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Rilke, Rainer Maria: Advent. Leipzig, 1898.

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Emil Orlik.
Damit ich glücklich wäre -

Das müsste sein von jenen blanken
Lenztagen einer, da die Kranken
Man vor die dunklen Thüren bringt.
Im Flieder ist ein Spatzenzanken,
Weil keinem rechter Sang gelingt.
Der Bach, dem alle Bande sanken,
Weiss nicht, was thun vor Glück und springt
Bis aufwärts zu den Bretterplanken,
Dahinter Beete, kiesumringt,
Und Blumenblühn und Birkenschwanken.
Und vor dem Häuschen, goldbezinkt,
Um das der Frühling seine Ranken
Wie liebeleise Arme schlingt, -
Ein blondes Kind, das in Gedanken
Das schönste meiner Lieder singt.


Emil Orlik.
Damit ich glücklich wäre –

Das müsste sein von jenen blanken
Lenztagen einer, da die Kranken
Man vor die dunklen Thüren bringt.
Im Flieder ist ein Spatzenzanken,
Weil keinem rechter Sang gelingt.
Der Bach, dem alle Bande sanken,
Weiss nicht, was thun vor Glück und springt
Bis aufwärts zu den Bretterplanken,
Dahinter Beete, kiesumringt,
Und Blumenblühn und Birkenschwanken.
Und vor dem Häuschen, goldbezinkt,
Um das der Frühling seine Ranken
Wie liebeleise Arme schlingt, –
Ein blondes Kind, das in Gedanken
Das schönste meiner Lieder singt.


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[16/0016] Emil Orlik. Damit ich glücklich wäre – Das müsste sein von jenen blanken Lenztagen einer, da die Kranken Man vor die dunklen Thüren bringt. Im Flieder ist ein Spatzenzanken, Weil keinem rechter Sang gelingt. Der Bach, dem alle Bande sanken, Weiss nicht, was thun vor Glück und springt Bis aufwärts zu den Bretterplanken, Dahinter Beete, kiesumringt, Und Blumenblühn und Birkenschwanken. Und vor dem Häuschen, goldbezinkt, Um das der Frühling seine Ranken Wie liebeleise Arme schlingt, – Ein blondes Kind, das in Gedanken Das schönste meiner Lieder singt.

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Zitationshilfe: Rilke, Rainer Maria: Advent. Leipzig, 1898, S. 16. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/rilke_advent_1898/16>, abgerufen am 20.04.2024.