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Mährisches Tagblatt. Nr. 108, Olmütz, 12.05.1897.

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[Spaltenumbruch] Mittheilungen mehrerer hiesiger Blätter über eine
angeblich bevorstehende Ministerkrise scheinen
in Wien ein Echo gefunden zu haben; denn
wie uns aus Wien telegraphirt wird, tritt dort
im Abgeordnetenhause das Gerücht auf, daß
Ministerpräsident Baron Banffy seine Demission
gegeben habe und mit der Neubildung des Cabi-
netes betraut worden sei, aus dem einige Minister,
wie zum Beispiel Finanzminister Lukacs scheiden
sollen. Auf Grund zuverlässiger Informationen
können wir versichern, daß an dieser ganzen
Combination nicht einwahres Wort ist.

Der türkisch-grichische Krieg.)

Die griechi-
sche Regierung ist, noch den heute vorliegenden
Meldungen bereit, Frieden zu schließen und alle
Bedingungen anzunehmen, welche die Großmächte
gestellt haben, bevor sie eine Mediation unternehmen.
Die griechischen Truppen werden aus Kreta
zurückberufen, die griechische Regierung hat der
von den Mächten beschlossenen Autonomie der
Insel Kreta in formeller Weise zugestimmt.
Gestern wurde Collectiv-Note der Mächte
den Regierungen in Constantinopel und in
Athen überreicht. Die Mächte werden nun im
Interesse des Friedens zwischen den beiden
kriegführenden Mächten interveniren. In Athen,
wo noch vor Kurzem eine so kriegerische und
zuversichtliche Stimmung geherrscht hatte und
wo namentlich in der Presse zum Kriege gehetzt
worden war, ist jetzt stumme Resignation einge-
treten. Die Rückberufung der Truppen von Kreta
wird von den Zeitungen der Hauptstadt Griechen-
lands nur einfach verzeichnet, nur "Ephemeris"
bedauert die Abberunfung, die als überstürzt und
verfrüht bezeichnet wird. "Asty" dagegen erblickt
darin den ersten Schritt zur Versöhnung mit
Europa. Die "Ethnike Hetairia" wird nun von
allen Seiten angegriffen; sie wird als der
Sündenbock bezeichnet, der an allem Unheil die
Schuld trägt.




Zur Catastrophe in Paris.


Monsieur Gomery, der Koch des Hotel zu
Palais, der beim Brand des Wohlthätigkeitsbazars
in Paris 150 Damen das Leben gerettet hat, lie-
ferte einem Berichterstatter folgende Darstellung
von seiner Rettungsthat: "Ich war", so erzählt
der wackere Mann, "Dienstag Nachmittag in der
Küche mit Vaudier, meinem Gehilfen. Ich war
eben im Begriffe einen Lendenbraten zu spicken.
Als die ersten Schreie ausgestoßen wurden, blie-
ben wir ruhig. Sie müssen nämlich wissen, daß
man hier nebenan in derselben Baracke während
der Charwoche eine Bühne errichtet hatte, wo
ein Stück unter dem Titel "Christus" aufgeführt
wurde. Dazu kamen viele Schulen als Zuschauer
und es qing manchmal laut her. Ich bedachte
nicht gleich, daß die Charwoche schon längst vorbei
war und ein Wohlthätigkeitsbazar die Stelle der
Bühne einnahm. Kurz, ich glaubte anfangs, die
Schreie seien von übermüthigen Schuljungen aus-
gestoßen, die auf der Straße lärmen, nachdem sie
das Theater verlassen haben. Nach wenigen
Augenblicken wurde mir indeß klar, daß etwas
Besonderes vorging. Ich ging in den Raum,
der an die Küche stößt und als Fleisch-
kammer dient, stieg auf den Tisch, wo
man das Fleisch schneidet, und sah zum Fenster
hinaus, das sich auf den Baugrund mit dem
Bazar öffnet. O! den gräßlichen Anblick werde
ich mein Leben lang nicht vergessen. Dieses
Flammenmeer! Und da, wenige Meter von uns,
rannten Frauen sinnlos umher, manche mit
Kindern im Arm, Alle einen Rettungsweg suchend,
während das Feuer ihnen nachzujagen schien.
Es war entsetzlich. Eine der Frauen klammerte
sich an die Stäbe unseres Fenstergitters. Als
sie uns erblickte, stieß sie ein förmliches Geheul
der Freude und Hoffnung aus. Andere stürm-
ten auch herbei. Die Mütter streckten uns ihre
Kinder entgegen und flehten uns an, sie zuerst
hereinzunehmen. Während dieser Zeit stürzten
zwei Frauen, von denen eine sehr alt schien,
vor unseren Augen aus der Gluth heraus, mit
brennenden Kleidern, wahre Feuersäulen, und
brachen nach einem Lauf von vier oder fünf
Metern wuchtig auf dem Rasen zusammen, wo
sie sich in ihren Qualen krümmten und wan-
den. Die armen Frauen! Sie erholten sich
nicht wieder. Ich hatte nun genug gesehen.
Ich eilte in die Küche zurück und holte den
[Spaltenumbruch] Hammer, mit dem wir die Kohle kleinzuschla-
gen pflegen. Wir mußten zunächst das Gitter
brechen Wir schlugen Beide abwechselnd aus
Leibeskräften darauf los. Die Frau, die sich
angeklammert hatte, ließ nicht locker, wie sehr
wir auch baten. Selbst die Schläge, die sie
auf die Finger bekam -- das war nicht zu ver-
meiden -- bestimmten sie nicht, loszulassen.
Steinsplitter regneten auf sie; ein Block von
mindestens drei Kilogramm Gewicht sprang ihr
ins Gesicht, die Eisenstangen, als sie sich los-
zulösen begannen, verletzten sie, ihr Kopf war
wundgeschlagen, aber sie schien keinen Schmerz
zu fühlen und wiederholte immer nur: "Retten
Sie mich! Retten Sie mich!" Als endlich
vier Stäbe nachgegeben hatten und das Loch
groß genug war, daß ein Mensch durchkommen
kounte, zogen wir mit aller Kraft die Unglück-
liche zu uns herauf und in die Kammer. Sie
war die erste, die der beständig größer werden-
den Gefahr entging. Der Rauch war schon
sehr dick uud die Hitze schrecklich. Mein erster
Gedanke war, auf den Baugrund hinabzu-
springen und die Opfer eins nach dem andern
meinem Gehilfen Vaudier hinaufzureichen. Das
Fenster ist nämlich sehr hoch, allein konnten die
Frauen nicht hinaufgelangen. Aber der Hause
drängte so dick und gewaltig gegen die Mauer,
daß ich meine Absicht aufgeben und mich darauf
beschränken mußte, einen Stuhl hinauszulangen.
Was ich Ihnen da erzähle, das hat nur einige
Augenblicke gedauert. Während dessen war das
herzzerreißende Jammergeschrei der Opfer vom
Gasthofpersonal gehört worden. Der Geschäfts-
führer, der Oberk[e]llner, der Küchengehilfe, der
Kellermeister, andere Kellner und Diener liefen
in die Fleischkammer. Wir lösten einander ab
und zogen wohl drei Viertelstunden lang die
Opfer zu uns herein, wie wir Mehlsäcke auf-
geholt hätten. Sie wurden aus der Kammer in
den Salon oder in Gastzimmer geschafft, wo
Docter Eltan und Docter Deeherine sie fort
in Pflege nahmen. Die große Mehrzahl
waren junge Franen. Fast alle waren ohn-
mächtig oder völlig stumpf, mit offenem Munde
unfähig, ein einziges Wort zu sprechen, wenn sie
hereingenommen wurden. Einige klammerten sich
so fest an den Hals ihrer Retter, daß man sich
nur mit großer Anstrengung von ihnen losmachen
konnte. Die Kleider hatten bei einigen zu bren-
nen angefangen. Meinem Gehilfen Vaudier ist
die Mütze verbrannt, als er eine arme Frau in
den Hof hinaustrug, deren Jacke hell loderte und
deren Gesicht in einem jämmerlichen Zu-
stande war. Männer haben wir nur drei
hereingeholt, außerdem zwei oder drei kleine
Mädchen von zehn bis zwölf Jahren.
Während wir retteten, was zu retten war, that
wenige Meter von uns das Feuer sein Zer-
störungswerk. Das Geschrei hörte hinter dem
Bretterzaun bald auf. In der Gluth waren nur
noch Todte. Alles was lebte, hatten wir hier
im Hotel.




