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Neue Rheinische Zeitung. Nr. 270. Köln, 12. April 1849. Beilage.

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Beilage zu Nr. 270 der Neuen Rheinischen Zeitung.
Organ der Demokratie.
Donnerstag, 12. April 1849
[Französische Republik]

[Fortsetzung] sie in den 700 zu wählenden Deputirten sich 700 Mal erneuert, heißt nach dem Journal des Debats: Was sollen wir haben, "die alte Gesellschaft" mit der Herrschaft des Kapitals, oder "die neue Gesellschaft" mit der Herrschaft des Proletariats?

Die Bauern in Frankreich bilden 2/3 der ganzen Bevölkerung, und sie allein haben alle bisherigen Wahlen, die durch das allgemeine Stimmrecht Statt fanden, entschieden. Als Cavaignac als Präsidenten-Candidat auftrat, was hatte er ihnen zu bieten? Die Ruhe und Ordnung? Die gewonnene Juni-Schlacht? Man weiß, wie die Bauern darauf antworten. Auch sie wollten vor allen Dingen Schlachten; aber keine Schlachten in Paris; und was die Ruhe und Ordnung anbetrifft, so begriffen sie gar nicht, wie dieselbe auch nur im Mindesten gestört werden könnte, und was die Störung derselben mit den Steuern zu thun habe. Als aber Napoleon auftrat und ihnen mit dem Ruhme im Auslande zugleich die Verminderung der Steuern anbot, da war sein Sieg keinen Augenblick mehr zweifelhaft. Auf dieselbe Weise verfährt jetzt die demokratische Partei, die Montagne. Das Manifest müssen wir hier als Nebensache betrachten; schon wegen seiner allzugroßen Länge kann es nicht in Betracht kommen. Glaubt man wohl, daß die 20 Millionen Bauern des Manifestes wegen für die Candidaten der demokratischen Partei stimmen werden? Auch ist das Manifest nicht für die Bauern berechnet, sondern es richtet sich vielmehr an die Schullehrer, an dieselben Leute, welche Ledrü-Rollin durch sein famoses Cirkular vorigen Jahres so sehr in den Vordergrund stellte, ganz im Gegensatze mit dem Manifeste der Rue de Poitiers, welches die Beamten, Bürgermeister und Geistlichen im Auge hatte. Den Schullehrern wird so zu sagen ein ganz faßlicher Regierungsplan vorgelegt, und dieses System resumirt sich für sie in höchstens 3 Punkten. Hebung ihrer eigenen Stellung, Verminderung der Steuern und Rückzahlung der 45 Centimes, die nicht anders als durch die Rückforderung der Milliarde möglich ist, und endlich Abschaffung der Conscription. Die Schullehrer haben Mission, diese 3 Punkte den Bauern besonders an's Herz zu legen, als den ganzen Inhalt des Manifestes. Mit solchen Feinden hat die Rue de Poitiers zu kämpfen, und man begreift nun, warum sie sich zu solchen großen Opfern entschließt, und Millionen einsammelt, um der "solzialen Partei" entgegenzuwirken.

Das Wahl-Komite der Rue Poitiers ist die praktische, legitime und öffentliche Ausübung des unter Guizot heimlich betriebenen Corruptionssystems. Unter Guizot, als das legale Frankreich aus höchstens 200,000 Wählern bestand, und wo ein Wahlkreis manchmal nicht über 500 Wähler zählte, war es ein Leichtes auf diejenigen Wähler einzuwirken, die mit dem damaligen Regierungssystem nicht ganz einverstanden sein sollten. Bürgerliche Vorsorgung, Versprechungen von Aemtern, Verleihungen von Orden und Tabaksbüreaux - Alles dieses waren Mittel, um die heterodoxen Wähler zu gewinnen. Was konnten die damaligen Bourgeois-Wähler Besseres verlangen, als immer mehr und mehr Platz in bürgerlichen Verhältnissen einzunehmen? Anders verhält es sich unter den jetzigen Umständen, wo durch das allgemeine Stimmrecht 10 Millionen Wähler berufen sind, Theil an den Wahlen zu nehmen. Der Kampf ist nunmehr ein ganz anderer geworden. Zehn Millionen Wähler wollen eintreten in die bürgerlichen Verhältnisse, wollen den Platz streitig machen den 200,000 Wählern des alten Frankreich's, wollen die 45 Centimes Steuer zurückfordern, und Recht auf Arbeit, Recht auf den Kredit, Recht auf das Kapital in Anspruch nehmen. Der Bourgeois-Kredit und das Bourgeois-Kapital sind bedroht.

Wodurch will das Comite der Rue de Poitiers dem bedrohten Kapital zu Hülfe kommen? Durch das Kapital! Die Kapitalisten aller Art, aller Gesinnungen, aller Länder und aller Religionen folgen dem Rufe der Rue de Poitiers schicken Gelder über Gelder. Und wie soll der Kampf des Kapitals durch das Kapital geführt werden?

Wie sollen die Kapitalien verwandt werden?

Etwa zur Errichtung eines Bureaux des öffentliches Geistes, wie unter Duchatel. Als wenn der "öffentliche Geist" von 10 Millionen sich bearbeiten ließe, nach dem Wohlgefallen der Herren von der Rue de Poitiers!

Als wenn die materiellen Interessen einer ganzen Nation durch die Phrasen des Hrn. Thiers und Konsorten befriedigt werden könnten. Die Rue Poitiers weiß dies recht wohl: für sie handelt es sich um direkte Gewinnung von Stimmen; und da die Tabaksbüreaux u. s. w. nicht in solcher Fülle vorhanden sind, um Millionen damit zu versorgen, so nimmt man seine Zuflucht zur direkten Bestechung, zu direkten Geldaustheilungen, mit einem Worte, zur Korruption. Sie hat bestochene Agenten, die sie allenthalben aussendet, und die selbst wieder Mission haben, durch Versprechungen, Geschenke u. s. w. die Stimmen zu gewinnen. Aber die Rue Poitiers hat noch immer das legale Frankreich im Auge, und der "kluge Thiers" bildet sich ein, die 10 Millionen ebenso leicht zu bearbeiten, wie die 200,000 alten Wähler, die bereits durch ihr Interesse größten Theils gleich anfangs gewonnen waren. Der Sieg, wie gesagt, kann keinen Augenblick zweifelhaft sein.

12 Paris, 9. April.

Und wenn hundertmal die Bourgeois-Franzosen sagen: Italien geht uns nichts an; Italien muß von den Oesterreichern und den Radetzky's zur Ordnung gebracht werden, so sind es doch wieder die Französinnen, und gerade die Bourgeois-Weiber, die sich verletzt fühlen durch diese Bourgeois-Sprache, die nicht ganz einverstanden sind mit den Oesterreichern und ihren Männern, und die sich ärgern, die Radetzky's in dem Lande schalten zu sehen, wo "im dunklen Laub die Goldorangen glühen." Italien, die Goldorangen, der blaue Himmel, das war von jeher der zarteste Wunsch der zarten pariser Mignon's, und wenn ein Bourgeois-Weib mit ihrem Amant dem in den Börsenspekulationen ergrauten Manne entlief - so war der nächste Ausflug - Italien. Italien erschien den Französinnen immer unter dem Bilde der Orange, und in keiner Stadt sind die Orangen so häufig, so verbreitet, als in Paris. "Und wenn ich denke, sagen die Französinnen, daß in diesem Lande nur die Oesterreicher hausen, so kömmt es mir vor, als wenn die Schmeißfliegen sich um meine Orange herum gesetzt hätten."

Und was sagen die Franzosen dazu? Das ist alles sehr schön; das mag das "sentiment artistique" sein, das Gefühl für Italien, wie es sich in der Kunst herausstellt, und wie es der Kunst auszudrücken frei stehen mag, aber in der Wirklichkeit müssen wir die Schmeißfliegen an der Orange dulden, damit sie sich nicht an den Staatspapieren ansetzen und sie verfressen, was weit gefährlicher wäre.

Die kleinen National-Bürger hassen die Traktate von 1815; aber sie dulden sie als eine Nothwendigkeit. In diesem Sinne sind die Bourgeois-Franzosen im Herzen gegen die Oestreicher gestimmt, und das "Herz" ist hier weiter nichts, als das "Sentiment".

Aber sie dürfen diesem "Sentiment" noch nicht freien Lauf lassen; ganz, wie unter Louis Philipp, wo der Kleinbürger so viel noch zu thun hatte mit seinem Kram, und sich erst ganz langsam, ganz im Stillen bereichern wollte, und sich "Italien" so zu sagen nicht vergönnte, Italien immer hinausschob, bis auf bessere Zeiten, bis an das Ende seiner Carriere, bis zu dem Augenblicke, wo er sich von den "Affaires" zurückgezogen hatte.

Nach der Juni-Schlacht ist der Karriere der Kleinbürger ein Ende gemacht worden; sie ist an ihr Ende angekommen, und sie sind's nicht mehr, welche über Italien zu verfügen haben, sondern die Fould's und Rothschild's, die fremden Banquier's, welche durch die Oestreicher ebensowenig genirt werden, als durch die Anwesenheit der Russen, und sie wären im Stande, um ihre Renten zu retten, den unendlichen Stall abermals zu öffnen, und statt Schmeißfliegen, die Säue in die Orangerieen zu treiben. Dann hätte das "sentiment artistique" seinen wahren Ausdruck gefunden.

Spanien.
Madrid, 4. April.

Karl Albert hat sich in St. Sebastian nach Lissabon oder Oporto eingeschifft.

Großbritannien.
* London.

Die Freihandels-Maaßregeln, die im letzten Parlament durchgingen, haben auf den Hauptartikel englischer Manufaktur - Bammwoll-Zeuge - entschieden günstig eingewirkt. Nach einer Vergleichung der Ausfuhr im J. 1848 mit der des J. 1846 ergibt sich Folgendes:

Die Ausfuhr betrug nach Ländern, in denen Friede herrschte:

[irrelevantes Material]
Ostindien.

* Der westindische Postdämpfer "Clyde" traf am 8. April Abends in Southampton mit Nachrichten aus Jamaica vom 10. März hier ein. Die wichtigsten sind aus St. Lucia, wo am 5. März ein Neger-Aufstand ausbrach. An 400 Neger belagerten den Gouverneur in der Reichskammer und obgleich auseinander getrieben, sammelten sie sich doch bald in noch größern Haufen. Die Aufruhracte wurde verlesen und das Militär aufgeboten, das sehr bald Befehl zum Feuern erhielt. Drei Neger wurden getödtet und 3 verwundet. Die übrigen zerstreuten sich hierauf nach allen Richtungen und es blieb auch die nächsten Tage auf der Insel ruhig.

Redakteur en chef: Karl Marx

Berichtigung.

In der gestrigen Nummer der "N. Rh. Ztg." Artikel Köln (Lohnarbeit und Kapital) Seite 2, Spalte 2, lies überall statt Elle Baumwolle "Leinwand" und in Zeile 6 von oben weben statt "spinnen." Ebendaselbst lies S. 1, Spalte 1, Z. 6 Kapitalien statt "Kapitalisten."

