geb. am 14. Januar 1856 in Weida (Sachsen- Weimar), besuchte die Realgymnasien zu Chemnitz und Gera und widmete sich dann dem Kaufmannsstande. Sein Beruf gewährte es ihm, auf größeren Reisen Deutschland, Öster- reich, Jtalien, die Schweiz u. neuer- dings auch Afrika kennen zu lernen, da er seit 1898 in Alexandrien weilte. Sonst hatte er sein Domizil in Greiz oder in Weida. Nachdem er 1906 sei- nen Beruf aufgegeben und Alexan- drien verlassen hatte, kehrte er nach einer größeren Reise nach Deutsch- land zurück und ließ sich 1907 in Ha- lensee bei Berlin nieder, wo er seit- dem schriftstellerisch tätig ist.
S:
Capri-Tage (Schwank, mit Crome- Schwiening), 1891. - Strafe muß sein (Lustsp.), 1893. - Diplomatisch (Lustsp.), 1895. - Jm Schein der Sonne (Schsp., mit Gerhard Wauer), 1896. - Alpenluft (Lsp.), 1896. - Ren- dezvous (Schw.), 1897. - Majestät Weib (R.), 1899. - Kapitän Simic (E.), 1903. - Die Orden des Prinzen Riza. Fatum (2 En.), 1904. - Apollo (Lsp.), 1903. - Die Okella (R.), 1907. - Ramses der Zweite (E.), 1909. - Die Hauptprobe (E.), 1910. - Zenab (E. a. d. ägypt. Leben), 1910.
*Herold, Theodor,
geb. am 30. Dezbr. 1871 zu Herzfeld in Westfalen als der Sohn eines Auktionskom- missars, kam nach vorbereitendem Unterricht durch die Volksschule und Privatlehrer Ostern 1885 auf das Gymnasium zu Münster, das er 1893 absolvierte, und studierte dann in Berlin u. Münster deutsche Literatur und Sprache, sowie Geschichte und Erdkunde. Jm April 1897 erwarb er sich in Münster die Doktorwürde und im Juli 1898 die Qualifikation zum Oberlehrer, bereitete sich dann daselbst praktisch für seinen Beruf vor, hielt sich darauf zu seiner Weiterbildung längere Zeit in Frankreich auf und wurde Ostern 1902 als Oberlehrer an [Spaltenumbruch]
Her
dem Reform-Realgymnasium in Düs- seldorf angestellt. Am 1. April 1906 übertrug ihm der dortige Magistrat das Amt eines Stadtschulinspektors, und im Herbst 1908 erhielt er den Charakter als Professor.
S:
Gret- chen (Lyr.-ep. D. aus der Zeit der Freiheitskriege), 1895. 8. A. 1904. - Frdr. Aug. Clemens Werthes und die deutschen Zriny-Dramen (For- schungen), 1897. - Du und ich (Ein Liederbuch für stille Menschen), 1902. - Das Lied vom Kinde (Anthologie, hrsg.), 1.-10. T. 1909.
*Herrig, Hans,
wurde am 10. Dez. 1845 zu Braunschweig als der Sohn eines Kammermusikus geboren. Die- ser starb 1858, u. im folgenden Jahre kam Hans H. in das Haus seines väterlichen Oheims, des bekannten Schulmannes Ludwig H. in Berlin. Hier besuchte er das Friedrichs-Gym- nasium, bezog 1864 die Universität und studierte in Berlin wie später in Göttingen die Rechtswissenschaften, machte auch in Berlin 1868 das juri- stische Doktorexamen u. arbeitete eine Zeitlang am dortigen Stadtgericht, gab aber 1872 seinen Beruf auf, um hinfort als Journalist und Schrift- steller tätig zu sein. Seit Begrün- dung des "Deutschen Tageblatts" (1881) führte H. die Redaktion des Feuilletons dieser Zeitung, trat 1888 aus derselben aus u. ließ sich in Wei- mar nieder, wo er am 4. Mai 1892 starb. Seinem Wunsche gemäß wurde er in Braunschweig zur letzten Ruhe bestattet.
S:
Alexander (Dr.), 1872. 2. Aufl. 1879. - Kaiser Friedrich der Rotbart (Dr.), 1873. - Jerusalem (Dr.), 1874. - Der Kurprinz (Dr.), 1876. 2. A. 1884. - Die Schweine (Humor. G.), 1876. - Mären u. Ge- schichten (Ges. kleinere Dn.), 1878. - Die Meininger, ihre Gastspiele und deren Bedeutung für das deutsche Theater, 1879. - Konradin (Dr.), 1881. 3. A. 1885. - Drei Operndich- tungen, 1881. - Nero (Dr.), 1883. -
*
[Spaltenumbruch]
Her
*Herold,Karl Erdmann,
geb. am 14. Januar 1856 in Weida (Sachſen- Weimar), beſuchte die Realgymnaſien zu Chemnitz und Gera und widmete ſich dann dem Kaufmannsſtande. Sein Beruf gewährte es ihm, auf größeren Reiſen Deutſchland, Öſter- reich, Jtalien, die Schweiz u. neuer- dings auch Afrika kennen zu lernen, da er ſeit 1898 in Alexandrien weilte. Sonſt hatte er ſein Domizil in Greiz oder in Weida. Nachdem er 1906 ſei- nen Beruf aufgegeben und Alexan- drien verlaſſen hatte, kehrte er nach einer größeren Reiſe nach Deutſch- land zurück und ließ ſich 1907 in Ha- lenſee bei Berlin nieder, wo er ſeit- dem ſchriftſtelleriſch tätig iſt.
