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Allgemeine Zeitung. Nr. 90. Augsburg, 30. März 1840.

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Stande kommt. Ich werde nur zwei oder drei Beispiele anführen. Erinnern Sie sich der beiden bei Einbringung des ersten Zollgesetzes in die Kammer einander gegenüber stehenden Systeme: man wollte einerseits das absolute Verbot; andrerseits verlangte man absolute Handelsfreiheit. Wohin ist man nun nach Verfluß von drei Jahren darüber gekommen? Man verlangt nicht mehr das absolute Prohibitivsystem, nicht mehr die absolute Freiheit; man ist bei einem Systeme temporären industriellen Schutzes angelangt, das so lange dauern soll, als eine Industrie dessen bedürfen möchte. Eben so verhält es sich mit den öffentlichen Arbeiten. Als man zum erstenmal ein Gesetz über die öffentlichen Arbeiten vorlegte, standen sich zweierlei Meinungen gegenüber; einerseits sagte man, die Regierung, andrerseits die Privatgesellschaften sollten alle öffentlichen Arbeiten vollziehen. Darüber verflossen zwei Jahre; man discutirte und gelangte endlich zu dem Systeme, daß die Regierung nicht alle öffentlichen Arbeiten, und eben so wenig die Privatgesellschaften alle ausführen sollten; sie sollten nur das ausführen, was sie vermöchten, und man sollte den Gesellschaften dabei helfen, die Regierung aber da, wo Arbeiten von großer Ausdehnung und hohem Nutzen nicht von ihnen vollbracht werden könnten, diese übernehmen." - Auf die auswärtigen Angelegenheiten übergehend, bemerkte der Conseilpräsident: "Auf welche Art man auch den Zustand Frankreichs Europa gegenüber betrachten mag, so dürfen Sie doch nie vergessen, daß Sie eine Revolution repräsentiren, eine redliche, aber doch immer eine Revolution. Setzen Sie auf diese Bänke die glänzendsten Männer des Landes oder die geringsten Söhne unserer Revolution, immer repräsentiren sie eine Revolution. (Zeichen der Beistimmung.) Man muß diese Revolution lieben, sie achten, an die Gesetzlichkeit ihres Ziels, an ihre edle Dauer, an ihre unüberwindliche Macht glauben, um sie mit Würde, mit Vertrauen zu repräsentiren.... (Beifall.) Ich bin ein Kind dieser Revolution, und wenn auch einer ihrer geringsten Söhne (Beifall links und im linken Centrum. Lärm im rechten Centrum. "Auch wir sind Freunde der Revolution.") Hr. v. Marmier: "Jeder hier ist ein Sohn der Revolution." Hr. Thiers: "Jeder? Ja, Jeder, ich aber mehr als irgend ein anderer, weil ich ohne sie nichts wäre. (Beifall.) Wohlan, ich ehre, ich achte diese Revolution, ich glaube an die Gesetzlichkeit ihres Ziels; denn dieses Ziel ist das größte Bedürfniß der Menschheit, es ist die Theilnahme aller erleuchteten und besonnenen Männer an der Regierung ihres Landes. Ich glaube an ihre Dauer, an ihre Kraft, denn hat man auch Schlachten von einem Tage gegen sie gewonnen, so hat man sie doch nie besiegt.... (Lebhafter Beifall.) Ich will damit nicht sagen, daß sie hochmüthig, ruhestörerisch seyn soll: ich glaube an ihre Kraft, wenn sie nicht Größen parodiren will, die ihr nicht mehr zukommen, wenn sie nicht das Kaiserreich ohne den Kaiser wieder auflegen möchte; wenn sie sich aber auf die Vernunft und das Recht stützt, so glaube ich, daß sie stark seyn wird durch eigene Kraft, stark durch die Sympathien der Welt. (Sehr gut!) Bei solchen Gesinnungen habe ich immer