[Anzeigen]

Bei Ernst ter Meer (vormals B. Boissere's Buchhandlung) in Aachen ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:

Königsfeld, Dr. G. A., kurze Darstellung des Weltganges der Cholera v. Aug. 1817 bis zum Jan. 1837 u. d. gegen dieselbe durch die Erfahrung am meisten erprobten Schutzmassregeln. Nebst kurzem Hinblick auf ihre neuesten Wanderungen u. Fortschritte. Für Aerzte u. Nichtärzte bearbeitet. geh. Preis 8 Sgr.

Diese Schrift, eine gründliche Untersuchung des Entstehens und des Ganges der Krankheit, weist zugleich die zweckmäßigsten Mittel auf, welche zur Vorbeugung oder bis zum Eintreffen des Arztes anzuwenden sind, und dürfte daher allgemeine Beachtung finden.

v. Maltitz, C. G., Direktor der Strafanstalt in Aachen, Vorschläge zur Gefängnißreform, auf Erfahrung gegründet. geh. Preis 12 Sgr.

Der Verfasser, der seit Jahren einer größern Anstalt unter allgemeiner Anerkennung vorsteht, stellt hier, unter Beobachtung aller staatsökonomischen Rücksichten, ein System auf, welches den Zweck der Gefangenhaltung auf dem Wege der Menschlichkeit zu erreichen strebt, und in seiner weitern Ausdehnung, getrennt von dem Gefängnißwesen, allen Hülfslosen Obdach und Nahrung sichern würde. Es ist diese Schrift daher für Direktoren von Straf-, Arbeits- und Wohlthätigkeits-Anstalten, so wie für Fabrikherren, Geistliche und Armenpfleger von großem Interesse.

Schollmeyer, Kapellmeister des 34. Infanterie-Regts., Bürgerwehr-Marsch. Preis 5 Sgr.

Heilsame Erfindung.

Hümmert's Pollutions-Instrument mit Suspensorium, welches, ohne im Geringsten Unannehmlichkeiten oder nachtheilige Folgen für die Gesundheit herbeizuführen, durchaus keine Pollution zuläßt. Die Wahrheit dieser Aussage ist durch vielfache Erfahrungen bestätiget und durch Zeugnisse von den berühmtesten Aerzten als: vom Herrn Geh. Med.-Rath Prof. Dr. Dieffenbach in Berlin, von den Herrn Prof. Dr. Braune, Prof. Dr. Cerutti, Prof. Dr. Carus zu Leipzig, Herrn Geh. Med.-Rath Dr. v. Blödau zu Sondershausen, und vielen Andern dargethan, weshalb ich mich jeder weitern Empfehlung enthalte. Da das Instrument in Holz bei Bewegungen im Schlafe leicht zerbricht, so sind nun auch welche in Metall zu nachstehenden Preisen zu haben, und erhält man gegen portofreie Einsendung des Betrages das Instrument nebst Gebrauchs-Anweisung vom Unterzeichneten zugeschickt.

1 Instrument in feinem Neusilber mit Suspens. 4 Thlr.
1 Instrument in feinem Neusilber mit Suspens. und durchaus gepolstert 5 Thlr.
1 Instrument in feinem Messing mit Suspens. 3 Thlr.
1 Instrument in feinem Messing mit Suspens. und durchaus gepolstert 4 Thlr.
1 Instrument in feinem Holz ohne Suspens. 2 Thlr.

S. K. Friedrich in Nordhausen und in Leipzig Reichsstr. Nr. 55/579 im Uhrengewölbe.

Die bekannten guten Sorten Zahnbürsten, numerirt und garantirt, sind wieder in allen Nummern vorräthig.

Goldcream, zur Verschönerung und Erhaltung der Gesichtshaut, wird den Damen von zarter und feiner Gesichtshaut beim eingetretenen Frühjahre besonders anempfohlen, vertilgt Röthe, Ausschlag etc.,a 6, 10, 12 1/2 und 15 Sgr. das Töpfchen.

Kendall'sche (H. Pohlen) Seifen-und Parfumerie-Fabrik, in Köln, Hochstraße 146. in Düsseldorf Marktstr.-Ecke.

Englischer Brust-Syrop

Untrügliches Mittel gegen Husten und Brustverschleimung. Das Fläschchen 5 Sgr. ist nur allein ächt zu haben bei Gebr. Fabry, Conditor, Altenmarkt Nr. 10.
Ferd. Weidenpesch, Obenmarspforten Nr. 42
Joh. Meist, in Deutz.
Hildenbrand, in Linz.

VAN EETEN & Cmp. in Antwerpen.

Nachfolger des Herrn JULES VAN EETEN.

Bureau zur Beförderung Auswanderer nach Amerika.

Regelmässige Schifffahrt zwischen Antwerpen und New-York für Passagiere und Güter, durch schöne, gekupferte und kupferfeste gut seegelnde Dreimast-Schiffe, deren Namen zur Zeit werden angezeigt werden.

Die Abfahrten von Antwerpen sind auf den 1., 10. und 20. jeden Monats bestimmt, und nehmen vom 1 März 1849 Anfang.

Diese Gesellschaft übernimmt den Transport der Auswanderer nach Amerika mit oder ohne Beköstigung für jede oben erwähnte Abfahrt während 1849, liefert Contrakte für alle Plätze im Inneren der Vereinigten Staaten per Eisenbahn und Dampfschiffe, und expedirt ebenfalls Schiffe nach Baltimore, New-Orleans, Galveston, Rio-Grande, Rio-Janeiro etc. und zwar unter den vortheilhaftesten Bedingungen u zu den billigst möglichsten Preisen.

Nähere Nachricht ertheilen auf frankirte Anfragen die Herren VAN EETEN et Comp. in Antwerpen, und alle Agenten dieser Gesellschaft in Deutschland.

Antwerpen, den 27. December 1848.

VAN EETEN et Comp

Garten-Wirthschaft.

Die Eröffnung meiner Garten-Wirthschaft beehre ich mich hiermit ergebenst anzuzeigen und empfehle mich zugleich mit vorzüglichem baierischem Bier und Wein, so wie zu jeder Tageszeit mit gut zubereiteten Speisen bestens. Auch von heute ab täglich Scheiben- und Vogelschießen.

J. Obladen, Streitzeuggasse 19B.

Hagelschaden Versicherungs-Gesellschaft in Erfurt.

Meinen Agenten, so wie d. n seitherigen Mitgliedern zur gef. Nachricht, daß ich, in Folge Uebereinkunft mit dem Direktorio die General-Agentur an Herrn Franz Saart übergeben habe, der demgemäß die Ordnung der noch nicht regulirten Angelegenheiten besorgen wird.

Steph. Adolph Naut.

Mit Bezug auf obige Ankündigung des Herrn Naut bittet der Unterzeichnete die Herren Agenten und Mitglieder der Gesellschaft sich sowohl wegen erneuerten Versicherungs-Anträger, wie auch wegen Aufnahme neuer Versicherungen an ihn zu wenden.

Die Herren Oekonomen und Ackerbautreibenden mache ich besonders auf die seitherige Thätigkeit der Gesellschaft aufmerksam, und hebe namentlich hervor, daß die Gesellschaft in den Versicherungsperioden von

1845bei902MitgliederneinerVersicherungssummevon1.169360Thlr.17.118.9.7Pf.
1846bei2413MitgliederneinerVersicherungssummevon2.716.150Thlr.6275.89Pf.
1847bei4891MitgliederneinerVersicherungssummevon8.251.220Thlr.45.687.1.5Pf.
1848bei6981MitgliederneinerVersicherungssummevon8.784.600Thlr.147.773.16.1Pf.
also in 4 JahrenThlr. 217.154.5.10.

an Entschädigung für Hagelschaden vergütete; außerdem wurden aus den Ueberschüssen von 1846 66 pCt. und von 1847 8pCt. der Prämie als Dividende zurückbezahlt und ein Reservefonds von circa Thlr. 2600 ersammelt

Wie sehr übrigens die Wirksamkeit und Richtigkeit des Unternehmens von allen Seiten anerkannt wird, bezeugt zur Genüge der Umstand, daß die Zahl der Mitglieder in der kurzen Zeit des Bestehens von 902 auf 6981 und die Versicherungssumme von 1169360 auf 8.784.600 Thlr. gestiegen ist. Wenn gleich in unserer Rheinprovinz verhältnißmäßig wenig Hagelschäden vorkommen, so dürfte doch die Ertragsfähigkeit des Bodens und dessen sicherer Werth den Eigenthümer besonders veranlassen, sich vor unvorhergesehenen Fällen durch eine unbedeutende Prämie zu sichern, und fordere ich daher alle Grundeigenthümer auf sich aller der Vortheile, welche die Gesellschaft bietet, theilhaftig zu machen.

Die Bedingungen und Briefe der Gesellschaft können bei mir oder den in Kreis- und Wochenblättern näher bezeichneten Herren Agenten eingesehen und Versicherungs-Anträge gemacht werden. Anbietungen zur Uebernahme von Agenturen an anderen Orten innerhalb meines Wirkungskreises der Regierungsbezirke Köln, Aachen und Koblenz nehme ich franco entgegen.

Köln, den 1. April 1849.

Franz Saart, General-Agent, Maria-Ablaßplatz Nr. 6.

Nachtlichter, 1/4 jährige per Dz. 6 Sgr.
1/2 jährige per Dz. 9 Sgr.
Siegellack, brauner, per Pfd. 3 1/2 und 4 Sgr.
dito rother 6 1/2 Sgr.; ausgezeichneten a 9 Sgr.
Gute Bleifedern per Duz. 1 Sgr. und höher.

Schwarze Dinte, per Krug, 1 Maß enthaltend 5 Sgr.
Schwarze Dinte in kleinen Krügen, 2 Sgr.

Pariser Dintenfäßer a 3 Sgr., mit schwarzer, rother, grüner, blauer, gelber und weißer Dinte.

Pomade per Topf 2 Sgr.
Macassaröl per Flacon 2 1/2 und 5 Sgr.
Dr. Hufeland's Zahnpulver in Holzdosen 3 Sgr.
Vorzügliche pariser Stahl-Blanchets a 4 Sgr.
Gummi-Kleiderhalter a 3 und 4 Sgr.

En gros billiger bei P. W. Feldhaus, Hochstraße Nr. 70.

Täglich Großer Fischfang bei Gebrüder Wattler am Thürmchen.

Wohnungs-Veränderung.

Unser Lager und Comptoir befindet sich seit heute am St. Marienplatz Nr. 2 dem Englischen Hof gegenüber.

Cöln, den 1. März 1849.

A. J. Rothschild Söhne.

Leinenhandlung en gros.

Rheinlust am Thürmchen.

Einem geehrten Publikum beehre ich mich hiermit ergebenst anzuzeigen, daß ich meine Sommerwirthaft, "zur Rheinlust" genannt, mit dem heutigen Tage eröffnet habe, und verabreiche:

Einen guten Schoppen Zeltinger a 3 Sgr.
Baierisches Lagerbier a 15 Pfg.
Die Portion Kaffee mit Essen a 4 Sgr., unter Versprechung prompter Bedienung.

Peter Krusius.

Beilage zu Nr. 270 der Neuen Rheinischen Zeitung.
Organ der Demokratie.
Donnerstag, 12. April 1849
[Französische Republik]

[Fortsetzung] sie in den 700 zu wählenden Deputirten sich 700 Mal erneuert, heißt nach dem Journal des Debats: Was sollen wir haben, „die alte Gesellschaft“ mit der Herrschaft des Kapitals, oder „die neue Gesellschaft“ mit der Herrschaft des Proletariats?

