Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Teutscher Kriegs-Curier. Nr. 14, Nürnberg, 1673.

Bild:
<< vorherige Seite

gemacht/ hergegen Chur-Trier/ 3000. Mal-
den Korn/ so gedachtem Bischoff zugehörig/ in Ar-
rest nehmen lassen. Herr Bischoff von Münster
auch etliche und 30. Compagnien/ Reuterey/ so un-
ter den Duc de Luxenburg gewesen/ nacher Hauß
beruffen/ und dörffte bald von einer andern Reso-
lution etwas zu vernehmen seyn. Vorgedachtes
Bonn möchte der Bevestigung wol vonnöhten ha-
ben/ in dem es neben Andernach am ersten dörffte
herhalten müssen. Das Fort/ so die Münsteri-
schen Trotz Cöverden genennet/ und mit 40. Ca-
nonen/ neben 4. biß 500. Mann besetzt gewesen/
wird Cöverden nicht mehr trotzen/ weil es von der
Macht deß ausgebrochenen Wassers mit Volck
und allen weggespület worden: weßwegen dann
Herr Rabenhaubt nichts daselbst zu thun gefun-
den/ indem sein Vorhaben ohne Menschen Hand
bereit ins Werck gestellt war. Brüßler Brief vom
19. dieses melden/ daß der Printz Vademont mit
1500. Pferden biß unter die Stücke von Ath ge-
gangen/ und daselbst allerhand Feindseligkeit ver-
übet habe/ die Frantzosen hätten zwar bey 30. Ca-
non-Schüsse auff ihn gethan/ aber alle vergebens.
Man wartet mit Verlangen aus Braband zu ver-
nehmen/ was der Spanische General/ Don An-
tonio/ so mit seiner Cavallerie/ aus Cambray in

Franck-

gemacht/ hergegen Chur-Trier/ 3000. Mal-
den Korn/ so gedachtem Bischoff zugehörig/ in Ar-
rest nehmen lassen. Herr Bischoff von Münster
auch etliche und 30. Compagnien/ Reuterey/ so un-
ter den Duc de Luxenburg gewesen/ nacher Hauß
beruffen/ und dörffte bald von einer andern Reso-
lution etwas zu vernehmen seyn. Vorgedachtes
Bonn möchte der Bevestigung wol vonnöhten ha-
ben/ in dem es neben Andernach am ersten dörffte
herhalten müssen. Das Fort/ so die Münsteri-
schen Trotz Cöverden genennet/ und mit 40. Ca-
nonen/ neben 4. biß 500. Mann besetzt gewesen/
wird Cöverden nicht mehr trotzen/ weil es von der
Macht deß ausgebrochenen Wassers mit Volck
und allen weggespület worden: weßwegen dann
Herr Rabenhaubt nichts daselbst zu thun gefun-
den/ indem sein Vorhaben ohne Menschen Hand
bereit ins Werck gestellt war. Brüßler Brief vom
19. dieses melden/ daß der Printz Vademont mit
1500. Pferden biß unter die Stücke von Ath ge-
gangen/ und daselbst allerhand Feindseligkeit ver-
übet habe/ die Frantzosen hätten zwar bey 30. Ca-
non-Schüsse auff ihn gethan/ aber alle vergebens.
Man wartet mit Verlangen aus Braband zu ver-
nehmen/ was der Spanische General/ Don An-
tonio/ so mit seiner Cavallerie/ aus Cambray in