Locales und Provinzielles.


(Allerhöchste Gnadenacte.)

Sr. Majestät
der Kaiser hat dem am 2. März d. J. vom
Troppauer k. k. Landesgerichte als Schwurgerichts-
hofe wegen zweifachen Meuchelmordes und der
zweifachen Brandlegung zum Tode durch den
Strang verurtheilten 53 Jahre alten Brettschneider
Franz Scharmann aus Stillstand bei Sörgs-
dorf die Todesstrafe allergnädigst nachgesehen und
dem obersten Gerichts- und Cassationshofe die
Verhängung einer angemessenen Freiheitsstrafe
überlassen. Demgemäß wurde über Franz Schar-
mann die Strafe des lebenslänglichen schweren
Kerkers verhängt. -- Der 39jährigen ledigen
Marie Gröger aus Frankenhau, Bezirk Frei-
waldau, welche am 11. März l. J. vom Troppauer
Schwurgerichte wegen Verbrechen des Mordes
zum Tode verurtheilt worden war, wurde gleich-
falls die Todesstrafe nachgesehen und über sie
vom obersten Gerichtshofe eine 15jährige schwere
Kerkerstrafe verhängt.

(Militärische Personalnachrichten.)

Der
zum Infanterie-Regimente Nr. 93 transferirte
Oberstlieutenant Alphons Albrecht ist gestern
zu dem genannten Regimente eingerückt. --
Major Emil Swoboda des Drag.-Regts.
[Spaltenumbruch] Nr. 2 hat sich gestern nach Bisenz behufs Ueber-
nahme des 1. Divisionscommandos des Drag.-
Regts. Nr. 2 begeben. -- Major Baron Fron-
müller
hat einen 8tägigen Urlaub nach Wien
und Krakau angetreten.

(Personales.)

Herr Finanzrath Dr. Sirowy
wurde von Ungarisch-Hradisch nach Olmütz über-
setzt und hat mit Anfang dieses Monats die Lei-
tung der Gebühren-Abtheilung der hiesigen k. k.
Finanzbezirksdirection übernommen. -- Der neu-
ernannte Finanzbezirks-Obercommissär Leo Kreuz
wurde der Gebühren-Abtheilung der hiesigen k. k.
Finanzbezirksdirection zur Dienstleistung zuge-
wiesen.

(Todesfall.)

In Brünn ist gestern Nach-
mittags im Alter von 54 Jahren, Frau Antonie
Winterholler, die Witwe nach dem ehema-
ligen Brünner Bürgermeister Gustav Winterholler
gestorben.

(Beisetzung in der Familiengruft.)

Gestern
wurden in der am hiesigen Friedhofe befindlichen
Zwierzina'schen Familiengruft fünf Leichen der
Familie Zwierzina, welche von Mähr.-Ostrau,
beziehungsweise Wien hieher überführt wurden,
beigesetzt. Die Ueberführung und Beisetzung der
Leichen wurde durch die hiefige Leichenbestattungs-
Anstalt "Pietät" besorgt.

(Olmützer Sparcassa.)