Die Bauern in Frankreich bilden 2/3 der ganzen Bevölkerung, und sie allein haben alle bisherigen Wahlen, die durch das allgemeine Stimmrecht Statt fanden, entschieden. Als Cavaignac als Präsidenten-Candidat auftrat, was hatte er ihnen zu bieten? Die Ruhe und Ordnung? Die gewonnene Juni-Schlacht? Man weiß, wie die Bauern darauf antworten. Auch sie wollten vor allen Dingen Schlachten; aber keine Schlachten in Paris; und was die Ruhe und Ordnung anbetrifft, so begriffen sie gar nicht, wie dieselbe auch nur im Mindesten gestört werden könnte, und was die Störung derselben mit den Steuern zu thun habe. Als aber Napoleon auftrat und ihnen mit dem Ruhme im Auslande zugleich die Verminderung der Steuern anbot, da war sein Sieg keinen Augenblick mehr zweifelhaft. Auf dieselbe Weise verfährt jetzt die demokratische Partei, die Montagne. Das Manifest müssen wir hier als Nebensache betrachten; schon wegen seiner allzugroßen Länge kann es nicht in Betracht kommen. Glaubt man wohl, daß die 20 Millionen Bauern des Manifestes wegen für die Candidaten der demokratischen Partei stimmen werden? Auch ist das Manifest nicht für die Bauern berechnet, sondern es richtet sich vielmehr an die Schullehrer, an dieselben Leute, welche Ledrü-Rollin durch sein famoses Cirkular vorigen Jahres so sehr in den Vordergrund stellte, ganz im Gegensatze mit dem Manifeste der Rue de Poitiers, welches die Beamten, Bürgermeister und Geistlichen im Auge hatte. Den Schullehrern wird so zu sagen ein ganz faßlicher Regierungsplan vorgelegt, und dieses System resumirt sich für sie in höchstens 3 Punkten. Hebung ihrer eigenen Stellung, Verminderung der Steuern und Rückzahlung der 45 Centimes, die nicht anders als durch die Rückforderung der Milliarde möglich ist, und endlich Abschaffung der Conscription. Die Schullehrer haben Mission, diese 3 Punkte den Bauern besonders an's Herz zu legen, als den ganzen Inhalt des Manifestes. Mit solchen Feinden hat die Rue de Poitiers zu kämpfen, und man begreift nun, warum sie sich zu solchen großen Opfern entschließt, und Millionen einsammelt, um der „solzialen Partei“ entgegenzuwirken.

Das Wahl-Komite der Rue Poitiers ist die praktische, legitime und öffentliche Ausübung des unter Guizot heimlich betriebenen Corruptionssystems. Unter Guizot, als das legale Frankreich aus höchstens 200,000 Wählern bestand, und wo ein Wahlkreis manchmal nicht über 500 Wähler zählte, war es ein Leichtes auf diejenigen Wähler einzuwirken, die mit dem damaligen Regierungssystem nicht ganz einverstanden sein sollten. Bürgerliche Vorsorgung, Versprechungen von Aemtern, Verleihungen von Orden und Tabaksbüreaux ‒ Alles dieses waren Mittel, um die heterodoxen Wähler zu gewinnen. Was konnten die damaligen Bourgeois-Wähler Besseres verlangen, als immer mehr und mehr Platz in bürgerlichen Verhältnissen einzunehmen? Anders verhält es sich unter den jetzigen Umständen, wo durch das allgemeine Stimmrecht 10 Millionen Wähler berufen sind, Theil an den Wahlen zu nehmen. Der Kampf ist nunmehr ein ganz anderer geworden. Zehn Millionen Wähler wollen eintreten in die bürgerlichen Verhältnisse, wollen den Platz streitig machen den 200,000 Wählern des alten Frankreich's, wollen die 45 Centimes Steuer zurückfordern, und Recht auf Arbeit, Recht auf den Kredit, Recht auf das Kapital in Anspruch nehmen. Der Bourgeois-Kredit und das Bourgeois-Kapital sind bedroht.

Wodurch will das Comite der Rue de Poitiers dem bedrohten Kapital zu Hülfe kommen? Durch das Kapital! Die Kapitalisten aller Art, aller Gesinnungen, aller Länder und aller Religionen folgen dem Rufe der Rue de Poitiers schicken Gelder über Gelder. Und wie soll der Kampf des Kapitals durch das Kapital geführt werden?

Wie sollen die Kapitalien verwandt werden?

Etwa zur Errichtung eines Bureaux des öffentliches Geistes, wie unter Duchatel. Als wenn der „öffentliche Geist“ von 10 Millionen sich bearbeiten ließe, nach dem Wohlgefallen der Herren von der Rue de Poitiers!

Als wenn die materiellen Interessen einer ganzen Nation durch die Phrasen des Hrn. Thiers und Konsorten befriedigt werden könnten. Die Rue Poitiers weiß dies recht wohl: für sie handelt es sich um direkte Gewinnung von Stimmen; und da die Tabaksbüreaux u. s. w. nicht in solcher Fülle vorhanden sind, um Millionen damit zu versorgen, so nimmt man seine Zuflucht zur direkten Bestechung, zu direkten Geldaustheilungen, mit einem Worte, zur Korruption. Sie hat bestochene Agenten, die sie allenthalben aussendet, und die selbst wieder Mission haben, durch Versprechungen, Geschenke u. s. w. die Stimmen zu gewinnen. Aber die Rue Poitiers hat noch immer das legale Frankreich im Auge, und der „kluge Thiers“ bildet sich ein, die 10 Millionen ebenso leicht zu bearbeiten, wie die 200,000 alten Wähler, die bereits durch ihr Interesse größten Theils gleich anfangs gewonnen waren. Der Sieg, wie gesagt, kann keinen Augenblick zweifelhaft sein.

12 Paris, 9. April.

Und wenn hundertmal die Bourgeois-Franzosen sagen: Italien geht uns nichts an; Italien muß von den Oesterreichern und den Radetzky's zur Ordnung gebracht werden, so sind es doch wieder die Französinnen, und gerade die Bourgeois-Weiber, die sich verletzt fühlen durch diese Bourgeois-Sprache, die nicht ganz einverstanden sind mit den Oesterreichern und ihren Männern, und die sich ärgern, die Radetzky's in dem Lande schalten zu sehen, wo „im dunklen Laub die Goldorangen glühen.“ Italien, die Goldorangen, der blaue Himmel, das war von jeher der zarteste Wunsch der zarten pariser Mignon's, und wenn ein Bourgeois-Weib mit ihrem Amant dem in den Börsenspekulationen ergrauten Manne entlief ‒ so war der nächste Ausflug ‒ Italien. Italien erschien den Französinnen immer unter dem Bilde der Orange, und in keiner Stadt sind die Orangen so häufig, so verbreitet, als in Paris. „Und wenn ich denke, sagen die Französinnen, daß in diesem Lande nur die Oesterreicher hausen, so kömmt es mir vor, als wenn die Schmeißfliegen sich um meine Orange herum gesetzt hätten.“

Und was sagen die Franzosen dazu? Das ist alles sehr schön; das mag das «sentiment artistique» sein, das Gefühl für Italien, wie es sich in der Kunst herausstellt, und wie es der Kunst auszudrücken frei stehen mag, aber in der Wirklichkeit müssen wir die Schmeißfliegen an der Orange dulden, damit sie sich nicht an den Staatspapieren ansetzen und sie verfressen, was weit gefährlicher wäre.

Die kleinen National-Bürger hassen die Traktate von 1815; aber sie dulden sie als eine Nothwendigkeit. In diesem Sinne sind die Bourgeois-Franzosen im Herzen gegen die Oestreicher gestimmt, und das „Herz“ ist hier weiter nichts, als das „Sentiment“.

Aber sie dürfen diesem „Sentiment“ noch nicht freien Lauf lassen; ganz, wie unter Louis Philipp, wo der Kleinbürger so viel noch zu thun hatte mit seinem Kram, und sich erst ganz langsam, ganz im Stillen bereichern wollte, und sich „Italien“ so zu sagen nicht vergönnte, Italien immer hinausschob, bis auf bessere Zeiten, bis an das Ende seiner Carrière, bis zu dem Augenblicke, wo er sich von den „Affaires“ zurückgezogen hatte.

Nach der Juni-Schlacht ist der Karriere der Kleinbürger ein Ende gemacht worden; sie ist an ihr Ende angekommen, und sie sind's nicht mehr, welche über Italien zu verfügen haben, sondern die Fould's und Rothschild's, die fremden Banquier's, welche durch die Oestreicher ebensowenig genirt werden, als durch die Anwesenheit der Russen, und sie wären im Stande, um ihre Renten zu retten, den unendlichen Stall abermals zu öffnen, und statt Schmeißfliegen, die Säue in die Orangerieen zu treiben. Dann hätte das „sentiment artistique“ seinen wahren Ausdruck gefunden.

Spanien.
Madrid, 4. April.

Karl Albert hat sich in St. Sebastian nach Lissabon oder Oporto eingeschifft.

Großbritannien.
* London.

Die Freihandels-Maaßregeln, die im letzten Parlament durchgingen, haben auf den Hauptartikel englischer Manufaktur ‒ Bammwoll-Zeuge ‒ entschieden günstig eingewirkt. Nach einer Vergleichung der Ausfuhr im J. 1848 mit der des J. 1846 ergibt sich Folgendes:

Die Ausfuhr betrug nach Ländern, in denen Friede herrschte:

[irrelevantes Material]
Ostindien.

* Der westindische Postdämpfer „Clyde“ traf am 8. April Abends in Southampton mit Nachrichten aus Jamaica vom 10. März hier ein. Die wichtigsten sind aus St. Lucia, wo am 5. März ein Neger-Aufstand ausbrach. An 400 Neger belagerten den Gouverneur in der Reichskammer und obgleich auseinander getrieben, sammelten sie sich doch bald in noch größern Haufen. Die Aufruhracte wurde verlesen und das Militär aufgeboten, das sehr bald Befehl zum Feuern erhielt. Drei Neger wurden getödtet und 3 verwundet. Die übrigen zerstreuten sich hierauf nach allen Richtungen und es blieb auch die nächsten Tage auf der Insel ruhig.

Redakteur en chef: Karl Marx

Berichtigung.

In der gestrigen Nummer der „N. Rh. Ztg.“ Artikel Köln (Lohnarbeit und Kapital) Seite 2, Spalte 2, lies überall statt Elle Baumwolle „Leinwand“ und in Zeile 6 von oben weben statt „spinnen.“ Ebendaselbst lies S. 1, Spalte 1, Z. 6 Kapitalien statt „Kapitalisten.“

[Anzeigen]

Bei Ernst ter Meer (vormals B. Boisseré's Buchhandlung) in Aachen ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:

Königsfeld, Dr. G. A., kurze Darstellung des Weltganges der Cholera v. Aug. 1817 bis zum Jan. 1837 u. d. gegen dieselbe durch die Erfahrung am meisten erprobten Schutzmassregeln. Nebst kurzem Hinblick auf ihre neuesten Wanderungen u. Fortschritte. Für Aerzte u. Nichtärzte bearbeitet. geh. Preis 8 Sgr.

