Die Grenzboten. Jg. 78, 1919, Zweites Vierteljahr.Apo HM v^it- ^/^Wi/^^V^- ^ ^ "^s Mltteüungen Ma MlK?M NMn" Mi! Mpll iMN ^ZUltItM^ ^KZj^UI UM ^O^ßiptrUjL^WÄ Inhalt: Materialien zur ostdeutschen Frage: Zur kaschubischen Frage. Eine französische Denkschrift über die Ansprüche der Polen -- Pressestimmen. Materialien zur ostdeutschen Frage Zur kaschubischen Frage Wohnsitz der Kaschuben. Die Kaschuben wohnen im nordwestlichen Teile Sprache. Die Sprache der Kaschuben, die am reinsten in den nördlichen Geschichte der Kaschubei. Die Geschichte, der Kaschubei, die zeitweise l- Vor g e s es i es t e (b i s, e t w a 950). Die Pommern (Kaschuben) wohnen zwischen Ostsee, Weichsel und Netze it. Versu es ePolen s, d i e S ce k ü se e z u gewinnen (etwa 950 bis 1310). Etwa um die Wende des Jahres 1000 beginnt für Ostpommern oder die Apo HM v^it- ^/^Wi/^^V^- ^ ^ »^s Mltteüungen Ma MlK?M NMn« Mi! Mpll iMN ^ZUltItM^ ^KZj^UI UM ^O^ßiptrUjL^WÄ Inhalt: Materialien zur ostdeutschen Frage: Zur kaschubischen Frage. Eine französische Denkschrift über die Ansprüche der Polen — Pressestimmen. Materialien zur ostdeutschen Frage Zur kaschubischen Frage Wohnsitz der Kaschuben. Die Kaschuben wohnen im nordwestlichen Teile Sprache. Die Sprache der Kaschuben, die am reinsten in den nördlichen Geschichte der Kaschubei. Die Geschichte, der Kaschubei, die zeitweise l- Vor g e s es i es t e (b i s, e t w a 950). Die Pommern (Kaschuben) wohnen zwischen Ostsee, Weichsel und Netze it. Versu es ePolen s, d i e S ce k ü se e z u gewinnen (etwa 950 bis 1310). Etwa um die Wende des Jahres 1000 beginnt für Ostpommern oder die <TEI> <text> <body> <div> <div n="1"> <div n="2"> <pb facs="#f0361" corresp="http://brema.suub.uni-bremen.de/grenzboten/periodical/pageview/335773"/> </div> </div> <div n="1"> <head> Apo HM<lb/> v^it- ^/^Wi/^^V^- ^ ^ »^s<lb/> Mltteüungen<lb/> Ma MlK?M NMn« Mi! Mpll<lb/> iMN ^ZUltItM^ ^KZj^UI UM ^O^ßiptrUjL^WÄ</head><lb/> <table facs="http://media.dwds.de/dta/images/grenzboten_341909_335407/figures/grenzboten_341909_335407_335773_001.jpg"> <row> <cell> Ur. ^Verantwortlich: Dr. Max Hildsvort Bochen<lb/> Schriftleitung: Bromberg, Weltzienplatz<lb/> Fernruf Ur. 32126. März 1919</cell> </row> </table><lb/> <note type="argument"> Inhalt: Materialien zur ostdeutschen Frage: Zur kaschubischen Frage. Eine französische<lb/> Denkschrift über die Ansprüche der Polen — Pressestimmen.</note><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/> <div n="2"> <head> Materialien zur ostdeutschen Frage</head><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/> <div n="3"> <head> Zur kaschubischen Frage</head><lb/> <p xml:id="ID_1665"> Wohnsitz der Kaschuben. Die Kaschuben wohnen im nordwestlichen Teile<lb/> der Provinz Westpreußen, den Kreisen Putzig, Neustadt, Karthaus, der nordwest¬<lb/> lichen Ecke