Als der Markese Christophoro di Gumpelino seine Nase hervorzog aus dem rothen Meere, wie weiland König Pharao, da glänzte sein Ant¬ litz in schwitzender Selbstwonne. Tief gerührt gab er Signoren das Versprechen, sie, sobald sie wieder sitzen könne, in seinem eignen Wagen nach Bologna zu bringen. Nun wurde verab¬ redet, daß alsdann der Professor vorausreisen, Bartolo hingegen im Wagen des Markese mit¬ fahren solle, wo er sehr gut auf dem Bock sitzen und das Hündchen im Schooße halten könne, und daß man endlich in vierzehn Tagen zu Flo¬ renz eintreffen wolle, wo Signora Franscheska,
CapitelVI.
Als der Markeſe Chriſtophoro di Gumpelino ſeine Naſe hervorzog aus dem rothen Meere, wie weiland Koͤnig Pharao, da glaͤnzte ſein Ant¬ litz in ſchwitzender Selbſtwonne. Tief geruͤhrt gab er Signoren das Verſprechen, ſie, ſobald ſie wieder ſitzen koͤnne, in ſeinem eignen Wagen nach Bologna zu bringen. Nun wurde verab¬ redet, daß alsdann der Profeſſor vorausreiſen, Bartolo hingegen im Wagen des Markeſe mit¬ fahren ſolle, wo er ſehr gut auf dem Bock ſitzen und das Huͤndchen im Schooße halten koͤnne, und daß man endlich in vierzehn Tagen zu Flo¬ renz eintreffen wolle, wo Signora Franſcheska,
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Capitel VI.
Als der Markeſe Chriſtophoro di Gumpelino
ſeine Naſe hervorzog aus dem rothen Meere,
wie weiland Koͤnig Pharao, da glaͤnzte ſein Ant¬
litz in ſchwitzender Selbſtwonne. Tief geruͤhrt
gab er Signoren das Verſprechen, ſie, ſobald
ſie wieder ſitzen koͤnne, in ſeinem eignen Wagen
nach Bologna zu bringen. Nun wurde verab¬
redet, daß alsdann der Profeſſor vorausreiſen,
Bartolo hingegen im Wagen des Markeſe mit¬
fahren ſolle, wo er ſehr gut auf dem Bock ſitzen
und das Huͤndchen im Schooße halten koͤnne,
und daß man endlich in vierzehn Tagen zu Flo¬
renz eintreffen wolle, wo Signora Franſcheska,
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Heine, Heinrich: Reisebilder. Bd. 3. Hamburg, 1830, S. 267. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/heine_reisebilder03_1830/275>, abgerufen am 22.11.2024.
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