Diese Schrift, eine gründliche Untersuchung des Entstehens und des Ganges der Krankheit, weist zugleich die zweckmäßigsten Mittel auf, welche zur Vorbeugung oder bis zum Eintreffen des Arztes anzuwenden sind, und dürfte daher allgemeine Beachtung finden.

v. Maltitz, C. G., Direktor der Strafanstalt in Aachen, Vorschläge zur Gefängnißreform, auf Erfahrung gegründet. geh. Preis 12 Sgr.

Der Verfasser, der seit Jahren einer größern Anstalt unter allgemeiner Anerkennung vorsteht, stellt hier, unter Beobachtung aller staatsökonomischen Rücksichten, ein System auf, welches den Zweck der Gefangenhaltung auf dem Wege der Menschlichkeit zu erreichen strebt, und in seiner weitern Ausdehnung, getrennt von dem Gefängnißwesen, allen Hülfslosen Obdach und Nahrung sichern würde. Es ist diese Schrift daher für Direktoren von Straf-, Arbeits- und Wohlthätigkeits-Anstalten, so wie für Fabrikherren, Geistliche und Armenpfleger von großem Interesse.

Schollmeyer, Kapellmeister des 34. Infanterie-Regts., Bürgerwehr-Marsch. Preis 5 Sgr.

Heilsame Erfindung.

Hümmert's Pollutions-Instrument mit Suspensorium, welches, ohne im Geringsten Unannehmlichkeiten oder nachtheilige Folgen für die Gesundheit herbeizuführen, durchaus keine Pollution zuläßt. Die Wahrheit dieser Aussage ist durch vielfache Erfahrungen bestätiget und durch Zeugnisse von den berühmtesten Aerzten als: vom Herrn Geh. Med.-Rath Prof. Dr. Dieffenbach in Berlin, von den Herrn Prof. Dr. Braune, Prof. Dr. Cerutti, Prof. Dr. Carus zu Leipzig, Herrn Geh. Med.-Rath Dr. v. Blödau zu Sondershausen, und vielen Andern dargethan, weshalb ich mich jeder weitern Empfehlung enthalte. Da das Instrument in Holz bei Bewegungen im Schlafe leicht zerbricht, so sind nun auch welche in Metall zu nachstehenden Preisen zu haben, und erhält man gegen portofreie Einsendung des Betrages das Instrument nebst Gebrauchs-Anweisung vom Unterzeichneten zugeschickt.

1 Instrument in feinem Neusilber mit Suspens. 4 Thlr.
1 Instrument in feinem Neusilber mit Suspens. und durchaus gepolstert 5 Thlr.
1 Instrument in feinem Messing mit Suspens. 3 Thlr.
1 Instrument in feinem Messing mit Suspens. und durchaus gepolstert 4 Thlr.
1 Instrument in feinem Holz ohne Suspens. 2 Thlr.

S. K. Friedrich in Nordhausen und in Leipzig Reichsstr. Nr. 55/579 im Uhrengewölbe.

Die bekannten guten Sorten Zahnbürsten, numerirt und garantirt, sind wieder in allen Nummern vorräthig.

Goldcream, zur Verschönerung und Erhaltung der Gesichtshaut, wird den Damen von zarter und feiner Gesichtshaut beim eingetretenen Frühjahre besonders anempfohlen, vertilgt Röthe, Ausschlag etc.,à 6, 10, 12 1/2 und 15 Sgr. das Töpfchen.

Kendall'sche (H. Pohlen) Seifen-und Parfumerie-Fabrik, in Köln, Hochstraße 146. in Düsseldorf Marktstr.-Ecke.

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Ferd. Weidenpesch, Obenmarspforten Nr. 42
Joh. Meist, in Deutz.
Hildenbrand, in Linz.

VAN EETEN & Cmp. in Antwerpen.

Nachfolger des Herrn JULES VAN EETEN.

Bureau zur Beförderung Auswanderer nach Amerika.

Regelmässige Schifffahrt zwischen Antwerpen und New-York für Passagiere und Güter, durch schöne, gekupferte und kupferfeste gut seegelnde Dreimast-Schiffe, deren Namen zur Zeit werden angezeigt werden.

Die Abfahrten von Antwerpen sind auf den 1., 10. und 20. jeden Monats bestimmt, und nehmen vom 1 März 1849 Anfang.

Diese Gesellschaft übernimmt den Transport der Auswanderer nach Amerika mit oder ohne Beköstigung für jede oben erwähnte Abfahrt während 1849, liefert Contrakte für alle Plätze im Inneren der Vereinigten Staaten per Eisenbahn und Dampfschiffe, und expedirt ebenfalls Schiffe nach Baltimore, New-Orleans, Galveston, Rio-Grande, Rio-Janeiro etc. und zwar unter den vortheilhaftesten Bedingungen u zu den billigst möglichsten Preisen.

Nähere Nachricht ertheilen auf frankirte Anfragen die Herren VAN EETEN et Comp. in Antwerpen, und alle Agenten dieser Gesellschaft in Deutschland.

Antwerpen, den 27. December 1848.

VAN EETEN et Comp

Garten-Wirthschaft.

Die Eröffnung meiner Garten-Wirthschaft beehre ich mich hiermit ergebenst anzuzeigen und empfehle mich zugleich mit vorzüglichem baierischem Bier und Wein, so wie zu jeder Tageszeit mit gut zubereiteten Speisen bestens. Auch von heute ab täglich Scheiben- und Vogelschießen.

J. Obladen, Streitzeuggasse 19B.

Hagelschaden Versicherungs-Gesellschaft in Erfurt.

Meinen Agenten, so wie d. n seitherigen Mitgliedern zur gef. Nachricht, daß ich, in Folge Uebereinkunft mit dem Direktorio die General-Agentur an Herrn Franz Saart übergeben habe, der demgemäß die Ordnung der noch nicht regulirten Angelegenheiten besorgen wird.

Steph. Adolph Naut.

Mit Bezug auf obige Ankündigung des Herrn Naut bittet der Unterzeichnete die Herren Agenten und Mitglieder der Gesellschaft sich sowohl wegen erneuerten Versicherungs-Anträger, wie auch wegen Aufnahme neuer Versicherungen an ihn zu wenden.

Die Herren Oekonomen und Ackerbautreibenden mache ich besonders auf die seitherige Thätigkeit der Gesellschaft aufmerksam, und hebe namentlich hervor, daß die Gesellschaft in den Versicherungsperioden von

1845bei902MitgliederneinerVersicherungssummevon1.169360Thlr.17.118.9.7Pf.
1846bei2413MitgliederneinerVersicherungssummevon2.716.150Thlr.6275.89Pf.
1847bei4891MitgliederneinerVersicherungssummevon8.251.220Thlr.45.687.1.5Pf.
1848bei6981MitgliederneinerVersicherungssummevon8.784.600Thlr.147.773.16.1Pf.
also in 4 JahrenThlr. 217.154.5.10.

an Entschädigung für Hagelschaden vergütete; außerdem wurden aus den Ueberschüssen von 1846 66 pCt. und von 1847 8pCt. der Prämie als Dividende zurückbezahlt und ein Reservefonds von circa Thlr. 2600 ersammelt

Wie sehr übrigens die Wirksamkeit und Richtigkeit des Unternehmens von allen Seiten anerkannt wird, bezeugt zur Genüge der Umstand, daß die Zahl der Mitglieder in der kurzen Zeit des Bestehens von 902 auf 6981 und die Versicherungssumme von 1169360 auf 8.784.600 Thlr. gestiegen ist. Wenn gleich in unserer Rheinprovinz verhältnißmäßig wenig Hagelschäden vorkommen, so dürfte doch die Ertragsfähigkeit des Bodens und dessen sicherer Werth den Eigenthümer besonders veranlassen, sich vor unvorhergesehenen Fällen durch eine unbedeutende Prämie zu sichern, und fordere ich daher alle Grundeigenthümer auf sich aller der Vortheile, welche die Gesellschaft bietet, theilhaftig zu machen.

Die Bedingungen und Briefe der Gesellschaft können bei mir oder den in Kreis- und Wochenblättern näher bezeichneten Herren Agenten eingesehen und Versicherungs-Anträge gemacht werden. Anbietungen zur Uebernahme von Agenturen an anderen Orten innerhalb meines Wirkungskreises der Regierungsbezirke Köln, Aachen und Koblenz nehme ich franco entgegen.

Köln, den 1. April 1849.

Franz Saart, General-Agent, Maria-Ablaßplatz Nr. 6.

Nachtlichter, 1/4 jährige per Dz. 6 Sgr.
1/2 jährige per Dz. 9 Sgr.
Siegellack, brauner, per Pfd. 3 1/2 und 4 Sgr.
dito rother 6 1/2 Sgr.; ausgezeichneten à 9 Sgr.
Gute Bleifedern per Duz. 1 Sgr. und höher.

Schwarze Dinte, per Krug, 1 Maß enthaltend 5 Sgr.
Schwarze Dinte in kleinen Krügen, 2 Sgr.

Pariser Dintenfäßer à 3 Sgr., mit schwarzer, rother, grüner, blauer, gelber und weißer Dinte.

Pomade per Topf 2 Sgr.
Macassaröl per Flaçon 2 1/2 und 5 Sgr.
Dr. Hufeland's Zahnpulver in Holzdosen 3 Sgr.
Vorzügliche pariser Stahl-Blanchets à 4 Sgr.
Gummi-Kleiderhalter à 3 und 4 Sgr.

En gros billiger bei P. W. Feldhaus, Hochstraße Nr. 70.

Täglich Großer Fischfang bei Gebrüder Wattler am Thürmchen.

Wohnungs-Veränderung.

Unser Lager und Comptoir befindet sich seit heute am St. Marienplatz Nr. 2 dem Englischen Hof gegenüber.

Cöln, den 1. März 1849.

A. J. Rothschild Söhne.

Leinenhandlung en gros.

Rheinlust am Thürmchen.

Einem geehrten Publikum beehre ich mich hiermit ergebenst anzuzeigen, daß ich meine Sommerwirthaft, „zur Rheinlust“ genannt, mit dem heutigen Tage eröffnet habe, und verabreiche:

Einen guten Schoppen Zeltinger à 3 Sgr.
Baierisches Lagerbier à 15 Pfg.
Die Portion Kaffee mit Essen à 4 Sgr., unter Versprechung prompter Bedienung.

Peter Krusius.

