Reiches Sinken und Erstehen (4 dram. Bilder), 1892. - Meine Lieder (Ge.), 1892. - Zum Licht (Ge.), 1897. - Auf staubigen Straßen (Sk.), 1898. - Jm Dorf und draußen (Neue Nn.), 1901. - Spiele (Lyr. Szenen), 1901. - Peter Nockler. Die Geschichte eines Schnei- ders, 1902. Neue Ausg. 1905. - Die Siegesallee (Kunstbriefe an den deut- schen Michel), 1902. - Carnesie Co- lonna (Ge.), 1902. - Der arme Lukas (Eine Geschichte in der Dämmerung), 1902. Neue A. 1905. - Der heilige Sebastian (R. eines Priesters), 1902. 3. A. 1904. - Die Sturmfrau (See- Novelle), 1902. - Jnge. Ein Frauen- leben (R.), 1903. 2. A. 1905. - Ellida Solstratten (R.), 1904. - Jm Wer- den und Wandern (Kritische Rand- bemerkgn.), 1905. - Andreas Krafft (Dr.), 1904. - Konrad Ferdinand Meyer (Monogr.), 1905. - Heinrich Heine (Monogr.), 1905. - Am Fenster und andere Erzählungen (Volksaus- gabe), 1906. - Um die Zukunft (Dr.), 1906. - Vor Jahr und Tag (R.), 1908. - Der Entgleiste (R.); II, 1910.
*Holzer, Rudolf,
geb. am 28. Juli 1875 in Wien als Sohn eines Be- amten, besuchte dort die Realschule, die maschinen-technische Abteilung der höheren Staatsgewerbeschule, wandte sich aber nach deren Absolvierung dem Studium der Literaturgeschichte und Ästhetik zu. Jm Januar 1898 trat er als Redakteur der offiziellen handelspolitisch. Monatsschrift "Au- stria" in den Staatsdienst u. wurde am 1. April 1900 in den Redaktions- verband der kaiserl. "Wiener Zei- tung" und der "Wiener Abendpost" berufen, an der er als Kritiker und Feuilletonist tätig ist. Er ist seit 1901 mit der bekannten Schauspielerin Alice Hetsey vom Deutschen Volks- theater in Wien verheiratet. Seit einigen Jahren gibt er den "Öster- reichisch. Volkskalender" heraus.
Frühling (Schausp.), 1901. - Hans Kohlhase (Schsp.), 1905. 2. A. 1909. - Gute Mütter (Kom.), 1906. - Reif im Walde (Schsp.), 1906.
Holzhausen, Fritz Freiherr
von, * am 12. April 1857 zu Troppau in Österreich-Schlesien, beendete seine Studien sehr frühe und wurde schon 1878 Professor am Gymnasium in Mährisch-Trübau, wo er bis 1894 wirkte. Seitdem lebt er in Graz (Steiermark).
S:
Sorathi (Ep. D.), 1886. - Gruß aus Österreich (Ge.), 1897.
*Holzhey, Georg,
geb. am 14. Septbr. 1872 in Dürr-Röhrsdorf bei Stolpen (Sachsen), wo sein Vater damals Kopist beim Bahnbau war, verlebte seine Kinder- u. Schuljahre in Dresden, seit 1879 in Chemnitz u. seit 1884 in Mittweida, wohin seine Eltern verzogen waren. Von Jugend auf schwächlich und besonders kraft- los in den Armen, beendete er seine Schulzeit erst zu Ostern 1888, erlernte dann drei Jahre lang das Buchbin- derhandwerk u. ging danach auf die Wanderschaft. Jn Remscheid erkrankte er so schwer, daß er Ostern 1892 ins Elternhaus zurückkehren mußte. Bald stellte sich bei ihm ein vollständiger Muskelschwund in den Oberarmen ein, so daß er seinen Beruf aufgeben mußte. Sein Zeichentalent führte ihn in das Kontor eines Baumeisters in Mittweida; jede freie Stunde benutzte er nun, sich im Zeichnen und Malen weiter auszubilden, und voll froher Hoffnungen ging er im Herbst 1893 auf die königl. Kunstgewerbeschule in Dresden. Allein nach anderthalb Jahren mußte er auch diese Laufbahn wieder aufgeben, da die Kraftlosig- keit des Armes bis in die Handmus- keln gedrungen war, so daß er Stift und Pinsel nicht mehr sicher führen konnte. Er kehrte darauf für zwei Jahre ins Elternhaus zurück, benutzte diese Zeit zu ernster Weiterbildung und begann auch, sich poetisch zu be-
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Reiches Sinken und Erſtehen (4 dram. Bilder), 1892. – Meine Lieder (Ge.), 1892. – Zum Licht (Ge.), 1897. – Auf ſtaubigen Straßen (Sk.), 1898. – Jm Dorf und draußen (Neue Nn.), 1901. – Spiele (Lyr. Szenen), 1901. – Peter Nockler. Die Geſchichte eines Schnei- ders, 1902. Neue Ausg. 1905. – Die Siegesallee (Kunſtbriefe an den deut- ſchen Michel), 1902. – Carneſie Co- lonna (Ge.), 1902. – Der arme Lukas (Eine Geſchichte in der Dämmerung), 1902. Neue A. 1905. – Der heilige Sebaſtian (R. eines Prieſters), 1902. 3. A. 1904. – Die Sturmfrau (See- Novelle), 1902. – Jnge. Ein Frauen- leben (R.), 1903. 2. A. 1905. – Ellida Solſtratten (R.), 1904. – Jm Wer- den und Wandern (Kritiſche Rand- bemerkgn.), 1905. – Andreas Krafft (Dr.), 1904. – Konrad Ferdinand Meyer (Monogr.), 1905. – Heinrich Heine (Monogr.), 1905. – Am Fenſter und andere Erzählungen (Volksaus- gabe), 1906. – Um die Zukunft (Dr.), 1906. – Vor Jahr und Tag (R.), 1908. – Der Entgleiſte (R.); II, 1910.
