Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838.

Bild:
<< vorherige Seite
Und wünschet daneben die Taufe bestellt:
Ein Lämmlein, ein Würstlein, ein Beutelein Geld? --
So sagt nur, ich käm' in zwei Tag oder drei,
Und grüßt mir mein Bübel und rührt ihm den Brei!
Doch halt! warum stellt ihr zu Zweien euch ein?
Es werden doch, hoff' ich, nicht Zwillinge seyn? --
Da klappern die Störche im lustigsten Ton,
Sie nicken und knixen und fliegen davon.

Und wuͤnſchet daneben die Taufe beſtellt:
Ein Laͤmmlein, ein Wuͤrſtlein, ein Beutelein Geld? —
So ſagt nur, ich kaͤm' in zwei Tag oder drei,
Und gruͤßt mir mein Buͤbel und ruͤhrt ihm den Brei!
Doch halt! warum ſtellt ihr zu Zweien euch ein?
Es werden doch, hoff' ich, nicht Zwillinge ſeyn? —
Da klappern die Stoͤrche im luſtigſten Ton,
Sie nicken und knixen und fliegen davon.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <lg type="poem">
          <pb facs="#f0041" n="25"/>
          <lg n="6">
            <l>Und wu&#x0364;n&#x017F;chet daneben die Taufe be&#x017F;tellt:</l><lb/>
            <l>Ein La&#x0364;mmlein, ein Wu&#x0364;r&#x017F;tlein, ein Beutelein Geld? &#x2014;</l><lb/>
            <l>So &#x017F;agt nur, ich ka&#x0364;m' in zwei Tag oder drei,</l><lb/>
            <l>Und gru&#x0364;ßt mir mein Bu&#x0364;bel und ru&#x0364;hrt ihm den Brei!</l><lb/>
          </lg>
          <lg n="7">
            <l>Doch halt! warum &#x017F;tellt ihr zu Zweien euch ein?</l><lb/>
            <l>Es werden doch, hoff' ich, nicht Zwillinge &#x017F;eyn? &#x2014;</l><lb/>
            <l>Da klappern die Sto&#x0364;rche im lu&#x017F;tig&#x017F;ten Ton,</l><lb/>
            <l>Sie nicken und knixen und fliegen davon.</l><lb/>
          </lg>
        </lg>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[25/0041] Und wuͤnſchet daneben die Taufe beſtellt: Ein Laͤmmlein, ein Wuͤrſtlein, ein Beutelein Geld? — So ſagt nur, ich kaͤm' in zwei Tag oder drei, Und gruͤßt mir mein Buͤbel und ruͤhrt ihm den Brei! Doch halt! warum ſtellt ihr zu Zweien euch ein? Es werden doch, hoff' ich, nicht Zwillinge ſeyn? — Da klappern die Stoͤrche im luſtigſten Ton, Sie nicken und knixen und fliegen davon.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde von OCR-Software automatisch erfasst und anschließend gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien von Muttersprachlern nachkontrolliert. Es wurde gemäß dem DTA-Basisformat in XML/TEI P5 kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/moerike_gedichte_1838
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/moerike_gedichte_1838/41
Zitationshilfe: Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838, S. 25. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/moerike_gedichte_1838/41>, abgerufen am 17.04.2024.