die sogenannte Propaganda, nämlich die Complicität mit den in fremden Ländern erfolgten Verschwörungen als ein Verbrechen, als eine Handlung der Unredlichkeit angesehen. Versuchten wir eine Propaganda in den andern Staaten, so würden wir den andern das Recht geben, eben so gegen uns zu verfahren; wenn wir Factiose zu den andern schickten, so würden die andern das Recht haben, solche auch zu uns zu schicken. Ich war immer gegen die Politik, welche andere Staaten umzuwälzen sucht. Ich habe aber nie geglaubt, daß wenn vor unsern Thoren auf legitime Weise im Laufe der Zeit und der Bedürfnisse des Landes Revolutionen ausbrechen würden, wir rücksichtlich ihrer gleichgültig bleiben könnten; ich glaube es noch nicht. Ich konnte mich täuschen; die Geschichte wird darüber entscheiden. Von diesen Gesinnungen beseelt, habe ich die Regierung bekämpft, die in den Fragen von Italien, Belgien und Spanien, Lösungen, die Ihnen bekannt sind, herbeigeführt hat. Ich will alten Streit nicht wieder aufwecken, aber ich lege meine Ueberzeugungen dar, weil ich am Tage meines Eintritts in das Cabinet nicht beschuldigt seyn will, als lasse ich sie an der Schwelle der Staatsgewalt zurück. Ich wünsche, daß die Kammer erfahre, daß, wenn ich in der Opposition gewesen, ich nicht ein Spiel damit getrieben, sondern einer tiefen Ueberzeugung gehorcht habe. (Sehr gut!) Jene Fragen hat die Zeit, welche die Dinge und die Menschen mit sich fortreißt, mit sich hinweggeführt. Die belgische Frage ist gelöst; wir wollen Ancona nicht wieder erobern; die spanische Revolution kann uns entbehren. Was bleibt noch übrig? Eine unermeßliche Frage, die so ernst geworden ist, daß sie zum Glück für uns, für unsere Ehre auf fast gar keine Meinungsverschiedenheit mehr unter uns stößt. Haben Sie irgend Jemand in dieser Versammlung gesehen, der Ihnen den Vorschlag machen möchte, das türkische Reich zu zerstören, um irgend einer mysteriösen und unbekannten Größe nachzulaufen? Haben Sie irgend Jemand gesehen, der, bei allem guten Willen zur Aufrechthaltung des türkischen Reichs von Ihnen verlangte, jenen mächtigen Vasallen zu stürzen, der voll Genie ist, und den ich meinestheils nicht für den Feind des türkischen Reichs, sondern für dessen sicherste Nachhut gegen Angreifer, die es theilen möchten, betrachte?" (Sehr gut.) Zum Schluß entwickelte der Conseilpräsident sein Verhältniß zur Linken, über die keine Ausschließung verhängt werden dürfe - an ihrem Ausschließungssystem sey die Restauration gescheitert. (Wir tragen diesen Schluß morgen nach.)

Den wesentlichen Inhalt der Reden der HH. Desmousseaur de Givre und Bechard haben wir gestern angegeben. Nach ihnen betrat Hr. v. Lamartine die Tribune. Das Journal des Debats reassumirt seine Rede folgendermaßen. "Nie hat Hr. v. Lamartine eine so hohe Beredsamkeit gezeigt, als in seiner Antwort auf Thiers. Wer seyd ihr? fragte er das Ministerium, daß ihr die Majorität von uns verlangt? Sagt uns dieß erst, ehe wir euch unsere Stimmen geben. Woher kommt ihr und wo wollt ihr hin? Darauf legte er dar, wie das Ministerium aus der Allianz mit der Linken geboren worden, von der Linken unterstützt werde und der Kammer sich aufdringe mit Hülfe einer außerhalb der Kammer errungenen Popularität, welche der Redner energisch charakterisirte. In demselben Augenblick hörte man von den obern Galerien