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Friedrich Karl, Württemberg, Herzog: Von Gottes Gnaden/ Friderich Carl/ Hertzog zu Würtemberg und Teckh/ Graf zu Mömpelgardt/ und Herr zu Heydenheimb. Stuttgart, 1685.

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Von Gottes Gnaden/
Friderich Carl/
Hertzog zu Würtemberg und
Teckh/ Graf zu Mömpelgardt/
und Herr zu Heydenheimb/ etc.

Administrator und Ober-Vormunder.
Unsern Gruß zuvor/ Liebe Getrewe.

DEmnach Wir die glaubwürdige
Nachricht erhalten/ daß in Unsern Vormund-
schafftlichen Hertzogthumb (aller hiewider
zerschidentlich ergangenen Fürstl. Rescrip-
ten
ungeachtet) sich gantze Partheyen Zi-
geuner wider sehen lassen/ auch in denen
nechstgelegenen Chur-Fürstenthumen und Landen sich aller-
hand Herrenloses Gesindlein einschleiche/ welches denen Rei-
senden auffpasse/ denenselben das ihrige gewaltthätiger Weise
abnemme/ auch wohl gar an sie selbsten hand lege/ einfolglich
die Strassen unsicher mache/ und durch Steckung Brandt-
Brieff und allerhand gefährliche Diffidationen die Einwoh-
nere in nicht geringe Beysorg darauß entstehenden Schadens
und Feuers-Gefahr setze/ deren etliche auch bereits hierüber
anderwärts ertappt/ und von der Justitz zur gebührlichen
Straffe gezogen/ vorhero aber von denen Justificirten, die in
beyligender Designation ernannte Complices, und zu ih-

rer


Von Gottes Gnaden/
Friderich Carl/
Hertzog zu Wuͤrtemberg und
Teckh/ Graf zu Moͤmpelgardt/
und Herꝛ zu Heydenheimb/ ꝛc.

Adminiſtrator und Ober-Vormunder.
Unſern Gruß zuvor/ Liebe Getrewe.

DEmnach Wir die glaubwuͤrdige
Nachricht erhalten/ daß in Unſern Vormund-
ſchafftlichen Hertzogthumb (aller hiewider
zerſchidentlich ergangenen Fuͤrſtl. Reſcrip-
ten
ungeachtet) ſich gantze Partheyen Zi-
geuner wider ſehen laſſen/ auch in denen
nechſtgelegenen Chur-Fuͤrſtenthumen und Landen ſich aller-
hand Herrenloſes Geſindlein einſchleiche/ welches denen Rei-
ſenden auffpaſſe/ denenſelben das ihrige gewaltthaͤtiger Weiſe
abnemme/ auch wohl gar an ſie ſelbſten hand lege/ einfolglich
die Straſſen unſicher mache/ und durch Steckung Brandt-
Brieff und allerhand gefaͤhrliche Diffidationen die Einwoh-
nere in nicht geringe Beyſorg darauß entſtehenden Schadens
und Feuers-Gefahr ſetze/ deren etliche auch bereits hieruͤber
anderwaͤrts ertappt/ und von der Juſtitz zur gebuͤhrlichen
Straffe gezogen/ vorhero aber von denen Juſtificirten, die in
beyligender Deſignation ernannte Complices, und zu ih-

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[1/0001] Von Gottes Gnaden/ Friderich Carl/ Hertzog zu Wuͤrtemberg und Teckh/ Graf zu Moͤmpelgardt/ und Herꝛ zu Heydenheimb/ ꝛc. Adminiſtrator und Ober-Vormunder. Unſern Gruß zuvor/ Liebe Getrewe. DEmnach Wir die glaubwuͤrdige Nachricht erhalten/ daß in Unſern Vormund- ſchafftlichen Hertzogthumb (aller hiewider zerſchidentlich ergangenen Fuͤrſtl. Reſcrip- ten ungeachtet) ſich gantze Partheyen Zi- geuner wider ſehen laſſen/ auch in denen nechſtgelegenen Chur-Fuͤrſtenthumen und Landen ſich aller- hand Herrenloſes Geſindlein einſchleiche/ welches denen Rei- ſenden auffpaſſe/ denenſelben das ihrige gewaltthaͤtiger Weiſe abnemme/ auch wohl gar an ſie ſelbſten hand lege/ einfolglich die Straſſen unſicher mache/ und durch Steckung Brandt- Brieff und allerhand gefaͤhrliche Diffidationen die Einwoh- nere in nicht geringe Beyſorg darauß entſtehenden Schadens und Feuers-Gefahr ſetze/ deren etliche auch bereits hieruͤber anderwaͤrts ertappt/ und von der Juſtitz zur gebuͤhrlichen Straffe gezogen/ vorhero aber von denen Juſtificirten, die in beyligender Deſignation ernannte Complices, und zu ih- rer

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Zitationshilfe: Friedrich Karl, Württemberg, Herzog: Von Gottes Gnaden/ Friderich Carl/ Hertzog zu Würtemberg und Teckh/ Graf zu Mömpelgardt/ und Herr zu Heydenheimb. Stuttgart, 1685, S. 1. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/wuerttemberg_zigeuner_1685/1>, abgerufen am 21.09.2019.