Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Klüber, Johann Ludwig: Öffentliches Recht des teutschen Bundes und der Bundesstaaten. Frankfurt (Main), 1817.

Bild:
<< vorherige Seite

Vorrede.
wahrnehmen. Ueber die Methode, ist in
dem Werk selbst (§. 14 f.) gesprochen.

An die Literatur des ältern, neuern
und neuesten öffentlichen Rechtes, hat
der Verfasser besonders den Lehrbedürf-
tigen erinnern zu müssen um so mehr ge-
glaubt, da dieselbe zu vollständiger Erken-
nung und Bewahrung vorzüglich dieser
Art von Rechtswahrheiten, und der dahin
gehörigen Thatsachen, unentbehrlich ist,
und ein verhältnissmäsig zahlreicher Theil
des Publicums die öffentliche Bekannt-
machung einer längst druckfertigen Fort-
setzung von des Verfassers "Neuen Litera-
tur des teutschen Staatsrechtes", deren
Abdruck in dem Augenblick, wo Napo-
leon das teutsche Reich vernichtete, begin-
nen sollte, selbst wenn sie bis auf den jetzi-
gen Zeitpunct fortgeführt wäre, schwerlich
begünstigen würde. Controversen sind, in
Noten, nicht selten angedeutet, damit auch
der Verschiedenheit der Meinungen, selbst
Parteimeinungen, ihr Recht widerfahre.
Aber Polemik sucht man hier vergebens;
ein Lehrbuch ist kein Kampfplatz.

Ueber seine Grundsätze und die Unbe-
stechlichkeit seiner Wahrheitsliebe, hat der

Vorrede.
wahrnehmen. Ueber die Methode, ist in
dem Werk selbst (§. 14 f.) gesprochen.

An die Literatur des ältern, neuern
und neuesten öffentlichen Rechtes, hat
der Verfasser besonders den Lehrbedürf-
tigen erinnern zu müssen um so mehr ge-
glaubt, da dieselbe zu vollständiger Erken-
nung und Bewahrung vorzüglich dieser
Art von Rechtswahrheiten, und der dahin
gehörigen Thatsachen, unentbehrlich ist,
und ein verhältniſsmäsig zahlreicher Theil
des Publicums die öffentliche Bekannt-
machung einer längst druckfertigen Fort-
setzung von des Verfassers «Neuen Litera-
tur des teutschen Staatsrechtes», deren
Abdruck in dem Augenblick, wo Napo-
leon das teutsche Reich vernichtete, begin-
nen sollte, selbst wenn sie bis auf den jetzi-
gen Zeitpunct fortgeführt wäre, schwerlich
begünstigen würde. Controversen sind, in
Noten, nicht selten angedeutet, damit auch
der Verschiedenheit der Meinungen, selbst
Parteimeinungen, ihr Recht widerfahre.
Aber Polemik sucht man hier vergebens;
ein Lehrbuch ist kein Kampfplatz.

Ueber seine Grundsätze und die Unbe-
stechlichkeit seiner Wahrheitsliebe, hat der

<TEI>
  <text>
    <front>
      <div n="1">
        <p><pb facs="#f0018" n="XII"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#g">Vorrede</hi>.</fw><lb/>
wahrnehmen. Ueber die Methode, ist in<lb/>
dem Werk selbst (§. 14 f.) gesprochen.</p><lb/>
        <p>An die Literatur des ältern, neuern<lb/>
und neuesten öffentlichen Rechtes, hat<lb/>
der Verfasser besonders den Lehrbedürf-<lb/>
tigen erinnern zu müssen um so mehr ge-<lb/>
glaubt, da dieselbe zu vollständiger Erken-<lb/>
nung und Bewahrung vorzüglich dieser<lb/>
Art von Rechtswahrheiten, und der dahin<lb/>
gehörigen Thatsachen, unentbehrlich ist,<lb/>
und ein verhältni&#x017F;smäsig zahlreicher Theil<lb/>
des Publicums die öffentliche Bekannt-<lb/>
machung einer längst druckfertigen Fort-<lb/>
setzung von des Verfassers «Neuen Litera-<lb/>
tur des teutschen Staatsrechtes», deren<lb/>
Abdruck in dem Augenblick, wo Napo-<lb/>
leon das teutsche Reich vernichtete, begin-<lb/>
nen sollte, selbst wenn sie bis auf den jetzi-<lb/>
gen Zeitpunct fortgeführt wäre, schwerlich<lb/>
begünstigen würde. Controversen sind, in<lb/>
Noten, nicht selten angedeutet, damit auch<lb/>
der Verschiedenheit der Meinungen, selbst<lb/>
Parteimeinungen, ihr Recht widerfahre.<lb/>
Aber Polemik sucht man hier vergebens;<lb/>
ein Lehrbuch ist kein Kampfplatz.</p><lb/>
        <p>Ueber seine Grundsätze und die Unbe-<lb/>
stechlichkeit seiner Wahrheitsliebe, hat der<lb/></p>
      </div>
    </front>
  </text>
</TEI>
[XII/0018] Vorrede. wahrnehmen. Ueber die Methode, ist in dem Werk selbst (§. 14 f.) gesprochen. An die Literatur des ältern, neuern und neuesten öffentlichen Rechtes, hat der Verfasser besonders den Lehrbedürf- tigen erinnern zu müssen um so mehr ge- glaubt, da dieselbe zu vollständiger Erken- nung und Bewahrung vorzüglich dieser Art von Rechtswahrheiten, und der dahin gehörigen Thatsachen, unentbehrlich ist, und ein verhältniſsmäsig zahlreicher Theil des Publicums die öffentliche Bekannt- machung einer längst druckfertigen Fort- setzung von des Verfassers «Neuen Litera- tur des teutschen Staatsrechtes», deren Abdruck in dem Augenblick, wo Napo- leon das teutsche Reich vernichtete, begin- nen sollte, selbst wenn sie bis auf den jetzi- gen Zeitpunct fortgeführt wäre, schwerlich begünstigen würde. Controversen sind, in Noten, nicht selten angedeutet, damit auch der Verschiedenheit der Meinungen, selbst Parteimeinungen, ihr Recht widerfahre. Aber Polemik sucht man hier vergebens; ein Lehrbuch ist kein Kampfplatz. Ueber seine Grundsätze und die Unbe- stechlichkeit seiner Wahrheitsliebe, hat der

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/klueber_recht_1817
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/klueber_recht_1817/18
Zitationshilfe: Klüber, Johann Ludwig: Öffentliches Recht des teutschen Bundes und der Bundesstaaten. Frankfurt (Main), 1817, S. XII. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/klueber_recht_1817/18>, abgerufen am 23.07.2019.