herab pfeifen, zum Beweis ohne Zweifel, welche Freiheit die neuen Alliirten des Ministeriums der Discussion zu lassen gedenken. Hr. v. Lamartine glaubt nicht an den Vergleich (transaction), welchen das Ministerium machen zu können sich rühmt. Das Ministerium kann und will dieß nicht. Was ist dieß in der That für ein Vergleich, wo der zahlreichste Theil der Versammlung aufgefordert wird, seine Stimmen zu geben, ohne irgend eine Garantie dagegen zu erhalten; wo man Vertrauen von ihr fordert und doch das Gegentheil von dem thut, was Vertrauen einflößen kann? Wenn Hr. Thiers einen Vergleich wollte, warum verband er sich nicht mit Hrn. v. Mole? Nur dann wäre es ein wahrhafter Vergleich gewesen, denn jeder hätte etwas nachgegeben. Ein Vergleich aber, in welchem das linke Centrum seine Männer und die Linke ihre Grundsätze überwiegend machen will; ein Vergleich, worin die Meinungen und die Männer der conservativen Partei nicht mitrepräsentirt

Stande kommt. Ich werde nur zwei oder drei Beispiele anführen. Erinnern Sie sich der beiden bei Einbringung des ersten Zollgesetzes in die Kammer einander gegenüber stehenden Systeme: man wollte einerseits das absolute Verbot; andrerseits verlangte man absolute Handelsfreiheit. Wohin ist man nun nach Verfluß von drei Jahren darüber gekommen? Man verlangt nicht mehr das absolute Prohibitivsystem, nicht mehr die absolute Freiheit; man ist bei einem Systeme temporären industriellen Schutzes angelangt, das so lange dauern soll, als eine Industrie dessen bedürfen möchte. Eben so verhält es sich mit den öffentlichen Arbeiten. Als man zum erstenmal ein Gesetz über die öffentlichen Arbeiten vorlegte, standen sich zweierlei Meinungen gegenüber; einerseits sagte man, die Regierung, andrerseits die Privatgesellschaften sollten alle öffentlichen Arbeiten vollziehen. Darüber verflossen zwei Jahre; man discutirte und gelangte endlich zu dem Systeme, daß die Regierung nicht alle öffentlichen Arbeiten, und eben so wenig die Privatgesellschaften alle ausführen sollten; sie sollten nur das ausführen, was sie vermöchten, und man sollte den Gesellschaften dabei helfen, die Regierung aber da, wo Arbeiten von großer Ausdehnung und hohem Nutzen nicht von ihnen vollbracht werden könnten, diese übernehmen.“ – Auf die auswärtigen Angelegenheiten übergehend, bemerkte der Conseilpräsident: „Auf welche Art man auch den Zustand Frankreichs Europa gegenüber betrachten mag, so dürfen Sie doch nie vergessen, daß Sie eine Revolution repräsentiren, eine redliche, aber doch immer eine Revolution. Setzen Sie auf diese Bänke die glänzendsten Männer des Landes oder die geringsten Söhne unserer Revolution, immer repräsentiren sie eine Revolution. (Zeichen der Beistimmung.) Man muß diese Revolution lieben, sie achten, an die Gesetzlichkeit ihres Ziels, an ihre edle Dauer, an ihre unüberwindliche Macht glauben, um sie mit Würde, mit Vertrauen zu repräsentiren.... (Beifall.) Ich bin ein Kind dieser Revolution, und wenn auch einer ihrer geringsten Söhne (Beifall links und im linken Centrum. Lärm im rechten Centrum. „Auch wir sind Freunde der Revolution.“) Hr. v. Marmier: „Jeder hier ist ein Sohn der Revolution.