zunimmt, wenn eben dieselbe Menge von Materie durch weniger leitende Theile hindurchgedrängt wird.
Wenn die Streifen von Goldblättchen durch die Explosion geschmolzen sind, so werden sie dadurch nicht- leitend, und verlieren die Fähigkeit, nach dem ersten Schlage noch einen zweyten durchzulassen. Einige Theil- chen des Metalls werden in das Glas getrieben, welches dadurch wirklich geschmolzen wird; die am Glase anlie- genden Theile des Metalls werden am vollkommensten ge- schnolzen. Die Stücken Glas, welche das Metallblätt- chen bedecken, werden durch den Auslader gemeiniglich in Stücken zerbrochen.
133. Versuch.
Man lege ein starkes Stück Glas auf die elfenbei- nerne Platte des allgemeinen Ausladers Taf. 11. Fig. 3, auf das Glas ein starkes Stück Elfenbein, und auf dieses ein Gewicht von 1 - 7 Pfund; bringe die Enden der Dräthe E F, E T gegen den Rand des Glases, und lasse den Schlag durch die Dräthe gehen, indem man den einen dersel- ben, z. B. E F, mit dem Hacken der Batterie C, Taf. IV. Fig. 65, verbindet, und nach geladener Batterie eine Verbindung zwischen der Kugel und dem Drathe E T macht, so wird das Glas zerbrochen, und ein Theil davon in ein feines Pulver zermalmet werden. Ist das Glas stark genug, dem Schlage zu widerstehen, so wird es oft mit den schön- sten und lebhaftesten Farben bezeichnet. Herr Morgan hat mich versichert, daß die Wirkung eben dieselbe sey, wenn das Glas von unten angeküttet wird; welche Me- thode bey verschiedenen Versuchen noch schicklicher ist.
134. Versuch.
Geht der Schlag unter dem Elfenbein mit den Ge- wichten durch, ohne daß noch ein Glas zwischen demsel- ben und der Tafel des allgemeinen Ausladers G H liegt, so werden die Gewichte durch die Lateralkraft des Schla-
Achtes Capitel.
zunimmt, wenn eben dieſelbe Menge von Materie durch weniger leitende Theile hindurchgedrängt wird.
Wenn die Streifen von Goldblättchen durch die Exploſion geſchmolzen ſind, ſo werden ſie dadurch nicht- leitend, und verlieren die Fähigkeit, nach dem erſten Schlage noch einen zweyten durchzulaſſen. Einige Theil- chen des Metalls werden in das Glas getrieben, welches dadurch wirklich geſchmolzen wird; die am Glaſe anlie- genden Theile des Metalls werden am vollkommenſten ge- ſchnolzen. Die Stücken Glas, welche das Metallblätt- chen bedecken, werden durch den Auslader gemeiniglich in Stücken zerbrochen.
133. Verſuch.
Man lege ein ſtarkes Stück Glas auf die elfenbei- nerne Platte des allgemeinen Ausladers Taf. 11. Fig. 3, auf das Glas ein ſtarkes Stück Elfenbein, und auf dieſes ein Gewicht von 1 – 7 Pfund; bringe die Enden der Dräthe E F, E T gegen den Rand des Glaſes, und laſſe den Schlag durch die Dräthe gehen, indem man den einen derſel- ben, z. B. E F, mit dem Hacken der Batterie C, Taf. IV. Fig. 65, verbindet, und nach geladener Batterie eine Verbindung zwiſchen der Kugel und dem Drathe E T macht, ſo wird das Glas zerbrochen, und ein Theil davon in ein feines Pulver zermalmet werden. Iſt das Glas ſtark genug, dem Schlage zu widerſtehen, ſo wird es oft mit den ſchön- ſten und lebhafteſten Farben bezeichnet. Herr Morgan hat mich verſichert, daß die Wirkung eben dieſelbe ſey, wenn das Glas von unten angeküttet wird; welche Me- thode bey verſchiedenen Verſuchen noch ſchicklicher iſt.
134. Verſuch.
Geht der Schlag unter dem Elfenbein mit den Ge- wichten durch, ohne daß noch ein Glas zwiſchen demſel- ben und der Tafel des allgemeinen Ausladers G H liegt, ſo werden die Gewichte durch die Lateralkraft des Schla-
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Achtes Capitel.
zunimmt, wenn eben dieſelbe Menge von Materie durch
weniger leitende Theile hindurchgedrängt wird.
Wenn die Streifen von Goldblättchen durch die
Exploſion geſchmolzen ſind, ſo werden ſie dadurch nicht-
leitend, und verlieren die Fähigkeit, nach dem erſten
Schlage noch einen zweyten durchzulaſſen. Einige Theil-
chen des Metalls werden in das Glas getrieben, welches
dadurch wirklich geſchmolzen wird; die am Glaſe anlie-
genden Theile des Metalls werden am vollkommenſten ge-
ſchnolzen. Die Stücken Glas, welche das Metallblätt-
chen bedecken, werden durch den Auslader gemeiniglich in
Stücken zerbrochen.
133. Verſuch.
Man lege ein ſtarkes Stück Glas auf die elfenbei-
nerne Platte des allgemeinen Ausladers Taf. 11. Fig. 3,
auf das Glas ein ſtarkes Stück Elfenbein, und auf dieſes
ein Gewicht von 1 – 7 Pfund; bringe die Enden der
Dräthe E F, E T gegen den Rand des Glaſes, und laſſe den
Schlag durch die Dräthe gehen, indem man den einen derſel-
ben, z. B. E F, mit dem Hacken der Batterie C, Taf. IV. Fig.
65, verbindet, und nach geladener Batterie eine Verbindung
zwiſchen der Kugel und dem Drathe E T macht, ſo wird
das Glas zerbrochen, und ein Theil davon in ein feines
Pulver zermalmet werden. Iſt das Glas ſtark genug,
dem Schlage zu widerſtehen, ſo wird es oft mit den ſchön-
ſten und lebhafteſten Farben bezeichnet. Herr Morgan
hat mich verſichert, daß die Wirkung eben dieſelbe ſey,
wenn das Glas von unten angeküttet wird; welche Me-
thode bey verſchiedenen Verſuchen noch ſchicklicher iſt.
134. Verſuch.
Geht der Schlag unter dem Elfenbein mit den Ge-
wichten durch, ohne daß noch ein Glas zwiſchen demſel-
ben und der Tafel des allgemeinen Ausladers G H liegt,
ſo werden die Gewichte durch die Lateralkraft des Schla-
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Elena Kirillova: Bearbeitung der digitalen Edition.
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Adams, George: Versuch über die Electricität. Leipzig, 1785, S. 92. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/adams_elektricitaet_1785/112>, abgerufen am 26.02.2025.
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