des Kreises'Danziger Höhe, dem westlichen Teile des Kreises Bereut,<lb/> dem nördlichen Teile des .Kreises Konitz und dem nordöstlichen Teile des Kreises<lb/> Schlochau, sowie als versprengte Reste in den Kreisen Bülow, Lauenburg und<lb/> Stolp der Provinz Pommern. > In den Kreisen Bereut und Konitz grenzen sie<lb/> an polnische Stämme, und zwar im Kreise Bereut an die sogenannten Kociewiaken,<lb/> im Kreise Konitz an die Borowiakeu, sonst sind sie von Deutschen umschlossen, die<lb/> auch vielfach mit ihnen im Gemenge wohnen.</p><lb/> <p xml:id="ID_1666"> Sprache. Die Sprache der Kaschuben, die am reinsten in den nördlichen<lb/> Gegenden erhalten ist, weist auf eine Zugehörigkeit zu den sonst ausgestorbenen<lb/> Ostseewenden, deren östlichsten Zweig sie bilden. Nach Süden geht die Sprache<lb/> allmählich in den borowiakischen Dialekt des Polnischen über, vom kociewiakischen<lb/> bleibt sie scharf geschieden. Die links der Weichsel in Westpreußen gesprochene<lb/> Dialekte waren den kaschubischen früher weit ähnlicher als jetzt. Wir haben es<lb/> also, in, diesen Gegenden mit polonisierten Kaschuben zu tun. Das Kaschnbische,<lb/> das Ostseewendische und das Polnische bilden zusammen die westslawische Sprach¬<lb/> familie des Lechlschen, wobei nach den neuesten Forschungen im Gegensatz zu der<lb/> von polnischen Gelehrten vielfach behaupteten Ansicht, das Kaschubische sei ledig¬<lb/> lich ein polnischer Dialekt, die sprachliche Selbständigkeit des Ostseewendisch-<lb/> Kaschubischen gegenüber dem Polnischen einwandfrei festgestellt ist.</p><lb/> <p xml:id="ID_1667"> Geschichte der Kaschubei. Die Geschichte, der Kaschubei, die zeitweise<lb/> auch als Ostpommern oder Pommerellen bezeichnet wurde und gegen¬<lb/> wärtig im wesentlichen zur preußischen Provinz Mestpreußen gehört, gliedert sich<lb/> >n folgende große Zeitabschnitte:</p><lb/> <div n="4"> <head> l- Vor g e s es i es t e (b i s, e t w a 950).</head><lb/> <p xml:id="ID_1668"> Die Pommern (Kaschuben) wohnen zwischen Ostsee, Weichsel und Netze<lb/> und grenzen hier an die Polen.</p><lb/> </div> <div n="4"> <head> it. Versu es ePolen s, d i e S ce k ü se e z u gewinnen (etwa 950 bis 1310).</head><lb/> <p xml:id="ID_1669" next="#ID_1670"> Etwa um die Wende des Jahres 1000 beginnt für Ostpommern oder die<lb/> Kaschubei die geschichtliche Zeit. 997 wird zum ersten Male Danzig genannt.</p><lb/> </div> </div> </div> </div> </div> </body> </text> </TEI> [0361]
Apo HM
v^it- ^/^Wi/^^V^- ^ ^ »^s
Mltteüungen
Ma MlK?M NMn« Mi! Mpll
iMN ^ZUltItM^ ^KZj^UI UM ^O^ßiptrUjL^WÄ
Ur. ^Verantwortlich: Dr. Max Hildsvort Bochen
Schriftleitung: Bromberg, Weltzienplatz
Fernruf Ur. 32126. März 1919
Inhalt: Materialien zur ostdeutschen Frage: Zur kaschubischen Frage. Eine französische
Denkschrift über die Ansprüche der Polen — Pressestimmen.
