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Siebold, Carl Theodor Ernst von: Die Süsswasserfische von Mitteleuropa. Leipzig, 1863.

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Gattung: Telestes.

Perty Nr. 24: pag. 719. Leuciscus aphya.

Reider & Hahn Nr. 25: n. 35. Taf. 29. Fig. b. (schlecht) Leuciscus aphya, kleine Laube.

Valenciennes Nr. 5: T. XVII. pag. 254. Pl. 495. Leuciscus Agassizii.

Weber Nr. 27: pag. 25. Taf. 5. (gute Abbildung.) Leuciscus Leuciscus, Laube, Nestling.

Heckel Nr. 11 f: pag. 386 und Nr. 11 g: pag. 100. Telestes Agassizii und Rysela, Lauge, Ry-
serle, ferner Nr. 11 i: pag. 193. Telestes Agassizii, gemeine Laube.

Günther Nr. 47: pag. 57. (Abbildung sehr gut). Leuciscus muticellus, Hasel, Gangfisch.

Grandauer Nr. 16: pag. 22. Aspius Leuciscus, Grieslaugel.

Heckel und Kner Nr. 13: pag. 206. Fig. 116. Telestes Agassizii, Laugen.

Artcharakter: Maul klein und unterständig, die über der Mund-
spalte hervorragende Schnauze mässig gewölbt, Leib cy-
lindrisch; Afterflosse mit 8 bis 9 weichen getheilten Strah-
len und mit convexem Unterrande; Schuppen mittelgross.
(Ueber der Seitenlinie eine breite schwarze Binde vom Auge
bis zur Schwanzflosse)
.

D. 2/8, P. 1/13--14, V. 2/8, A. 3/8--9, C. 19, Squ. 8--9/50--56/4--5.

Obgleich der Strömer ein sehr charakteristisches Ansehen hat, und be-
sonders durch seine Färbung sich vor allen anderen verwandten Cyprinoiden
auszeichnet, so ist er doch der Aufmerksamkeit der meisten Ichthyologen ent-
gangen und zum Theil mit anderen Cyprinoiden verwechselt worden, mit
denen er auch nicht die geringste Aehnlichkeit hat, was in Bezug auf diesen
Fisch als Bewohner bayrischer Gewässer um so mehr auffallen muss, da der-
selbe von den Fischern hier zu Lande als besondere Fischart recht gut ge-
kannt ist und auf dem hiesigen Fischmarkte nie anders als mit dem Namen
"Strömer" oder "Rüssling" bezeichnet wird.

Der Körper des Strömer ist gestreckt und cylindrisch, seine Schuppen
sind etwas kleiner als die des Hasel, auf der Fläche derselben zeigen sich
die fächerförmig gestellten Radien nur wenig erhaben. Die Augen erscheinen

[Abbildung]
[Abbildung] Fig 35.


Kopf von
unten.

mittelgross. Die Mundspalte ist eng und steht fast horizontal. Die
etwas hervorstehende Schnauze ist nur mässig gewölbt und erin-
nert an das Profil der Haseln. Die Schlundknochen des Strömer
haben eine etwas gedrungene Form und tragen eine doppelte Reihe
von Zähnen, von denen die mittleren Zähne der äusseren Reihe
unterhalb der hakenförmigen Spitze zuweilen gezähnelt sind. Die
sogenannten Flügel der Schlundknochen besitzen oben und unten
[Abbildung]
[Abbildung] Fig. 36.


Schlundknochen.

einen Winkel, von denen der untere einen starken Vor-
sprung bildet, vor welchem der Aussenrand des vorde-
ren Fortsatzes den beiden ersten Zähnen gegenüber flach
gewölbt erscheint. Durch diese Form der Schlundkno-
chen so wie durch die Form und Anordnung der Zähne
selbst stehen die Strömer den Squalien sehr nahe. Auch

Gattung: Telestes.

Perty Nr. 24: pag. 719. Leuciscus aphya.

Reider & Hahn Nr. 25: n. 35. Taf. 29. Fig. b. (schlecht) Leuciscus aphya, kleine Laube.

Valenciennes Nr. 5: T. XVII. pag. 254. Pl. 495. Leuciscus Agassizii.

Weber Nr. 27: pag. 25. Taf. 5. (gute Abbildung.) Leuciscus Leuciscus, Laube, Nestling.

Heckel Nr. 11 f: pag. 386 und Nr. 11 g: pag. 100. Telestes Agassizii und Rysela, Lauge, Ry-
serle, ferner Nr. 11 i: pag. 193. Telestes Agassizii, gemeine Laube.

Günther Nr. 47: pag. 57. (Abbildung sehr gut). Leuciscus muticellus, Hasel, Gangfisch.

Grandauer Nr. 16: pag. 22. Aspius Leuciscus, Grieslaugel.

Heckel und Kner Nr. 13: pag. 206. Fig. 116. Telestes Agassizii, Laugen.

Artcharakter: Maul klein und unterständig, die über der Mund-
spalte hervorragende Schnauze mässig gewölbt, Leib cy-
lindrisch; Afterflosse mit 8 bis 9 weichen getheilten Strah-
len und mit convexem Unterrande; Schuppen mittelgross.
(Ueber der Seitenlinie eine breite schwarze Binde vom Auge
bis zur Schwanzflosse)
.