“ Hr. Thiers: „Jeder? Ja, Jeder, ich aber mehr als irgend ein anderer, weil ich ohne sie nichts wäre. (Beifall.) Wohlan, ich ehre, ich achte diese Revolution, ich glaube an die Gesetzlichkeit ihres Ziels; denn dieses Ziel ist das größte Bedürfniß der Menschheit, es ist die Theilnahme aller erleuchteten und besonnenen Männer an der Regierung ihres Landes. Ich glaube an ihre Dauer, an ihre Kraft, denn hat man auch Schlachten von einem Tage gegen sie gewonnen, so hat man sie doch nie besiegt.... (Lebhafter Beifall.) Ich will damit nicht sagen, daß sie hochmüthig, ruhestörerisch seyn soll: ich glaube an ihre Kraft, wenn sie nicht Größen parodiren will, die ihr nicht mehr zukommen, wenn sie nicht das Kaiserreich ohne den Kaiser wieder auflegen möchte; wenn sie sich aber auf die Vernunft und das Recht stützt, so glaube ich, daß sie stark seyn wird durch eigene Kraft, stark durch die Sympathien der Welt. (Sehr gut!) Bei solchen Gesinnungen habe ich immer die sogenannte Propaganda, nämlich die Complicität mit den in fremden Ländern erfolgten Verschwörungen als ein Verbrechen, als eine Handlung der Unredlichkeit angesehen. Versuchten wir eine Propaganda in den andern Staaten, so würden wir den andern das Recht geben, eben so gegen uns zu verfahren; wenn wir Factiose zu den andern schickten, so würden die andern das Recht haben, solche auch zu uns zu schicken. Ich war immer gegen die Politik, welche andere Staaten umzuwälzen sucht. Ich habe aber nie geglaubt, daß wenn vor unsern Thoren auf legitime Weise im Laufe der Zeit und der Bedürfnisse des Landes Revolutionen ausbrechen würden, wir rücksichtlich ihrer gleichgültig bleiben könnten; ich glaube es noch nicht. Ich konnte mich täuschen; die Geschichte wird darüber entscheiden. Von diesen Gesinnungen beseelt, habe ich die Regierung bekämpft, die in den Fragen von Italien, Belgien und Spanien, Lösungen, die Ihnen bekannt sind, herbeigeführt hat. Ich will alten Streit nicht wieder aufwecken, aber ich lege meine Ueberzeugungen dar, weil ich am Tage meines Eintritts in das Cabinet nicht beschuldigt seyn will, als lasse ich sie an der Schwelle der Staatsgewalt zurück. Ich wünsche, daß die Kammer erfahre, daß, wenn ich in der Opposition gewesen, ich nicht ein Spiel damit getrieben, sondern einer tiefen Ueberzeugung gehorcht habe. (Sehr gut!) Jene Fragen hat die Zeit, welche die Dinge und die Menschen mit sich fortreißt, mit sich hinweggeführt. Die belgische Frage ist gelöst; wir wollen Ancona nicht wieder erobern; die spanische Revolution kann uns entbehren. Was bleibt noch übrig? Eine unermeßliche Frage, die so ernst geworden ist, daß sie zum Glück für uns, für unsere Ehre auf fast gar keine Meinungsverschiedenheit mehr unter uns stößt. Haben Sie irgend Jemand in dieser Versammlung gesehen, der Ihnen den Vorschlag machen möchte, das türkische Reich zu zerstören, um irgend einer mysteriösen und unbekannten Größe nachzulaufen? Haben Sie irgend Jemand gesehen, der, bei allem guten Willen zur Aufrechthaltung des türkischen Reichs von Ihnen verlangte, jenen mächtigen Vasallen zu stürzen, der voll Genie ist, und den ich meinestheils nicht für den Feind des türkischen Reichs, sondern für dessen sicherste Nachhut gegen Angreifer, die es theilen möchten, betrachte?“ (Sehr gut.) Zum Schluß entwickelte der Conseilpräsident sein Verhältniß zur Linken, über die keine Ausschließung verhängt werden dürfe – an ihrem Ausschließungssystem sey die Restauration gescheitert. (Wir tragen diesen Schluß morgen nach.)