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        <titlePart type="main">Beilage zu Nr. 270 der Neuen Rheinischen Zeitung.</titlePart>
        <titlePart type="sub">Organ der Demokratie.</titlePart>
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          <docDate>Donnerstag, 12. April 1849</docDate>
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        <head>[Französische Republik]</head>
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          <p><ref type="link_fsg">[Fortsetzung]</ref> sie in den 700 zu wählenden Deputirten sich 700 Mal erneuert, heißt nach dem Journal des Debats: Was sollen wir haben, &#x201E;die alte Gesellschaft&#x201C; mit der Herrschaft des Kapitals, oder &#x201E;die neue Gesellschaft&#x201C; mit der Herrschaft des Proletariats?</p>
          <p>Die Bauern in Frankreich bilden 2/3 der ganzen Bevölkerung, und sie allein haben alle bisherigen Wahlen, die durch das allgemeine Stimmrecht Statt fanden, entschieden. Als Cavaignac als Präsidenten-Candidat auftrat, was hatte er ihnen zu bieten? Die Ruhe und Ordnung? Die gewonnene Juni-Schlacht? Man weiß, wie die Bauern darauf antworten. Auch sie wollten vor allen Dingen Schlachten; aber keine Schlachten in Paris; und was die Ruhe und Ordnung anbetrifft, so begriffen sie gar nicht, wie dieselbe auch nur im Mindesten gestört werden könnte, und was die Störung derselben mit den Steuern zu thun habe. Als aber Napoleon auftrat und ihnen mit dem Ruhme im Auslande zugleich die Verminderung der Steuern anbot, da war sein Sieg keinen Augenblick mehr zweifelhaft. Auf dieselbe Weise verfährt jetzt die demokratische Partei, die Montagne. Das Manifest müssen wir hier als Nebensache betrachten; schon wegen seiner allzugroßen Länge kann es nicht in Betracht kommen. Glaubt man wohl, daß die 20 Millionen Bauern des Manifestes wegen für die Candidaten der demokratischen Partei stimmen werden? Auch ist das Manifest nicht für die Bauern berechnet, sondern es richtet sich vielmehr an die Schullehrer, an dieselben Leute, welche Ledrü-Rollin durch sein famoses Cirkular vorigen Jahres so sehr in den Vordergrund stellte, ganz im Gegensatze mit dem Manifeste der Rue de Poitiers, welches die Beamten, Bürgermeister und Geistlichen im Auge hatte. Den Schullehrern wird so zu sagen ein ganz faßlicher Regierungsplan vorgelegt, und dieses System resumirt sich für sie in höchstens 3 Punkten. Hebung ihrer eigenen Stellung, Verminderung der Steuern und Rückzahlung der 45 Centimes, die nicht anders als durch die Rückforderung der Milliarde möglich ist, und endlich Abschaffung der <hi rendition="#g">Conscription.</hi> Die Schullehrer haben Mission, diese 3 Punkte den Bauern besonders an's Herz zu legen, als den ganzen Inhalt des Manifestes. Mit solchen Feinden hat die Rue de Poitiers zu kämpfen, und man begreift nun, warum sie sich zu solchen großen Opfern entschließt, und Millionen einsammelt, um der &#x201E;solzialen Partei&#x201C; entgegenzuwirken.</p>
          <p>Das Wahl-Komite der Rue Poitiers ist die praktische, legitime und öffentliche Ausübung des unter Guizot heimlich betriebenen Corruptionssystems. Unter Guizot, als das legale Frankreich aus höchstens 200,000 Wählern bestand, und wo ein Wahlkreis manchmal nicht über 500 Wähler zählte, war es ein Leichtes auf diejenigen Wähler einzuwirken, die mit dem damaligen Regierungssystem nicht ganz einverstanden sein sollten. Bürgerliche Vorsorgung, Versprechungen von Aemtern, Verleihungen von Orden und Tabaksbüreaux &#x2012; Alles dieses waren Mittel, um die heterodoxen Wähler zu gewinnen. Was konnten die damaligen Bourgeois-Wähler Besseres verlangen, als immer mehr und mehr Platz in bürgerlichen Verhältnissen einzunehmen? Anders verhält es sich unter den jetzigen Umständen, wo durch das allgemeine Stimmrecht 10 Millionen Wähler berufen sind, Theil an den Wahlen zu nehmen. Der Kampf ist nunmehr ein ganz anderer geworden. Zehn Millionen Wähler wollen eintreten in die bürgerlichen Verhältnisse, wollen den Platz streitig machen den 200,000 Wählern des alten Frankreich's, wollen die 45 Centimes Steuer zurückfordern, und Recht auf Arbeit, Recht auf den Kredit, Recht auf das Kapital in Anspruch nehmen. Der Bourgeois-Kredit und das Bourgeois-Kapital sind bedroht.</p>
          <p>Wodurch will das Comite der Rue de Poitiers dem bedrohten Kapital zu Hülfe kommen? Durch das Kapital! Die Kapitalisten aller Art, aller Gesinnungen, aller Länder und aller Religionen folgen dem Rufe der Rue de Poitiers schicken Gelder über Gelder. Und wie soll der Kampf des Kapitals durch das Kapital geführt werden?</p>
          <p>Wie sollen die Kapitalien verwandt werden?</p>
          <p>Etwa zur Errichtung eines Bureaux des öffentliches Geistes, wie unter Duchatel. Als wenn der &#x201E;öffentliche Geist&#x201C; von 10 Millionen sich bearbeiten ließe, nach dem Wohlgefallen der Herren von der Rue de Poitiers!</p>
          <p>Als wenn die materiellen Interessen einer ganzen Nation durch die Phrasen des Hrn. Thiers und Konsorten befriedigt werden könnten. Die Rue Poitiers weiß dies recht wohl: für sie handelt es sich um direkte Gewinnung von Stimmen; und da die Tabaksbüreaux u. s. w. nicht in solcher Fülle vorhanden sind, um Millionen damit zu versorgen, so nimmt man seine Zuflucht zur direkten Bestechung, zu direkten Geldaustheilungen, mit einem Worte, zur Korruption. Sie hat bestochene Agenten, die sie allenthalben aussendet, und die selbst wieder Mission haben, durch Versprechungen, Geschenke u. s. w. die Stimmen zu gewinnen. Aber die Rue Poitiers hat noch immer das legale Frankreich im Auge, und der &#x201E;kluge Thiers&#x201C; bildet sich ein, die 10 Millionen ebenso leicht zu bearbeiten, wie die 200,000 alten Wähler, die bereits durch ihr Interesse größten Theils gleich anfangs gewonnen waren. Der Sieg, wie gesagt, kann keinen Augenblick zweifelhaft sein.</p>
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          <head><bibl><author>12</author></bibl> Paris, 9. April.</head>
          <p>Und wenn hundertmal die Bourgeois-Franzosen sagen: Italien geht uns nichts an; Italien muß von den Oesterreichern und den Radetzky's zur Ordnung gebracht werden, so sind es doch wieder die Französinnen, und gerade die Bourgeois-Weiber, die sich verletzt fühlen durch diese Bourgeois-Sprache, die nicht ganz einverstanden sind mit den Oesterreichern und ihren Männern, und die sich ärgern, die Radetzky's in dem Lande schalten zu sehen, wo &#x201E;im dunklen Laub die Goldorangen glühen.&#x201C; Italien, die Goldorangen, der blaue Himmel, das war von jeher der zarteste Wunsch der zarten pariser Mignon's, und wenn ein Bourgeois-Weib mit ihrem Amant dem in den Börsenspekulationen ergrauten Manne entlief &#x2012; so war der nächste Ausflug &#x2012; Italien. Italien erschien den Französinnen immer unter dem Bilde der Orange, und in keiner Stadt sind die Orangen so häufig, so verbreitet, als in Paris. &#x201E;Und wenn ich denke, sagen die Französinnen, daß in diesem Lande nur die Oesterreicher hausen, so kömmt es mir vor, als wenn die Schmeißfliegen sich um meine Orange herum gesetzt hätten.&#x201C;</p>
          <p>Und was sagen die Franzosen dazu? Das ist alles sehr schön; das mag das «sentiment artistique» sein, das Gefühl für Italien, wie es sich in der Kunst herausstellt, und wie es der Kunst auszudrücken frei stehen mag, aber in der Wirklichkeit müssen wir die Schmeißfliegen an der Orange dulden, damit sie sich nicht an den Staatspapieren ansetzen und sie verfressen, was weit gefährlicher wäre.</p>
          <p>Die kleinen National-Bürger hassen die Traktate von 1815; aber sie dulden sie als eine Nothwendigkeit. In diesem Sinne sind die Bourgeois-Franzosen im Herzen gegen die Oestreicher gestimmt, und das &#x201E;Herz&#x201C; ist hier weiter nichts, als das &#x201E;Sentiment&#x201C;.</p>
          <p>Aber sie dürfen diesem &#x201E;Sentiment&#x201C; noch nicht freien Lauf lassen; ganz, wie unter Louis Philipp, wo der Kleinbürger so viel noch zu thun hatte mit seinem Kram, und sich erst ganz langsam, ganz im Stillen bereichern wollte, und sich &#x201E;Italien&#x201C; so zu sagen nicht vergönnte, Italien immer hinausschob, bis auf bessere Zeiten, bis an das Ende seiner Carrière, bis zu dem Augenblicke, wo er sich von den &#x201E;Affaires&#x201C; zurückgezogen hatte.</p>
          <p>Nach der Juni-Schlacht ist der Karriere der Kleinbürger ein Ende gemacht worden; sie ist an ihr Ende angekommen, und sie sind's nicht mehr, welche über Italien zu verfügen haben, sondern die Fould's und Rothschild's, die fremden Banquier's, welche durch die Oestreicher ebensowenig genirt werden, als durch die Anwesenheit der Russen, und sie wären im Stande, um ihre Renten zu retten, den unendlichen Stall abermals zu öffnen, und statt Schmeißfliegen, die Säue in die Orangerieen zu treiben. Dann hätte das &#x201E;sentiment artistique&#x201C; seinen wahren Ausdruck gefunden.</p>
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      </div>
      <div n="1">
        <head>Spanien.</head>
        <div xml:id="ar270b_003" type="jArticle">
          <head>Madrid, 4. April.</head>
          <p>Karl Albert hat sich in St. Sebastian nach Lissabon oder Oporto eingeschifft.</p>
        </div>
      </div>
      <div n="1">
        <head>Großbritannien.</head>
        <div xml:id="ar270b_004" type="jArticle">
          <head><bibl><author>*</author></bibl> London.</head>
          <p>Die Freihandels-Maaßregeln, die im letzten Parlament durchgingen, haben auf den Hauptartikel englischer Manufaktur &#x2012; Bammwoll-Zeuge &#x2012; entschieden günstig eingewirkt. Nach einer Vergleichung der <hi rendition="#g">Ausfuhr</hi> im J. 1848 mit der des J. 1846 ergibt sich Folgendes:</p>
          <p>Die <hi rendition="#g">Ausfuhr</hi> betrug nach Ländern, in denen Friede herrschte:</p>
          <gap reason="insignificant"/>
        </div>
      </div>