D. 2/8, P. 1/13—14, V. 2/8, A. 3/8—9, C. 19, Squ. 8—9/50—56/4—5.

Obgleich der Strömer ein sehr charakteristisches Ansehen hat, und be-
sonders durch seine Färbung sich vor allen anderen verwandten Cyprinoiden
auszeichnet, so ist er doch der Aufmerksamkeit der meisten Ichthyologen ent-
gangen und zum Theil mit anderen Cyprinoiden verwechselt worden, mit
denen er auch nicht die geringste Aehnlichkeit hat, was in Bezug auf diesen
Fisch als Bewohner bayrischer Gewässer um so mehr auffallen muss, da der-
selbe von den Fischern hier zu Lande als besondere Fischart recht gut ge-
kannt ist und auf dem hiesigen Fischmarkte nie anders als mit dem Namen
»Strömer« oder »Rüssling« bezeichnet wird.

Der Körper des Strömer ist gestreckt und cylindrisch, seine Schuppen
sind etwas kleiner als die des Hasel, auf der Fläche derselben zeigen sich
die fächerförmig gestellten Radien nur wenig erhaben. Die Augen erscheinen

[Abbildung]
[Abbildung] Fig 35.


Kopf von
unten.

mittelgross. Die Mundspalte ist eng und steht fast horizontal. Die
etwas hervorstehende Schnauze ist nur mässig gewölbt und erin-
nert an das Profil der Haseln. Die Schlundknochen des Strömer
haben eine etwas gedrungene Form und tragen eine doppelte Reihe
von Zähnen, von denen die mittleren Zähne der äusseren Reihe
unterhalb der hakenförmigen Spitze zuweilen gezähnelt sind. Die
sogenannten Flügel der Schlundknochen besitzen oben und unten
[Abbildung]
[Abbildung] Fig. 36.


Schlundknochen.

einen Winkel, von denen der untere einen starken Vor-
sprung bildet, vor welchem der Aussenrand des vorde-
ren Fortsatzes den beiden ersten Zähnen gegenüber flach
gewölbt erscheint. Durch diese Form der Schlundkno-
chen so wie durch die Form und Anordnung der Zähne
selbst stehen die Strömer den Squalien sehr nahe. Auch

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[213/0226] Gattung: Telestes. Perty Nr. 24: pag. 719. Leuciscus aphya. Reider & Hahn Nr. 25: n. 35. Taf. 29. Fig. b. (schlecht) Leuciscus aphya, kleine Laube. Valenciennes Nr. 5: T. XVII. pag. 254. Pl. 495. Leuciscus Agassizii. Weber Nr. 27: pag. 25. Taf. 5. (gute Abbildung.) Leuciscus Leuciscus, Laube, Nestling. Heckel Nr. 11 f: pag. 386 und Nr. 11 g: pag. 100. Telestes Agassizii und Rysela, Lauge, Ry- serle, ferner Nr. 11 i: pag. 193. Telestes Agassizii, gemeine Laube. Günther Nr. 47: pag. 57. (Abbildung sehr gut). Leuciscus muticellus, Hasel, Gangfisch. Grandauer Nr. 16: pag. 22. Aspius Leuciscus, Grieslaugel. Heckel und Kner Nr. 13: pag. 206. Fig. 116. Telestes Agassizii, Laugen. Artcharakter: Maul klein und unterständig, die über der Mund- spalte hervorragende Schnauze mässig gewölbt, Leib cy- lindrisch; Afterflosse mit 8 bis 9 weichen getheilten Strah- len und mit convexem Unterrande; Schuppen mittelgross. (Ueber der Seitenlinie eine breite schwarze Binde vom Auge bis zur Schwanzflosse). D. 2/8, P. 1/13—14, V. 2/8, A. 3/8—9, C. 19, Squ. 8—9/50—56/4—5. Obgleich der Strömer ein sehr charakteristisches Ansehen hat, und be- sonders durch seine Färbung sich vor allen anderen verwandten Cyprinoiden auszeichnet, so ist er doch der Aufmerksamkeit der meisten Ichthyologen ent- gangen und zum Theil mit anderen Cyprinoiden verwechselt worden, mit denen er auch nicht die geringste Aehnlichkeit hat, was in Bezug auf diesen Fisch als Bewohner bayrischer Gewässer um so mehr auffallen muss, da der- selbe von den Fischern hier zu Lande als besondere Fischart recht gut ge- kannt ist und auf dem hiesigen Fischmarkte nie anders als mit dem Namen »Strömer« oder »Rüssling« bezeichnet wird. Der Körper des Strömer ist gestreckt und cylindrisch, seine Schuppen sind etwas kleiner als die des Hasel, auf der Fläche derselben zeigen sich die fächerförmig gestellten Radien nur wenig erhaben. Die Augen erscheinen [Abbildung] [Abbildung Fig 35. Kopf von unten.] mittelgross. Die Mundspalte ist eng und steht fast horizontal. Die etwas hervorstehende Schnauze ist nur mässig gewölbt und erin- nert an das Profil der Haseln. Die Schlundknochen des Strömer haben eine etwas gedrungene Form und tragen eine doppelte Reihe von Zähnen, von denen die mittleren Zähne der äusseren Reihe unterhalb der hakenförmigen Spitze zuweilen gezähnelt sind. Die sogenannten Flügel der Schlundknochen besitzen oben und unten [Abbildung] [Abbildung Fig. 36. Schlundknochen.] einen Winkel, von denen der untere einen starken Vor- sprung bildet, vor welchem der Aussenrand des vorde- ren Fortsatzes den beiden ersten Zähnen gegenüber flach gewölbt erscheint. Durch diese Form der Schlundkno- chen so wie durch die Form und Anordnung der Zähne selbst stehen die Strömer den Squalien sehr nahe. Auch

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Zitationshilfe: Siebold, Carl Theodor Ernst von: Die Süsswasserfische von Mitteleuropa. Leipzig, 1863, S. 213. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/siebold_suesswasserfische_1863/226>, abgerufen am 21.09.2019.