Unter dem Vorsitze
des Heren Bürgermeisters Carl Brandhuber
als Oberdirecter der Olmützer Sparcassa fand
gestern 4 Uhr Nachmittags in Anwesenheit des
Herrn k. k. Statthaltereirathes Dr. Hermann
Freiherrn v. Pillerstorff als landesfürst-
lichen Commissärs die ordentliche Sitzung des
Sparcassa-Ausschusses statt. Zu Beginn der
Sitzung gedachte der Vorsitzende des früheren
Oberdirectors, Herrn Altbürgermeisters Josef
v. Engel, in Worten der vollsten Anerkennung
für dessen langjähriges, fürsorgliches Wirken im
Interesse der Anstalt, und stellte den Antrag,
demselben hiefür den Dank schriftlich zum Aus-
druck zu bringen, welcher Antrag zum Beschluß
erhoben wurde. Der Reingewinn des Jahres
1896 per 41.695 fl. 15 kr. wurde dem Reserve-
fonde zugewiesen und aus demselben nachstehende
Beträge als Unterstützung an die Commune und
Vereine gewährt. 1. Sta[d]tgemeinde Olmütz für
Schul- und humanitäre Wohlfahrtszwecke 20.000 fl.
2. Der Max Josef Bürgerversorgungs-Stiftung
200 fl., 3. Dem Fonde zur Herstellung der
Kunstuhr 500 fl., 4. Dem Pensionsfonde der
städt. Musikcapelle 300 fl., 5. Dem historischen
Museum 100 fl, 6. Dem Fonde zur Bespeisung
armer Schulkinder 200 fl., 7. Der Schülerlade
der deutschen Staats-Ober-Realschule 50 fl., 8.
Der Schülerlade des deutschen Staats-Ober-
Gymnasiums 50 fl., 9. Dem Schulkreuzervereine
200 fl, 10. Der Männer-Ortsgruppe des patriot.
Hilfsvereins 30 fl., 11. Der Frauen-Ortsgruppe
des patriotischen Hilfsvereines 20 fl., 12. Der
Olmützer Musikschule 100 fl., 13. Dem Bau-
fonde der St. Mauritzkirche 1000 fl., 14. Dem
Baufonde der St. Michaelskirche 100 fl., 15.
Dem Bunde der Deutschen Nordmährens 20 fl,,
16. Der Scharfschützen-Gesellschaft 50 fl, 17.
Dem Frauen-Wohlthätigkeits-Vereine 100 fl., 18.
Dem Stammfonde der von der Anstalt
gegründeten Ferien-Colonie 500 Gulden,
19. Der höheren Handelsschule in Olmütz 500 fl.
20. Dem Turnhallen-Baufonde 1000 fl., 21.
Dem Armen-Institute 300 fl., 22. Der freiw.
Feuerwehr 200 fl., 23. Dem Vereine "Milde"
50 fl., 24. Der Lehrerinnen-Bildungs-Anstalt
200 fl., 25. Dem Kaiser-Jubiläumsfonde 5000 fl.,
26. Der Ortsgemeinde Nebotein im Falle der
Errichtung eines Kindergartens 300 fl., 27. Der
Staatsgewerbeschule in Hohenstadt 300 fl.
Summa 31.370 fl. Gleichzeitig wurde der Be-
schluß gefaßt, daß die Sparcassa die dem neuen
Steuergesetze nach für die Zinsen von Sparein-
lagen entfallende 11/2% Rentensteuer für die
Einleger entrichten wird, so daß dieselben die
4% Zinsen auch in Zukunft ungeschmälert weiter
beziehen werden. Selbstverständlich ist dieser Be-
schluß nur bis auf Widerruf giltig.

(Vollversammlung der Section "Olmütz"
des mähr. - schles. Sudetengebirgsvereines.)

Wie bereits gemeldet wurde, fand vorgestern in
der Olmützer Bierhalle die Vollversammlung
der Section "Olmütz" des mähr.-schles. Sudeten-
gebirgsvereines unter dem Vorsitze des Obmannes
Herrn Josef Haier statt. Letzterer erstattete
den Jahresbericht, der mit Beifall aufgenommen

[Spaltenumbruch] Mittheilungen mehrerer hieſiger Blätter über eine
angeblich bevorſtehende Miniſterkriſe ſcheinen
in Wien ein Echo gefunden zu haben; denn
wie uns aus Wien telegraphirt wird, tritt dort
im Abgeordnetenhauſe das Gerücht auf, daß
Miniſterpräſident Baron Banffy ſeine Demiſſion
gegeben habe und mit der Neubildung des Cabi-
netes betraut worden ſei, aus dem einige Miniſter,
wie zum Beiſpiel Finanzminiſter Lukacs ſcheiden
ſollen. Auf Grund zuverläſſiger Informationen
können wir verſichern, daß an dieſer ganzen
Combination nicht einwahres Wort iſt.

Der türkiſch-grichiſche Krieg.)

Die griechi-
ſche Regierung iſt, noch den heute vorliegenden
Meldungen bereit, Frieden zu ſchließen und alle
Bedingungen anzunehmen, welche die Großmächte
geſtellt haben, bevor ſie eine Mediation unternehmen.
Die griechiſchen Truppen werden aus Kreta
zurückberufen, die griechiſche Regierung hat der
von den Mächten beſchloſſenen Autonomie der
Inſel Kreta in formeller Weiſe zugeſtimmt.
Geſtern wurde Collectiv-Note der Mächte
den Regierungen in Conſtantinopel und in
Athen überreicht. Die Mächte werden nun im
Intereſſe des Friedens zwiſchen den beiden
kriegführenden Mächten interveniren. In Athen,
wo noch vor Kurzem eine ſo kriegeriſche und
zuverſichtliche Stimmung geherrſcht hatte und
wo namentlich in der Preſſe zum Kriege gehetzt
worden war, iſt jetzt ſtumme Reſignation einge-
treten. Die Rückberufung der Truppen von Kreta
wird von den Zeitungen der Hauptſtadt Griechen-
lands nur einfach verzeichnet, nur „Ephemeris“
bedauert die Abberunfung, die als überſtürzt und
verfrüht bezeichnet wird. „Aſty“ dagegen erblickt
darin den erſten Schritt zur Verſöhnung mit
Europa. Die „Ethnike Hetairia“ wird nun von
allen Seiten angegriffen; ſie wird als der
Sündenbock bezeichnet, der an allem Unheil die
Schuld trägt.




Zur Cataſtrophe in Paris.


