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Pahl, Johann Gottfried: Wohlgemeyntes, in Vernunft und Schrift bestgegründetes, jedoch unmaaßgebliches Gutachten, über die Wahlfähigkeit eines Landtagsdeputirten in Wirtemberg. 1797.

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will, aber von unserm Herrn D. Storr in Tübingen dergestalt abfertiget worden, daß er seitdem auch nicht einen Laut mehr von sich gegeben hat, - so ist's am Tage, daß er unter die Hauptzöglinge der gefährlichsten Aufklärungsschule gehört, welche ihre Mysteria in einen solchen unverständlichen Galimathias von Worten einhüllt, daß ich oft schon Tage lang über ihren Schriften saß, und am Ende doch nicht wußte, ob es gehauen oder gestochen ist. Man möchte Blut weinen, wenn man liest, wie sich dieser freche Mann nicht entblödet, das Heiligthum unsrer Gesetze anzutasten, wie er sich dreht und wendet, um seine satanischen Grundsätze recht lieblich und annehmlich darzustellen, und wie er ein so hohes Maaß von Gaben und Kenntnissen verschwendet, um in unserm lieben Wirtembergerlande einen babylonischen Thurmbau vorzubereiten.

Doch diese Herrn und ihre ganze Genossenschaft ist mit Schimpf und Schande in die Pfanne gehauen, von zween festen, tapfern Kämpen,

will, aber von unserm Herrn D. Storr in Tübingen dergestalt abfertiget worden, daß er seitdem auch nicht einen Laut mehr von sich gegeben hat, – so ist’s am Tage, daß er unter die Hauptzöglinge der gefährlichsten Aufklärungsschule gehört, welche ihre Mysteria in einen solchen unverständlichen Galimathias von Worten einhüllt, daß ich oft schon Tage lang über ihren Schriften saß, und am Ende doch nicht wußte, ob es gehauen oder gestochen ist. Man möchte Blut weinen, wenn man liest, wie sich dieser freche Mann nicht entblödet, das Heiligthum unsrer Gesetze anzutasten, wie er sich dreht und wendet, um seine satanischen Grundsätze recht lieblich und annehmlich darzustellen, und wie er ein so hohes Maaß von Gaben und Kenntnissen verschwendet, um in unserm lieben Wirtembergerlande einen babylonischen Thurmbau vorzubereiten.

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[32/0032] will, aber von unserm Herrn D. Storr in Tübingen dergestalt abfertiget worden, daß er seitdem auch nicht einen Laut mehr von sich gegeben hat, – so ist’s am Tage, daß er unter die Hauptzöglinge der gefährlichsten Aufklärungsschule gehört, welche ihre Mysteria in einen solchen unverständlichen Galimathias von Worten einhüllt, daß ich oft schon Tage lang über ihren Schriften saß, und am Ende doch nicht wußte, ob es gehauen oder gestochen ist. Man möchte Blut weinen, wenn man liest, wie sich dieser freche Mann nicht entblödet, das Heiligthum unsrer Gesetze anzutasten, wie er sich dreht und wendet, um seine satanischen Grundsätze recht lieblich und annehmlich darzustellen, und wie er ein so hohes Maaß von Gaben und Kenntnissen verschwendet, um in unserm lieben Wirtembergerlande einen babylonischen Thurmbau vorzubereiten. Doch diese Herrn und ihre ganze Genossenschaft ist mit Schimpf und Schande in die Pfanne gehauen, von zween festen, tapfern Kämpen,

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Zitationshilfe: Pahl, Johann Gottfried: Wohlgemeyntes, in Vernunft und Schrift bestgegründetes, jedoch unmaaßgebliches Gutachten, über die Wahlfähigkeit eines Landtagsdeputirten in Wirtemberg. 1797, S. 32. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/pahl_gutachten_1797/32>, abgerufen am 21.05.2019.