Den wesentlichen Inhalt der Reden der HH. Desmousseaur de Givré und Bechard haben wir gestern angegeben. Nach ihnen betrat Hr. v. Lamartine die Tribune. Das Journal des Débats reassumirt seine Rede folgendermaßen. „Nie hat Hr. v. Lamartine eine so hohe Beredsamkeit gezeigt, als in seiner Antwort auf Thiers. Wer seyd ihr? fragte er das Ministerium, daß ihr die Majorität von uns verlangt? Sagt uns dieß erst, ehe wir euch unsere Stimmen geben. Woher kommt ihr und wo wollt ihr hin? Darauf legte er dar, wie das Ministerium aus der Allianz mit der Linken geboren worden, von der Linken unterstützt werde und der Kammer sich aufdringe mit Hülfe einer außerhalb der Kammer errungenen Popularität, welche der Redner energisch charakterisirte. In demselben Augenblick hörte man von den obern Galerien herab pfeifen, zum Beweis ohne Zweifel, welche Freiheit die neuen Alliirten des Ministeriums der Discussion zu lassen gedenken. Hr. v. Lamartine glaubt nicht an den Vergleich (transaction), welchen das Ministerium machen zu können sich rühmt. Das Ministerium kann und will dieß nicht. Was ist dieß in der That für ein Vergleich, wo der zahlreichste Theil der Versammlung aufgefordert wird, seine Stimmen zu geben, ohne irgend eine Garantie dagegen zu erhalten; wo man Vertrauen von ihr fordert und doch das Gegentheil von dem thut, was Vertrauen einflößen kann? Wenn Hr. Thiers einen Vergleich wollte, warum verband er sich nicht mit Hrn. v. Molé? Nur dann wäre es ein wahrhafter Vergleich gewesen, denn jeder hätte etwas nachgegeben. Ein Vergleich aber, in welchem das linke Centrum seine Männer und die Linke ihre Grundsätze überwiegend machen will; ein Vergleich, worin die Meinungen und die Männer der conservativen Partei nicht mitrepräsentirt

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Stande kommt. Ich werde nur zwei oder drei Beispiele anführen. Erinnern Sie sich der beiden bei Einbringung des ersten Zollgesetzes in die Kammer einander gegenüber stehenden Systeme: man wollte einerseits das absolute Verbot; andrerseits verlangte man absolute Handelsfreiheit. Wohin ist man nun nach Verfluß von drei Jahren darüber gekommen? Man verlangt nicht mehr das absolute Prohibitivsystem, nicht mehr die absolute Freiheit; man ist bei einem Systeme temporären industriellen Schutzes angelangt, das so lange dauern soll, als eine Industrie dessen bedürfen möchte. Eben so verhält es sich mit den öffentlichen Arbeiten. Als man zum erstenmal ein Gesetz über die öffentlichen Arbeiten vorlegte, standen sich zweierlei Meinungen gegenüber; einerseits sagte man, die Regierung, andrerseits die Privatgesellschaften sollten alle öffentlichen Arbeiten vollziehen. Darüber verflossen zwei Jahre; man discutirte und gelangte endlich zu dem Systeme, daß die Regierung nicht alle öffentlichen Arbeiten, und eben so wenig die Privatgesellschaften alle ausführen sollten; sie sollten nur das ausführen, was sie vermöchten, und man sollte den Gesellschaften dabei helfen, die Regierung aber da, wo Arbeiten von großer Ausdehnung und hohem Nutzen nicht von ihnen vollbracht werden könnten, diese übernehmen.&#x201C; &#x2013; Auf die <hi rendition="#g">auswärtigen</hi> Angelegenheiten übergehend, bemerkte der Conseilpräsident: &#x201E;Auf welche Art man auch den Zustand Frankreichs Europa gegenüber betrachten mag, so dürfen Sie doch nie vergessen, daß Sie eine Revolution repräsentiren, eine redliche, aber doch immer eine Revolution. Setzen Sie auf diese Bänke die glänzendsten Männer des Landes oder die geringsten Söhne unserer Revolution, immer repräsentiren sie eine Revolution. (Zeichen der Beistimmung.) Man muß diese Revolution lieben, sie achten, an die Gesetzlichkeit ihres Ziels, an ihre edle Dauer, an ihre unüberwindliche Macht glauben, um sie mit Würde, mit Vertrauen zu repräsentiren.... (Beifall.) Ich bin ein Kind dieser Revolution, und wenn auch einer ihrer geringsten Söhne (Beifall links und im linken Centrum. Lärm im rechten Centrum. &#x201E;Auch wir sind Freunde der Revolution.