Monſieur Gomery, der Koch des Hotel zu
Palais, der beim Brand des Wohlthätigkeitsbazars
in Paris 150 Damen das Leben gerettet hat, lie-
ferte einem Berichterſtatter folgende Darſtellung
von ſeiner Rettungsthat: „Ich war“, ſo erzählt
der wackere Mann, „Dienſtag Nachmittag in der
Küche mit Vaudier, meinem Gehilfen. Ich war
eben im Begriffe einen Lendenbraten zu ſpicken.
Als die erſten Schreie ausgeſtoßen wurden, blie-
ben wir ruhig. Sie müſſen nämlich wiſſen, daß
man hier nebenan in derſelben Baracke während
der Charwoche eine Bühne errichtet hatte, wo
ein Stück unter dem Titel „Chriſtus“ aufgeführt
wurde. Dazu kamen viele Schulen als Zuſchauer
und es qing manchmal laut her. Ich bedachte
nicht gleich, daß die Charwoche ſchon längſt vorbei
war und ein Wohlthätigkeitsbazar die Stelle der
Bühne einnahm. Kurz, ich glaubte anfangs, die
Schreie ſeien von übermüthigen Schuljungen aus-
geſtoßen, die auf der Straße lärmen, nachdem ſie
das Theater verlaſſen haben. Nach wenigen
Augenblicken wurde mir indeß klar, daß etwas
Beſonderes vorging. Ich ging in den Raum,
der an die Küche ſtößt und als Fleiſch-
kammer dient, ſtieg auf den Tiſch, wo
man das Fleiſch ſchneidet, und ſah zum Fenſter
hinaus, das ſich auf den Baugrund mit dem
Bazar öffnet. O! den gräßlichen Anblick werde
ich mein Leben lang nicht vergeſſen. Dieſes
Flammenmeer! Und da, wenige Meter von uns,
rannten Frauen ſinnlos umher, manche mit
Kindern im Arm, Alle einen Rettungsweg ſuchend,
während das Feuer ihnen nachzujagen ſchien.
Es war entſetzlich. Eine der Frauen klammerte
ſich an die Stäbe unſeres Fenſtergitters. Als
ſie uns erblickte, ſtieß ſie ein förmliches Geheul
der Freude und Hoffnung aus. Andere ſtürm-
ten auch herbei. Die Mütter ſtreckten uns ihre
Kinder entgegen und flehten uns an, ſie zuerſt
hereinzunehmen. Während dieſer Zeit ſtürzten
zwei Frauen, von denen eine ſehr alt ſchien,
vor unſeren Augen aus der Gluth heraus, mit
brennenden Kleidern, wahre Feuerſäulen, und
brachen nach einem Lauf von vier oder fünf
Metern wuchtig auf dem Raſen zuſammen, wo
ſie ſich in ihren Qualen krümmten und wan-
den. Die armen Frauen! Sie erholten ſich
nicht wieder. Ich hatte nun genug geſehen.
Ich eilte in die Küche zurück und holte den
[Spaltenumbruch] Hammer, mit dem wir die Kohle kleinzuſchla-
gen pflegen. Wir mußten zunächſt das Gitter
brechen Wir ſchlugen Beide abwechſelnd aus
Leibeskräften darauf los. Die Frau, die ſich
angeklammert hatte, ließ nicht locker, wie ſehr
wir auch baten. Selbſt die Schläge, die ſie
auf die Finger bekam — das war nicht zu ver-
meiden — beſtimmten ſie nicht, loszulaſſen.
Steinſplitter regneten auf ſie; ein Block von
mindeſtens drei Kilogramm Gewicht ſprang ihr
ins Geſicht, die Eiſenſtangen, als ſie ſich los-
zulöſen begannen, verletzten ſie, ihr Kopf war
wundgeſchlagen, aber ſie ſchien keinen Schmerz
zu fühlen und wiederholte immer nur: „Retten
Sie mich! Retten Sie mich!“ Als endlich
vier Stäbe nachgegeben hatten und das Loch
groß genug war, daß ein Menſch durchkommen
kounte, zogen wir mit aller Kraft die Unglück-
liche zu uns herauf und in die Kammer. Sie
war die erſte, die der beſtändig größer werden-
den Gefahr entging. Der Rauch war ſchon
ſehr dick uud die Hitze ſchrecklich. Mein erſter
Gedanke war, auf den Baugrund hinabzu-
ſpringen und die Opfer eins nach dem andern
meinem Gehilfen Vaudier hinaufzureichen. Das
Fenſter iſt nämlich ſehr hoch, allein konnten die
Frauen nicht hinaufgelangen. Aber der Hauſe
drängte ſo dick und gewaltig gegen die Mauer,
daß ich meine Abſicht aufgeben und mich darauf
beſchränken mußte, einen Stuhl hinauszulangen.
Was ich Ihnen da erzähle, das hat nur einige
Augenblicke gedauert. Während deſſen war das
herzzerreißende Jammergeſchrei der Opfer vom
Gaſthofperſonal gehört worden. Der Geſchäfts-
führer, der Oberk[e]llner, der Küchengehilfe, der
Kellermeiſter, andere Kellner und Diener liefen
in die Fleiſchkammer. Wir löſten einander ab
und zogen wohl drei Viertelſtunden lang die
Opfer zu uns herein, wie wir Mehlſäcke auf-
geholt hätten. Sie wurden aus der Kammer in
den Salon oder in Gaſtzimmer geſchafft, wo
Docter Eltan und Docter Déeherine ſie fort
in Pflege nahmen. Die große Mehrzahl
waren junge Franen. Faſt alle waren ohn-
mächtig oder völlig ſtumpf, mit offenem Munde
unfähig, ein einziges Wort zu ſprechen, wenn ſie
hereingenommen wurden. Einige klammerten ſich
ſo feſt an den Hals ihrer Retter, daß man ſich
nur mit großer Anſtrengung von ihnen losmachen
konnte. Die Kleider hatten bei einigen zu bren-
nen angefangen. Meinem Gehilfen Vaudier iſt
die Mütze verbrannt, als er eine arme Frau in
den Hof hinaustrug, deren Jacke hell loderte und
deren Geſicht in einem jämmerlichen Zu-
ſtande war. Männer haben wir nur drei
hereingeholt, außerdem zwei oder drei kleine
Mädchen von zehn bis zwölf Jahren.
Während wir retteten, was zu retten war, that
wenige Meter von uns das Feuer ſein Zer-
ſtörungswerk. Das Geſchrei hörte hinter dem
Bretterzaun bald auf. In der Gluth waren nur
noch Todte. Alles was lebte, hatten wir hier
im Hotel.