Materialien zur ostdeutschen Frage
Zur kaschubischen Frage
Wohnsitz der Kaschuben. Die Kaschuben wohnen im nordwestlichen Teile
der Provinz Westpreußen, den Kreisen Putzig, Neustadt, Karthaus, der nordwest¬
lichen Ecke des Kreises'Danziger Höhe, dem westlichen Teile des Kreises Bereut,
dem nördlichen Teile des .Kreises Konitz und dem nordöstlichen Teile des Kreises
Schlochau, sowie als versprengte Reste in den Kreisen Bülow, Lauenburg und
Stolp der Provinz Pommern. > In den Kreisen Bereut und Konitz grenzen sie
an polnische Stämme, und zwar im Kreise Bereut an die sogenannten Kociewiaken,
im Kreise Konitz an die Borowiakeu, sonst sind sie von Deutschen umschlossen, die
auch vielfach mit ihnen im Gemenge wohnen.
Sprache. Die Sprache der Kaschuben, die am reinsten in den nördlichen
Gegenden erhalten ist, weist auf eine Zugehörigkeit zu den sonst ausgestorbenen
Ostseewenden, deren östlichsten Zweig sie bilden. Nach Süden geht die Sprache
allmählich in den borowiakischen Dialekt des Polnischen über, vom kociewiakischen
bleibt sie scharf geschieden. Die links der Weichsel in Westpreußen gesprochene
Dialekte waren den kaschubischen früher weit ähnlicher als jetzt. Wir haben es
also, in, diesen Gegenden mit polonisierten Kaschuben zu tun. Das Kaschnbische,
das Ostseewendische und das Polnische bilden zusammen die westslawische Sprach¬
familie des Lechlschen, wobei nach den neuesten Forschungen im Gegensatz zu der
von polnischen Gelehrten vielfach behaupteten Ansicht, das Kaschubische sei ledig¬
lich ein polnischer Dialekt, die sprachliche Selbständigkeit des Ostseewendisch-
Kaschubischen gegenüber dem Polnischen einwandfrei festgestellt ist.
Geschichte der Kaschubei. Die Geschichte, der Kaschubei, die zeitweise
auch als Ostpommern oder Pommerellen bezeichnet wurde und gegen¬
wärtig im wesentlichen zur preußischen Provinz Mestpreußen gehört, gliedert sich
>n folgende große Zeitabschnitte:
l- Vor g e s es i es t e (b i s, e t w a 950).
Die Pommern (Kaschuben) wohnen zwischen Ostsee, Weichsel und Netze
und grenzen hier an die Polen.
it. Versu es ePolen s, d i e S ce k ü se e z u gewinnen (etwa 950 bis 1310).
Etwa um die Wende des Jahres 1000 beginnt für Ostpommern oder die
Kaschubei die geschichtliche Zeit. 997 wird zum ersten Male Danzig genannt.
Informationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
FeedbackSie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden. Kommentar zur DTA-AusgabeDieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen … Staats- und Universitätsbibliothek (SuUB) Bremen: Bereitstellung der Texttranskription.
Kay-Michael Würzner: Bearbeitung der digitalen Edition.
Weitere Informationen:Verfahren der Texterfassung: OCR mit Nachkorrektur. Bogensignaturen: gekennzeichnet;Druckfehler: ignoriert;fremdsprachliches Material: nicht gekennzeichnet;Geminations-/Abkürzungsstriche: wie Vorlage;Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): nicht ausgezeichnet;i/j in Fraktur: wie Vorlage;I/J in Fraktur: wie Vorlage;Kolumnentitel: gekennzeichnet;Kustoden: gekennzeichnet;langes s (ſ): als s transkribiert;Normalisierungen: stillschweigend;rundes r (ꝛ): als r/et transkribiert;Seitenumbrüche markiert: ja;Silbentrennung: wie Vorlage;u/v bzw. U/V: wie Vorlage;Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert;Vollständigkeit: vollständig erfasst;Zeichensetzung: wie Vorlage;Zeilenumbrüche markiert: ja; Nachkorrektur erfolgte automatisch.
|
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden. Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des § 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
2007–2024 Deutsches Textarchiv, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
Kontakt: redaktion(at)deutschestextarchiv.de. |