&#x201C;) Hr. v. <hi rendition="#g">Marmier</hi>: &#x201E;Jeder hier ist ein Sohn der Revolution.&#x201C; Hr. <hi rendition="#g">Thiers</hi>: &#x201E;Jeder? Ja, Jeder, ich aber mehr als irgend ein anderer, weil ich ohne sie nichts wäre. (Beifall.) Wohlan, ich ehre, ich achte diese Revolution, ich glaube an die Gesetzlichkeit ihres Ziels; denn dieses Ziel ist das größte Bedürfniß der Menschheit, es ist die Theilnahme aller erleuchteten und besonnenen Männer an der Regierung ihres Landes. Ich glaube an ihre Dauer, an ihre Kraft, denn hat man auch Schlachten von einem Tage gegen sie gewonnen, so hat man sie doch nie besiegt.... (Lebhafter Beifall.) Ich will damit nicht sagen, daß sie hochmüthig, ruhestörerisch seyn soll: ich glaube an ihre Kraft, wenn sie nicht Größen parodiren will, die ihr nicht mehr zukommen, wenn sie nicht das Kaiserreich ohne den Kaiser wieder auflegen möchte; wenn sie sich aber auf die Vernunft und das Recht stützt, so glaube ich, daß sie stark seyn wird durch eigene Kraft, stark durch die Sympathien der Welt. (Sehr gut!) Bei solchen Gesinnungen habe ich immer die sogenannte Propaganda, nämlich die Complicität mit den in fremden Ländern erfolgten Verschwörungen als ein Verbrechen, als eine Handlung der Unredlichkeit angesehen. Versuchten wir eine Propaganda in den andern Staaten, so würden wir den andern das Recht geben, eben so gegen uns zu verfahren; wenn wir Factiose zu den andern schickten, so würden die andern das Recht haben, solche auch zu uns zu schicken. Ich war immer gegen die Politik, welche andere Staaten umzuwälzen sucht. Ich habe aber nie geglaubt, daß wenn vor unsern Thoren auf legitime Weise im Laufe der Zeit und der Bedürfnisse des Landes Revolutionen ausbrechen würden, wir rücksichtlich ihrer gleichgültig bleiben könnten; ich glaube es noch nicht. Ich konnte mich täuschen; die Geschichte wird darüber entscheiden. Von diesen Gesinnungen beseelt, habe ich die Regierung bekämpft, die in den Fragen von Italien, Belgien und Spanien, Lösungen, die Ihnen bekannt sind, herbeigeführt hat. Ich will alten Streit nicht wieder aufwecken, aber ich lege meine Ueberzeugungen dar, weil ich am Tage meines Eintritts in das Cabinet nicht beschuldigt seyn will, als lasse ich sie an der Schwelle der Staatsgewalt zurück. Ich wünsche, daß die Kammer erfahre, daß, wenn ich in der Opposition gewesen, ich nicht ein Spiel damit getrieben, sondern einer tiefen Ueberzeugung gehorcht habe. (Sehr gut!) Jene Fragen hat die Zeit, welche die Dinge und die Menschen mit sich fortreißt, mit sich hinweggeführt. Die belgische Frage ist gelöst; wir wollen Ancona nicht wieder erobern; die spanische Revolution kann uns entbehren. Was bleibt noch übrig? Eine unermeßliche Frage, die so ernst geworden ist, daß sie zum Glück für uns, für unsere Ehre auf fast gar keine Meinungsverschiedenheit mehr unter uns stößt. Haben Sie irgend Jemand in dieser Versammlung gesehen, der Ihnen den Vorschlag machen möchte, das türkische Reich zu zerstören, um irgend einer mysteriösen und unbekannten Größe nachzulaufen? 