Locales und Provinzielles.


(Allerhöchſte Gnadenacte.)

Sr. Majeſtät
der Kaiſer hat dem am 2. März d. J. vom
Troppauer k. k. Landesgerichte als Schwurgerichts-
hofe wegen zweifachen Meuchelmordes und der
zweifachen Brandlegung zum Tode durch den
Strang verurtheilten 53 Jahre alten Brettſchneider
Franz Scharmann aus Stillſtand bei Sörgs-
dorf die Todesſtrafe allergnädigſt nachgeſehen und
dem oberſten Gerichts- und Caſſationshofe die
Verhängung einer angemeſſenen Freiheitsſtrafe
überlaſſen. Demgemäß wurde über Franz Schar-
mann die Strafe des lebenslänglichen ſchweren
Kerkers verhängt. — Der 39jährigen ledigen
Marie Gröger aus Frankenhau, Bezirk Frei-
waldau, welche am 11. März l. J. vom Troppauer
Schwurgerichte wegen Verbrechen des Mordes
zum Tode verurtheilt worden war, wurde gleich-
falls die Todesſtrafe nachgeſehen und über ſie
vom oberſten Gerichtshofe eine 15jährige ſchwere
Kerkerſtrafe verhängt.

(Militäriſche Perſonalnachrichten.)

Der
zum Infanterie-Regimente Nr. 93 transferirte
Oberſtlieutenant Alphons Albrecht iſt geſtern
zu dem genannten Regimente eingerückt. —
Major Emil Swoboda des Drag.-Regts.
[Spaltenumbruch] Nr. 2 hat ſich geſtern nach Biſenz behufs Ueber-
nahme des 1. Diviſionscommandos des Drag.-
Regts. Nr. 2 begeben. — Major Baron Fron-
müller
hat einen 8tägigen Urlaub nach Wien
und Krakau angetreten.

(Perſonales.)

Herr Finanzrath Dr. Sirowy
wurde von Ungariſch-Hradiſch nach Olmütz über-
ſetzt und hat mit Anfang dieſes Monats die Lei-
tung der Gebühren-Abtheilung der hieſigen k. k.
Finanzbezirksdirection übernommen. — Der neu-
ernannte Finanzbezirks-Obercommiſſär Leo Kreuz
wurde der Gebühren-Abtheilung der hieſigen k. k.
Finanzbezirksdirection zur Dienſtleiſtung zuge-
wieſen.

(Todesfall.)

In Brünn iſt geſtern Nach-
mittags im Alter von 54 Jahren, Frau Antonie
Winterholler, die Witwe nach dem ehema-
ligen Brünner Bürgermeiſter Guſtav Winterholler
geſtorben.

(Beiſetzung in der Familiengruft.)

Geſtern
wurden in der am hieſigen Friedhofe befindlichen
Zwieržina’ſchen Familiengruft fünf Leichen der
Familie Zwieržina, welche von Mähr.-Oſtrau,
beziehungsweiſe Wien hieher überführt wurden,
beigeſetzt. Die Ueberführung und Beiſetzung der
Leichen wurde durch die hiefige Leichenbeſtattungs-
Anſtalt „Pietät“ beſorgt.

(Olmützer Sparcaſſa.)

Unter dem Vorſitze
des Heren Bürgermeiſters Carl Brandhuber
als Oberdirecter der Olmützer Sparcaſſa fand
geſtern 4 Uhr Nachmittags in Anweſenheit des
Herrn k. k. Statthaltereirathes Dr. Hermann
Freiherrn v. Pillerstorff als landesfürſt-
lichen Commiſſärs die ordentliche Sitzung des
Sparcaſſa-Ausſchuſſes ſtatt. Zu Beginn der
Sitzung gedachte der Vorſitzende des früheren
Oberdirectors, Herrn Altbürgermeiſters Joſef
v. Engel, in Worten der vollſten Anerkennung
für deſſen langjähriges, fürſorgliches Wirken im
Intereſſe der Anſtalt, und ſtellte den Antrag,
demſelben hiefür den Dank ſchriftlich zum Aus-
druck zu bringen, welcher Antrag zum Beſchluß
erhoben wurde. Der Reingewinn des Jahres
1896 per 41.695 fl. 15 kr. wurde dem Reſerve-
fonde zugewieſen und aus demſelben nachſtehende
Beträge als Unterſtützung an die Commune und
Vereine gewährt. 1. Sta[d]tgemeinde Olmütz für
Schul- und humanitäre Wohlfahrtszwecke 20.000 fl.
2. Der Max Joſef Bürgerverſorgungs-Stiftung
200 fl., 3. Dem Fonde zur Herſtellung der
Kunſtuhr 500 fl., 4. Dem Penſionsfonde der
ſtädt. Muſikcapelle 300 fl., 5. Dem hiſtoriſchen
Muſeum 100 fl, 6. Dem Fonde zur Beſpeiſung
armer Schulkinder 200 fl., 7. Der Schülerlade
der deutſchen Staats-Ober-Realſchule 50 fl., 8.
Der Schülerlade des deutſchen Staats-Ober-
Gymnaſiums 50 fl., 9. Dem Schulkreuzervereine
200 fl, 10. Der Männer-Ortsgruppe des patriot.
Hilfsvereins 30 fl., 11. Der Frauen-Ortsgruppe
des patriotiſchen Hilfsvereines 20 fl., 12. Der
Olmützer Muſikſchule 100 fl., 13. Dem Bau-
fonde der St. Mauritzkirche 1000 fl., 14. Dem
Baufonde der St. Michaelskirche 100 fl., 15.
Dem Bunde der Deutſchen Nordmährens 20 fl,,
16. Der Scharfſchützen-Geſellſchaft 50 fl, 17.
Dem Frauen-Wohlthätigkeits-Vereine 100 fl., 18.
Dem Stammfonde der von der Anſtalt
gegründeten Ferien-Colonie 500 Gulden,
19. Der höheren Handelsſchule in Olmütz 500 fl.
20. Dem Turnhallen-Baufonde 1000 fl., 21.
Dem Armen-Inſtitute 300 fl., 22. Der freiw.
Feuerwehr 200 fl., 23. Dem Vereine „Milde“
50 fl., 24. Der Lehrerinnen-Bildungs-Anſtalt
200 fl., 25. Dem Kaiſer-Jubiläumsfonde 5000 fl.,
26. Der Ortsgemeinde Nebotein im Falle der
Errichtung eines Kindergartens 300 fl., 27. Der
Staatsgewerbeſchule in Hohenſtadt 300 fl.
Summa 31.370 fl. Gleichzeitig wurde der Be-
ſchluß gefaßt, daß die Sparcaſſa die dem neuen
Steuergeſetze nach für die Zinſen von Sparein-
lagen entfallende 1½% Rentenſteuer für die
Einleger entrichten wird, ſo daß dieſelben die
4% Zinſen auch in Zukunft ungeſchmälert weiter
beziehen werden. Selbſtverſtändlich iſt dieſer Be-
ſchluß nur bis auf Widerruf giltig.