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        <head>Ostindien.</head>
        <div xml:id="ar270b_005" type="jArticle">
          <p><bibl><author>*</author></bibl> Der westindische Postdämpfer &#x201E;Clyde&#x201C; traf am 8. April Abends in Southampton mit Nachrichten aus Jamaica vom 10. März hier ein. Die wichtigsten sind aus <hi rendition="#g">St. Lucia,</hi> wo am 5. März ein Neger-Aufstand ausbrach. An 400 Neger belagerten den Gouverneur in der Reichskammer und obgleich auseinander getrieben, sammelten sie sich doch bald in noch größern Haufen. Die Aufruhracte wurde verlesen und das Militär aufgeboten, das sehr bald Befehl zum Feuern erhielt. Drei Neger wurden getödtet und 3 verwundet. Die übrigen zerstreuten sich hierauf nach allen Richtungen und es blieb auch die nächsten Tage auf der Insel ruhig.</p>
        </div>
      </div>
      <div>
        <bibl>Redakteur en chef: <editor>Karl Marx</editor>             </bibl>
      </div>
      <div type="corrigenda">
        <p> <hi rendition="#g">Berichtigung.</hi> </p>
        <p>In der gestrigen Nummer der &#x201E;N. Rh. Ztg.&#x201C; Artikel Köln (Lohnarbeit und Kapital) Seite 2, Spalte 2, lies überall statt Elle Baumwolle &#x201E;Leinwand&#x201C; und in Zeile 6 von oben <hi rendition="#g">weben</hi> statt &#x201E;spinnen.&#x201C; Ebendaselbst lies S. 1, Spalte 1, Z. 6 <hi rendition="#g">Kapitalien</hi> statt &#x201E;Kapitalisten.&#x201C;</p>
      </div><lb/>
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        <head>[Anzeigen]</head>
        <div type="jAn">
          <p>Bei Ernst ter Meer (vormals B. Boisseré's Buchhandlung) in Aachen ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:</p>
          <p>Königsfeld, Dr. G. A., kurze Darstellung des Weltganges der Cholera v. Aug. 1817 bis zum Jan. 1837 u. d. gegen dieselbe durch die Erfahrung am meisten erprobten Schutzmassregeln. Nebst kurzem Hinblick auf ihre neuesten Wanderungen u. Fortschritte. Für Aerzte u. Nichtärzte bearbeitet. geh. Preis 8 Sgr.</p>
          <p>Diese Schrift, eine gründliche Untersuchung des Entstehens und des Ganges der Krankheit, weist zugleich die zweckmäßigsten Mittel auf, welche zur Vorbeugung oder bis zum Eintreffen des Arztes anzuwenden sind, und dürfte daher allgemeine Beachtung finden.</p>
          <p>v. Maltitz, C. G., Direktor der Strafanstalt in Aachen, Vorschläge zur Gefängnißreform, auf Erfahrung gegründet. geh. Preis 12 Sgr.</p>
          <p>Der Verfasser, der seit Jahren einer größern Anstalt unter allgemeiner Anerkennung vorsteht, stellt hier, unter Beobachtung aller staatsökonomischen Rücksichten, ein System auf, welches den Zweck der Gefangenhaltung auf dem Wege der Menschlichkeit zu erreichen strebt, und in seiner weitern Ausdehnung, getrennt von dem Gefängnißwesen, allen Hülfslosen Obdach und Nahrung sichern würde. Es ist diese Schrift daher für Direktoren von Straf-, Arbeits- und Wohlthätigkeits-Anstalten, so wie für Fabrikherren, Geistliche und Armenpfleger von großem Interesse.</p>
          <p>Schollmeyer, Kapellmeister des 34. Infanterie-Regts., Bürgerwehr-Marsch. Preis 5 Sgr.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Heilsame Erfindung.</p>
          <p>Hümmert's Pollutions-Instrument mit Suspensorium, welches, ohne im Geringsten Unannehmlichkeiten oder nachtheilige Folgen für die Gesundheit herbeizuführen, durchaus keine Pollution zuläßt. Die Wahrheit dieser Aussage ist durch vielfache Erfahrungen bestätiget und durch Zeugnisse von den berühmtesten Aerzten als: vom Herrn Geh. Med.-Rath Prof. Dr. Dieffenbach in Berlin, von den Herrn Prof. Dr. Braune, Prof. Dr. Cerutti, Prof. Dr. Carus zu Leipzig, Herrn Geh. Med.-Rath Dr. v. Blödau zu Sondershausen, und vielen Andern dargethan, weshalb ich mich jeder weitern Empfehlung enthalte. Da das Instrument in Holz bei Bewegungen im Schlafe leicht zerbricht, so sind nun auch welche in Metall zu nachstehenden Preisen zu haben, und erhält man gegen portofreie Einsendung des Betrages das Instrument nebst Gebrauchs-Anweisung vom Unterzeichneten zugeschickt.</p>
          <p>1 Instrument in feinem Neusilber mit Suspens. 4 Thlr.<lb/>
1 Instrument in feinem Neusilber mit Suspens. und durchaus gepolstert 5 Thlr.<lb/>
1 Instrument in feinem Messing mit Suspens. 3 Thlr.<lb/>
1 Instrument in feinem Messing mit Suspens. und durchaus gepolstert 4 Thlr.<lb/>
1 Instrument in feinem Holz ohne Suspens. 2 Thlr.</p>
          <p>S. K. Friedrich in Nordhausen und in Leipzig Reichsstr. Nr. 55/579 im Uhrengewölbe.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Die bekannten guten Sorten Zahnbürsten, numerirt und garantirt, sind wieder in allen Nummern vorräthig.</p>
          <p>Goldcream, zur Verschönerung und Erhaltung der Gesichtshaut, wird den Damen von zarter und feiner Gesichtshaut beim eingetretenen Frühjahre besonders anempfohlen, vertilgt Röthe, Ausschlag etc.,à 6, 10, 12 1/2 und 15 Sgr. das Töpfchen.</p>
          <p>Kendall'sche (H. Pohlen) Seifen-und Parfumerie-Fabrik, in Köln, Hochstraße 146. in Düsseldorf Marktstr.-Ecke.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Englischer Brust-Syrop</p>
          <p>Untrügliches Mittel gegen Husten und Brustverschleimung. Das Fläschchen 5 Sgr. ist nur allein ächt zu haben bei Gebr. Fabry, Conditor, Altenmarkt Nr. 10.<lb/>
Ferd. Weidenpesch, Obenmarspforten Nr. 42<lb/>
Joh. Meist, in Deutz.<lb/>
Hildenbrand, in Linz.</p>
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          <p>VAN EETEN &amp; Cmp. in Antwerpen.</p>
          <p>Nachfolger des Herrn JULES VAN EETEN.</p>
          <p>Bureau zur Beförderung Auswanderer nach Amerika.</p>
          <p>Regelmässige Schifffahrt zwischen Antwerpen und New-York für Passagiere und Güter, durch schöne, gekupferte und kupferfeste gut seegelnde Dreimast-Schiffe, deren Namen zur Zeit werden angezeigt werden.</p>
          <p>Die Abfahrten von Antwerpen sind auf den 1., 10. und 20. jeden Monats bestimmt, und nehmen vom 1 März 1849 Anfang.</p>
          <p>Diese Gesellschaft übernimmt den Transport der Auswanderer nach Amerika mit oder ohne Beköstigung für jede oben erwähnte Abfahrt während 1849, liefert Contrakte für alle Plätze im Inneren der Vereinigten Staaten per Eisenbahn und Dampfschiffe, und expedirt ebenfalls Schiffe nach Baltimore, New-Orleans, Galveston, Rio-Grande, Rio-Janeiro etc. und zwar unter den vortheilhaftesten Bedingungen u zu den billigst möglichsten Preisen.</p>
          <p>Nähere Nachricht ertheilen auf frankirte Anfragen die Herren VAN EETEN et Comp. in Antwerpen, und alle Agenten dieser Gesellschaft in Deutschland.</p>
          <p>Antwerpen, den 27. December 1848.</p>
          <p>VAN EETEN et Comp</p>
        </div>
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          <p>Garten-Wirthschaft.</p>
          <p>Die Eröffnung meiner Garten-Wirthschaft beehre ich mich hiermit ergebenst anzuzeigen und empfehle mich zugleich mit vorzüglichem baierischem Bier und Wein, so wie zu jeder Tageszeit mit gut zubereiteten Speisen bestens. Auch von heute ab täglich Scheiben- und Vogelschießen.</p>
          <p>J. Obladen, Streitzeuggasse 19B.</p>
        </div>
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          <p>Hagelschaden Versicherungs-Gesellschaft in Erfurt.</p>
          <p>Meinen Agenten, so wie d. n seitherigen Mitgliedern zur gef. Nachricht, daß ich, in Folge Uebereinkunft mit dem Direktorio die General-Agentur an Herrn Franz Saart übergeben habe, der demgemäß die Ordnung der noch nicht regulirten Angelegenheiten besorgen wird.</p>
          <p>Steph. Adolph Naut.</p>
          <p>Mit Bezug auf obige Ankündigung des Herrn Naut bittet der Unterzeichnete die Herren Agenten und Mitglieder der Gesellschaft sich sowohl wegen erneuerten Versicherungs-Anträger, wie auch wegen Aufnahme neuer Versicherungen an ihn zu wenden.</p>
          <p>Die Herren Oekonomen und Ackerbautreibenden mache ich besonders auf die seitherige Thätigkeit der Gesellschaft aufmerksam, und hebe namentlich hervor, daß die Gesellschaft in den Versicherungsperioden von</p>
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          <p>an Entschädigung für Hagelschaden vergütete; außerdem wurden aus den Ueberschüssen von 1846 66 pCt. und von 1847 8pCt. der Prämie als Dividende zurückbezahlt und ein Reservefonds von circa Thlr. 2600 ersammelt</p>
          <p>Wie sehr übrigens die Wirksamkeit und Richtigkeit des Unternehmens von allen Seiten anerkannt wird, bezeugt zur Genüge der Umstand, daß die Zahl der Mitglieder in der kurzen Zeit des Bestehens von 902 auf 6981 und die Versicherungssumme von 1169360 auf 8.784.600 Thlr. gestiegen ist. Wenn gleich in unserer Rheinprovinz verhältnißmäßig wenig Hagelschäden vorkommen, so dürfte doch die Ertragsfähigkeit des Bodens und dessen sicherer Werth den Eigenthümer besonders veranlassen, sich vor unvorhergesehenen Fällen durch eine unbedeutende Prämie zu sichern, und fordere ich daher alle Grundeigenthümer auf sich aller der Vortheile, welche die Gesellschaft bietet, theilhaftig zu machen.</p>
          <p>Die Bedingungen und Briefe der Gesellschaft können bei mir oder den in Kreis- und Wochenblättern näher bezeichneten Herren Agenten eingesehen und Versicherungs-Anträge gemacht werden. Anbietungen zur Uebernahme von Agenturen an anderen Orten innerhalb meines Wirkungskreises der Regierungsbezirke Köln, Aachen und Koblenz nehme ich franco entgegen.</p>
          <p>Köln, den 1. April 1849.</p>
          <p>Franz Saart, General-Agent, Maria-Ablaßplatz Nr. 6.</p>
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          <p>Nachtlichter, 1/4 jährige per Dz. 6 Sgr.<lb/>
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Siegellack, brauner, per Pfd. 3 1/2 und 4 Sgr.<lb/>
dito rother 6 1/2 Sgr.; ausgezeichneten à 9 Sgr.<lb/>
Gute Bleifedern per Duz. 1 Sgr. und höher.</p>
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Schwarze Dinte in kleinen Krügen, 2 Sgr.</p>