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[0715/0003] Stande kommt. Ich werde nur zwei oder drei Beispiele anführen. Erinnern Sie sich der beiden bei Einbringung des ersten Zollgesetzes in die Kammer einander gegenüber stehenden Systeme: man wollte einerseits das absolute Verbot; andrerseits verlangte man absolute Handelsfreiheit. Wohin ist man nun nach Verfluß von drei Jahren darüber gekommen? Man verlangt nicht mehr das absolute Prohibitivsystem, nicht mehr die absolute Freiheit; man ist bei einem Systeme temporären industriellen Schutzes angelangt, das so lange dauern soll, als eine Industrie dessen bedürfen möchte. Eben so verhält es sich mit den öffentlichen Arbeiten. Als man zum erstenmal ein Gesetz über die öffentlichen Arbeiten vorlegte, standen sich zweierlei Meinungen gegenüber; einerseits sagte man, die Regierung, andrerseits die Privatgesellschaften sollten alle öffentlichen Arbeiten vollziehen. Darüber verflossen zwei Jahre; man discutirte und gelangte endlich zu dem Systeme, daß die Regierung nicht alle öffentlichen Arbeiten, und eben so wenig die Privatgesellschaften alle ausführen sollten; sie sollten nur das ausführen, was sie vermöchten, und man sollte den Gesellschaften dabei helfen, die Regierung aber da, wo Arbeiten von großer Ausdehnung und hohem Nutzen nicht von ihnen vollbracht werden könnten, diese übernehmen.“ – Auf die auswärtigen Angelegenheiten übergehend, bemerkte der Conseilpräsident: „Auf welche Art man auch den Zustand Frankreichs Europa gegenüber betrachten mag, so dürfen Sie doch nie vergessen, daß Sie eine Revolution repräsentiren, eine redliche, aber doch immer eine Revolution. Setzen Sie auf diese Bänke die glänzendsten Männer des Landes oder die geringsten Söhne unserer Revolution, immer repräsentiren sie eine Revolution. (Zeichen der Beistimmung.) Man muß diese Revolution lieben, sie achten, an die Gesetzlichkeit ihres Ziels, an ihre edle Dauer, an ihre unüberwindliche Macht glauben, um sie mit Würde, mit Vertrauen zu repräsentiren.... (Beifall.) Ich bin ein Kind dieser Revolution, und wenn auch einer ihrer geringsten Söhne (Beifall links und im linken Centrum. Lärm im rechten Centrum. „Auch wir sind Freunde der Revolution.“) Hr. v. Marmier: „Jeder hier ist ein Sohn der Revolution.“ Hr. Thiers: „Jeder? Ja, Jeder, ich aber mehr als irgend ein anderer, weil ich ohne sie nichts wäre. (Beifall.) Wohlan, ich ehre, ich achte diese Revolution, ich glaube an die Gesetzlichkeit ihres Ziels; denn dieses Ziel ist das größte Bedürfniß der Menschheit, es ist die Theilnahme aller erleuchteten und besonnenen Männer an der Regierung ihres Landes. Ich glaube an ihre Dauer, an ihre Kraft, denn hat man auch Schlachten von einem Tage gegen sie gewonnen, so hat man sie doch nie besiegt.... (Lebhafter Beifall.) Ich will damit nicht sagen, daß sie hochmüthig, ruhestörerisch seyn soll: ich glaube an ihre Kraft, wenn sie nicht Größen parodiren will, die ihr nicht mehr zukommen, wenn sie nicht das Kaiserreich ohne den Kaiser wieder auflegen möchte; wenn sie sich aber auf die Vernunft und das Recht stützt, so glaube ich, daß sie stark seyn wird durch eigene Kraft, stark durch die Sympathien der Welt. (Sehr gut!) Bei solchen Gesinnungen habe ich immer die sogenannte Propaganda, nämlich die Complicität mit den in fremden Ländern erfolgten Verschwörungen als ein Verbrechen, als eine Handlung der Unredlichkeit angesehen. Versuchten wir eine Propaganda in den andern Staaten, so würden wir den andern das Recht geben, eben so gegen uns zu verfahren; wenn wir Factiose zu den andern schickten, so würden die andern das Recht haben, solche auch zu uns zu schicken. Ich war immer gegen die Politik, welche andere Staaten umzuwälzen sucht. Ich habe aber nie geglaubt, daß wenn vor unsern Thoren auf legitime Weise im Laufe der Zeit und der Bedürfnisse des Landes Revolutionen ausbrechen würden, wir rücksichtlich ihrer gleichgültig bleiben könnten; ich glaube es noch nicht. Ich konnte mich täuschen; die Geschichte wird darüber entscheiden. Von diesen Gesinnungen beseelt, habe