pflantzet/ neben den Hecken ſind von vnterſchiedlicher Art
Baͤumen ſein ordentlicher weiſe gepflantzet/ als Mandeln/
Pfirſecken/ Marellen/ Vngariſche Pflaumen/ Miſpeln/
Spaniſche Kirſchen/ vnd dergleichen eins umbs ander/

Auff
A
<TEI>
  <text>
    <body>
      <pb facs="#f0015" n="[1]"/><lb/>
      <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
      <div n="1">
        <head>Das <hi rendition="#aq">I.</hi> Capitul.<lb/>
Vom Begriff des gantzen<lb/><hi rendition="#in">F</hi>u&#x0364;r&#x017F;tlichen <hi rendition="#in">B</hi>artens<lb/>
zu He&#x017F;&#x017F;en/ wie er gelegen/ vnd abgeiheilet/ auch mit was<lb/>
&#x017F;cho&#x0364;nen ko&#x017F;tbaren Geba&#x0364;wden/ Wa&#x017F;&#x017F;er Ku&#x0364;n&#x017F;ten/<lb/>
Brunnen vnd Bildern er gezieret i&#x017F;t.</head><lb/>
        <p><hi rendition="#in">D</hi>Er Lu&#x017F;t-Garten fa&#x0364;nget &#x017F;ich an nahe an<note place="right">Lu&#x017F;tgarte.</note><lb/>
dem Graben/ der u&#x0364;mb das Schloß her-<lb/>
gehet/ nach dem O&#x017F;ten/ vnd kehret &#x017F;ich<lb/>
herumb bey dem&#x017F;elbigen Schloß-graben<lb/>
nach dem Norden hin/ daß al&#x017F;o von bey-<lb/>
den Seiten nach dem O&#x017F;ten vnd Norden<lb/>
hin/ von dem Fu&#x0364;r&#x017F;tlichen Hau&#x017F;e u&#x0364;ber den<lb/>
gantzen Lu&#x017F;t-Garten kan ge&#x017F;ehen werden. Vnd er&#x017F;tlich &#x017F;o<lb/>
gehet ein halber Wall nach der Seiten des Lu&#x017F;t-Gartens<lb/>
umb das Schloß/ der mit Wa&#x017F;&#x017F;er u&#x0364;mbflo&#x017F;&#x017F;en i&#x017F;t/ auff wel-<lb/>
chem J. Fu&#x0364;r&#x017F;tl. Gn. auch ein Gartenwerck zurichten la&#x017F;&#x017F;en/<lb/>
weil er aber nicht breit gnug war zur Abtheilung/ &#x017F;o i&#x017F;t er<lb/>
gantz eben gemacht/ vnd zum &#x017F;cho&#x0364;nen Spatziergange geord-<lb/>
net/ hat auff einer Seiten eine Rein Weiden-Hecke gepflan-<lb/>
tzet/ welche/ nach dem &#x017F;ie wol erwach&#x017F;en/ mit einem &#x017F;cho&#x0364;nen<lb/>
zierlichen Bindewerck bearbeitet i&#x017F;t/ Auff der andern Sei-<lb/>
ten &#x017F;ind von etlichen &#x017F;cho&#x0364;nen vnd guten Arten Ro&#x017F;en ge-<lb/>
pflantzet/ neben den Hecken &#x017F;ind von vnter&#x017F;chiedlicher Art<lb/>
Ba&#x0364;umen &#x017F;ein ordentlicher wei&#x017F;e gepflantzet/ als Mandeln/<lb/>
Pfir&#x017F;ecken/ Marellen/ Vngari&#x017F;che Pflaumen/ Mi&#x017F;peln/<lb/>
Spani&#x017F;che Kir&#x017F;chen/ vnd dergleichen eins umbs ander/<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">A</fw><fw place="bottom" type="catch">Auff</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[1]/0015] Das I. Capitul. Vom Begriff des gantzen Fuͤrſtlichen Bartens zu Heſſen/ wie er gelegen/ vnd abgeiheilet/ auch mit was ſchoͤnen koſtbaren Gebaͤwden/ Waſſer Kuͤnſten/ Brunnen vnd Bildern er gezieret iſt. DEr Luſt-Garten faͤnget ſich an nahe an dem Graben/ der uͤmb das Schloß her- gehet/ nach dem Oſten/ vnd kehret ſich herumb bey demſelbigen Schloß-graben nach dem Norden hin/ daß alſo von bey- den Seiten nach dem Oſten vnd Norden hin/ von dem Fuͤrſtlichen Hauſe uͤber den gantzen Luſt-Garten kan geſehen werden. Vnd erſtlich ſo gehet ein halber Wall nach der Seiten des Luſt-Gartens umb das Schloß/ der mit Waſſer uͤmbfloſſen iſt/ auff wel- chem J. Fuͤrſtl. Gn. auch ein Gartenwerck zurichten laſſen/ weil er aber nicht breit gnug war zur Abtheilung/ ſo iſt er gantz eben gemacht/ vnd zum ſchoͤnen Spatziergange geord- net/ hat auff einer Seiten eine Rein Weiden-Hecke gepflan- tzet/ welche/ nach dem ſie wol erwachſen/ mit einem ſchoͤnen zierlichen Bindewerck bearbeitet iſt/ Auff der andern Sei- ten ſind von etlichen ſchoͤnen vnd guten Arten Roſen ge- pflantzet/ neben den Hecken ſind von vnterſchiedlicher Art Baͤumen ſein ordentlicher weiſe gepflantzet/ als Mandeln/ Pfirſecken/ Marellen/ Vngariſche Pflaumen/ Miſpeln/ Spaniſche Kirſchen/ vnd dergleichen eins umbs ander/ Auff Luſtgarte. A

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/royer_beschreibung_1648
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/royer_beschreibung_1648/15
Zitationshilfe: Royer, Johann: Beschreibung des gantzen Fürstlichen Braunschweigischen Gartens zu Hessem. Halberstadt, 1648, S. [1]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/royer_beschreibung_1648/15>, abgerufen am 18.04.2021.