Mich brennt's an meinen Reiseschuh'n, Fort mit der Zeit zu schreiten -- Was wollen wir agiren nun Vor so viel klugen Leuten?
Es hebt das Dach sich von dem Haus Und die Koulissen rühren Und strecken sich zum Himmel raus, Strom, Wälder musiziren!
Und aus den Wolken langt es sacht, Stellt alles durcheinander, Wie sich's kein Autor hat gedacht: Volk, Fürsten und Dryander.
Da gehn die einen müde fort, Die andern nah'n behende, Das alte Stück, man spielt's so fort Und kriegt es nie zu Ende.
Und keiner kennt den letzten Akt Von allen die da spielen, Nur der da droben schlägt den Takt, Weiß, wo das hin will zielen.
Dryander mit der Komödianten-Bande.
Mich brennt's an meinen Reiſeſchuh'n, Fort mit der Zeit zu ſchreiten — Was wollen wir agiren nun Vor ſo viel klugen Leuten?
Es hebt das Dach ſich von dem Haus Und die Kouliſſen ruͤhren Und ſtrecken ſich zum Himmel raus, Strom, Waͤlder muſiziren!
Und aus den Wolken langt es ſacht, Stellt alles durcheinander, Wie ſich's kein Autor hat gedacht: Volk, Fuͤrſten und Dryander.
Da gehn die einen muͤde fort, Die andern nah'n behende, Das alte Stuͤck, man ſpielt's ſo fort Und kriegt es nie zu Ende.
Und keiner kennt den letzten Akt Von allen die da ſpielen, Nur der da droben ſchlaͤgt den Takt, Weiß, wo das hin will zielen.
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[25/0043]
Dryander mit der Komödianten-Bande.
Mich brennt's an meinen Reiſeſchuh'n,
Fort mit der Zeit zu ſchreiten —
Was wollen wir agiren nun
Vor ſo viel klugen Leuten?
Es hebt das Dach ſich von dem Haus
Und die Kouliſſen ruͤhren
Und ſtrecken ſich zum Himmel raus,
Strom, Waͤlder muſiziren!
Und aus den Wolken langt es ſacht,
Stellt alles durcheinander,
Wie ſich's kein Autor hat gedacht:
Volk, Fuͤrſten und Dryander.
Da gehn die einen muͤde fort,
Die andern nah'n behende,
Das alte Stuͤck, man ſpielt's ſo fort
Und kriegt es nie zu Ende.
Und keiner kennt den letzten Akt
Von allen die da ſpielen,
Nur der da droben ſchlaͤgt den Takt,
Weiß, wo das hin will zielen.
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Eichendorff, Joseph von: Gedichte. Berlin, 1837, S. 25. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/eichendorff_gedichte_1837/43>, abgerufen am 26.02.2025.
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