S:
Capri-Tage (Schwank, mit Crome- Schwiening), 1891. – Strafe muß ſein (Luſtſp.), 1893. – Diplomatiſch (Luſtſp.), 1895. – Jm Schein der Sonne (Schſp., mit Gerhard Wauer), 1896. – Alpenluft (Lſp.), 1896. – Ren- dezvous (Schw.), 1897. – Majeſtät Weib (R.), 1899. – Kapitän Simic (E.), 1903. – Die Orden des Prinzen Riza. Fatum (2 En.), 1904. – Apollo (Lſp.), 1903. – Die Okella (R.), 1907. – Ramſes der Zweite (E.), 1909. – Die Hauptprobe (E.), 1910. – Zenab (E. a. d. ägypt. Leben), 1910.
*Herold, Theodor,
geb. am 30. Dezbr. 1871 zu Herzfeld in Weſtfalen als der Sohn eines Auktionskom- miſſars, kam nach vorbereitendem Unterricht durch die Volksſchule und Privatlehrer Oſtern 1885 auf das Gymnaſium zu Münſter, das er 1893 abſolvierte, und ſtudierte dann in Berlin u. Münſter deutſche Literatur und Sprache, ſowie Geſchichte und Erdkunde. Jm April 1897 erwarb er ſich in Münſter die Doktorwürde und im Juli 1898 die Qualifikation zum Oberlehrer, bereitete ſich dann daſelbſt praktiſch für ſeinen Beruf vor, hielt ſich darauf zu ſeiner Weiterbildung längere Zeit in Frankreich auf und wurde Oſtern 1902 als Oberlehrer an [Spaltenumbruch]
Her
dem Reform-Realgymnaſium in Düſ- ſeldorf angeſtellt. Am 1. April 1906 übertrug ihm der dortige Magiſtrat das Amt eines Stadtſchulinſpektors, und im Herbſt 1908 erhielt er den Charakter als Profeſſor.
S:
Gret- chen (Lyr.-ep. D. aus der Zeit der Freiheitskriege), 1895. 8. A. 1904. – Frdr. Aug. Clemens Werthes und die deutſchen Zriny-Dramen (For- ſchungen), 1897. – Du und ich (Ein Liederbuch für ſtille Menſchen), 1902. – Das Lied vom Kinde (Anthologie, hrsg.), 1.–10. T. 1909.
*Herrig, Hans,
wurde am 10. Dez. 1845 zu Braunſchweig als der Sohn eines Kammermuſikus geboren. Die- ſer ſtarb 1858, u. im folgenden Jahre kam Hans H. in das Haus ſeines väterlichen Oheims, des bekannten Schulmannes Ludwig H. in Berlin. Hier beſuchte er das Friedrichs-Gym- naſium, bezog 1864 die Univerſität und ſtudierte in Berlin wie ſpäter in Göttingen die Rechtswiſſenſchaften, machte auch in Berlin 1868 das juri- ſtiſche Doktorexamen u. arbeitete eine Zeitlang am dortigen Stadtgericht, gab aber 1872 ſeinen Beruf auf, um hinfort als Journaliſt und Schrift- ſteller tätig zu ſein. Seit Begrün- dung des „Deutſchen Tageblatts“ (1881) führte H. die Redaktion des Feuilletons dieſer Zeitung, trat 1888 aus derſelben aus u. ließ ſich in Wei- mar nieder, wo er am 4. Mai 1892 ſtarb. Seinem Wunſche gemäß wurde er in Braunſchweig zur letzten Ruhe beſtattet.
S:
Alexander (Dr.), 1872. 2. Aufl. 1879. – Kaiſer Friedrich der Rotbart (Dr.), 1873. – Jeruſalem (Dr.), 1874. – Der Kurprinz (Dr.), 1876. 2. A. 1884. – Die Schweine (Humor. G.), 1876. – Mären u. Ge- ſchichten (Geſ. kleinere Dn.), 1878. – Die Meininger, ihre Gaſtſpiele und deren Bedeutung für das deutſche Theater, 1879. – Konradin (Dr.), 1881. 3. A. 1885. – Drei Operndich- tungen, 1881. – Nero (Dr.), 1883. –
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*Herold, Karl Erdmann, geb. am
14. Januar 1856 in Weida (Sachſen-
Weimar), beſuchte die Realgymnaſien
zu Chemnitz und Gera und widmete
ſich dann dem Kaufmannsſtande.
