Feuerbach, Paul Johann Anselm von: Lehrbuch des gemeinen in Deutschland geltenden Peinlichen Rechts. Giessen, 1801.II. Buch. III. Theil. III. Titel. II. Abſchnitt. engern Sinne, wenn dieſes nicht der Falliſt. — Beyde zerfallen wieder in die qualiſi- cirte Kuppeley, wenn jemand aus eigennützi- ger Abſicht entweder ſein Eheweib oder ſeine Kinder verkuppelt *) und in die einfache Kup- peley, wenn entweder eine andere Perſon Ge- genſtand des Verbrechens iſt, oder eine andere Abſicht zum Grunde liegt. §. 506. Die qualiſicirte Kupp. kann auf keine an- Söhne *) Beyde Requiſite ſind geſetzlich nothwendig: art. 122. P. G. O. „Item ſo jemand (1) ſein Eheweib „oder Kinder (2) um einigerley genieſs willen, wie der „Namen hätte, williglich zu unehrlichen, unkeu- „ſchen und ſchendlichen Werken gebrauchen läſst, „der iſt ehrloſs und ſoll nach vermöge gemeiner Rech- „ten geſtraft werden.“ Die Rl. ſondern gewöhn- lich das erſte Requiſit von dem len. qual. ab, machen daraus ein beſonderes lenocinium quaeſtu- arium und beſtimmen den Begriff ſowohl der qua- lificirten als der einfachen Kuppeley nach dem Ge- genſtand des Verbrechens. cf. Boehmer ad Carp- zov. Q. 71. Obſ. 1. et ad h. a. §. 3. **) cf. Koch pr. jur. crim. § 355. — Der Grund des Ver-
brechens iſt die beſondere Verbindlichkeit, über die Sittlichkeit gewiſſer Perſonen zu wachen. Daher kann man das len. qual. nicht auf alle Aſcendenten ausdehnen wie alle RLehrer mit Ungrund behaupten. Denn Groſseltern haben wenigſtens in der Regel dieſe Verbindlichkeit nicht. Auch von dem Weib an dem Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools ?Language Resource Switchboard?FeedbackSie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden. Kommentar zur DTA-AusgabeDieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.
|
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden. Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des § 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
2007–2024 Deutsches Textarchiv, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
Kontakt: redaktion(at)deutschestextarchiv.de. |