Klüber, Johann Ludwig: Europäisches Völkerrecht. Bd. 1. Stuttgart, 1821.I. Cap. Recht des Staatseigenthums. Staatsgebiet für eigene Zwecke einzurichten, na-mentlich durch Anlegung von Festungen, Hä- fen, Brücken und Strassen, durch Leitung oder Aenderung des Lauss der Flüsse, u. d., selbst dann, wenn solches in seinen Folgen nachthei- lig seyn könnte für andere Staaten b). a) Grotius de J. B. et P. II. 3. 17. v. Cancrin's Wasserrecht, Bd. I, Abhandl. 3, S. 167 ff. 184. 212. Vattel droit des gens, L. I, ch. 22, §. 268, 275. Günther's VR. II. 57--64.-- Von schwimmenden Inseln, s. v. Cancrin, I. 175. 206. Gün- ther II. 61. -- Ob zu Erlangung des Eigenthums an dem Anwurf, Besitzergreifung nöthig sey? Günther, II. 59 f. b) Qui jure suo utitur, nemini facit injuriam. §. 135. 3) Gebrauch des Staatsgebietes für Auswärtige. Aus dem unabhängigen Staatseigenthums- I. Cap. Recht des Staatseigenthums. Staatsgebiet für eigene Zwecke einzurichten, na-mentlich durch Anlegung von Festungen, Hä- fen, Brücken und Straſsen, durch Leitung oder Aenderung des Lauſs der Flüsse, u. d., selbst dann, wenn solches in seinen Folgen nachthei- lig seyn könnte für andere Staaten b). a) Grotius de J. B. et P. II. 3. 17. v. Cancrin’s Wasserrecht, Bd. I, Abhandl. 3, S. 167 ff. 184. 212. Vattel droit des gens, L. I, ch. 22, §. 268, 275. Günther’s VR. II. 57—64.— Von schwimmenden Inseln, s. v. Cancrin, I. 175. 206. Gün- ther II. 61. — Ob zu Erlangung des Eigenthums an dem Anwurf, Besitzergreifung nöthig sey? Günther, II. 59 f. b) Qui jure suo utitur, nemini facit injuriam. §. 135. 3) Gebrauch des Staatsgebietes für Auswärtige. Aus dem unabhängigen Staatseigenthums- <TEI> <text> <body> <div n="1"> <div n="2"> <div n="3"> <div n="4"> <div n="5"> <p><pb n="215" facs="#f0221"/><fw type="header" place="top"><hi rendition="#i">I. Cap. Recht des Staatseigenthums.</hi></fw><lb/> Staatsgebiet <hi rendition="#i">für eigene Zwecke einzurichten</hi>, na-<lb/> mentlich durch Anlegung von Festungen, Hä-<lb/> fen, Brücken und Straſsen, durch Leitung oder<lb/> Aenderung des Lauſs der Flüsse, u. d., selbst<lb/> dann, wenn solches in seinen Folgen nachthei-<lb/> lig seyn könnte für andere Staaten <hi rendition="#i">b</hi>).</p><lb/> <note place="end" n="a)"><hi rendition="#k">Grotius</hi> de J. B. et P. II. 3. 17. v. <hi rendition="#k">Cancrin</hi>’s Wasserrecht,<lb/> Bd. I, Abhandl. 3, S. 167 ff. 184. 212. <hi rendition="#k">Vattel</hi> droit des<lb/> gens, L. I, ch. 22, §. 268, 275. <hi rendition="#k">Günther</hi>’s VR. II. 57—64.—<lb/> Von schwimmenden Inseln, s. v. <hi rendition="#k">Cancrin</hi>, I. 175. 206. <hi rendition="#k">Gün-<lb/> ther</hi> II. 61. — Ob zu Erlangung des Eigenthums an dem<lb/> Anwurf, Besitzergreifung nöthig sey? <hi rendition="#k">Günther</hi>, II. 59 f.</note><lb/> <note place="end" n="b)">Qui jure suo utitur, nemini facit injuriam.</note> </div><lb/> <div n="5"> <head>§. 135.<lb/> 3) <hi rendition="#i">Gebrauch des Staatsgebietes für Auswärtige.</hi></head><lb/> <p>Aus dem unabhängigen Staatseigenthums-<lb/> recht, flieſst ferner 3) die Befugniſs, alle <hi rendition="#i">Aus-<lb/> wärtigen</hi>, namentlich fremde Staaten und de-<lb/> ren Angehörige, nicht nur von der Occupa-<lb/> tion herrnloser Sachen (adespotorum) in dem<lb/> Staatsgebiet (§. 124), und von dem Nothge-<lb/> brauch des letzten <hi rendition="#i">a</hi>), sondern auch von jeder<lb/> Art seines unschädlichen Gebrauchs <hi rendition="#i">b</hi>), von<lb/> Durchreise, Aufenthalt, Verkehr, Erwerb und<lb/> Niederlassung in demselben <hi rendition="#i">c</hi>) auszuschliessen,<lb/> oder solche nur unter gewissen Bedingungen<lb/> oder Einschränkungen zu erlauben, insbeson-<lb/> dere gegen Legitimation und bestimmte Ab-<lb/> gaben, und daſs ein Auswärtiger bei einem<lb/> vorübergehenden Aufenthalt in dem Lande als<lb/></p> </div> </div> </div> </div> </div> </body> </text> </TEI> [215/0221]
I. Cap. Recht des Staatseigenthums.
Staatsgebiet für eigene Zwecke einzurichten, na-
mentlich durch Anlegung von Festungen, Hä-
fen, Brücken und Straſsen, durch Leitung oder
Aenderung des Lauſs der Flüsse, u. d., selbst
dann, wenn solches in seinen Folgen nachthei-
lig seyn könnte für andere Staaten b).
a⁾ Grotius de J. B. et P. II. 3. 17. v. Cancrin’s Wasserrecht,
Bd. I, Abhandl. 3, S. 167 ff. 184. 212. Vattel droit des
gens, L. I, ch. 22, §. 268, 275. Günther’s VR. II. 57—64.—
Von schwimmenden Inseln, s. v. Cancrin, I. 175. 206. Gün-
ther II. 61. — Ob zu Erlangung des Eigenthums an dem
Anwurf, Besitzergreifung nöthig sey? Günther, II. 59 f.
b⁾ Qui jure suo utitur, nemini facit injuriam.
§. 135.
3) Gebrauch des Staatsgebietes für Auswärtige.
Aus dem unabhängigen Staatseigenthums-
recht, flieſst ferner 3) die Befugniſs, alle Aus-
wärtigen, namentlich fremde Staaten und de-
ren Angehörige, nicht nur von der Occupa-
tion herrnloser Sachen (adespotorum) in dem
Staatsgebiet (§. 124), und von dem Nothge-
brauch des letzten a), sondern auch von jeder
Art seines unschädlichen Gebrauchs b), von
Durchreise, Aufenthalt, Verkehr, Erwerb und
Niederlassung in demselben c) auszuschliessen,
oder solche nur unter gewissen Bedingungen
oder Einschränkungen zu erlauben, insbeson-
dere gegen Legitimation und bestimmte Ab-
gaben, und daſs ein Auswärtiger bei einem
vorübergehenden Aufenthalt in dem Lande als
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Zitationshilfe: | Klüber, Johann Ludwig: Europäisches Völkerrecht. Bd. 1. Stuttgart, 1821, S. 215. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/klueber_voelkerrecht01_1821/221>, abgerufen am 28.02.2025. |