(Vollverſammlung der Section „Olmütz“
des mähr. ‒ ſchleſ. Sudetengebirgsvereines.)

Wie bereits gemeldet wurde, fand vorgeſtern in
der Olmützer Bierhalle die Vollverſammlung
der Section „Olmütz“ des mähr.-ſchleſ. Sudeten-
gebirgsvereines unter dem Vorſitze des Obmannes
Herrn Joſef Haier ſtatt. Letzterer erſtattete
den Jahresbericht, der mit Beifall aufgenommen

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[[4]/0004] Mittheilungen mehrerer hieſiger Blätter über eine angeblich bevorſtehende Miniſterkriſe ſcheinen in Wien ein Echo gefunden zu haben; denn wie uns aus Wien telegraphirt wird, tritt dort im Abgeordnetenhauſe das Gerücht auf, daß Miniſterpräſident Baron Banffy ſeine Demiſſion gegeben habe und mit der Neubildung des Cabi- netes betraut worden ſei, aus dem einige Miniſter, wie zum Beiſpiel Finanzminiſter Lukacs ſcheiden ſollen. Auf Grund zuverläſſiger Informationen können wir verſichern, daß an dieſer ganzen Combination nicht einwahres Wort iſt. Der türkiſch-grichiſche Krieg.) Die griechi- ſche Regierung iſt, noch den heute vorliegenden Meldungen bereit, Frieden zu ſchließen und alle Bedingungen anzunehmen, welche die Großmächte geſtellt haben, bevor ſie eine Mediation unternehmen. Die griechiſchen Truppen werden aus Kreta zurückberufen, die griechiſche Regierung hat der von den Mächten beſchloſſenen Autonomie der Inſel Kreta in formeller Weiſe zugeſtimmt. Geſtern wurde Collectiv-Note der Mächte den Regierungen in Conſtantinopel und in Athen überreicht. Die Mächte werden nun im Intereſſe des Friedens zwiſchen den beiden kriegführenden Mächten interveniren. In Athen, wo noch vor Kurzem eine ſo kriegeriſche und zuverſichtliche Stimmung geherrſcht hatte und wo namentlich in der Preſſe zum Kriege gehetzt worden war, iſt jetzt ſtumme Reſignation einge- treten. Die Rückberufung der Truppen von Kreta wird von den Zeitungen der Hauptſtadt Griechen- lands nur einfach verzeichnet, nur „Ephemeris“ bedauert die Abberunfung, die als überſtürzt und verfrüht bezeichnet wird. „Aſty“ dagegen erblickt darin den erſten Schritt zur Verſöhnung mit Europa. Die „Ethnike Hetairia“ wird nun von allen Seiten angegriffen; ſie wird als der Sündenbock bezeichnet, der an allem Unheil die Schuld trägt. Zur Cataſtrophe in Paris. Olmütz, 12. Mai. Monſieur Gomery, der Koch des Hotel zu Palais, der beim Brand des Wohlthätigkeitsbazars in Paris 150 Damen das Leben gerettet hat, lie- ferte einem Berichterſtatter folgende Darſtellung von ſeiner Rettungsthat: „Ich war“, ſo erzählt der wackere Mann, „Dienſtag Nachmittag in der Küche mit Vaudier, meinem Gehilfen. Ich war eben im Begriffe einen Lendenbraten zu ſpicken. Als die erſten Schreie ausgeſtoßen wurden, blie- ben wir ruhig. Sie müſſen nämlich wiſſen, daß man hier nebenan in derſelben Baracke während der Charwoche eine Bühne errichtet hatte, wo ein Stück unter dem Titel „Chriſtus“ aufgeführt wurde. Dazu kamen viele Schulen als Zuſchauer und es qing manchmal laut her. Ich bedachte nicht gleich, daß die Charwoche ſchon längſt vorbei war und ein Wohlthätigkeitsbazar die Stelle der Bühne einnahm. Kurz, ich glaubte anfangs, die Schreie ſeien von übermüthigen Schuljungen aus- geſtoßen, die auf der Straße lärmen, nachdem ſie das Theater verlaſſen haben. Nach wenigen Augenblicken wurde mir indeß klar, daß etwas Beſonderes vorging. Ich ging in den Raum, der an die Küche ſtößt und als Fleiſch- kammer dient, ſtieg auf den Tiſch, wo man das Fleiſch ſchneidet, und ſah zum Fenſter hinaus, das ſich auf den Baugrund mit dem Bazar öffnet. O! den gräßlichen Anblick werde ich mein Leben lang nicht vergeſſen. Dieſes Flammenmeer! Und da, wenige Meter von uns, rannten Frauen ſinnlos umher, manche mit Kindern im Arm, Alle einen Rettungsweg ſuchend, während das Feuer ihnen nachzujagen ſchien. Es war entſetzlich. Eine der Frauen klammerte ſich an die Stäbe unſeres Fenſtergitters. Als ſie uns erblickte, ſtieß ſie ein förmliches Geheul der Freude und Hoffnung aus. Andere ſtürm- ten auch herbei. Die Mütter ſtreckten uns ihre Kinder entgegen und flehten uns an, ſie zuerſt hereinzunehmen. Während dieſer Zeit ſtürzten zwei Frauen, von denen eine ſehr alt ſchien, vor unſeren Augen aus der Gluth heraus, mit brennenden Kleidern, wahre Feuerſäulen, und brachen nach