Körner, Theodor: Leyer und Schwerdt. Berlin, 1814.Andreas Hofer's Tod. 1809. Treu hiengst du deinem alten Fürsten an, Treu wolltest du dein altes Gut erfechten, Der Freiheit ihren ew'gen Bund zu flechten, Betratst du kühn die große Heldenbahn. Und treu kam auch dein Volk zu dir heran,Ob sie der Väter Glück erkämpfen möchten; Ach! wer vermag's, mit Gottes Spruch zu rechten? -- Der schöne Glaube war ein schöner Wahn. Es fangen dich die Sklaven des Tyrannen, Doch wie zum Siege blickst du Himmelwärts, Der Freiheit Weg geht durch des Todes Schmerz! Und ruhig siehst du ihre Büchsen spannen,Sie schlagen an, die Kugel trifft in's Herz, Und deine freie Seele fliegt von dannen! Andreas Hofer's Tod. 1809. Treu hiengſt du deinem alten Fuͤrſten an, Treu wollteſt du dein altes Gut erfechten, Der Freiheit ihren ew'gen Bund zu flechten, Betratſt du kuͤhn die große Heldenbahn. Und treu kam auch dein Volk zu dir heran,Ob ſie der Vaͤter Gluͤck erkaͤmpfen moͤchten; Ach! wer vermag's, mit Gottes Spruch zu rechten? — Der ſchoͤne Glaube war ein ſchoͤner Wahn. Es fangen dich die Sklaven des Tyrannen, Doch wie zum Siege blickſt du Himmelwaͤrts, Der Freiheit Weg geht durch des Todes Schmerz! Und ruhig ſiehſt du ihre Buͤchſen ſpannen,Sie ſchlagen an, die Kugel trifft in's Herz, Und deine freie Seele fliegt von dannen! <TEI> <text> <body> <div n="1"> <pb facs="#f0015" n="[3]"/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/> <div n="2"> <head> <hi rendition="#b #g">Andreas Hofer's Tod.</hi><lb/> </head> <p rendition="#c">1809.</p><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/> <lg type="poem"> <lg n="1"> <l><hi rendition="#in">T</hi>reu hiengſt du deinem alten Fuͤrſten an,</l><lb/> <l rendition="#et">Treu wollteſt du dein altes Gut erfechten,</l><lb/> <l rendition="#et">Der Freiheit ihren ew'gen Bund zu flechten,</l><lb/> <l rendition="#et">Betratſt du kuͤhn die große Heldenbahn.</l><lb/> <l>Und treu kam auch dein Volk zu dir heran,</l><lb/> <l rendition="#et">Ob ſie der Vaͤter Gluͤck erkaͤmpfen moͤchten;</l><lb/> <l rendition="#et">Ach! wer vermag's, mit Gottes Spruch zu rechten? —</l><lb/> <l rendition="#et">Der ſchoͤne Glaube war ein ſchoͤner Wahn.</l><lb/> </lg> <lg n="2"> <l>Es fangen dich die Sklaven des Tyrannen,</l><lb/> <l rendition="#et">Doch wie zum Siege blickſt du Himmelwaͤrts,</l><lb/> <l rendition="#et">Der Freiheit Weg geht durch des Todes Schmerz!</l><lb/> <l>Und ruhig ſiehſt du ihre Buͤchſen ſpannen,</l><lb/> <l rendition="#et">Sie ſchlagen an, die Kugel trifft in's Herz,</l><lb/> <l rendition="#et">Und deine freie Seele fliegt von dannen!</l><lb/> </lg> </lg> <milestone rendition="#hr" unit="section"/> </div> </div> </body> </text> </TEI> [[3]/0015]
Andreas Hofer's Tod.
1809.
Treu hiengſt du deinem alten Fuͤrſten an,
Treu wollteſt du dein altes Gut erfechten,
Der Freiheit ihren ew'gen Bund zu flechten,
Betratſt du kuͤhn die große Heldenbahn.
Und treu kam auch dein Volk zu dir heran,
Ob ſie der Vaͤter Gluͤck erkaͤmpfen moͤchten;
Ach! wer vermag's, mit Gottes Spruch zu rechten? —
Der ſchoͤne Glaube war ein ſchoͤner Wahn.
Es fangen dich die Sklaven des Tyrannen,
Doch wie zum Siege blickſt du Himmelwaͤrts,
Der Freiheit Weg geht durch des Todes Schmerz!
Und ruhig ſiehſt du ihre Buͤchſen ſpannen,
Sie ſchlagen an, die Kugel trifft in's Herz,
Und deine freie Seele fliegt von dannen!
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