          <p>Pariser Dintenfäßer à 3 Sgr., mit schwarzer, rother, grüner, blauer, gelber und weißer Dinte.</p>
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Dr. Hufeland's Zahnpulver in Holzdosen 3 Sgr.<lb/>
Vorzügliche pariser Stahl-Blanchets à 4 Sgr.<lb/>
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          <p>En gros billiger bei P. W. Feldhaus, Hochstraße Nr. 70.</p>
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          <p>Täglich Großer Fischfang bei Gebrüder Wattler am Thürmchen.</p>
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          <p>Wohnungs-Veränderung.</p>
          <p>Unser Lager und Comptoir befindet sich seit heute am St. Marienplatz Nr. 2 dem Englischen Hof gegenüber.</p>
          <p>Cöln, den 1. März 1849.</p>
          <p>A. J. Rothschild Söhne.</p>
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          <p>Rheinlust am Thürmchen.</p>
          <p>Einem geehrten Publikum beehre ich mich hiermit ergebenst anzuzeigen, daß ich meine Sommerwirthaft, &#x201E;zur Rheinlust&#x201C; genannt, mit dem heutigen Tage eröffnet habe, und verabreiche:</p>
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          <p>Peter Krusius.</p>
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[1525/0001] Beilage zu Nr. 270 der Neuen Rheinischen Zeitung. Organ der Demokratie. Donnerstag, 12. April 1849 [Französische Republik] [Fortsetzung] sie in den 700 zu wählenden Deputirten sich 700 Mal erneuert, heißt nach dem Journal des Debats: Was sollen wir haben, „die alte Gesellschaft“ mit der Herrschaft des Kapitals, oder „die neue Gesellschaft“ mit der Herrschaft des Proletariats? Die Bauern in Frankreich bilden 2/3 der ganzen Bevölkerung, und sie allein haben alle bisherigen Wahlen, die durch das allgemeine Stimmrecht Statt fanden, entschieden. Als Cavaignac als Präsidenten-Candidat auftrat, was hatte er ihnen zu bieten? Die Ruhe und Ordnung? Die gewonnene Juni-Schlacht? Man weiß, wie die Bauern darauf antworten. Auch sie wollten vor allen Dingen Schlachten; aber keine Schlachten in Paris; und was die Ruhe und Ordnung anbetrifft, so begriffen sie gar nicht, wie dieselbe auch nur im Mindesten gestört werden könnte, und was die Störung derselben mit den Steuern zu thun habe. Als aber Napoleon auftrat und ihnen mit dem Ruhme im Auslande zugleich die Verminderung der Steuern anbot, da war sein Sieg keinen Augenblick mehr zweifelhaft. Auf dieselbe Weise verfährt jetzt die demokratische Partei, die Montagne. Das Manifest müssen wir hier als Nebensache betrachten; schon wegen seiner allzugroßen Länge kann es nicht in Betracht kommen. Glaubt man wohl, daß die 20 Millionen Bauern des Manifestes wegen für die Candidaten der demokratischen Partei stimmen werden? Auch ist das Manifest nicht für die Bauern berechnet, sondern es richtet sich vielmehr an die Schullehrer, an dieselben Leute, welche Ledrü-Rollin durch sein famoses Cirkular vorigen Jahres so sehr in den Vordergrund stellte, ganz im Gegensatze mit dem Manifeste der Rue de Poitiers, welches die Beamten, Bürgermeister und Geistlichen im Auge hatte. Den Schullehrern wird so zu sagen ein ganz faßlicher Regierungsplan vorgelegt, und dieses System resumirt sich für sie in höchstens 3 Punkten. Hebung ihrer eigenen Stellung, Verminderung der Steuern und Rückzahlung der 45 Centimes, die nicht anders als durch die Rückforderung der Milliarde möglich ist, und endlich Abschaffung der Conscription. Die Schullehrer haben Mission, diese 3 Punkte den Bauern besonders an's Herz zu legen, als den ganzen Inhalt des Manifestes. Mit solchen Feinden hat die Rue de Poitiers zu kämpfen, und man begreift nun, warum sie sich zu solchen großen Opfern entschließt, und Millionen einsammelt, um der „solzialen Partei“ entgegenzuwirken. Das Wahl-Komite der Rue Poitiers ist die praktische, legitime und öffentliche Ausübung des unter Guizot heimlich betriebenen Corruptionssystems. Unter Guizot, als das legale Frankreich aus höchstens 200,000 Wählern bestand, und wo ein Wahlkreis manchmal nicht über 500 Wähler zählte, war es ein Leichtes auf diejenigen Wähler einzuwirken, die mit dem damaligen Regierungssystem nicht ganz einverstanden sein sollten. Bürgerliche Vorsorgung, Versprechungen von Aemtern, Verleihungen von Orden und Tabaksbüreaux ‒ Alles dieses waren Mittel, um die heterodoxen Wähler zu gewinnen. Was konnten die damaligen Bourgeois-Wähler Besseres verlangen, als immer mehr und mehr Platz in bürgerlichen Verhältnissen einzunehmen? Anders verhält es sich unter den jetzigen Umständen, wo durch das allgemeine Stimmrecht 10 Millionen Wähler berufen sind, Theil an den Wahlen zu nehmen. Der Kampf ist nunmehr ein ganz anderer geworden. Zehn Millionen Wähler wollen eintreten in die bürgerlichen Verhältnisse, wollen den Platz streitig machen den 200,000 Wählern des alten Frankreich's, wollen die 45 Centimes Steuer zurückfordern, und Recht auf Arbeit, Recht auf den Kredit, Recht auf das Kapital in Anspruch nehmen. Der Bourgeois-Kredit und das Bourgeois-Kapital sind bedroht. Wodurch will das Comite der Rue de Poitiers dem bedrohten Kapital zu Hülfe kommen? Durch das Kapital! Die Kapitalisten aller Art, aller Gesinnungen, aller Länder und aller Religionen folgen dem Rufe der Rue de Poitiers schicken Gelder über Gelder. Und wie soll der Kampf des Kapitals durch das Kapital geführt werden? Wie sollen die Kapitalien verwandt werden? Etwa zur Errichtung eines Bureaux des öffentliches Geistes, wie unter Duchatel. Als wenn der „öffentliche Geist“ von 10 Millionen sich bearbeiten ließe, nach dem Wohlgefallen der Herren von der Rue de Poitiers! Als wenn die materiellen Interessen einer ganzen Nation durch die Phrasen des Hrn. Thiers und Konsorten befriedigt werden könnten. Die Rue Poitiers weiß dies recht wohl: für sie handelt es sich um direkte Gewinnung von Stimmen; und da die Tabaksbüreaux u. s. w. nicht in solcher Fülle vorhanden sind, um Millionen damit zu versorgen, so nimmt man seine Zuflucht zur direkten Bestechung, zu direkten Geldaustheilungen, mit einem Worte, zur Korruption. Sie hat bestochene Agenten, die sie allenthalben aussendet, und die selbst wieder Mission haben, durch Versprechungen, Geschenke u. s. w. die Stimmen zu gewinnen. Aber die Rue Poitiers hat noch immer das legale Frankreich im Auge, und der „kluge Thiers“ bildet sich ein, die 10 Millionen ebenso leicht zu bearbeiten, wie die 200,000 alten Wähler, die bereits durch ihr Interesse größten Theils gleich anfangs gewonnen waren. Der Sieg, wie gesagt, kann keinen Augenblick zweifelhaft sein. 12 Paris, 9. April. Und wenn hundertmal die Bourgeois-Franzosen sagen: Italien geht uns nichts an; Italien muß von den Oesterreichern und den Radetzky's zur Ordnung gebracht werden, so sind es doch wieder die Französinnen, und gerade die Bourgeois-Weiber, die sich verletzt fühlen durch diese Bourgeois-Sprache, die nicht ganz einverstanden sind mit den Oesterreichern und ihren Männern, und die sich ärgern, die Radetzky's in dem Lande schalten zu sehen, wo „im dunklen Laub die Goldorangen glühen.“ Italien, die Goldorangen, der blaue Himmel, das war von jeher der zarteste Wunsch der zarten pariser Mignon's, und wenn ein Bourgeois-Weib mit ihrem Amant dem in den Börsenspekulationen ergrauten Manne entlief ‒ so war der nächste Ausflug ‒ Italien. Italien erschien den Französinnen immer unter dem Bilde der Orange, und in keiner Stadt sind die Orangen so häufig, so verbreitet, als in Paris. „Und wenn ich denke, sagen die Französinnen, daß in diesem Lande nur die Oesterreicher hausen, so kömmt es mir vor, als wenn die Schmeißfliegen sich um meine Orange herum gesetzt hätten.“ Und was sagen die Franzosen dazu? Das ist alles sehr schön; das mag das «sentiment artistique» sein, das Gefühl für Italien, wie es sich in der Kunst herausstellt, und wie es der Kunst auszudrücken frei stehen mag, aber in der Wirklichkeit müssen wir die Schmeißfliegen an der Orange dulden, damit sie sich nicht an den Staatspapieren ansetzen und sie verfressen, was weit gefährlicher wäre. Die kleinen National-Bürger hassen die Traktate von 1815; aber sie dulden sie als eine Nothwendigkeit. In diesem Sinne sind die Bourgeois-Franzosen im Herzen gegen die Oestreicher gestimmt, und das „Herz“ ist hier weiter nichts, als das „Sentiment“. Aber sie dürfen diesem „Sentiment“ noch nicht freien Lauf lassen; ganz, wie unter Louis Philipp, wo der Kleinbürger so viel noch zu thun hatte mit seinem Kram, und sich erst ganz langsam, ganz im Stillen bereichern wollte, und sich „Italien“ so zu sagen nicht vergönnte, Italien immer hinausschob, bis auf bessere Zeiten, bis an das Ende seiner Carrière, bis zu dem Augenblicke, wo er sich von den „Affaires“ zurückgezogen hatte. Nach der Juni-Schlacht ist der Karriere der Kleinbürger ein Ende gemacht worden; sie ist an ihr Ende angekommen, und sie sind's nicht mehr, welche über Italien zu verfügen haben, sondern die Fould's und Rothschild's, die fremden Banquier's, welche durch die Oestreicher ebensowenig genirt werden, als durch die Anwesenheit der Russen, und sie wären im Stande, um ihre Renten zu retten, den unendlichen Stall abermals zu öffnen, und statt Schmeißfliegen, die Säue in die Orangerieen zu treiben. Dann hätte das „sentiment artistique“ seinen wahren Ausdruck gefunden. Spanien. Madrid, 4. April. Karl Albert hat sich in St. Sebastian nach Lissabon oder Oporto eingeschifft. Großbritannien. * London. Die Freihandels-Maaßregeln, die im letzten Parlament durchgingen, haben auf den Hauptartikel englischer Manufaktur ‒ Bammwoll-Zeuge ‒ entschieden günstig eingewirkt. Nach einer Vergleichung der Ausfuhr im J. 1848 mit der des J. 1846 ergibt sich Folgendes: Die Ausfuhr betrug nach Ländern, in denen Friede herrschte: _ Ostindien. * Der westindische Postdämpfer „Clyde“ traf am 8. April Abends in Southampton mit Nachrichten aus Jamaica vom 10. März hier ein. Die wichtigsten sind aus St. Lucia, wo am 5. März ein Neger-Aufstand ausbrach. An 400 Neger belagerten den Gouverneur in der Reichskammer und obgleich auseinander getrieben, sammelten sie sich doch bald in noch größern Haufen. Die Aufruhracte wurde verlesen und das Militär aufgeboten, das sehr bald Befehl zum Feuern erhielt. Drei Neger wurden getödtet und 3 verwundet. Die übrigen zerstreuten sich hierauf nach allen Richtungen und es blieb auch die nächsten Tage auf der Insel ruhig. Redakteur en chef: Karl Marx Berichtigung. In der gestrigen Nummer der „N. Rh. Ztg.