einem Lauf von vier oder fünf Metern wuchtig auf dem Raſen zuſammen, wo ſie ſich in ihren Qualen krümmten und wan- den. Die armen Frauen! Sie erholten ſich nicht wieder. Ich hatte nun genug geſehen. Ich eilte in die Küche zurück und holte den Hammer, mit dem wir die Kohle kleinzuſchla- gen pflegen. Wir mußten zunächſt das Gitter brechen Wir ſchlugen Beide abwechſelnd aus Leibeskräften darauf los. Die Frau, die ſich angeklammert hatte, ließ nicht locker, wie ſehr wir auch baten. Selbſt die Schläge, die ſie auf die Finger bekam — das war nicht zu ver- meiden — beſtimmten ſie nicht, loszulaſſen. Steinſplitter regneten auf ſie; ein Block von mindeſtens drei Kilogramm Gewicht ſprang ihr ins Geſicht, die Eiſenſtangen, als ſie ſich los- zulöſen begannen, verletzten ſie, ihr Kopf war wundgeſchlagen, aber ſie ſchien keinen Schmerz zu fühlen und wiederholte immer nur: „Retten Sie mich! Retten Sie mich!“ Als endlich vier Stäbe nachgegeben hatten und das Loch groß genug war, daß ein Menſch durchkommen kounte, zogen wir mit aller Kraft die Unglück- liche zu uns herauf und in die Kammer. Sie war die erſte, die der beſtändig größer werden- den Gefahr entging. Der Rauch war ſchon ſehr dick uud die Hitze ſchrecklich. Mein erſter Gedanke war, auf den Baugrund hinabzu- ſpringen und die Opfer eins nach dem andern meinem Gehilfen Vaudier hinaufzureichen. Das Fenſter iſt nämlich ſehr hoch, allein konnten die Frauen nicht hinaufgelangen. Aber der Hauſe drängte ſo dick und gewaltig gegen die Mauer, daß ich meine Abſicht aufgeben und mich darauf beſchränken mußte, einen Stuhl hinauszulangen. Was ich Ihnen da erzähle, das hat nur einige Augenblicke gedauert. Während deſſen war das herzzerreißende Jammergeſchrei der Opfer vom Gaſthofperſonal gehört worden. Der Geſchäfts- führer, der Oberkellner, der Küchengehilfe, der Kellermeiſter, andere Kellner und Diener liefen in die Fleiſchkammer. Wir löſten einander ab und zogen wohl drei Viertelſtunden lang die Opfer zu uns herein, wie wir Mehlſäcke auf- geholt hätten. Sie wurden aus der Kammer in den Salon oder in Gaſtzimmer geſchafft, wo Docter Eltan und Docter Déeherine ſie fort in Pflege nahmen. Die große Mehrzahl waren junge Franen. Faſt alle waren ohn- mächtig oder völlig ſtumpf, mit offenem Munde unfähig, ein einziges Wort zu ſprechen, wenn ſie hereingenommen wurden. Einige klammerten ſich ſo feſt an den Hals ihrer Retter, daß man ſich nur mit großer Anſtrengung von ihnen losmachen konnte. Die Kleider hatten bei einigen zu bren- nen angefangen. Meinem Gehilfen Vaudier iſt die Mütze verbrannt, als er eine arme Frau in den Hof hinaustrug, deren Jacke hell loderte und deren Geſicht in einem jämmerlichen Zu- ſtande war. Männer haben wir nur drei hereingeholt, außerdem zwei oder drei kleine Mädchen von zehn bis zwölf Jahren. Während wir retteten, was zu retten war, that wenige Meter von uns das Feuer ſein Zer- ſtörungswerk. Das Geſchrei hörte hinter dem Bretterzaun bald auf. In der Gluth waren nur noch Todte. Alles was lebte, hatten wir hier im Hotel. Locales und Provinzielles. Olmütz, 12 Mai. (Allerhöchſte Gnadenacte.) Sr. Majeſtät der Kaiſer hat dem am 2. März d. J. vom Troppauer k. k. Landesgerichte als Schwurgerichts- hofe wegen zweifachen Meuchelmordes und der zweifachen Brandlegung zum Tode durch den Strang verurtheilten 53 Jahre alten Brettſchneider Franz Scharmann aus Stillſtand bei Sörgs- dorf die Todesſtrafe allergnädigſt nachgeſehen und dem oberſten Gerichts- und Caſſationshofe die Verhängung einer angemeſſenen Freiheitsſtrafe überlaſſen. Demgemäß wurde über Franz Schar- mann die Strafe des lebenslänglichen ſchweren Kerkers verhängt. — Der 39jährigen ledigen Marie Gröger aus Frankenhau, Bezirk Frei- waldau, welche am 11. März l. J. vom Troppauer Schwurgerichte wegen Verbrechen des Mordes zum Tode verurtheilt worden war, wurde gleich- falls die Todesſtrafe nachgeſehen und über ſie vom oberſten Gerichtshofe eine 15jährige ſchwere Kerkerſtrafe verhängt. (Militäriſche Perſonalnachrichten.) Der zum Infanterie-Regimente Nr. 93 transferirte Oberſtlieutenant Alphons Albrecht iſt geſtern zu dem genannten Regimente eingerückt. — Major Emil Swoboda des Drag.-Regts. Nr. 2 hat ſich geſtern nach Biſenz behufs Ueber- nahme des 1. Diviſionscommandos des Drag.