Es ist von Klang und Düften Ein wunderbarer Ort, Umrankt von stillen Klüften, Wir alle spielten dort.
Wir alle sind verirret, Seitdem so weit hinaus, Unkraut die Welt verwirret, Find't keiner mehr nach Haus.
Doch manchmal taucht's aus Träumen, Als läg' es weit im Meer, Und früh noch in den Bäumen Rauscht's wie ein Grüßen her.
Ich hört' den Gruß verfliegen, Ich folgt' ihm über Land, Und hatte mich verstiegen Auf hoher Felsenwand.
Mein Herz ward mir so munter, Weit hinten alle Noth, Als ginge jenseits unter Die Welt in Morgenroth.
Der Wind spielt' in den Locken, Da blitzt' es drunten weit, Und ich erkannt' erschrocken Die alte Einsamkeit.
Eldorado.
Es iſt von Klang und Duͤften Ein wunderbarer Ort, Umrankt von ſtillen Kluͤften, Wir alle ſpielten dort.
Wir alle ſind verirret, Seitdem ſo weit hinaus, Unkraut die Welt verwirret, Find't keiner mehr nach Haus.
Doch manchmal taucht's aus Traͤumen, Als laͤg' es weit im Meer, Und fruͤh noch in den Baͤumen Rauſcht's wie ein Gruͤßen her.
Ich hoͤrt' den Gruß verfliegen, Ich folgt' ihm uͤber Land, Und hatte mich verſtiegen Auf hoher Felſenwand.
Mein Herz ward mir ſo munter, Weit hinten alle Noth, Als ginge jenſeits unter Die Welt in Morgenroth.
Der Wind ſpielt' in den Locken, Da blitzt' es drunten weit, Und ich erkannt' erſchrocken Die alte Einſamkeit.
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Eldorado.
Es iſt von Klang und Duͤften
Ein wunderbarer Ort,
Umrankt von ſtillen Kluͤften,
Wir alle ſpielten dort.
Wir alle ſind verirret,
Seitdem ſo weit hinaus,
Unkraut die Welt verwirret,
Find't keiner mehr nach Haus.
Doch manchmal taucht's aus Traͤumen,
Als laͤg' es weit im Meer,
Und fruͤh noch in den Baͤumen
Rauſcht's wie ein Gruͤßen her.
Ich hoͤrt' den Gruß verfliegen,
Ich folgt' ihm uͤber Land,
Und hatte mich verſtiegen
Auf hoher Felſenwand.
Mein Herz ward mir ſo munter,
Weit hinten alle Noth,
Als ginge jenſeits unter
Die Welt in Morgenroth.
Der Wind ſpielt' in den Locken,
Da blitzt' es drunten weit,
Und ich erkannt' erſchrocken
Die alte Einſamkeit.
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Eichendorff, Joseph von: Gedichte. Berlin, 1837, S. 120. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/eichendorff_gedichte_1837/138>, abgerufen am 26.02.2025.
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