Franck-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="jArticle" n="1">
        <p><pb facs="#f0004" n="[4]"/>
gemacht/ hergegen Chur-Trier/ 3000. Mal-<lb/>
den Korn/ so gedachtem Bischoff zugehörig/ in Ar-<lb/>
rest nehmen lassen. Herr Bischoff von Münster<lb/>
auch etliche und 30. Compagnien/ Reuterey/ so un-<lb/>
ter den Duc de Luxenburg gewesen/ nacher Hauß<lb/>
beruffen/ und dörffte bald von einer andern Reso-<lb/>
lution etwas zu vernehmen seyn. Vorgedachtes<lb/>
Bonn möchte der Bevestigung wol vonnöhten ha-<lb/>
ben/ in dem es neben Andernach am ersten dörffte<lb/>
herhalten müssen. Das Fort/ so die Münsteri-<lb/>
schen Trotz Cöverden genennet/ und mit 40. Ca-<lb/>
nonen/ neben 4. biß 500. Mann besetzt gewesen/<lb/>
wird Cöverden nicht mehr trotzen/ weil es von der<lb/>
Macht deß ausgebrochenen Wassers mit Volck<lb/>
und allen weggespület worden: weßwegen dann<lb/>
Herr Rabenhaubt nichts daselbst zu thun gefun-<lb/>
den/ indem sein Vorhaben ohne Menschen Hand<lb/>
bereit ins Werck gestellt war. Brüßler Brief vom<lb/>
19. dieses melden/ daß der Printz Vademont mit<lb/>
1500. Pferden biß unter die Stücke von Ath ge-<lb/>
gangen/ und daselbst allerhand Feindseligkeit ver-<lb/>
übet habe/ die Frantzosen hätten zwar bey 30. Ca-<lb/>
non-Schüsse auff ihn gethan/ aber alle vergebens.<lb/>
Man wartet mit Verlangen aus Braband zu ver-<lb/>
nehmen/ was der Spanische General/ Don An-<lb/>
tonio/ so mit seiner Cavallerie/ aus Cambray in<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">Franck-</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[4]/0004] gemacht/ hergegen Chur-Trier/ 3000. Mal- den Korn/ so gedachtem Bischoff zugehörig/ in Ar- rest nehmen lassen. Herr Bischoff von Münster auch etliche und 30. Compagnien/ Reuterey/ so un- ter den Duc de Luxenburg gewesen/ nacher Hauß beruffen/ und dörffte bald von einer andern Reso- lution etwas zu vernehmen seyn. Vorgedachtes Bonn möchte der Bevestigung wol vonnöhten ha- ben/ in dem es neben Andernach am ersten dörffte herhalten müssen. Das Fort/ so die Münsteri- schen Trotz Cöverden genennet/ und mit 40. Ca- nonen/ neben 4. biß 500. Mann besetzt gewesen/ wird Cöverden nicht mehr trotzen/ weil es von der Macht deß ausgebrochenen Wassers mit Volck und allen weggespület worden: weßwegen dann Herr Rabenhaubt nichts daselbst zu thun gefun- den/ indem sein Vorhaben ohne Menschen Hand bereit ins Werck gestellt war. Brüßler Brief vom 19. dieses melden/ daß der Printz Vademont mit 1500. Pferden biß unter die Stücke von Ath ge- gangen/ und daselbst allerhand Feindseligkeit ver- übet habe/ die Frantzosen hätten zwar bey 30. Ca- non-Schüsse auff ihn gethan/ aber alle vergebens. Man wartet mit Verlangen aus Braband zu ver- nehmen/ was der Spanische General/ Don An- tonio/ so mit seiner Cavallerie/ aus Cambray in Franck-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Der Erscheinungsort Nürnberg und der Verlag Felße… [mehr]

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Michel Lefèvre, Centre de Recherches et d'Etudes Germaniques, Université Paul Valéry Montpellier 3: Bereitstellung der Texttranskription. (2019-10-30T14:58:33Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Andreas Nolda: Bearbeitung der digitalen Edition. (2019-10-30T14:58:33Z)

Weitere Informationen:

Bogensignaturen: keine Angabe; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: keine Angabe; Geminations-/Abkürzungsstriche: nur expandiert; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): wie Vorlage; i/j in Fraktur: keine Angabe; I/J in Fraktur: Lautwert transkribiert; Kolumnentitel: keine Angabe; Kustoden: gekennzeichnet; langes s (ſ): als s transkribiert; Normalisierungen: keine Angabe; rundes r (ꝛ): als r/et transkribiert; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: wie Vorlage; u/v bzw. U/V: keine Angabe; Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert; Vollständigkeit: vollständig erfasst; Zeichensetzung: normalisiert; Zeilenumbrüche markiert: ja;




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/nn_kriegscurier0014_1673
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/nn_kriegscurier0014_1673/4
Zitationshilfe: Teutscher Kriegs-Curier. Nr. 14, Nürnberg, 1673, S. [4]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_kriegscurier0014_1673/4>, abgerufen am 23.06.2024.