*Holzer, Rudolf,
geb. am 28. Juli 1875 in Wien als Sohn eines Be- amten, beſuchte dort die Realſchule, die maſchinen-techniſche Abteilung der höheren Staatsgewerbeſchule, wandte ſich aber nach deren Abſolvierung dem Studium der Literaturgeſchichte und Äſthetik zu. Jm Januar 1898 trat er als Redakteur der offiziellen handelspolitiſch. Monatsſchrift „Au- ſtria“ in den Staatsdienſt u. wurde am 1. April 1900 in den Redaktions- verband der kaiſerl. „Wiener Zei- tung“ und der „Wiener Abendpoſt“ berufen, an der er als Kritiker und Feuilletoniſt tätig iſt. Er iſt ſeit 1901 mit der bekannten Schauſpielerin Alice Hetſey vom Deutſchen Volks- theater in Wien verheiratet. Seit einigen Jahren gibt er den „Öſter- reichiſch. Volkskalender“ heraus.
Frühling (Schauſp.), 1901. – Hans Kohlhaſe (Schſp.), 1905. 2. A. 1909. – Gute Mütter (Kom.), 1906. – Reif im Walde (Schſp.), 1906.
Holzhauſen, Fritz Freiherr
von, * am 12. April 1857 zu Troppau in Öſterreich-Schleſien, beendete ſeine Studien ſehr frühe und wurde ſchon 1878 Profeſſor am Gymnaſium in Mähriſch-Trübau, wo er bis 1894 wirkte. Seitdem lebt er in Graz (Steiermark).
S:
Sorathi (Ep. D.), 1886. – Gruß aus Öſterreich (Ge.), 1897.
*Holzhey, Georg,
geb. am 14. Septbr. 1872 in Dürr-Röhrsdorf bei Stolpen (Sachſen), wo ſein Vater damals Kopiſt beim Bahnbau war, verlebte ſeine Kinder- u. Schuljahre in Dresden, ſeit 1879 in Chemnitz u. ſeit 1884 in Mittweida, wohin ſeine Eltern verzogen waren. Von Jugend auf ſchwächlich und beſonders kraft- los in den Armen, beendete er ſeine Schulzeit erſt zu Oſtern 1888, erlernte dann drei Jahre lang das Buchbin- derhandwerk u. ging danach auf die Wanderſchaft. Jn Remſcheid erkrankte er ſo ſchwer, daß er Oſtern 1892 ins Elternhaus zurückkehren mußte. Bald ſtellte ſich bei ihm ein vollſtändiger Muskelſchwund in den Oberarmen ein, ſo daß er ſeinen Beruf aufgeben mußte. Sein Zeichentalent führte ihn in das Kontor eines Baumeiſters in Mittweida; jede freie Stunde benutzte er nun, ſich im Zeichnen und Malen weiter auszubilden, und voll froher Hoffnungen ging er im Herbſt 1893 auf die königl. Kunſtgewerbeſchule in Dresden. Allein nach anderthalb Jahren mußte er auch dieſe Laufbahn wieder aufgeben, da die Kraftloſig- keit des Armes bis in die Handmus- keln gedrungen war, ſo daß er Stift und Pinſel nicht mehr ſicher führen konnte. Er kehrte darauf für zwei Jahre ins Elternhaus zurück, benutzte dieſe Zeit zu ernſter Weiterbildung und begann auch, ſich poetiſch zu be-
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Reiches Sinken und Erſtehen (4 dram.
Bilder), 1892. – Meine Lieder (Ge.),
1892. – Zum Licht (Ge.), 1897. – Auf
ſtaubigen Straßen (Sk.), 1898. – Jm
Dorf und draußen (Neue Nn.), 1901.