ich die Regierung bekämpft, die in den Fragen von Italien, Belgien und Spanien, Lösungen, die Ihnen bekannt sind, herbeigeführt hat. Ich will alten Streit nicht wieder aufwecken, aber ich lege meine Ueberzeugungen dar, weil ich am Tage meines Eintritts in das Cabinet nicht beschuldigt seyn will, als lasse ich sie an der Schwelle der Staatsgewalt zurück. Ich wünsche, daß die Kammer erfahre, daß, wenn ich in der Opposition gewesen, ich nicht ein Spiel damit getrieben, sondern einer tiefen Ueberzeugung gehorcht habe. (Sehr gut!) Jene Fragen hat die Zeit, welche die Dinge und die Menschen mit sich fortreißt, mit sich hinweggeführt. Die belgische Frage ist gelöst; wir wollen Ancona nicht wieder erobern; die spanische Revolution kann uns entbehren. Was bleibt noch übrig? Eine unermeßliche Frage, die so ernst geworden ist, daß sie zum Glück für uns, für unsere Ehre auf fast gar keine Meinungsverschiedenheit mehr unter uns stößt. Haben Sie irgend Jemand in dieser Versammlung gesehen, der Ihnen den Vorschlag machen möchte, das türkische Reich zu zerstören, um irgend einer mysteriösen und unbekannten Größe nachzulaufen? Haben Sie irgend Jemand gesehen, der, bei allem guten Willen zur Aufrechthaltung des türkischen Reichs von Ihnen verlangte, jenen mächtigen Vasallen zu stürzen, der voll Genie ist, und den ich meinestheils nicht für den Feind des türkischen Reichs, sondern für dessen sicherste Nachhut gegen Angreifer, die es theilen möchten, betrachte?“ (Sehr gut.) Zum Schluß entwickelte der Conseilpräsident sein Verhältniß zur Linken, über die keine Ausschließung verhängt werden dürfe – an ihrem Ausschließungssystem sey die Restauration gescheitert. (Wir tragen diesen Schluß morgen nach.) Den wesentlichen Inhalt der Reden der HH. Desmousseaur de Givré und Bechard haben wir gestern angegeben. Nach ihnen betrat Hr. v. Lamartine die Tribune. Das Journal des Débats reassumirt seine Rede folgendermaßen. „Nie hat Hr. v. Lamartine eine so hohe Beredsamkeit gezeigt, als in seiner Antwort auf Thiers. Wer seyd ihr? fragte er das Ministerium, daß ihr die Majorität von uns verlangt? Sagt uns dieß erst, ehe wir euch unsere Stimmen geben. Woher kommt ihr und wo wollt ihr hin? Darauf legte er dar, wie das Ministerium aus der Allianz mit der Linken geboren worden, von der Linken unterstützt werde und der Kammer sich aufdringe mit Hülfe einer außerhalb der Kammer errungenen Popularität, welche der Redner energisch charakterisirte. In demselben Augenblick hörte man von den obern Galerien herab pfeifen, zum Beweis ohne Zweifel, welche Freiheit die neuen Alliirten des Ministeriums der Discussion zu lassen gedenken. Hr. v. Lamartine glaubt nicht an den Vergleich (transaction), welchen das Ministerium machen zu können sich rühmt. Das Ministerium kann und will dieß nicht. Was ist dieß in der That für ein Vergleich, wo der zahlreichste Theil der Versammlung aufgefordert wird, seine Stimmen zu geben, ohne irgend eine Garantie dagegen zu erhalten; wo man Vertrauen von ihr fordert und doch das Gegentheil von dem thut, was Vertrauen einflößen kann? Wenn Hr. Thiers einen Vergleich wollte, warum verband er sich nicht mit Hrn. v. Molé? Nur dann wäre es ein wahrhafter Vergleich gewesen, denn jeder hätte etwas nachgegeben. Ein Vergleich aber, in welchem das linke Centrum seine Männer und die Linke ihre Grundsätze überwiegend machen will; ein Vergleich, worin die Meinungen und die Männer der conservativen Partei nicht mitrepräsentirt

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Zitationshilfe: Allgemeine Zeitung. Nr. 90. Augsburg, 30. März 1840, S. 0715. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/augsburgerallgemeine_090_18400330/3>, abgerufen am 24.04.2024.