Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Campe, Joachim Heinrich: Robinson der Jüngere. Bd. 1. Hamburg, 1779.

Bild:
<< vorherige Seite

Vorbericht.
ger Handschrift brauchte, als ich zu jedem an-
dern Buche von zwanzig Bogen in klein Oktav
bisher gebraucht hatte. Darnach schnit ich
also bei der Ausarbeitung meinen Stof zu.

Jezt solte das Papier zum Druk einge-
kauft werden, und nun erfuhr ich die erste
Buchhändler Verlegenheit. Man sagte mir,
daß ich nur unter zweierlei Schreibpapierar-
ten zu wählen hätte, wovon die Eine ganz
grosses,
die Andere kleines Format habe.
Da das erstere für ein Kinderbuch von der Art,
wie dieses, ein sehr unschikliches Format sein
würde, so mußte ich mich zu dem Leztern ent-
schliessen. Und nun ließ ich den Sezer Ueber-
schlag machen, wie viel der geschriebenen Bogen
zu einem so gedrukten erfodert werden durften.

Da erfuhr ich dan zu meiner grossen Be-
fremdung, daß derjenige Vorrath von Manu-
skript, den ich zu ohngefähr zwanzig Bogen

bestimt

Vorbericht.
ger Handſchrift brauchte, als ich zu jedem an-
dern Buche von zwanzig Bogen in klein Oktav
bisher gebraucht hatte. Darnach ſchnit ich
alſo bei der Ausarbeitung meinen Stof zu.

Jezt ſolte das Papier zum Druk einge-
kauft werden, und nun erfuhr ich die erſte
Buchhaͤndler Verlegenheit. Man ſagte mir,
daß ich nur unter zweierlei Schreibpapierar-
ten zu waͤhlen haͤtte, wovon die Eine ganz
groſſes,
die Andere kleines Format habe.
Da das erſtere fuͤr ein Kinderbuch von der Art,
wie dieſes, ein ſehr unſchikliches Format ſein
wuͤrde, ſo mußte ich mich zu dem Leztern ent-
ſchlieſſen. Und nun ließ ich den Sezer Ueber-
ſchlag machen, wie viel der geſchriebenen Bogen
zu einem ſo gedrukten erfodert werden durften.

Da erfuhr ich dan zu meiner groſſen Be-
fremdung, daß derjenige Vorrath von Manu-
ſkript, den ich zu ohngefaͤhr zwanzig Bogen

beſtimt
<TEI>
  <text>
    <front>
      <div n="1">
        <p><pb facs="#f0030" n="[XXII]"/><fw place="top" type="header">Vorbericht.</fw><lb/>
ger Hand&#x017F;chrift brauchte, als ich zu jedem an-<lb/>
dern Buche von zwanzig Bogen in klein Oktav<lb/>
bisher gebraucht hatte. Darnach &#x017F;chnit ich<lb/>
al&#x017F;o bei der Ausarbeitung meinen Stof zu.</p><lb/>
        <p>Jezt &#x017F;olte das Papier zum Druk einge-<lb/>
kauft werden, und nun erfuhr ich die er&#x017F;te<lb/>
Buchha&#x0364;ndler Verlegenheit. Man &#x017F;agte mir,<lb/>
daß ich nur unter zweierlei Schreibpapierar-<lb/>
ten zu wa&#x0364;hlen ha&#x0364;tte, wovon die Eine <hi rendition="#fr">ganz<lb/>
gro&#x017F;&#x017F;es,</hi> die Andere <hi rendition="#fr">kleines</hi> Format habe.<lb/>
Da das er&#x017F;tere fu&#x0364;r ein Kinderbuch von der Art,<lb/>
wie die&#x017F;es, ein &#x017F;ehr un&#x017F;chikliches Format &#x017F;ein<lb/>
wu&#x0364;rde, &#x017F;o mußte ich mich zu dem Leztern ent-<lb/>
&#x017F;chlie&#x017F;&#x017F;en. Und nun ließ ich den Sezer Ueber-<lb/>
&#x017F;chlag machen, wie viel der ge&#x017F;chriebenen Bogen<lb/>
zu einem &#x017F;o gedrukten erfodert werden durften.</p><lb/>
        <p>Da erfuhr ich dan zu meiner gro&#x017F;&#x017F;en Be-<lb/>
fremdung, daß derjenige Vorrath von Manu-<lb/>
&#x017F;kript, den ich zu ohngefa&#x0364;hr zwanzig Bogen<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">be&#x017F;timt</fw><lb/></p>
      </div>
    </front>
  </text>
</TEI>
[[XXII]/0030] Vorbericht. ger Handſchrift brauchte, als ich zu jedem an- dern Buche von zwanzig Bogen in klein Oktav bisher gebraucht hatte. Darnach ſchnit ich alſo bei der Ausarbeitung meinen Stof zu. Jezt ſolte das Papier zum Druk einge- kauft werden, und nun erfuhr ich die erſte Buchhaͤndler Verlegenheit. Man ſagte mir, daß ich nur unter zweierlei Schreibpapierar- ten zu waͤhlen haͤtte, wovon die Eine ganz groſſes, die Andere kleines Format habe. Da das erſtere fuͤr ein Kinderbuch von der Art, wie dieſes, ein ſehr unſchikliches Format ſein wuͤrde, ſo mußte ich mich zu dem Leztern ent- ſchlieſſen. Und nun ließ ich den Sezer Ueber- ſchlag machen, wie viel der geſchriebenen Bogen zu einem ſo gedrukten erfodert werden durften. Da erfuhr ich dan zu meiner groſſen Be- fremdung, daß derjenige Vorrath von Manu- ſkript, den ich zu ohngefaͤhr zwanzig Bogen beſtimt

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/campe_robinson01_1779
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/campe_robinson01_1779/30
Zitationshilfe: Campe, Joachim Heinrich: Robinson der Jüngere. Bd. 1. Hamburg, 1779, S. [XXII]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/campe_robinson01_1779/30>, abgerufen am 03.08.2020.