– Spiele (Lyr. Szenen), 1901. – Peter
Nockler. Die Geſchichte eines Schnei-
ders, 1902. Neue Ausg. 1905. – Die
Siegesallee (Kunſtbriefe an den deut-
ſchen Michel), 1902. – Carneſie Co-
lonna (Ge.), 1902. – Der arme Lukas
(Eine Geſchichte in der Dämmerung),
1902. Neue A. 1905. – Der heilige
Sebaſtian (R. eines Prieſters), 1902.
3. A. 1904. – Die Sturmfrau (See-
Novelle), 1902. – Jnge. Ein Frauen-
leben (R.), 1903. 2. A. 1905. – Ellida
Solſtratten (R.), 1904. – Jm Wer-
den und Wandern (Kritiſche Rand-
bemerkgn.), 1905. – Andreas Krafft
(Dr.), 1904. – Konrad Ferdinand
Meyer (Monogr.), 1905. – Heinrich
Heine (Monogr.), 1905. – Am Fenſter
und andere Erzählungen (Volksaus-
gabe), 1906. – Um die Zukunft (Dr.),
1906. – Vor Jahr und Tag (R.),
1908. – Der Entgleiſte (R.); II, 1910.
*Holzer, Rudolf, geb. am 28. Juli
1875 in Wien als Sohn eines Be-
amten, beſuchte dort die Realſchule,
die maſchinen-techniſche Abteilung der
höheren Staatsgewerbeſchule, wandte
ſich aber nach deren Abſolvierung
dem Studium der Literaturgeſchichte
und Äſthetik zu. Jm Januar 1898
trat er als Redakteur der offiziellen
handelspolitiſch. Monatsſchrift „Au-
ſtria“ in den Staatsdienſt u. wurde
am 1. April 1900 in den Redaktions-
verband der kaiſerl. „Wiener Zei-
tung“ und der „Wiener Abendpoſt“
berufen, an der er als Kritiker und
Feuilletoniſt tätig iſt. Er iſt ſeit 1901
mit der bekannten Schauſpielerin
Alice Hetſey vom Deutſchen Volks-
theater in Wien verheiratet. Seit
einigen Jahren gibt er den „Öſter-
reichiſch. Volkskalender“ heraus.
S:
Heimkehr (Dr. Manuſkript), 1897. –
Schlingen (Lſp., Manuſkr.), 1897. –
Frühling (Schauſp.), 1901. – Hans
Kohlhaſe (Schſp.), 1905. 2. A. 1909.
– Gute Mütter (Kom.), 1906. – Reif
im Walde (Schſp.), 1906.
Holzhauſen, Fritz Freiherr von,
* am 12. April 1857 zu Troppau in
Öſterreich-Schleſien, beendete ſeine
Studien ſehr frühe und wurde ſchon
1878 Profeſſor am Gymnaſium in
Mähriſch-Trübau, wo er bis 1894
wirkte. Seitdem lebt er in Graz
(Steiermark).
S: Sorathi (Ep. D.),
1886. – Gruß aus Öſterreich (Ge.),
1897.
*Holzhey, Georg, geb. am 14.
Septbr. 1872 in Dürr-Röhrsdorf bei
Stolpen (Sachſen), wo ſein Vater
damals Kopiſt beim Bahnbau war,
verlebte ſeine Kinder- u. Schuljahre
in Dresden, ſeit 1879 in Chemnitz u.
ſeit 1884 in Mittweida, wohin ſeine
Eltern verzogen waren. Von Jugend
auf ſchwächlich und beſonders kraft-
los in den Armen, beendete er ſeine
Schulzeit erſt zu Oſtern 1888, erlernte
dann drei Jahre lang das Buchbin-
derhandwerk u. ging danach auf die
Wanderſchaft. Jn Remſcheid erkrankte
er ſo ſchwer, daß er Oſtern 1892 ins
Elternhaus zurückkehren mußte. Bald
ſtellte ſich bei ihm ein vollſtändiger
Muskelſchwund in den Oberarmen
ein, ſo daß er ſeinen Beruf aufgeben
mußte. Sein Zeichentalent führte ihn
in das Kontor eines Baumeiſters in
Mittweida; jede freie Stunde benutzte
er nun, ſich im Zeichnen und Malen
weiter auszubilden, und voll froher
Hoffnungen ging er im Herbſt 1893
auf die königl. Kunſtgewerbeſchule in
Dresden. Allein nach anderthalb
Jahren mußte er auch dieſe Laufbahn
wieder aufgeben, da die Kraftloſig-
keit des Armes bis in die Handmus-
keln gedrungen war, ſo daß er Stift
und Pinſel nicht mehr ſicher führen
konnte. Er kehrte darauf für zwei
Jahre ins Elternhaus zurück, benutzte
dieſe Zeit zu ernſter Weiterbildung
und begann auch, ſich poetiſch zu be-
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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 279. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/283>, abgerufen am 07.01.2025.
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