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Pütter, Johann Stephan: Historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des Teutschen Reichs. Bd. 2: Von 1558 bis 1740. Göttingen, 1786.

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Inhalt.
evangelische Reichsstände in ihren geistlichen Sachen keinen
höheren Richter haben, macht nach der Teutschen Verfassung
keine so große Anomalie. S. 427. -- XIII. Unsere Reichs-
stände werden auch in anderen Fällen in ihren eignen Sachen
oft von ihren eignen Gerichten gerichtet, -- zumal mit ge-
statteter Verschickung der Acten. S. 428. -- XIV. Auch
von Appellationen sind sie überhaupt häufig befreyet. S.
428. -- XV. Nichtigkeitsklagen können zwar in peinlichen
Sachen statt finden, wenn gleich nicht darin appellirt werden
kann. S. 429. -- XVI-XVIII. Allein das setzt doch vor-
aus, daß der Beklagte unter den Reichsgerichten stehe. --
So wenig aber das bey catholischen Bischöfen in ihren geist-
lichen Sachen der Fall ist, so wenig auch bey protestantischen
Reichsständen. S. 429. -- XIX-XXII. Ohne allen Grund
wird dem entgegengesetzt, daß die evangelischen Reichsstände
ihre geistliche Gerichtbarkeit vermöge ihrer Landeshoheit aus-
übten. S. 431. -- XXIII. Selbst auf die Förmlichkeit eig-
ner Consistorien kömmt es nicht an, sondern auf die eigentli-
che Natur und Beschaffenheit der geistlichen Sache an sich.
S. 433. -- XXIV. Bey Catholischen ist es noch übler, daß
nicht einmal der Landesherr helfen kann, wenn seine Unter-
thanen von geistlichen Gerichten bedrängt werden. S. 434. --
XXV. Wollten die Protestanten auch nur in Nichtigkeitsfäl-
len den Weg an die Reichsgerichte gestatten, würde doch
selbst die Gränze zwischen Nichtigkeit und anderen Beschwer-
den mit Sicherheit schwer zu bestimmen seyn. S. 435. --
XXVI. Das evangelische Corpus hat deswegen mit Recht
hierüber Schlüsse gefasset. S. 436. -- XXVII. Selbst der
Reichshofrath hat diese Gründe in vorigen Zeiten nicht ver-
kannt. S. 437. -- XXVIII. Die Protestanten würden alle-
mal ungemein hiebey verliehren; die Reichswohlfahrt würde
aber nicht dabey gewinnen. S. 438.
VI. Weitere Folgen des Nordischen und Spa-
nischen Successionskrieges. Errichtung der pragma-
tischen Sanction, und deren Einfluß auf die öffent-
lichen Angelegenheiten. S. 439-447.

I. II.
Inhalt.
evangeliſche Reichsſtaͤnde in ihren geiſtlichen Sachen keinen
hoͤheren Richter haben, macht nach der Teutſchen Verfaſſung
keine ſo große Anomalie. S. 427. — XIII. Unſere Reichs-
ſtaͤnde werden auch in anderen Faͤllen in ihren eignen Sachen
oft von ihren eignen Gerichten gerichtet, — zumal mit ge-
ſtatteter Verſchickung der Acten. S. 428. — XIV. Auch
von Appellationen ſind ſie uͤberhaupt haͤufig befreyet. S.
428. — XV. Nichtigkeitsklagen koͤnnen zwar in peinlichen
Sachen ſtatt finden, wenn gleich nicht darin appellirt werden
kann. S. 429. — XVI-XVIII. Allein das ſetzt doch vor-
aus, daß der Beklagte unter den Reichsgerichten ſtehe. —
So wenig aber das bey catholiſchen Biſchoͤfen in ihren geiſt-
lichen Sachen der Fall iſt, ſo wenig auch bey proteſtantiſchen
Reichsſtaͤnden. S. 429. — XIX-XXII. Ohne allen Grund
wird dem entgegengeſetzt, daß die evangeliſchen Reichsſtaͤnde
ihre geiſtliche Gerichtbarkeit vermoͤge ihrer Landeshoheit aus-
uͤbten. S. 431. — XXIII. Selbſt auf die Foͤrmlichkeit eig-
ner Conſiſtorien koͤmmt es nicht an, ſondern auf die eigentli-
che Natur und Beſchaffenheit der geiſtlichen Sache an ſich.
S. 433. — XXIV. Bey Catholiſchen iſt es noch uͤbler, daß
nicht einmal der Landesherr helfen kann, wenn ſeine Unter-
thanen von geiſtlichen Gerichten bedraͤngt werden. S. 434. —
XXV. Wollten die Proteſtanten auch nur in Nichtigkeitsfaͤl-
len den Weg an die Reichsgerichte geſtatten, wuͤrde doch
ſelbſt die Graͤnze zwiſchen Nichtigkeit und anderen Beſchwer-
den mit Sicherheit ſchwer zu beſtimmen ſeyn. S. 435. —
XXVI. Das evangeliſche Corpus hat deswegen mit Recht
hieruͤber Schluͤſſe gefaſſet. S. 436. — XXVII. Selbſt der
Reichshofrath hat dieſe Gruͤnde in vorigen Zeiten nicht ver-
kannt. S. 437. — XXVIII. Die Proteſtanten wuͤrden alle-
mal ungemein hiebey verliehren; die Reichswohlfahrt wuͤrde
aber nicht dabey gewinnen. S. 438.
VI. Weitere Folgen des Nordiſchen und Spa-
niſchen Succeſſionskrieges. Errichtung der pragma-
tiſchen Sanction, und deren Einfluß auf die oͤffent-
lichen Angelegenheiten. S. 439-447.

I. II.
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Zitationshilfe: Pütter, Johann Stephan: Historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des Teutschen Reichs. Bd. 2: Von 1558 bis 1740. Göttingen, 1786, S. . In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/puetter_staatsverfassung02_1786/40>, abgerufen am 03.03.2024.