Sein Beruf gewährte es ihm, auf
größeren Reiſen Deutſchland, Öſter-
reich, Jtalien, die Schweiz u. neuer-
dings auch Afrika kennen zu lernen,
da er ſeit 1898 in Alexandrien weilte.
Sonſt hatte er ſein Domizil in Greiz
oder in Weida. Nachdem er 1906 ſei-
nen Beruf aufgegeben und Alexan-
drien verlaſſen hatte, kehrte er nach
einer größeren Reiſe nach Deutſch-
land zurück und ließ ſich 1907 in Ha-
lenſee bei Berlin nieder, wo er ſeit-
dem ſchriftſtelleriſch tätig iſt.
S:
Capri-Tage (Schwank, mit Crome-
Schwiening), 1891. – Strafe muß
ſein (Luſtſp.), 1893. – Diplomatiſch
(Luſtſp.), 1895. – Jm Schein der
Sonne (Schſp., mit Gerhard Wauer),
1896. – Alpenluft (Lſp.), 1896. – Ren-
dezvous (Schw.), 1897. – Majeſtät
Weib (R.), 1899. – Kapitän Simic
(E.), 1903. – Die Orden des Prinzen
Riza. Fatum (2 En.), 1904. – Apollo
(Lſp.), 1903. – Die Okella (R.), 1907.
– Ramſes der Zweite (E.), 1909. –
Die Hauptprobe (E.), 1910. – Zenab
(E. a. d. ägypt. Leben), 1910.
*Herold, Theodor, geb. am 30.
Dezbr. 1871 zu Herzfeld in Weſtfalen
als der Sohn eines Auktionskom-
miſſars, kam nach vorbereitendem
Unterricht durch die Volksſchule und
Privatlehrer Oſtern 1885 auf das
Gymnaſium zu Münſter, das er 1893
abſolvierte, und ſtudierte dann in
Berlin u. Münſter deutſche Literatur
und Sprache, ſowie Geſchichte und
Erdkunde. Jm April 1897 erwarb er
ſich in Münſter die Doktorwürde und
im Juli 1898 die Qualifikation zum
Oberlehrer, bereitete ſich dann daſelbſt
praktiſch für ſeinen Beruf vor, hielt
ſich darauf zu ſeiner Weiterbildung
längere Zeit in Frankreich auf und
wurde Oſtern 1902 als Oberlehrer an
dem Reform-Realgymnaſium in Düſ-
ſeldorf angeſtellt. Am 1. April 1906
übertrug ihm der dortige Magiſtrat
das Amt eines Stadtſchulinſpektors,
und im Herbſt 1908 erhielt er den
Charakter als Profeſſor.
S: Gret-
chen (Lyr.-ep. D. aus der Zeit der
Freiheitskriege), 1895. 8. A. 1904.
– Frdr. Aug. Clemens Werthes und
die deutſchen Zriny-Dramen (For-
ſchungen), 1897. – Du und ich (Ein
Liederbuch für ſtille Menſchen), 1902.
– Das Lied vom Kinde (Anthologie,
hrsg.), 1.–10. T. 1909.
*Herrig, Hans, wurde am 10. Dez.
1845 zu Braunſchweig als der Sohn
eines Kammermuſikus geboren. Die-
ſer ſtarb 1858, u. im folgenden Jahre
kam Hans H. in das Haus ſeines
väterlichen Oheims, des bekannten
Schulmannes Ludwig H. in Berlin.
Hier beſuchte er das Friedrichs-Gym-
naſium, bezog 1864 die Univerſität
und ſtudierte in Berlin wie ſpäter in
Göttingen die Rechtswiſſenſchaften,
machte auch in Berlin 1868 das juri-
ſtiſche Doktorexamen u. arbeitete eine
Zeitlang am dortigen Stadtgericht,
gab aber 1872 ſeinen Beruf auf, um
hinfort als Journaliſt und Schrift-
ſteller tätig zu ſein. Seit Begrün-
dung des „Deutſchen Tageblatts“
(1881) führte H. die Redaktion des
Feuilletons dieſer Zeitung, trat 1888
aus derſelben aus u. ließ ſich in Wei-
mar nieder, wo er am 4. Mai 1892
ſtarb. Seinem Wunſche gemäß wurde
er in Braunſchweig zur letzten Ruhe
beſtattet.
S: Alexander (Dr.), 1872.
2. Aufl. 1879. – Kaiſer Friedrich der
Rotbart (Dr.), 1873. – Jeruſalem
(Dr.), 1874. – Der Kurprinz (Dr.),
1876. 2. A. 1884. – Die Schweine
(Humor. G.), 1876. – Mären u. Ge-
ſchichten (Geſ. kleinere Dn.), 1878. –
Die Meininger, ihre Gaſtſpiele und
deren Bedeutung für das deutſche
Theater, 1879. – Konradin (Dr.),
1881. 3. A. 1885. – Drei Operndich-
tungen, 1881. – Nero (Dr.), 1883. –
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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 3. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 170. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon03_1913/174>, abgerufen am 21.02.2025.
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