“ Artikel Köln (Lohnarbeit und Kapital) Seite 2, Spalte 2, lies überall statt Elle Baumwolle „Leinwand“ und in Zeile 6 von oben weben statt „spinnen.“ Ebendaselbst lies S. 1, Spalte 1, Z. 6 Kapitalien statt „Kapitalisten.“ [Anzeigen] Bei Ernst ter Meer (vormals B. Boisseré's Buchhandlung) in Aachen ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Königsfeld, Dr. G. A., kurze Darstellung des Weltganges der Cholera v. Aug. 1817 bis zum Jan. 1837 u. d. gegen dieselbe durch die Erfahrung am meisten erprobten Schutzmassregeln. Nebst kurzem Hinblick auf ihre neuesten Wanderungen u. Fortschritte. Für Aerzte u. Nichtärzte bearbeitet. geh. Preis 8 Sgr. Diese Schrift, eine gründliche Untersuchung des Entstehens und des Ganges der Krankheit, weist zugleich die zweckmäßigsten Mittel auf, welche zur Vorbeugung oder bis zum Eintreffen des Arztes anzuwenden sind, und dürfte daher allgemeine Beachtung finden. v. Maltitz, C. G., Direktor der Strafanstalt in Aachen, Vorschläge zur Gefängnißreform, auf Erfahrung gegründet. geh. Preis 12 Sgr. Der Verfasser, der seit Jahren einer größern Anstalt unter allgemeiner Anerkennung vorsteht, stellt hier, unter Beobachtung aller staatsökonomischen Rücksichten, ein System auf, welches den Zweck der Gefangenhaltung auf dem Wege der Menschlichkeit zu erreichen strebt, und in seiner weitern Ausdehnung, getrennt von dem Gefängnißwesen, allen Hülfslosen Obdach und Nahrung sichern würde. Es ist diese Schrift daher für Direktoren von Straf-, Arbeits- und Wohlthätigkeits-Anstalten, so wie für Fabrikherren, Geistliche und Armenpfleger von großem Interesse. Schollmeyer, Kapellmeister des 34. Infanterie-Regts., Bürgerwehr-Marsch. Preis 5 Sgr. Heilsame Erfindung. Hümmert's Pollutions-Instrument mit Suspensorium, welches, ohne im Geringsten Unannehmlichkeiten oder nachtheilige Folgen für die Gesundheit herbeizuführen, durchaus keine Pollution zuläßt. Die Wahrheit dieser Aussage ist durch vielfache Erfahrungen bestätiget und durch Zeugnisse von den berühmtesten Aerzten als: vom Herrn Geh. Med.-Rath Prof. Dr. Dieffenbach in Berlin, von den Herrn Prof. Dr. Braune, Prof. Dr. Cerutti, Prof. Dr. Carus zu Leipzig, Herrn Geh. Med.-Rath Dr. v. Blödau zu Sondershausen, und vielen Andern dargethan, weshalb ich mich jeder weitern Empfehlung enthalte. Da das Instrument in Holz bei Bewegungen im Schlafe leicht zerbricht, so sind nun auch welche in Metall zu nachstehenden Preisen zu haben, und erhält man gegen portofreie Einsendung des Betrages das Instrument nebst Gebrauchs-Anweisung vom Unterzeichneten zugeschickt. 1 Instrument in feinem Neusilber mit Suspens. 4 Thlr. 1 Instrument in feinem Neusilber mit Suspens. und durchaus gepolstert 5 Thlr. 1 Instrument in feinem Messing mit Suspens. 3 Thlr. 1 Instrument in feinem Messing mit Suspens. und durchaus gepolstert 4 Thlr. 1 Instrument in feinem Holz ohne Suspens. 2 Thlr. S. K. Friedrich in Nordhausen und in Leipzig Reichsstr. Nr. 55/579 im Uhrengewölbe. Die bekannten guten Sorten Zahnbürsten, numerirt und garantirt, sind wieder in allen Nummern vorräthig. Goldcream, zur Verschönerung und Erhaltung der Gesichtshaut, wird den Damen von zarter und feiner Gesichtshaut beim eingetretenen Frühjahre besonders anempfohlen, vertilgt Röthe, Ausschlag etc.,à 6, 10, 12 1/2 und 15 Sgr. das Töpfchen. Kendall'sche (H. Pohlen) Seifen-und Parfumerie-Fabrik, in Köln, Hochstraße 146. in Düsseldorf Marktstr.-Ecke. Englischer Brust-Syrop Untrügliches Mittel gegen Husten und Brustverschleimung. Das Fläschchen 5 Sgr. ist nur allein ächt zu haben bei Gebr. Fabry, Conditor, Altenmarkt Nr. 10. Ferd. Weidenpesch, Obenmarspforten Nr. 42 Joh. Meist, in Deutz. Hildenbrand, in Linz. VAN EETEN & Cmp. in Antwerpen. Nachfolger des Herrn JULES VAN EETEN. Bureau zur Beförderung Auswanderer nach Amerika. Regelmässige Schifffahrt zwischen Antwerpen und New-York für Passagiere und Güter, durch schöne, gekupferte und kupferfeste gut seegelnde Dreimast-Schiffe, deren Namen zur Zeit werden angezeigt werden. Die Abfahrten von Antwerpen sind auf den 1., 10. und 20. jeden Monats bestimmt, und nehmen vom 1 März 1849 Anfang. Diese Gesellschaft übernimmt den Transport der Auswanderer nach Amerika mit oder ohne Beköstigung für jede oben erwähnte Abfahrt während 1849, liefert Contrakte für alle Plätze im Inneren der Vereinigten Staaten per Eisenbahn und Dampfschiffe, und expedirt ebenfalls Schiffe nach Baltimore, New-Orleans, Galveston, Rio-Grande, Rio-Janeiro etc. und zwar unter den vortheilhaftesten Bedingungen u zu den billigst möglichsten Preisen. Nähere Nachricht ertheilen auf frankirte Anfragen die Herren VAN EETEN et Comp. in Antwerpen, und alle Agenten dieser Gesellschaft in Deutschland. Antwerpen, den 27. December 1848. VAN EETEN et Comp Garten-Wirthschaft. Die Eröffnung meiner Garten-Wirthschaft beehre ich mich hiermit ergebenst anzuzeigen und empfehle mich zugleich mit vorzüglichem baierischem Bier und Wein, so wie zu jeder Tageszeit mit gut zubereiteten Speisen bestens. Auch von heute ab täglich Scheiben- und Vogelschießen. J. Obladen, Streitzeuggasse 19B. Hagelschaden Versicherungs-Gesellschaft in Erfurt. Meinen Agenten, so wie d. n seitherigen Mitgliedern zur gef. Nachricht, daß ich, in Folge Uebereinkunft mit dem Direktorio die General-Agentur an Herrn Franz Saart übergeben habe, der demgemäß die Ordnung der noch nicht regulirten Angelegenheiten besorgen wird. Steph. Adolph Naut. Mit Bezug auf obige Ankündigung des Herrn Naut bittet der Unterzeichnete die Herren Agenten und Mitglieder der Gesellschaft sich sowohl wegen erneuerten Versicherungs-Anträger, wie auch wegen Aufnahme neuer Versicherungen an ihn zu wenden. Die Herren Oekonomen und Ackerbautreibenden mache ich besonders auf die seitherige Thätigkeit der Gesellschaft aufmerksam, und hebe namentlich hervor, daß die Gesellschaft in den Versicherungsperioden von 1845 bei 902 Mitgliedern einer Versicherungssumme von 1.169360 Thlr. 17.118.9.7 Pf. 1846 bei 2413 Mitgliedern einer Versicherungssumme von 2.716.150 Thlr. 6275.89 Pf. 1847 bei 4891 Mitgliedern einer Versicherungssumme von 8.251.220 Thlr. 45.687.1.5 Pf. 1848 bei 6981 Mitgliedern einer Versicherungssumme von 8.784.600 Thlr. 147.773.16.1 Pf. also in 4 Jahren Thlr. 217.154.5.10. an Entschädigung für Hagelschaden vergütete; außerdem wurden aus den Ueberschüssen von 1846 66 pCt. und von 1847 8pCt. der Prämie als Dividende zurückbezahlt und ein Reservefonds von circa Thlr. 2600 ersammelt Wie sehr übrigens die Wirksamkeit und Richtigkeit des Unternehmens von allen Seiten anerkannt wird, bezeugt zur Genüge der Umstand, daß die Zahl der Mitglieder in der kurzen Zeit des Bestehens von 902 auf 6981 und die Versicherungssumme von 1169360 auf 8.784.600 Thlr. gestiegen ist. Wenn gleich in unserer Rheinprovinz verhältnißmäßig wenig Hagelschäden vorkommen, so dürfte doch die Ertragsfähigkeit des Bodens und dessen sicherer Werth den Eigenthümer besonders veranlassen, sich vor unvorhergesehenen Fällen durch eine unbedeutende Prämie zu sichern, und fordere ich daher alle Grundeigenthümer auf sich aller der Vortheile, welche die Gesellschaft bietet, theilhaftig zu machen. Die Bedingungen und Briefe der Gesellschaft können bei mir oder den in Kreis- und Wochenblättern näher bezeichneten Herren Agenten eingesehen und Versicherungs-Anträge gemacht werden. Anbietungen zur Uebernahme von Agenturen an anderen Orten innerhalb meines Wirkungskreises der Regierungsbezirke Köln, Aachen und Koblenz nehme ich franco entgegen. Köln, den 1. April 1849. Franz Saart, General-Agent, Maria-Ablaßplatz Nr. 6. Nachtlichter, 1/4 jährige per Dz. 6 Sgr. 1/2 jährige per Dz. 9 Sgr. Siegellack, brauner, per Pfd. 3 1/2 und 4 Sgr. dito rother 6 1/2 Sgr.; ausgezeichneten à 9 Sgr. Gute Bleifedern per Duz. 1 Sgr. und höher. Schwarze Dinte, per Krug, 1 Maß enthaltend 5 Sgr. Schwarze Dinte in kleinen Krügen, 2 Sgr. Pariser Dintenfäßer à 3 Sgr., mit schwarzer, rother, grüner, blauer, gelber und weißer Dinte. Pomade per Topf 2 Sgr. Macassaröl per Flaçon 2 1/2 und 5 Sgr. Dr. Hufeland's Zahnpulver in Holzdosen 3 Sgr. Vorzügliche pariser Stahl-Blanchets à 4 Sgr. Gummi-Kleiderhalter à 3 und 4 Sgr. En gros billiger bei P. W. Feldhaus, Hochstraße Nr. 70. Täglich Großer Fischfang bei Gebrüder Wattler am Thürmchen. Wohnungs-Veränderung. Unser Lager und Comptoir befindet sich seit heute am St. Marienplatz Nr. 2 dem Englischen Hof gegenüber. Cöln, den 1. März 1849. A. J. Rothschild Söhne. Leinenhandlung en gros. Rheinlust am Thürmchen. Einem geehrten Publikum beehre ich mich hiermit ergebenst anzuzeigen, daß ich meine Sommerwirthaft, „zur Rheinlust“ genannt, mit dem heutigen Tage eröffnet habe, und verabreiche: Einen guten Schoppen Zeltinger à 3 Sgr. Baierisches Lagerbier à 15 Pfg. Die Portion Kaffee mit Essen à 4 Sgr., unter Versprechung prompter Bedienung. Peter Krusius.

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Die angegebenen Seitenzahlen beziehen sich auf die Ausgabe: Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie. Bd. 2 (Nummer 184 bis Nummer 301) Köln, 1. Januar 1849 bis 19. Mai 1849. Glashütten im Taunus, Verlag Detlev Auvermann KG 1973.




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Zitationshilfe: Neue Rheinische Zeitung. Nr. 270. Köln, 12. April 1849. Beilage, S. 1525. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_nrhz270b_1849/1>, abgerufen am 24.06.2019.