- Regts. Nr. 2 begeben. — Major Baron Fron- müller hat einen 8tägigen Urlaub nach Wien und Krakau angetreten. (Perſonales.) Herr Finanzrath Dr. Sirowy wurde von Ungariſch-Hradiſch nach Olmütz über- ſetzt und hat mit Anfang dieſes Monats die Lei- tung der Gebühren-Abtheilung der hieſigen k. k. Finanzbezirksdirection übernommen. — Der neu- ernannte Finanzbezirks-Obercommiſſär Leo Kreuz wurde der Gebühren-Abtheilung der hieſigen k. k. Finanzbezirksdirection zur Dienſtleiſtung zuge- wieſen. (Todesfall.) In Brünn iſt geſtern Nach- mittags im Alter von 54 Jahren, Frau Antonie Winterholler, die Witwe nach dem ehema- ligen Brünner Bürgermeiſter Guſtav Winterholler geſtorben. (Beiſetzung in der Familiengruft.) Geſtern wurden in der am hieſigen Friedhofe befindlichen Zwieržina’ſchen Familiengruft fünf Leichen der Familie Zwieržina, welche von Mähr.-Oſtrau, beziehungsweiſe Wien hieher überführt wurden, beigeſetzt. Die Ueberführung und Beiſetzung der Leichen wurde durch die hiefige Leichenbeſtattungs- Anſtalt „Pietät“ beſorgt. (Olmützer Sparcaſſa.) Unter dem Vorſitze des Heren Bürgermeiſters Carl Brandhuber als Oberdirecter der Olmützer Sparcaſſa fand geſtern 4 Uhr Nachmittags in Anweſenheit des Herrn k. k. Statthaltereirathes Dr. Hermann Freiherrn v. Pillerstorff als landesfürſt- lichen Commiſſärs die ordentliche Sitzung des Sparcaſſa-Ausſchuſſes ſtatt. Zu Beginn der Sitzung gedachte der Vorſitzende des früheren Oberdirectors, Herrn Altbürgermeiſters Joſef v. Engel, in Worten der vollſten Anerkennung für deſſen langjähriges, fürſorgliches Wirken im Intereſſe der Anſtalt, und ſtellte den Antrag, demſelben hiefür den Dank ſchriftlich zum Aus- druck zu bringen, welcher Antrag zum Beſchluß erhoben wurde. Der Reingewinn des Jahres 1896 per 41.695 fl. 15 kr. wurde dem Reſerve- fonde zugewieſen und aus demſelben nachſtehende Beträge als Unterſtützung an die Commune und Vereine gewährt. 1. Stadtgemeinde Olmütz für Schul- und humanitäre Wohlfahrtszwecke 20.000 fl. 2. Der Max Joſef Bürgerverſorgungs-Stiftung 200 fl., 3. Dem Fonde zur Herſtellung der Kunſtuhr 500 fl., 4. Dem Penſionsfonde der ſtädt. Muſikcapelle 300 fl., 5. Dem hiſtoriſchen Muſeum 100 fl, 6. Dem Fonde zur Beſpeiſung armer Schulkinder 200 fl., 7. Der Schülerlade der deutſchen Staats-Ober-Realſchule 50 fl., 8. Der Schülerlade des deutſchen Staats-Ober- Gymnaſiums 50 fl., 9. Dem Schulkreuzervereine 200 fl, 10. Der Männer-Ortsgruppe des patriot. Hilfsvereins 30 fl., 11. Der Frauen-Ortsgruppe des patriotiſchen Hilfsvereines 20 fl., 12. Der Olmützer Muſikſchule 100 fl., 13. Dem Bau- fonde der St. Mauritzkirche 1000 fl., 14. Dem Baufonde der St. Michaelskirche 100 fl., 15. Dem Bunde der Deutſchen Nordmährens 20 fl,, 16. Der Scharfſchützen-Geſellſchaft 50 fl, 17. Dem Frauen-Wohlthätigkeits-Vereine 100 fl., 18. Dem Stammfonde der von der Anſtalt gegründeten Ferien-Colonie 500 Gulden, 19. Der höheren Handelsſchule in Olmütz 500 fl. 20. Dem Turnhallen-Baufonde 1000 fl., 21. Dem Armen-Inſtitute 300 fl., 22. Der freiw. Feuerwehr 200 fl., 23. Dem Vereine „Milde“ 50 fl., 24. Der Lehrerinnen-Bildungs-Anſtalt 200 fl., 25. Dem Kaiſer-Jubiläumsfonde 5000 fl., 26. Der Ortsgemeinde Nebotein im Falle der Errichtung eines Kindergartens 300 fl., 27. Der Staatsgewerbeſchule in Hohenſtadt 300 fl. Summa 31.370 fl. Gleichzeitig wurde der Be- ſchluß gefaßt, daß die Sparcaſſa die dem neuen Steuergeſetze nach für die Zinſen von Sparein- lagen entfallende 1½% Rentenſteuer für die Einleger entrichten wird, ſo daß dieſelben die 4% Zinſen auch in Zukunft ungeſchmälert weiter beziehen werden. Selbſtverſtändlich iſt dieſer Be- ſchluß nur bis auf Widerruf giltig. (Vollverſammlung der Section „Olmütz“ des mähr. ‒ ſchleſ. Sudetengebirgsvereines.) Wie bereits gemeldet wurde, fand vorgeſtern in der Olmützer Bierhalle die Vollverſammlung der Section „Olmütz“ des mähr.-ſchleſ. Sudeten- gebirgsvereines unter dem Vorſitze des Obmannes Herrn Joſef Haier ſtatt. Letzterer erſtattete den Jahresbericht, der mit Beifall aufgenommen

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Zitationshilfe: Mährisches Tagblatt. Nr. 108, Olmütz, 12.05.1897, S. [4]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_maehrisches108_1897/4>, abgerufen am 28.11.2021.